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Mythos oder Medizin: Kann Wassertrinken beim Abnehmen helfen?
Corbis

In vielen Diätratgebern heißt es, man solle viel Wasser trinken, um abzunehmen. Aber ist das wissenschaftlich überhaupt belegt? Ein Forscherteam ist der Frage nachgegangen.

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TheK79 12.08.2013, 16:38
50. viel banaler

Es geht gar nicht um irgendwelche Mythen von "erhöhtem Energieverbrauch" und "kurzzeitiger Sättigung", sondern um drei ganz banale Dinge:
- wer viel Wasser trinkt, hat keinen Bock mehr auf irgendwelche Getränke mit eigenem Nährwert.
- Wenn Wasser im Magen ist, passt weniger anderes rein. Somit wird unweigerlich weniger gegessen.
- Viele (gerade ältere) Menschen trinken *viel* zu wenig (so dass der Stoffwechsel kaum funktioniert), weil ihnen als Kind ständig eingeredet wurde "trink nicht so viel, dann musst du dauernd aufs Klo". Da ist das "mehr" in Wahrheit nur ein "nicht mehr zu wenig".

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aeskimo 12.08.2013, 16:55
51. Abnehmen ja

Wassertrinken hilft beim abnehmen, bzw. durch Wasser nimmt man ab.
Ich selbst hab eine Wasserdiät gemacht.
Volle 4 Wochen lang 5-6 Liter Wasser pro Tag und eine Scheibe Brot. Als Arbeit wärend der Zeit übte ich ein mittelschwere Tätigkeit aus, Hilfsarbeiter in einer Druckerei. Danach wog ich 20 Kilo weiniger, Reduktion von 115 auf 95 Kilo. Für mich hat es sich gelohnt nur Wasser zu trinken und es hat funktioniert. Kann aber nicht sagen wie es bei anderen wirkt. Viel Spass beim Wasser trinken.

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barlog 12.08.2013, 16:56
52.

Zitat von exilostfriese
Zu Ende denken bitte: Wenn es aber zu warm ist, ist der Effekt gegenteilig: Das getrunkene Wasser kühlt den Körper von innen. Dieser muss weniger schwitzen - schwitzen kostet Energie. Weniger Energie wird verbraucht. . ...
Apropos "zu Ende denken": Was meinen sie wohl, weshalb man im Sommer zeitweilig deutlich mehr schwitzt, nachdem man ein kühles Getränk getrunken hat ?
Weil da nix von innen kühlt, wie sich der Laie immer einbildet, sondern der Körper durch erhöhte Muskelaktivierung bemüht ist, den "kalten Kern" auf Körpertemperatur zu bringen. Dadurch entsteht zusätzliche Wärme, die durch Schwitzen abgeführt wird.

Zitat von exilostfriese
.. . . Abnehmen ist ganz einfach: Weniger Kalorien aufnehmen als man verbraucht!! . . ...
Ach ja ? Vielleicht sollten sie mal als Ernährungsberater für Adipöse arbeiten und mit dieser Erkenntnis eine revolutionäre Abnehmwelle auslösen.

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hman2 12.08.2013, 17:39
53. Huch

Zitat von isnogud77
Wenn man kaltes Wasser trinkt wird es im Körper erwärmt. Die Energie dafür kommt aus der Nahrung und dadurch erhöht das Trinken von Wasser den Energieumsatz. Man braucht keine Studie um das zu nachzuweisen, das ist die einfachste Form von Physik.
Aber schon die einfachste Form von Chemie wird Ihnen zeigen, dass Sie für die leichte Anwärmung eines Glases Wasser nur sehr wenig Energie aufwenden müssen, falls es überhaupt aktiv erwärmt wird...

Kein Vergleich mit der Energie, die Sie für Fortbewegung oder gar Sport aufwänden müssen...

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rainer/zufall 12.08.2013, 17:39
54.

Zitat von sysop
In vielen Diätratgebern heißt es, man solle viel Wasser trinken, um abzunehmen. Aber ist das wissenschaftlich überhaupt belegt? Ein Forscherteam ist der Frage nachgegangen.
Guter Artikel, hab bloß die ersten paar Absätze gewartet, dass nun endlich auch der Hinweiß auf das Wegfallen von kalorienhaltigen Getränken folgt.

Man bekommt ja im Internet immer hauptsächlich nur kritik ab siehe z.B. die Schlaumeier die wieder irgendwas finden müssen, dass sie kritisieren können wie z.B. hypotone Hyperhydratation was ja praktisch nur stattfinden könnte wenn man sehr schnell mehrerer liter hintereinander trinkt

deswegen auch mal ein Lob von meiner Seite

Einen Artikel über Omea Fettsäuren bzw generell angeblich wichtige Nahrungspräparate auch z.B für den Laienfitnesssport würde ich als nächstes Projekt begrüßen ;)

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rainer/zufall 12.08.2013, 17:41
55.

Zitat von citizengun
Wassertrinken hilft aus zwei Gründen. Erstens verusacht es ein Völlegefühl, verhindert damit Heisshunger und verkleinert den Magen was wiederum zu weniger Appetit führt. Zweitens erhöht/verbessert es den Herzschlag und suggeriert damit dem Gehirn Nahrungsaufnahme/Zuckerzufuhr, die es aber real nicht gibt.


Zumindest die Aussage, das erhötes Plasmavolumen oder ein höherer Herzschlag einem Nahrungsreiz entspricht ist definitiv falsch

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rainer/zufall 12.08.2013, 17:47
56.

Zitat von neoy
Diese Aussage ist definitiv zu pauschal! Man sollte vielmehr auch als gesunder Mensch darauf achten, nicht zu viel zu trinken, da bei Hyperhydratation ernsthafte Probleme drohen! Zitat: Abhängig von Osmolalität bzw. Natriumkonzentration im Serum unterscheidet man eine isotone, hypotone und hypertone Hyperhydratation. Dies hängt davon ab, in welcher Relation Wasser und Kochsalz zugeführt werden. Bei Abweichungen von der normalen Osmolalität (Serum-Natrium-Konzentration) kommt es zu gefährlichen Veränderungen des Flüssigkeitsgehalts des Gehirns: Hypoosmolalität -> Flüssigkeitszunahme im Gehirn bis zum Hirnödem; Hyperosmolalität -> Flüssigkeitsentzug aus dem Gehirn. (...) Symptome der Hypervolämie: im großen Kreislauf: Ödeme; im kleinen Kreislauf: Luftnot, fluid lung, Lungenödem. Evtl. Pleuraergüsse. Bei Abweichungen von der normalen Osmolalität zusätzlich zerebrale Symptome: Kopfschmerzen, evtl. epileptische Anfälle, Koma. (Quelle: Herold, Innere Medizin, 2011) Werte Wissenschaftsjournalisten und Ernährungsberater dieser Welt: Ich bitte dringlich um eine differenziertere Berichterstattung...

Wenn sie keine tieferes Wissen in einem Bereich wie z.B. der Medizin haben dann versuchen sie bitte nicht Puzzleteile wie diesen Textabschnitt zu interpretieren.

In dem Artikel geht es um "Serum" also um Blut. Bis das Wasser erstmal im Blut angekommen ist hat es schon den Magen passiert und sich mit elektrolyten vermischt auch wenn dieser keine Nahrung mehr enthält (Magensäure) sodas sich keine osmotischen pathologien entwickeln können.

zu lebensgefährlichen Situationen kann es höchstens kommen wenn sie innerhalb von 1-2 minuten mehrer Liter hintereinander hinnunterschlucken

Der Artikel geht vor allem auf Probleme ein die sich z.B. bei der Gabe einer Infusion also bei der Gabe einer Flüssigkeit direkt in den Blutstrom ergeben können.

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dequincey 12.08.2013, 18:28
57. Banale Dinge, Faktenfrei!

Zitat von TheK79
Es geht gar nicht um irgendwelche Mythen von "erhöhtem Energieverbrauch" und "kurzzeitiger Sättigung", sondern um drei ganz banale Dinge: - wer viel Wasser trinkt, hat keinen Bock mehr auf irgendwelche Getränke mit eigenem Nährwert. - Wenn Wasser im Magen ist, passt weniger anderes rein. Somit wird unweigerlich weniger gegessen. - Viele (gerade ältere) Menschen trinken *viel* zu wenig (so dass der Stoffwechsel kaum funktioniert), weil ihnen als Kind ständig eingeredet wurde "trink nicht so viel, dann musst du dauernd aufs Klo". Da ist das "mehr" in Wahrheit nur ein "nicht mehr zu wenig".
Interessant wie viel externe, außermedizinische, Fachkompetenz sich immer wieder zu medizinischen Themen einfindet.

Zu Ihrer These dass Wasser Getränke mit hohem Nährwert ersetzen könnten.
Adipositas ist immer ein psychisches Problem, wenn man die wenigen tatsächlichen Stoffwechselstörungen die zu Übergewicht führen, ausschließt. Dem Magen alleine die Illusion von Nahrungsaufnahme durch Füllung mit Wasser vorzugaukeln, funktioniert nicht. Erstens gibt Wasser im Schluckakt nicht die gleichen befriedigenden Impulse an das Gehirn wie z. B. Saft, der vielleicht sämiger ist, oder süß. Zweitens beträgt die Magenpassage von reinem Wasser 10 bis max. 20 Minuten, danach setzt ein noch stärkeres Verlangen nach Nahrung ein, eine Art Reboundreflex. Der Magen und das Sättigungszentrum fühlen sich schlicht für dumm verkauft.

Wie stark die Psyche bei der Nahrungsaufnahme entscheidend ist, erfährt man als Chirurg oft genug frustrierend in der Nachbehandlung von Patienten die z.B. mittels Magenballon, Magenband oder umfangreicher Verkleinerungs-Operationen behandelt wurden. Ich musste einige Male erleben, das Patienten mit Magenband versorgt, sich Ihre Kalorien durch trinken von mehreren Liter flüssiger Sahne, oder andere hochkalorischer Flüssigkeiten ersetzten. Andere aßen trotz Verkleinerung exzessiv weiter, sodass das Magenband riss. Letztendlich muss wie bei allen Süchten, z. B. Nikotinsucht, der unbedingte Wille des Menschen vorhanden sein, sein Verhalten zu ändern. Dann ist Abnehmen ganz einfach, man isst einfach weniger, als man verbraucht. In Notzeiten gab es auch in unserem Land, keine Adipositas, schon gar nicht mit BMI > 50.

Ihre Theorie warum ältere Menschen weniger trinken, entbehrt nicht einem gewissen humoristischen Wert, aber leider jeglicher Fakten. Der Wasserhaushalt wird von vielen Faktoren reguliert, das wesentliche Steuerzentrum befindet sich im vorderen Hypothalamus dem wichtigsten Zentrum des vegetativen Nervensystems, einem Teil des Zwischenhirns. Vermutlich läst im Laufe des Lebens die Sensibilität der dort messenden und steuernden Nervenzellen nach, so dass das Durstgefühl langsam verdämmert. WIe z.B. auch das Hören oder Sehen. Zudem trinken viele alte Menschen abends weniger, um nachts nicht so oft auf Toilette gehen zu müssen.
Durch etwas Nachforschung im Netz hätten Sie das sicher alles sehr viel ausführlicher finden können!

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neoy 12.08.2013, 21:01
58. Oberlehrer

Zitat von Strangelove
Werter neoy, ich trinke täglich 3-4 l Wasser/Tee, ernähre mich eher salzarm und habe keinerlei der geschilderten Probleme. Normale Nahrung enthält zudem ausreichend Salze, so dass bei gesunden Nieren keine Probleme auftreten sollten. Man muss schon extrem viel trinken und sich sehr ungünstig ernähren um die geschilderten Probleme zu bekommen. Wenn man extrem viel schwitzt mag es anders aussehen aber sich gezielt versalzene Speisen zuführen muss man auch dann nicht. Also bitte nicht gleich im Oberlehrerton so einen Unsinn den man irgendwo aufgeschnappt hat verbreiten. Das mit dem lebensnotwendigen Salz, das man sich extra zur normalen Nahrung zuführen muss ist, zumindest für unsere Breiten, nicht zutreffend (außer unter extremer körperlicher Belastung). zu dem thema siehe auch
...auch wenn es der sysop nicht zulassen möchte, hier nochmal der Versuch:

Werter Strangelove,

ich beglückwünsche Sie ausdrücklich zu Ihrer gesunden Lebensweise und wünsche Ihnen weiterhin beste Gesundheit, aber: bitte ZUERST den Artikel, DANN die Kommentare dazu lesen und EVENTUELL die zum Kommentar zugehörigen Zitate öffnen - das verhindert sinnentleerte Worthülsen bezüglich "aufgeschnapptem Unsinn" aus Standardwerken der Inneren Medizin. In diesem Kontext dennoch meinen herzlichsten Dank für den Link zu Wikipedia...

An alle anderen: Danke vielmals für die Unterstützung bei der richtigen Einheitenfindung - Inhalte, Leute, es geht um INHALTE!!! Wer meinen ersten konstruktiven Kommentar richtig liest, der sollte verstehen, dass es mir um die unkritische Darstellung des Artikelautors geht, dass 10 Liter Flüssigkeit pro Tag kein Problem für den Körper darstellen. Das ist unter Berücksichtigung physiologischer Vorgänge schlicht falsch und sollte korrigiert werden. Für alle Besserwisser unter der Sonne hier nachzuschlagen: Diabetes insipidus. Alternative: Medizinstudium (Vorteil: Physiologie bereits in der Vorklinik), Studium von Lehrbüchern der Inneren Medizin, Abschluss und anschließende berufliche Tätigkeit in einem nicht-chirurgischen Fachgebiet für mehr als 10 Jahre, hierbei Behandlung mehrerer Diabetes insipitus-Fälle. (Nachteil: zeitaufwendig)

Überhaupt fasziniert mich bei Artikeln medizinischer Ausrichtung immer wieder, wie viele "Leser" sich anschließend bemüßigt fühlen, mit ihrem gesammelten Halbwissen zu brillieren (u.a. Interpretation von Adipositas als rein "psychischer" Genese - hätte der Kollege den Wikipedia-Artikel zum Hypothalamus weiter gelesen, so hätte er eventuell die weitaus komplexere Ätiologie von Hunger und Sättigung auf hormoneller Basis verstanden. Und nun für alle, denen der Hass auf mich schon an der Epiglottis steht und es in der Phalangen juckt: si tacuisses, philosophus mansisses...

MFG

PS: wer Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten!

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Stefan_G 12.08.2013, 21:25
59. Gilt für Sie auch

Zitat von rainer/zufall
Wenn sie keine tieferes Wissen in einem Bereich wie z.B. der Medizin haben dann versuchen sie bitte nicht Puzzleteile wie diesen Textabschnitt zu interpretieren. In dem Artikel geht es um "Serum" also um Blut.
In dem Artikel geht es NICHT um Serum.
Serum wird aus einer ohne Antikoagulanz abgenommenen Blutmenge hergestellt. Man lässt das Blut gerinnen und zentrifugiert Zellen und Gerinnsel ab. Der flüssige Überstand ist das Serum. Das wiederum hat nur noch wenig mit dem gemein was als Blut durch die Adern fließt.

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