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Neues Transplantationsgesetz: Mehr Hirntote sollen zu Organspendern werden
DPA

Um die Zahl der Organspender zu erhöhen, will die Koalition die Abläufe in den Kliniken verbessern. Geplant ist unter anderem ein Bereitschaftsdienst für Fachärzte, die jederzeit den Hirntod von Patienten feststellen können.

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The dark side 17.01.2019, 18:06
1. Man kann das auch anders sehen ...

Dazu Thomas Fischer, Bundesrichter a.D., in einer sehr interessanten und denkwürdigen SPIEGEL-Kolumne:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/organspende-sterben-und-sterben-lassen-a-1237676.html
Ich möchte keine staatlich-paternalistische Entscheidung über mich und meinen Körper.
Und ob die Erhöhung der Vergütung Organe entnehmender Kliniken ein richtiger Anreiz ist, das wage ich zu bezweifeln.

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spon_2485973 17.01.2019, 18:09
2. Offene Frage

Ich hoffe, dass bei Nichterreichbarkeit der Angehörigen, nicht eine Organentnahme stattfinden kann.

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Bernhard.R 17.01.2019, 18:10
3. Eine einfache Lösung

Es gibt einen internationalen Organhandel. Ob uns das gefällt, oder nicht. In Deutschland sollen jedoch die Organe kostenlos abgegeben werden. Die Zahl der spendebereiten Bürger ließe sich erhöhen, wenn der Staat nach einer Organentnahme einen Zuschuß zu den Beerdigungskosten leistet.

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Guenter T 17.01.2019, 18:14
4. Ein Hoffnungsschimmer für Patienten

Endlich mal ein Gesetz, das vielen Schwerkranken bessere Chancen gibt rechtzeitig die lebensrettende Organspende zu bekommen.
Täglich sterben drei Patienten in Deutschland, da keine passende Organspende zur Verfügung stand.
Es ist besser ein Organ zu spenden als damit die Würmer zu füttern.
Die Bezahlung der Krankenhäuser sollte nicht nur "besser" sondern KOSTENDECKEND sein.
Die Krankenkassen sparen über 30 k€ pro Jahr pro transplantiertem Dialyse-Patient'in.

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puqio 17.01.2019, 18:16
5. Hirntote leben noch

Alle Organe funktionieren und sind nicht tot.
Dann werden bei lebendigem Leibe (nicht Geiste!) Organe herausoperiert . .
Was für eine gräusliche Vorstellung . .
Nein, Danke!
Das geht gar nicht!
Das ist Kanibalismus . .

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spon-facebook-1588682495 17.01.2019, 18:24
6. Um die Spendebereitschaft zu ...

... erhöhen, sollten sich Spender, um die Beerdigungskosten keine Sorgen mehr machen müssen.
Es wird relativ gutes Geld mit Organspenden verdient, so dass ich denke, dass soviel für den Spender oder besser seine Angehörigen rausspringen müsste, dass diese sich um die Beerdigungskosten nicht mehr kümmern müssen, der Spender hat schließlich sein teuerstes gegeben, sein Leben und das sollte belohnt werden.

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reflexxion 17.01.2019, 18:31
7. das klingt doch sehr nach organisiertem Ausschlachten

Ich war 2018 5 Monate auf der Intensivstation, davon 4 Wochen im Koma. Ich war sehr froh das ich da im September wieder rausgekommen bin. Meiner Frau wurde dabei allerdings schon mal angekündigt, ich würde die nächste Nacht wohl nicht überleben... Da sieht man hinterher die Organspendenwut der Politik etwas anders. Ich bin absolut gegen Organspenden in dieser erzwungenen Form. Es ist eine riesige Unverschämtheit Patienten die noch leben als "Beute" zu sehen und ihre Innereien zu verschachern nur weil ein Arzt glaubt sie seien schon tot.

Egal Parteien jetzt für so eine Lösung sind, ich werde sie nicht wählen.

P.S. meine Blutwerte werden jeden Monat besser und ich habe vor noch eine Weile meine kleine Rente zu beziehen...

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flyermeier 17.01.2019, 18:36
8. [puqio]: das eine Frage der Definition

Ich sehe das anders. Hirntod bedeutet dass. Es auch kein funktionierendes. vegetatives Nervensystem und keinerlei Hirnaktivität mehr gibt. Der Kreislauf und die Atmung werden maschinell am Laufen gehalten. Würde auch nur eines von beiden abgeschaltet würde der Stoffwechsel eingestellt und die Organe nicht mehr durchblutet und mit Sauerstoff versorgt.

Die einzige Möglichkeit transplantationsfähige Organe am "Leben" zu erhalten bis sie entnommen werden können oder bis der Wunsch des Patienten keine Organe spenden zu wollen bekannt ist bedeutet eben den Kreislauf stabil zu halten.

Auch deshalb ist es so wichtig eine Patientenverfügung zu definieren, denn solche eine Entscheidung möchte ich keinem Angehörigen aufbürden.

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MDO1234 17.01.2019, 18:37
9. Nein - Hirntote sind tot

Nein, ein Hirntoter ist tot - würden Kreislauf und Atmung nicht künstlich aufrechterhalten, also der Sterbeprozess des Körpers künstlich aufgehalten werden, würde der Leichnam des Verstorbenen sofort in den Autolyseprozess übergehen. Per definitionem bedingt der Hirntod einen Atemstillstand. Sonst kann ein „Hirntod“ nicht festgestellt werden.

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