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Nach EU-Bewertung: Wissenschaftler schreiben Glyphosat-Protestbrief
AP

Ist Glyphosat doch krebserregend? Viele Forscher wollen sich mit der Entwarnung der EU-Behörde Efsa nicht abfinden. In einem offenen Brief kritisieren sie den EU-Bericht als "wissenschaftlich unakzeptabel".

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Goldwin 01.12.2015, 10:50
20.

Zitat von dbrown
ist es egal, ob da wer Krebs bekommt und dran stirbt. Es würde jahrelange Verfahren nach sich ziehen, ohne Erfolg. Zuviel Macht, zuviel Lobbyisten, zuviel Geld,was verschoben wird. Monsanto will alles, egal wie. So wie Nestle auch.
Bei der Diskussion um Glyphosat zeigt es sich immer öfter, dass es vielen eher um Monsanto geht als um die möglichen Risiken des Wirkstoffes. Wenn man sich etwas mit der MAterie beschäftigen würde, würde man schnell merken, dass das patent für Glyphosat (das in der bei Monsanto lag) längst ausgelaufen ist. Glyphosat wird nun überwiegend von "Billigfirmen" (oft in Asien) produziert. Die Gewinnmargen sind max. aufgrund der hohen Menge noch lukrativ für diese Firmen. Die wirklich großen Pflanzenschutzmittelhersteller wie Monsanto, Bayer oder Syngenta würden von einem Glyphosatverbot in Europa eher noch profitieren. Warum? Weil den Landwirten ein günstiger und wirksamer Wirkstoff verloren geht. Es müssten dann die teuren neueren Produkte dieser Firmen eingesetzt werden.

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Goldwin 01.12.2015, 11:11
21.

Zitat von biba_123
Aber die EU Erfahrung lehrt,dass das weder die EU Beamten noch die Politik interessiert und sie trotzdem machen. Das ist der Grund, warum Bürger die Nase voll haben und Parteien wählen,die EU kritisch,ja feindlich, sind! Wenn die EU scheitert ist nicht der Bürger,sondern die handelnde Politik aber auch die diese unterstützenden Medien Schuld!
Ob diese Wissenschaftler (die überwiegend noch nie mit Glyphosat gearbeitet haben) wirklich Experten sind kann man sicherlich diskutieren. Das wirklich Problem an der Diskussion ist diese elenede schwarz-weiß Malerei. Wo liegen derzeit die Problem bzw. Unsicherheiten: Es ist wissenschaftlich relativ sicher belegt, dass vom Wirkstoff Glyphosat KEINE Krebsgefahr ausgeht. Problematisch sind die Additive die dem Wirkstoff zugegeben werden. Statt Lösungen in dieser Richtung zu suchen, probiert man Glyphosat pauschal zu verurteilen. Weiterhin haben wir eine Diskussion um Rückständen in Getreide etc. Da wird dann gestritten ob die grenzwerte zu hoch, zu niedrig sind oder ob das überhaupt gut ist. Wo liegt das problem? beim Eisnatz von glyphosat zur Vorerntebehandlung. Das meißte Glyphosat wird aber gar nich vor der Ernte eingesetzt sondern NACH der ernte oder VOR der neuen Aussaat. Von diesen Einsatzterminen besteht kaum eine Gefahr für Rückstände in Getreide. Was ist die Konsequenz? MAn will Glyphosat verbieten. Warum verbietet man nicht einfach den Einsatztermin Vorerntebehandlung?

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mars55 01.12.2015, 12:46
22. Weiß ja

Zitat von markus333
Liebe SPON-Redakteure, es sei Ihnen ja vergeben, dass Sie keine Toxizitätsstudien verstehen können. Aber Sie hätten schon den Artikel in der Süddeutschen Zeitung genauer lesen können. Da stand wörtlich, dass Christopher Portier, der Organisator dieses öffentlichen Briefes maßgeblich bei der Studie des IARC beteiligt war, in der Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend eingestuft wurde. Also, das waren keineswegs unabhängige Wissenschaftler, sondern "beleidigte" IARC-Mitglieder, die ihre Freunde zusammengetrommelt haben. Hier wird der Eindruck erweckt, als ob sich die "freie Wissenschaft" gegen die korrupten Behörden und Wissenschaftler auflehnt. Das ist keineswegs so. In Gegenteil, wahrscheinlich wird da nur die Presse für Panikmache instrumentalisiert.
nicht, was Sie unter "freier Wissenschaftler" verstehen, aber im allgemeinen versteht man darunter, dass dieser nicht beim Auftraggeber angestellt ist oder auch sonst wie mit dem Produzenten des zu untersuchenden Gegenstandes liert ist und nicht weil er zu diesem Thema gegensätzliche Erkenntnisse hat.
Sie glauben, die Wissenschaftler, die Glysophat als wahrscheinlich krebserregent eingestuft haben, wären "beleidigt". Ich nenne diese Wissenschaftler verantwortungsbewußt. Diese schätzen Glysophat immer hin als wahrscheinlich krebserregend ein und sind von ihren Erkenntnssen überzeugt. Es wäre doch stark verantwortungslos gegenüber der Allgemeinheit dann nicht weiter hin zu warnen und keine Kritik zu äußern.

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mars55 01.12.2015, 13:28
23. Ob

Zitat von Goldwin
Ob diese Wissenschaftler (die überwiegend noch nie mit Glyphosat gearbeitet haben) wirklich Experten sind kann man sicherlich diskutieren. Das wirklich Problem an der Diskussion ist diese elenede schwarz-weiß Malerei. Wo liegen derzeit die Problem bzw. Unsicherheiten: Es ist wissenschaftlich relativ sicher belegt, dass vom Wirkstoff Glyphosat KEINE Krebsgefahr ausgeht. Problematisch sind die Additive die dem Wirkstoff zugegeben werden. Statt Lösungen in dieser Richtung zu suchen, probiert man Glyphosat pauschal zu verurteilen. Weiterhin haben wir eine Diskussion um Rückständen in Getreide etc. Da wird dann gestritten ob die grenzwerte zu hoch, zu niedrig sind oder ob das überhaupt gut ist. Wo liegt das problem? beim Eisnatz von glyphosat zur Vorerntebehandlung. Das meißte Glyphosat wird aber gar nich vor der Ernte eingesetzt sondern NACH der ernte oder VOR der neuen Aussaat. Von diesen Einsatzterminen besteht kaum eine Gefahr für Rückstände in Getreide. Was ist die Konsequenz? MAn will Glyphosat verbieten. Warum verbietet man nicht einfach den Einsatztermin Vorerntebehandlung?
Ob ( wenn es denn so ist, wie Sie es schreiben) und wer da alles sich am Thema Glyphosat abgearbeitet hat oder auch nicht , ist an dieser Kritik auch zweitrangig, abgesehen, davon dass der Initiator dieses Briefes Portier ist.

"Portier gehört zu den Forschern, die Glyphosat im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und deren Krebsagentur IARC bewertet haben" SZ

Es geht ja vorwiegend um die Wissenschaftlichkeit der Einschätzung "Glyphosat ist wahrscheinlich nicht krebserregend". Man kann als Wissenschaftler schon am wissentschaftlichen Prozeß zu dieser Einschätzung Kritik üben, ob man nun vertieft Ahnung hat oder nicht zum eigentlichen Forschungsgegenstand.

Wie wissentschaftlich die BfR vorgeht:
"Um die Ungefährlichkeit des umstrittenen Pflanzengifts Glyphosat zu belegen, hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auch auf Leserbriefe an eine Fachzeitschrift zurückgegriffen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor." n-tv vom 17.7.2015
Und diese Leserbriefschreiber sind dem Umfeld von Monsanto zu zu ordnen.
Na denn ....

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Tobsen666 01.12.2015, 13:47
24. Äpfel und Birnen

Die IARC hat Äpfel (Glyphosathaltige Zubereitungen), das BfR Birnen (Glyphosat als Einzelsubstanz) bewertet.

Das IARC bewertet eine mögliche Carcinogenität von Glyphosat auch anhand der Zubereitungen, die Glyphosat enthalten, das BfR tut das nicht.

Ein Vergleich somit von Äpfeln und Birnen, da weder Datenlage und Bewertungsschema vergleichbar sind.

Das permanente Monsanto-Bashing, deren Gehabe man definitiv nicht gutheißen muss, zeigt jedoch, wie wenig die Kritiker in der Materie drin sind, da Monsanto sich die Hände reiben würde, wenn Glyphosat verboten und das patentgeschützte Nachfolgepräparat besser an den Landwirt gebracht werden könnte.

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Joerg grimm 01.12.2015, 14:53
25.

Herbizid, nicht Pestizid.

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kratzdistel 06.12.2015, 13:10
26. die wahrscheinlichkei durch jakobskreuzkraut krank zu werden ist viel größer

blinder umweltwahn ist kein guter wahn. in den letzten jashren hat das sehr giftige jakobskreuz rapide zugenommen. dessen Pyrrolizidinalkaloide wurden insbesondere in verschiedenen Kräutertees, anderen Tees und in Honig nachgewiesen. bei diesem gift ist der nachweis erbracht, dass es krebserregend und schwer
leberschädlich ist. die Kontamination kann durch eintrag bei der Mahd von Kräutern erfolgen, wenn diese nicht handverlesen sind, durch insektenflug und Fremdbestäubung.das kraut kann mechanisch durch hacken,rausreißen oder chemisch durch Herbizide. erfolgen. gerade da ist glyphosat gut geeignet oder wer will heute noch tagelang hacken.

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Crivair 06.12.2015, 15:13
27.

Ich bin der Meinung, dass ein Mittel, bei dem die Meinungen der Experten auseinandergehen, für die Nahrungsmittelproduktion nicht zugelassen werden darf, wenn die Unschädlichkeit für den Menschen nicht eindeutig wissenschaftlich belegt werden kann. Kein Mensch kann absehen, welche Zusatzstoffe und Spritzmittel langfristig betrachtet was genau im Organismus und in der Natur auslösen.

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Goldwin 11.12.2015, 08:35
28.

Zitat von Crivair
Ich bin der Meinung, dass ein Mittel, bei dem die Meinungen der Experten auseinandergehen, für die Nahrungsmittelproduktion nicht zugelassen werden darf, wenn die Unschädlichkeit für den Menschen nicht eindeutig wissenschaftlich belegt werden kann. Kein Mensch kann absehen, welche Zusatzstoffe und Spritzmittel langfristig betrachtet was genau im Organismus und in der Natur auslösen.
Mit dieser Argumentation müssten Sie aber nahezu alles verbieten. Kann wissenschaftlich ausgeschlossen werden, dass die Funkstrahlen eines Smartphones unbedenklich sind?

Wir haben mittlerweile ein Wissenschaft- und Fortschrittfeindliches Klima in Deutschland das seines gleichen sucht....

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Prätorianer91 25.02.2016, 22:01
29.

Zitat von Goldwin
Mit dieser Argumentation müssten Sie aber nahezu alles verbieten. Kann wissenschaftlich ausgeschlossen werden, dass die Funkstrahlen eines Smartphones unbedenklich sind? Wir haben mittlerweile ein Wissenschaft- und Fortschrittfeindliches Klima in Deutschland das seines gleichen sucht....
Klar, weil diejenigen die das Gift freisetzen es naher ja nicht essen müssen.
Aber nicht jeder kann es sich leisten, seinen kompletten Lebensbedarf im Bio-/Reformmarkt kaufen.

Sog. "Smartphones" (was für ein Begriff) gehören ja auch verboten. Nicht nur wegen der Funkwellen.

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