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Neue Blutdruckgrenzen in den USA: 35 Millionen Menschen sind über Nacht krank geworde
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Weil ein hoher Blutdruck schwere Krankheiten auslösen kann, haben US-Ärzte jetzt strengere Grenzwerte festgelegt. Das macht viele Gesunde zu Kranken. Deutschland wird wohl nachziehen - wie sinnvoll ist das?

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Zukunft3.0 15.11.2017, 00:27
120.

Stellt sich mir die Frage, warum Dtsch. hier mitziehen muss. Der mündige Bürger braucht sich auf sowas ja nicht einzulassen. Mein Blutbild zeigt auch einen Cholesterinwert von 170 an. Diese Größe war früher ein normaler Wert. Dann wurde der Wert auf 120 abgesenkt. Ich nehme deshalb noch lange keine Medikamente u. mir geht es sehr gut dabei. Medikamente machen durch ihre Nebenwirkungen krank. Ich weiß warum ich das auf ein Minimum beschränke u. nur im Notfall zu Tabletten u. Co greife. Also lasst Euch nichts einreden.

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schwabenstreich 15.11.2017, 00:31
121. Verischerungslobby?

viel Spaß beim am Abschluß eine Lebensriskoversicherung, einer privaten BU-Versicherung oder gar eine privaten (-Zusatz-)Krankenversicherung... was nun selbst in jungen jahren nun teuerer oder gar unmöglich wird... wegen bissle Bluthochdruck...denn ich glaube nicht der Bundesbürger irgendein Vorteil genießt wegen der Diagnose/"Krankheit" Bluthochdruck... wegen bei AU , Schwerbehindertenausweis noch für Frühverrentung...ergo gesetzlich bekommt man nüchts und privat wird man ausgeschlossen oder es wird teurer

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MtSchiara 15.11.2017, 00:39
122. Richtwerte werden dort gesenkt, wo es nichts kostet ...

... da es im Sinne einer (Pharma)lobby ist. Dort wo es hingegen etwas kostet, man also gegen eine Lobby handeln muß, dort gibt es sie häufig nicht mal, die Grenzwerte oder Richtwerte. Zum Beispiel gibt es bisher keine Grenzwerte oder Richtwerte für Passivrauch (also zB für Nikotin und Feinstaub) am Büroarbeitsplatz, da die Raucherlobby dies seitjeher zu verhindern wußte. Und Passivrauch ist das mit Abstand relevanteste Innenraumgift, verantwortlich für zahlreiche Erkrankungen.

Auch die EU hat sich bisher nicht an Passivrauchgrenzwerte am Arbeitsplatz herangetraut, obwohl sie sich doch sonst gerne und bereitwillig einmischt - von der Gurkenkrümmung bis zu Stickoxid- und Feinstaubgrenzwerten am Straßenrand. Nur Passivrauchgrenzwerte sucht man bei der EU bisher vergeblich. Es ist eben schwer, gegen mächtige Lobbyorganisationen zu handeln, aber leicht, in deren Sinne.

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steffen.ganzmann 15.11.2017, 00:42
123. Ach so, fast vergessen:

Zitat von matbhmx
[...] Erste Maßnahme: Blutdruck messen. Erkenntnis des Arztes: Der is' ja erhöht! Ja, was für ein Wunder [...]
Lege artis therapiert man einen erhöhten RR-Wert genauso wenig wie einen gefundenen, fraglich pathologischen Laborwert! Genauso wenig operiert man ein Röntgenbild ohne die dazu passende Klinik und schon gar nicht vor dem Versuch einer intensiven konservativen Behandlung! Findet man etwas fraglich Pathologisches,"beobachtet" man das erst einmal "forciert", wie es Prof. Roland Mertelsmann jedem seiner Assistenten und PJler immer lehrte - ausser natürlich, wenn der Wert zwingend behandlingsbedürftig ist, dann misst man nur noch einmal nach oder bemüht noch einmal das Labor intensiver (e.g. Handdifferenzierung ["Hand-Dif."] bei Thrombopenie, da Laborgeräte gerne mal nebeneinanderliegende Thrombos als gelapptkernige Lymphozyten zählen), sowie das Ganze natürlich als Notfallauftrag angekreuzt!. Und im absoluten Notfall sollte jeder Arzt auch heute noch einen Blutausstrich selber unter dem Mikroskop diagnostizieren können ...

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schnittlauch_y 15.11.2017, 01:11
124. Medizinischer Sachverstand

Die den hier überwiegenden Kommentaren zugrundeliegende Kompetenz ist ja immens. Liebe Mitforisten, das Problem an hohen Drücken sind die Folgekomplikationen, zu denen übrigens auch die terminale Niereninsuffizienz gehört, damit nicht jemand dem einen Mitforisten glaubt, dass man vor allem wegen der Blutdruck-Medikamente Dialysen benötige. Und da zeigt sich nun mal, dass die entscheidenden Folgeerkrankungen umso seltener auftreten, je niedriger der Blutdruck ist. Dieses Ergebnis wurde inzwischen in unzähligen Studien für verschiedenste Endpunkte (Herzinfarkt, Schlaganfall etc.) belegt. Derjenige, der meint, dass das alles Lobbyarbeit der pösen Pharmaindustrie sei, möge mir anhand des Studiendesigns nur einer dieser Arbeiten aufzeigen, woran er genau diesen Einfluss zu erkennen glaubt. Bis dahin redet die Mehrzahl von Ihnen: Unsinn. Und zum Abschluss: wenn Sie glauben, dass hohe Drücke ganz ganz toll für Sie wären, dann verweigern Sie schlicht die Medikamente. Die Pharma-Verbrecher müssen doch an Ihnen nichts verdienen. Und wenn es Sie dann vor Ihrer Zeit dahinrafft, dann ist das eben das Resultat Ihrer eigenen informierten Entscheidung. Der Arzt übrigens verdient an Ihrer Blutdruckeinstellung sowieso wenig, ob er eine vornimmt oder nicht. Die Folgeerkrankungen hingegen, die werden besser entlohnt. Erkennen Sie den logischen Bruch?

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fesei 15.11.2017, 01:16
125. Man muss ja als Patient nicht jeden Quatsch mit machen!

Ich habe PV eine Art Blutkrebs. Die Krankheit habe ich sicher schon 40 Jahre, Vor 3 Jahren die Diagnose.seit ich denken kann hatte ich hohen Blutdruck Spitze war mal 276- 85. Mein Hämatokrit war bei den Krisen immer über 56 zu dickes Blut, daher der hohe Druck, Kein Arzt hat nach dem Wert geschaut. Nur der Blutdruck war für die Ärzte wichtig. Für mich war der Druck immer in Symptom. Kein Blutdrucksenker hat bei mir gewirkt. Konnte ja auch nicht. Jetzt werde ich mit einer guten Medikation behandelt und der Druck ist 130-75 ohne Senker

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m.ecker 15.11.2017, 02:19
126.

Das Leben ist so schon gefährlich und endet auch ohne Messwerte oft tödlich. ....und wir messen uns kranker als wir sind, messen die Umwelt kaputter als sie ist. ...wenn jedes vernünftige Mass verloren wird, und wir unsere Lebensqualität immer mehr, willkürlich eingeführten Messwerten opfern, warum sollen dann Menschen alt wetden wollen? Bedenkt mal jemand, dass die jetzige Generation der über 80 jährigen die ungesundesten Zeiten, mit unfassnaren Schafstoffbelastungen erlebt und überlent hat? und nie zuvor gab es eine Generation mit so hoher Lenenserwsrtung.
Aber die konnten ja nicht wissen was sie tun, denn sie konnten noch nicht messen was sie tun.

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JaguarCat 15.11.2017, 02:31
127. Jeder ist krank

Der Optimalzustand für Ärzte ist: Jeder ist krank. Dann kann man auch jeden behandeln und mit ihm Geld verdienen. Die Folge: Normale Menschen haben "Bluthochdruck" und "Adipositas", so gut wie alle Chefs sind entweder "Narzissten" oder gar "Psychopathen", statt "midlife-crisis" hat man heute gleich "burn out" oder "Depression" usw. usf.

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Frank Klipp 15.11.2017, 05:21
128. Wollen wir wetten?

Die niedrigen Grenzwerte werden auch bei uns kommen. Damit mehr Menschen zu Risikopatienten werden und mehr Mittel verschrieben werden. Richtig wäre, stark übergewichtigen und bewegungsarmen Menschen ein Abnehmprogramm zu verordnen, bevor sie mit über 80 noch in Übermedikation und Hüft-OPs getrieben werden (oder dies fordern). Kein Wunder, dass unser Gesundheitssystem zu teuer ist.

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hexenbesen.65 15.11.2017, 06:55
129.

Mir haben sie mal im Krankenhaus (ja, ich habe einen erhöhten Blutdruck) den Blutdruck runtergedrückt (war wegen was anderem dort). Die Schwester war ganz entsetzt, als sie bei nem 24-Stunden-Blutdruck die Werte sah...Nachts bei 120 / 70....der wäre viieeeel zu hoch ! ---Tabletten gefressen, Schwester hat sich gefreut..Tagsüber 110 / 60 bei Bewegung--und ich bin rumgelaufen wie vollgesoffen....getorkelt, schwindelig..NIE WIEDER !!! Hoher Blutdruck ist nicht gut, zu niederer aber auch nicht !

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