Forum: Gesundheit
Nach Gerichtsurteil: Gröhe will Versandhandel mit rezeptpflichtigen Medikamenten verb
DPA

Schnäppchenpreise für verschreibungspflichtige Arzneimittel - darauf hatten nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs viele gehofft. Doch Gesundheitsminister Hermann Gröhe hat andere Pläne.

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77fun 28.10.2016, 14:25
10. Lächerlich

Dass sich im digitalen Zeitalter überhaupt jemand traut, eine solch rückwärtsgewandte Idee überhaupt zu äußern, ist erstaunlich. Aber das Internet ist für Herrn Gröhe vermutlich Neuland.

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ykerniz? 28.10.2016, 14:25
11. Er wird schon wissen warum

Seine Interessen liegen sicherlich nicht beim Konsumenten, der ermöglicht weder gute Positionen noch zahlt er Rednerhonorare oder erweist andere Gefälligkeiten.

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manotti 28.10.2016, 14:25
12.

Ethik und Geld, das ist eine profitable Verbindung. Der Aufschlag von 8,10 Euro „Beratungshonorar“ auf jedes rezeptpflichtige Medikament bringt den Apothekern jährlich etwa 500 Millionen Euro. Der Patient muss 10 Prozent des Preises zuzahlen, mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro.
Doch an der Beratung hapert es sehr oft.
Zitat aus Test der Stiftung Warentest von 2004:
Jede zweite Apotheke im Test verkaufte ein ungeeignetes Abführmittel. Das ist bedenklich. Und sogar die Beratung zu Schnupfenmitteln war oft einfach schlecht. Das ist bestenfalls nachlässig. Zitatende
Angesichts solcher Testergebnisse, kann man gut und gerne auf die Beratung der Apotheker verzichten und seine Medikamente auch beim Versandhandel bestellen.

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Schreiber5.1 28.10.2016, 14:25
13. Klüngel mit der Pharmaindustrie!

Dann soll er sich mal fragen, warum das Urteil des Europäischen Gerichtshofs so ausgefallen ist! Damit endlich die Abzocke über die kranken Menschen ein Ende hat! Nach jeder Gesundheitsreform haben die Krankenkassen urplötzlich hohe Gewinne eingefahren, die dann auf einmal wieder ins Minus gekehrt wurden! Das bedeutet: Jedesmal wurden Preise manipuliert, denn kostendeckende Preise allein steigern die Gewinne ja nicht exzessiv genug!

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cm1 28.10.2016, 14:27
14. Unverständlich

Obwohl ein großer Teil der Menschen niedrige Löhne verzeichnet und die Politik das Billiglohndeutschland feiert, sind Mieten und Medikamente im Preis nicht gesunken. Notwendig wäre daher eine Reform und jede Maßnahme, die die Preise senkt, hilft. Außerdem müssen andere Angebote finanziert werden, insbesondere Bewegung. Es kann doch nicht sein, dass die GKV für Therapien zahlt, die nur notwendig werden, weil sich der Patient zu wenig bewegt und den Bewegungsapparat vergammeln lässt.

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Flam 28.10.2016, 14:29
15. verständlich

Ich verstehe Herrn Gröhe. Wer zahlt denn seine Nebeneinkünfte, wenn Pharmazeutika plötzlich preiswerter werden?
Speziell unter Gesundheitsministern seit Jahren ein beliebtes Spiel: Aller Schaden dem Volk!

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zudummzumzum 28.10.2016, 14:29
16. Lobbyismus at it's best

Das Tempo, das Herr Gröhe an den Tag legt, um sich als willigen Erfüllungsgehilfen der Pharma- und Apothekerlobby zu profilieren, ist das wirklich Beeindruckende. Ein solches Tempo hat noch niemand an den Tag gelegt, wenn es darum geht, die Interessen von Normalbürgern zu schützen. Chapeau vor dieser Chuzpe!

"Flächendeckende Versorgung"? was für eine Lüge! Auf dem Land fährt man sowieso kilometerweit, um in die Apotheke zu kommen. Aber auf den Einkaufsmeilen gibt es alle paar Hundert Meter ein derartiges Verkaufsgeschäft. Mehr als Metzgereien oder Bäcker - als ob wir uns mehr von Tabletten als von Lebensmitteln ernähren.

Dabei sind gerade auf dem Land die Öffnungszeiten der Apotheken ebenso ein schlechter Scherz wie deren Sortiment. Regelmäßig muss der Kram sowieso bestellt werden. Mit viel Glück liefert ihn die Apotheke dann nach Hause - oder man fährt eben noch mal.

Also sollte man lieber die Chance zu einer echten Reform nutzen: Das Rezept wird vom Arzt direkt an die Apotheke geschickt. Und die hat den Kram gefälligst nach Hause zu liefern. Ob sie dabei auch einen Präsenzhandel hat, oder nur via Versand arbeitet, ist dabei egal.

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genugistgenug 28.10.2016, 14:30
17. Planwirtschaft zur Gewinnsicherung!

Was soll so ein Misäh'Vorschlag'? Das ist entweder Verschwendung von Arbeitszeit/Steuern oder ein weiteres Zeichen von Inkompetenz oder beides!
Hie rist die 'Versandapotheke ideal. Freiumschlag und 2 Tage später ist alles da. Apotheke vor Ort - Rezept abgeben 'müssen wir bestellen' (trotz Anruf immer vorher) - am mächsten Tag wieder jemand vorbeischicken (unnötige Fahrten/Umweltverschmutzung).
Zusätzlich sind nicht verschreibungspflichtige Medikamente im Versand rund 30% günstiger und das Porto fällt bei Rezept auch nicht an. Uns zeigt das, wie viel 'Luft' (Gewinnspanne) noch drin ist.

PS ich würde gerne wissen, wie sich diese 'Idee' mit der berühmten, geforderten freien Marktwirtschaft verträgt.

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bjtimmy 28.10.2016, 14:30
18. Lobbypolitik auf Kosten der Patienten

Außer die Rezeptpflicht und die Generica-Regeln durchzusetzen und Politiker zu bearbeiten, leisten Apotheker aus meiner Sicht im Alltag nicht viel. Die Beratung wie die Bevorratung ist nicht (mehr) gut (das meiste muss bestellt werden), so dass von kurzfristiger Versorgung nicht die Rede sein kann. Das können auch Online-Versender mit speziellem Express-Service. Dafür sind wiederum die Preise und Gewinne lokaler Apotheker zu hoch. Die Notfallversorgung auf dem Land ist auch so ein Witz. 15KM Strecke zur nächsten Apotheke ist nicht selten. Da wären Notfalldienste in KH-Apotheken wohl sinnvoller.
Wenn man niedergelassene Apotheken konkurrenzfähig halten möchte, sollte man eben Ketten zulassen, und den Kleinstbetriebanachronismus kippen. Ketten könnten mit dem Preiswettbewerb vermutlich leben, ohne zu jammern.
Wer wirklich etwas für die Kostendämpfung im Gesundheitswesen tun will, lässt sich nicht von den Apothekern einlullen, sondern sorgt für zeitgemäße und moderne Strukturen in der Medikamentenversorgung.

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hwkue 28.10.2016, 14:32
19.

Jetzt weis ich auch weshalb mein Apotheker heute Morgen so gut gelaunt war.
Weshalb sind die Medikamente in Deutschland so teuer?
Die Kunden könnten deutlich entlastet werden.

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