Forum: Gesundheit
Nach Gerichtsurteil: Gröhe will Versandhandel mit rezeptpflichtigen Medikamenten verb
DPA

Schnäppchenpreise für verschreibungspflichtige Arzneimittel - darauf hatten nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs viele gehofft. Doch Gesundheitsminister Hermann Gröhe hat andere Pläne.

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spiegkom 28.10.2016, 14:03
1. Nicht überraschend

"Gröhe will Versandhandel mit rezeptpflichtigen Medikamenten verbieten"
Nicht überraschend, denn "Zurück in die Steinzeit" ist eine der Grundstrategien dieser Regierung. Siehe auch "Energiewende".

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Onkel Uwe 28.10.2016, 14:07
2. Der ist gut...

die Preisbindung ist eine nicht berechtigte Beschränkung des Warenverkehrs, das Verbot soll dann berechtigt sein? Die sollen endlich den eigentlich Vorteil von Apotheken stärken und die Beratungsleistungen besonders honorieren, dann gehen auch trotz Preiswettbewerb nicht gleich alle Apotheken ein.

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hanslorch 28.10.2016, 14:08
3. Versandhandel verbieten ?

Wenn Herrn Gröhe tatsächlich ein Verbot des Arzneimittelversands durchsetzen kann, sollte dem letzten Bundesbürger klar sein, welche Mafia-Strukturen in der Arzneimittelbranche unterwegs sind. Die Kassen könnten Millionen einsparen.

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marcelo 28.10.2016, 14:08
4. Nicht zeitgemäß

Hauptsache wir sichern unseren Apothekern Ihre enormen Margen dafür, dass sie uns die Packungsbeilage vorlesen und Cross-Selling betreiben. Lobby-Politik pur.

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a.weishaupt 28.10.2016, 14:09
5. In anderen Ländern...

...wie z.B. Großbritannien haben sich Patienten das Recht erstritten, sich günstig im weltweiten Handel (nicht bloß EU) mit Medikamenten eindecken zu können. Bei uns dagegen versucht der Zoll sogar, Nahrungsergänzungsmittel einzusacken, die hier unverständlicherweise als Arznei eingestuft werden. Dahinter steht ein durch und durch paternalistisches Staatssystem, das dem Bürger am liebsten noch den Gang zum Klo vorschreiben würde. Ich mache da jedoch nicht mit; zum Glück gibt es Remailer innerhalb der EU.

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simie 28.10.2016, 14:17
6.

Traurig, dass sich ein solch unfähiger Minister so lange im Amt halten kann. Zuerst seine Verzögerungstaktik bei der Pille danach, jetzt das rückgratlose Einknicken gegenüber der Apothekerlobby.
Manchmal kann man den Eindruck kriegen, dass RRG trotz aller problematischen Positionen bei den Linken doch besser wäre.

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frankubags 28.10.2016, 14:19
7. Marktkonform

Oft muss man 2 mal in die Apotheke weil Standardsachen nicht vorrätig sein.
Lass uns die Damen und Herren Apotheker mal über Marktprinzipien umschulen. Unser Protektionismus kreiert nur Faulheit und Arrogant.

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OskarMaria 28.10.2016, 14:20
8. Erfolgreiche Apothekerlobby

Das war zu erwarten, dass die Apotheker ihre liebste Partei - die CDU - aktivieren. Dabei braucht unser Gesundheitssystem solch ein Vertriebssystem für Medikamente schon lange nicht mehr. Wir brauchen keine Apotheke an jeder Ecke - eine zentrale Einrichtung in einer Stadt oder Region würde ausreichen.

Die Belieferung der Kunden würde durch Lieferdienste ersetzt, die wesentlich günstiger arbeiten können. Bereits heute ist es häufig so, dass Medikamente in der Apotheke nicht vorrätig sind und dann per Service zugestellt werden.

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reinerotto 28.10.2016, 14:23
9. Klientelpolitik und erfolgreicher Lobbyismus vom Feinsten.

Auch sehr schnell reagierend. Im Gegensatz zu so manchen anderen Gesetzesvorhaben.
"Wer gut schmiert, der gut fährt." Wieder mal auf Kosten des kleinen Mannes, dessen Krankenkassen-(zusatz
-)beiträge dadurch sicherlich _nicht_ stabilisiert werden.

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