Forum: Gesundheit
Nach Gerichtsurteil: Gröhe will Versandhandel mit rezeptpflichtigen Medikamenten verb
DPA

Schnäppchenpreise für verschreibungspflichtige Arzneimittel - darauf hatten nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs viele gehofft. Doch Gesundheitsminister Hermann Gröhe hat andere Pläne.

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xees-s 30.10.2016, 18:38
330.

Zitat von Stefan Halder
Ich hoffe, dass Herr Gröhe das Verbot des Versandhandels von verscheibungspflichtigen Medikamenten schnell durchsetzen kann. Wer braucht Medikamente aus Holland mit all den Gefahren und Folgen für unser System? Niemand!! Die Apotheken haben derart geringe Margen (nur 2,3 % der gesamten GKV-Ausgaben), dass wir hier nicht wegen ein paar Cent den Rosinenpickern aus Holland ohne Service, Notdienst, Beratung und ohne deutsche Gewerbe- und Mehrwertsteuer zu zahlen, benötigen! Ich bin mit der Beratung meiner Apotheke sehr zufrieden, die haben schon viele schwere Wechsel- und Nebenwirkungen bei den Tabletten meiner Frau erkannt, was der Arzt weder merkt noch sich dafür Zeit nimmt.
Und ich wurde von Versand Apotheken des öfteren Angerufen, ob ich Bescheid weiß über das Medikament. Es wurden dezidierte Fragen gestellt, die man nicht beantworten konnte ohne das Medikament zu kennen. Erst dann ging das Medikament in den Versand.

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fritz_64 31.10.2016, 07:58
331. pharmaindustrie

Das Problem liegt doch nicht bei den Apotheken sondern bei der Industrie. Die kann in der Regel die Preise für die Medikamente ohne staatliche Kontrolle festlegen. In anderen Ländern ist dem ein Riegel vorgeschoben worden, nur nicht in Deutschland.

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pyrex 31.10.2016, 09:26
332. Die Apothekerlobby hat niemals...

... den Einfluß der ihr angedichtet wird.
Warum Gröhe so schnell reagiert, ja reagieren muss:
https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Groehe-will-Online-Handel-mit-Arzneien-auf-Rezept-verbieten/Die-WAHRHEIT-FAKTEN-keine-Vermutungen-oder-Behauptungen/posting-29424169/show/

Halt nein, es ist ja viel einfacher auf die geldgeilen Apotheker einzukloppen.

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lathea 01.11.2016, 16:36
333. Eine Schande für Deutschland und Betrug am Beitragszahler!

Auf der ganzen Welt sind Medikamente billiger als in Deutschland. Unser nicht ausreichend im Sinne der Beitragszahler kontrollierte und auf finanziellen Vorteil der Pharmaindustrie und der Apotheken ausgelegte Gesundheitssystem macht das möglich. Wie kommen wir als Beitragszahler dazu, überteuerte Preise zu zahlen. Die lokalen Apotheken sind in erster Linie auf Profit bedacht und kümmern sich reichlich wenig um Probleme von Patienten - jedenfalls habe ich und andere aus meinem Bekanntenkreis bislang keinerlei Erfahrungen mit Apotheken gemacht, die es wert wären, Apotheken und die Pharmaindustrie durch unnötig höhere Preise zu schützen. Es ist längst überfällig, die Medikamentenpreise in Deutschland an das Weltniveau anzupassen. Wenn die Politik en status quo der lokalen Apotheker schützen will, kann sie ihnen ja eine Beratungspauschale zahlen.

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nesmo 01.11.2016, 17:48
334. Obwohl

der emsige Herr Apothekenleiter auch mich aufforderte die Klappe zu halten, weil die so hohe Komplexität des deutschen Apothekenwesens offenbar nur von den Apothekern selbst hinreichend erfasst werden kann, noch soviel. Die Argumente zum Schutz des bestehenden Systems beziehen sich überwiegend auf Logistik, Beratung und Quersubventionierung. In Zukunft wird dies schneller, sicherer und billiger durch neue Angebote gewährleistet und die Kostenstruktur der gesamten Medizinbranche muss ohnehin wieder auf die Füße gestellt werden. Die Abwehrschlachten der Apotheker werden nichts am Fortschritt ändern. Statt das bestehende System zu verteidigen wird es dringend Zeit den geamten Medizinbetrieb einschließlich der Pharmazie neu zu strukturieren. Es ist durch und durch verkrustet.

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