Forum: Gesundheit
Nach Kritik von Betroffenen: Spahn entschuldigt sich für Krebs-Tweet
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Nicht rauchen, Bewegung, Sonnencreme: In einem Tweet beschrieb Jens Spahn, wie jeder einzelne sein Krebsrisiko senken kann. Hunderte Betroffene kritisierten das, nun äußert sich der Gesundheitsminister erneut.

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Sleeper_in_Metropolis 05.02.2019, 18:23
20.

Zitat von götzvonberlichingen_2
Andererseits finde ich in seinem Tweet nicht verkehrt oder zu pauschal. Natürlich sind die getweeteten Ratschläge kein Allheilmittel, aber für den Großteil der Menschen sind sie eben gute Ratschläge. Ihm daraus einen Vorwurf zu machen, naja. Das ist Twitter, kein Wikipedia Artikel.
Sehe ich auch so. Er hat ganz allgemeine gültige (und eigentlich auch allgemein bekannte) Ratschläge getwittert. Das schlimmste, was man ihm vorwerfen könnte wäre also, das er Tipps gibt, die mittlerweile sowieso jedes Schuldkind kennt. Wie einige User es jetzt hinbekommen, das als Verharmlosung oder gar als persönliche (mit)Schuldzuweisung zu verstehen, verstehe wiederum ich nicht.

Muss man zukünftig bei jedem Gesundheitstipp mit dazu schreiben, das das befolgen des selbigen nicht automatisch zu lebenslanger Gesundheit führt ? Ich seh' die neuen Aufdrucke auf Zigarettenschachteln schon vor mir :

Warnung : Rauchen verursacht Krebs (Hinweis : Wenn sie nicht rauchen heißt das nicht, das sie niemals nie an Krebs erkranken werden)

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patrick.ruediger 05.02.2019, 18:25
21. Es ist ja nicht nur der Tweet allein

Sondern in dem Kontext, wo er politisch steht. Wenn jemand, der nicht grade für eine Patientenfreundliche Politik bekannt ist, sondern dafür steht, kosten im Gesundheitssystem zu Drücken (solang es natürlich seiner Lobby nicht schadet..) ohne vernünftigen Kontext Gesundheitsbewusstes Leben als Kampf gegen Krebs anpreis, dann hat das halt den faden Beigeschmack, dass er den Betroffenen selbst die schuld gibt (und damit implizit die Frage aufwirft, warum dafür alle aufkommen müssen). Wenn jemand, der sich konsistent immer für Patientenrechte, insbesondere Rechte von Krebspatienten, stark gemacht hatt, diesen Tweet verfasst hätte, wäre die Reaktion längst nicht so gewesen.

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karl-felix 05.02.2019, 18:27
22. Oder

Zitat von skepticelectric
Nun ist er doch professioneller Politiker und als Minister mit Beratern umgeben. Schon wieder so ein medialer Ausrutscher ist peinlich, in seiner Stellung Zeugnis fehlender Empathie und lässt auf weiteres fürchten. Deswegen gut, dass AKK ihm den Rang abgelaufen hat. Vielleicht wird er noch, mit mehr Erfahrung und Sachverstand. Wenn nicht, dann servus Jens, lass gut sein.
es steckt System dahinter. Während der Kollege Scheuer die Werbetrommel rührt für mehr Luftschadstoffen , die Regierung per Gesetz die Grenzwerte passend macht, schiebt der Gesundheitsminister die Schuld dem einzelnen Kranken zu .
Spahn kann schlecht sagen : Haltet die Luft an wenn PVC gekocht wird, haltet die Luft an wenn ihr hinter einem Diesel steht während gleichzeitig "100 Lungenärzte gegen saubere Luft" und Scheuer für mehr Luftschadstoffe in den Krieg ziehen weil Dieselabgase nicht karzinogen sind..
Ich tue mich schwer, an Ausrutscher zu glauben wenn Luftschadstoffe Thema am Kabinettstisch sind, der eine Minister Auto- und Industrie- und Braunkohleabgase verharmlost und der andere gleichzeitig den Erkrankten individuelle Schuld zuweist.

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ralph.steller 05.02.2019, 18:42
23. Wie armselig ....

Da stellt sich jemand in die Öffentlichkeit .... Banklehre, sonst keine Ausbildung ... Wahrscheinlich ein paar Kommunikations- und PR-Seminare ... Hat nie in die Sozialversicherungen eingezahlt ... Erfahrungen = 0, aber Gesundheitsminister .... Gibt's da was Peinlicheres?
Nein, diesem selbstdarstellerischen Vollpfosten ist nichts zu peinlich ... will sogar Kanzler werden.
Es finden sich ja genug Nachweise, dass dieser armselige Möchtegern-Lobbiist nur nachplappert, was ihm seine Pharmafreunde ins Ohr setzen.
Auch dieser Vorstoss dient doch wieder nur dazu, Millionen an Steuergeldern den Pharmafirmen für fragwürdige Forschung zuzuschustern.
Aber da bisher alle seine "bahnbrechenden" Ideen im Nirvana verschwunden sind, hoffe ich auch diesmal auf die Vernunft.
Insgesamt aber halte ich diese Art von "Politiker" für ausgesprochen gefährlich und werde deshalb demnächst eine Seite / Petition online stellen, in der Hoffnung, diese dem zugrunden liegenden arglistigen, verschwörerischen und lebensfeindlichen Grundsätze aufzudecken und anzuprangern! Mehr demnächst!

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schnabelnase 05.02.2019, 18:44
24. Unsere Gesellschaft ist krank. Unheilbar fürchte ich.

Vollkommen egal, wie man zu Spahn steht oder ob man seine Tipps für Allgemeinplätze hält. Bei jeder noch so schnöden Gelegenheit fühlt sich irgend jemand oder irgendeine Gruppe auf den Schlips getreten, frei nach dem Motto: Wer kein Haar in der Suppe findet, schüttelt so lange den Kopf, bis eines hineinfällt. Es gibt noch hundert andere Erkrankungen, die man persönlich durch Bewegung etc. eventuell verhindert hätte. Und jede Menge Erkrankungen, die man einfach nur so bzw. aufgrund einer genetischen Disposition bekommt. Spahn den Vorwurf unterzujubeln, er hätte sich respektlos gegenüber denjenigen verhalten, deren Erkrankung schicksalhaft zu sein scheint, ist lächerlich. Aber heutzutage durchaus üblich. Man sollte Twitter, Facebook etc. abschalten.

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thalatox 05.02.2019, 18:45
25.

Zitat von newline
zwingt zur kurzen knappen Aussagen. Trotzdem wünsche ich mir von einem Minister Aussagen, die über das Niveau der Apothekenumschau oder einer Programmzeitschrift hinausgehen. Ich befürchte nur, selbst auf 280 Seiten DIN A4 ist von Herrn Spahn nicht mehr zu erwarten.
Selten so einen blödsinn gelesen, Schneeflöckchen!

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ralph.steller 05.02.2019, 18:47
26.

Zitat von dadubmix
Da haben viele den Tweet offenbar absichtlich falsch verstanden, um sich mal wieder so richtig schön echauffieren zu können. Dahin steuert unsere öffentliche Debatte leider immer mehr: Aufregung um des Aufregens Willen. Und am Ende profitieren wieder die rechten Hardliner, die den empfundenen Mangel an Meinungsfreiheit für sich nutzen.
Nein, Spahn will allein, dass seine Pharma-Freunde profitieren. Dafür will er mit diesem vorgeschobenen Argument Milionen Steuegelder in fragwürdige Forschung stecken. Spahn geht es nicht um rechts oder links ... Das ist ihm absolut wurscht. Hauptsache, seine Unterstützer werden von ihm als Lobbiisten zufrieden gestellt!

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Ranus 05.02.2019, 18:57
27. Krebspatienten

reagieren verständlicherweise empfindlich. Trotzdem hat Spahn in dankenswerterweise in plakativer Art versucht wachzurütteln. Es ist leider eine Tatsache, dass zwar nicht alle, aber so einige Krebserkrankungen durch wahrgenommene Prävention und Änderung der Lebensweise vermieden oder viel effektiver therapiert werden könnten. Dies scheint manchen Menschen nicht zu passen, weil es ihre Verantwortlichkeit tangiert.

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zeisig 05.02.2019, 19:03
28. Das müssen Sie aushalten.

Zitat von mullertomas989
Ich finde es sehr komisch, dass Sie meinen Kommentar nicht veröffentlicht haben. Es geht in meinen Kopf nicht rein, was das anstößig, sachfremd oder sonst irgendwie nicht in Ordnung war. Sehr, sehr komisch finde ich das.
Meine Quote liegt bei 70 %. Immerhin. Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt und natürlich rege ich immer mal wieder tierisch darüber auf, wenn ein engagiert geschriebener Kommentar verschwindet. Aber ich mache weiter und versuche, den Mann am anderen Ende der Leitung davon zu überzeugen, daß ich mir beim Schreiben meines Posts ernsthaft Gedanken gemacht habe.

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m-hd 05.02.2019, 19:05
29.

Zitat von Gilgamesh
... Wer die Warnungen vor Krebs durch Umweltgifte und falsche Nahrungsmittel arrogant ignoriert geht das Risiko ein an Krebs zu erkranken. Unser Körper reagiert eben manchmal schneller und manchmal später. Niemand wird mit Krebs geboren. Aber die Lebensweise der ersten Jahre bestimmt unser Alter. ...
Jeder hat das Risiko an Krebs zu erkranken. Der größte Risiko-Faktor ist schlichtweg der Zufall und Pech zu haben. Die überwiegende Teil der Fälle lassen sich eben nicht durch besondere Risiko-Disposition erklären:

Unterschwellig beinhaltet Ihre Aussage eben doch den Vorwurf an die Krebserkrankten, irgendwie selbst an ihrem Schicksal schuld zu sein.

Eine sehr liebe Freundin ist vor einigen Jahren an Krebs gestorben und sie hatte mit ihrem Lebensstil aus Ihrer Sicht absolut alles richtig gemacht.

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