Forum: Gesundheit
Neues Organspendegesetz: Sieben Gründe für einen Spendeausweis
dapd

Heute tritt die neue Regelung für die Organspende in Kraft: Jeder Versicherte wird von seiner Krankenkasse aufgefordert, einen Spendeausweis auszufüllen. Sieben subjektive Argumente, warum man es tun sollte.

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atzlan 01.11.2012, 19:08
340.

Zitat von sysop
Heute tritt die neue Regelung für die Organspende in Kraft: Jeder Versicherte wird von seiner Krankenkasse aufgefordert, einen Spendeausweis auszufüllen. Sieben subjektive Argumente, warum man es tun sollte.
Ein Argument, warum man es lassen kann: seinen Angehörigen jetzt schon sagen, dass man im Fall des Falles nicht bereit ist, seine Organe abzugeben.

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SpieFo 01.11.2012, 19:25
341. Es wird dabei immer unterschlagen, daß es um

1040h[ZENS]


Zitat von sysop
Heute tritt die neue Regelung für die Organspende in Kraft: Jeder Versicherte wird von seiner Krankenkasse aufgefordert, einen Spendeausweis auszufüllen. Sieben subjektive Argumente, warum man es tun sollte.
mehr geht, als um die Entnahme von Organen:
Nämlich um die Entnahme von "Gewebe",
welches praktisch den gesamten Körper zum Ausschlachten freigibt.

Jaja, SPON, das ist halt "politisch nicht gewollt", odr?
Redets halt von "Organ- und Gewebespende", das wäre korrekt!

Die FDP(Bahr) sabbert was von " Akt der Nächstenliebe".
Die und "Nächstenliebe"? Ja nur insoweit, als ein strammer FDP-Anhänger sich selbst der Nächste ist.
Bei keinem andern politischen Thema schimmert auch nur ein Hauch von "Nächstenliebe" bei der FDP durch.
Eine lachhafte Argumentation ist das, im von Kohl ausgerufenen Zeitalter "Jeder ist sich selbst der Nächste".
Diese Ideologie wird von den Regierungsparteien bisher nahtlos weitergeführt.

Nein, ich werde nicht spenden.

Wir merken scheinbar gar nicht mehr, in wievielen Bereichen der Staat schon Grundrechte ausgehöhlt hat, den meisten scheint das am Arsch vorbei zu gehen.
Mit einem Organspendegesetz greift ein totalitär(Funzellenabfrage, Vorratsdatenspeicherung, Überwachungen, ungestraft prügelnde Polizei, ...) erscheinender Staat weiter um sich.
Das Primat der Forschung geht vor individueller Entscheidungsfreiheit.
"Freiheit": welch unangebrachtes Wort heutzutage.
(Ich schlage vor, es zum "Unwort des jahres 2012" zu küren.)

Ich denke mal zwei Schritte weiter:
Wird es in zwei, drei Generationen möglich sein,
den Menschen, die es bezahlen können, ein "ewiges Leben" zu ermöglichen?
Was kommt nach der Organ- und Gewebetransplantation?
Der Cyborg, mit einem Hirnschrittmacher, Motoren statt Muskeln(Fortentwicklung des Exoskeletts), Kameras statt Augen,
den RFID-Chip von Geburt an eingepflanzt, anstelle eines Ausweises?

Oder wohin driftet die Gesellschaft ab?

In eine, in der zur "Vorsorge" jeder sich schon aus Stammzellen spezialisierte Zellhaufen eingefroren hat lassen, um im Bedarfsfall in kurzer Zeit sich ein Ersatzorgan resp. Ersatzgewebe züchten zu lassen?

Das Thema nur auf eine "Organ- und Gewebespende" zu reduzieren ist zu kurz gegriffen.

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Backslider 01.11.2012, 19:27
342. Sobald

Zitat von sysop
Heute tritt die neue Regelung für die Organspende in Kraft: Jeder Versicherte wird von seiner Krankenkasse aufgefordert, einen Spendeausweis auszufüllen. Sieben subjektive Argumente, warum man es tun sollte.
so bald einer dieser Verbrecher seiner gerechten! Strafe zugeführt wurde, werde ich den Organspendeausweis unterschreiben.
Ich denke nicht daran ein einziges Organ zu "spenden", daß diese Verbrecher im weißen Kittel meine Organe meistbietend zu verschachern!!
Die Justiz ist geforderter!

Ach Quatsch, die werden doch einem Arzt nix tun.....
Die Politiker habe Wulf ja auch nix getan....

Warum reg ich mich eigentlich auf, sinnlos...

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atzlan 01.11.2012, 19:27
343.

Zitat von tom
Immer wieder die gleiche leidige Debatte. warum nicht einfach den Organspendeausweis in Empfängerausweis umwandeln. Wer dann zustimmt, im Notfall keine Organe bekommen zu wollen, der sei auch automatisch von der Spende befreit. Wer dafür unterschreibt, dass ihm im Notfall ein Organ transplantiert wird, der muss auch seine Körper nach dem Ableben bereitstellen. Viele Spender mindern die Missbrauchsgefahr, ansonsten ist hier eine knüppelharte Ahndung und Rechtsprechung gefragt um Zeichen zu setzen.
Nur hat das nichts mehr mit einer Spende zu tun, sondern mit einem Tauschgeschäft. Eine Spende leistet man ohne eine Gegenleistung zu erwarten bzw. eine Spende erhält man ohne zu einer Gegenleistung verpflichtet zu werden. Von z.B. einer südosteuropäischen Hungerhilfeorganisation, an die man Geld spendet, erwartet ja auch niemand, der noch bei klarem Verstand ist, dass ein Teil des Geldes von dort an eine noch hilfsbedürftigere Organisation in Afrika weitergeleitet wird oder ganz und gar im Notfall an den Spender zurückgehen muss, wenn er selbst mal hungrig unter einer Brücke leben sollte.

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Softship 01.11.2012, 19:34
344.

Zitat von Backslider
Ich denke nicht daran ein einziges Organ zu "spenden", daß diese Verbrecher im weißen Kittel meine Organe meistbietend zu verschachern!!
Bisher gibt es keinen Hinweis dafür, dass Göttigner oder Regensburger Patienten für die Manipulation ihrer Krankenakten bezahlt haben. Andererseits ist bekannt, dass auch die Krankenakten Kassenversicherter manipuliert wurden.

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no_title 01.11.2012, 19:35
345.

Zitat von atzlan
Nur hat das nichts mehr mit einer Spende zu tun, sondern mit einem Tauschgeschäft.
Aber was spräche gegen ein solches "Tauschgeschäft"?

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ausländer33 01.11.2012, 19:36
346. Glauben Sie mir,

Zitat von Softship
Ob Sie so gelassen Sprüche klopfen, wenn Sie oder einer Ihrer Liebsten kurz vorm Tod steht? Wohl nicht. Ob Sie auch jede medizinische Behandlung ablehnen, weil "das Leben kein Dauerzustand" ist? Wann waren Sie zuletzt beim Arzt? Warum sind Sie dahin gegangen?
ich weiß aus familiärem Hintergrund sehr gut was ich schreibe.
Und genau deswegen bin ich - für mich schon aus Altersgründen - sicher, das ich kein Spenderorgan haben WILL.

Ich weiß auch nicht was Sie immer damit haben, das man dann auch jegliche andere medizinische Behandlung ablehnen müsse.
Mit Verlaub - das ist absoluter Blödsinn.

Sie haben eine äußerst enge Sichtweise.
Die billige ich Ihnen natürlich, aus Ihrem Überlebenswillen heraus, auch zu.
Wenn Sie der Brandner Kaspar sein wollen... dann bitte.
Aber Sie sollten genauso andere Einstellungen akzeptieren.

Ich habe keine Angst vor dem Tod, höchstens vor dem Sterben.

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Syriolan 01.11.2012, 19:36
347. Eine Welt voller Egoisten...

Zitat von
Für mich ist die Vorstellung unerträglich, dass jeden Tag Menschen sterben weil die entsprechenden Spender aus purer Engstirnigkeit ihre Organe mit ins Grab zum Verrotten nehmen. Das ist Egoismus 2.0
Danke - treffender hätte man es nicht ausdrücken können.

Ich behalte meinen Spendeausweis, denn im Falle des Falles ist es mir sowieso "egal", wer meine Organe bekommt. Für mich zählt, dass ja auch in diesem Skandal Menschen Organe bekommen haben, die sie gebraucht haben. Ob diese (durch ihren Wartelistenplatz) schon ein "Recht" auf dieses Organ hatten oder nicht, ist mir egal. Für mich zählt nur, dass damit einem Menschen das Leben erleichtert werden konnte. Krass auch, dass Äußerungen kommen von wegen, dann solle doch bitte ein finanzieller Anreiz bestehen, zu spenden. Auf den Gedanken, dass es auch mal Dinge geben könnte, die man aus Solidarität macht, kommt wohl keiner in dieser egoistischen Welt?!

Auch die Mär vom Hirntoten, der plötzlich wieder ein normales Leben führt, steht auf unbestätigten Füßen, wenn man mal genau nachliest:

Zitat von
vgl. den Artikel 'Hirntod' aus faz.net (18.08.2012) für eine vollständige Argumentation: Organspende: Hirntod - Inland - FAZ
Der Vergleich hinkt, da in England andere Kriterien für einen Hirntod gelten, als hierzulande. Bitte den Artikel genau lesen und - nach Möglichkeit - auch verstehen... Danke!

Und: zum 100. Mal: Es kommen von Haus aus schon nur wenige Menschen für eine Organspende in Betracht, denn der Patient muss vorher hirntot sein, aber eben nicht herztot. Das ist aber in den selteneren Fällen der Fall. Demnach kommen die Verkehrsunfälle, die schon tot im Straßengraben liegen, sowieso nicht mehr in Frage. Das nur am Rande...

Ich finde es übrigens sehr gut, dass der potentieller Spender NICHT bestimmen kann, wer seine Organe bekommt - wäre ja noch schöner. Außerdem vergessen die meisten, dass es bei einer Spende mehrere Faktoren von Spender und Empfänger gibt, die passen müssen.

Zitat von
Ich finde es traurig und erschreckend, dass sich anscheinend viele Menschen nicht vorstellen können, etwas für einen anderen Menschen zu tun, ohne eine Gegenleistung dafür zu verlangen. Genau das ist aber das Prinzip einer Spende. Ich weiß nicht genau, wem sie im einzelnen hilft, aber ich kann davon ausgehen, dass sie hilft.
Dito!

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wortgewalt87 01.11.2012, 19:36
348. Richtig

Zitat von Softship
Ich denke schon, dass die, die hier meinen, sie wünschten kein Spenderorgan, es durchaus ernst meinen. Aber ich bin davon überzeugt, dass wenn es hart auf hart kommt, sie sich umentscheiden. Das ist auch nicht verwerflich. Was verwerflich ist, ist dass sie nicht dazu willens sind, sich in diese Lage hinein zu versetzen.
Das mag durchaus sein. In seinem Lebenserhaltungstrieb ist der Mensch zu allem fähig. Und möglicherweise entscheide ich mich um. Es ist aber niemand verpflichtet, meine neue Entscheidung mitzutragen und die Gesellschaft ist mir nichts schuldig, nur weil es machbar ist.

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ausländer33 01.11.2012, 19:41
349. Der Schrieb stammt von mir.

Zitat von Softship
Der Forist hat geschrieben Warum sollte man die Gesundheit erhalten, Erkrankungen im Anfangsstadium erkennen und behandel wenn das Leben kein dauerzustand ist? Vielleicht sollten Sie mal die Beiträge lesen auf die ich reagiere, bevor Sie lospoltern... da Ihnen die Diskussion sowieso keinen Spaß mehr macht.
Darf ich deswegen nicht auf meine Gesundheit achten, weil ich Organspende nicht zwingend gut heiße?
Was ist das denn für eine Einstellung???

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