Forum: Gesundheit
Niederrhein: Tote nach alternativer Krebsbehandlung

Eine Klinik am Niederrhein behandelt Krebspatienten mit alternativen Methoden - Tage später sind vier Menschen tot. Die Behörden gehen von einem "konkreten Gesundheitsrisiko" für Patienten aus.

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licorne 04.08.2016, 22:36
1.

Auch in Süddeutschland an der französischen Grenze gibt es eine Praxis, die sich auf die alternative Behandlung von Krebspatienten besonders aus Frankreich spezialisiert hat. Ein Freund aus Korsika ist schwerstkrank angereist, er war nicht davon abzuhalten, und er wurde für viel Geld mit Wärme behandelt. Die Praxis organisiert für die Franzosen Zimmer für eine Woche und jeden Tag gibt es eine Behandlung. Man spricht fließend Französisch, deutsche Patienten habe ich dort nicht gesehen. Geschadet hat es sicher nicht, aber hier wurden Hoffnungen aufgebaut, mit Methoden, die in Frankreich zurecht nicht angeboten werden, Schwerkranke vom Krebs zu heilen.

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hwdtrier 04.08.2016, 22:59
2. Es wird Zeit dass in

Deutschland Heilpraktiker und ihre esoterischen Methoden stärker kontrolliert werden. Und dass so esoterisches wie Homöopathie nicht mehr von den Krankenkassen zu Lasten wirklich Kranker bezahlt werden.

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WwdW 04.08.2016, 23:01
3. Scharlatanerie

für diejenigen für die die Krebsbehandlung der letzte Strohhalm war tut es mir leid. Für diejenigen, die aus Überzeugung dort hin gegangen sind kann man nur sagen selbst schuld wenn man Scharlatanerie glaubt.

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bimmer2016 04.08.2016, 23:25
4. Von außen ganz schwer beurteilbar

Es ist prinzipiell gut, wenn bei evtl. gehäuften Todesfällen in einem zeitlichen Zusammenhang nach einer Behandlung eine genauere Untersuchung stattfindet - mit offenem Ergebnis. Normalerweise bin auch ich absolut skeptisch, was Alternativmedizin angeht - in Österreich soll es z.B. auch ein sog. Antischarlataneriegesetz geben. Es wäre halt interessant zu erfahren, ob jemals ein Patient von dieser Behandlungsform objektiv profitiert hätte oder gar geheilt worden wäre. Vor ca. 10 Jahren schien dieser Ansatz ja zumindest für die weitere Diagnose von Metastasen sinnvoll. Allerdings würde doch auch jedes echte, med. Tumor-Zentrum heute wohl eine tatsächlich funktionierende Therapie gegen Krebs sofort marktwirtschaftlich ausnutzen und auch dann selbst anbieten, wenn die Wirksubstanzen so frei und billig und nicht patentierbar wären, also auch ganz ohne große Pharmaindustrie. Leider scheint der Ansatz zwar sogar wissenschaftlich begründbar und erstaunlich logisch, aber es wäre doch erstaunlich, wenn die Medizin eine wirkungsvolle Therapie der Alternativmedizin überlassen würde. Aber gerade Nebenwirkungen deuten ja darauf hin, daß etwas passiert - vielleicht wirkt etwas, das den Glucose-Stoffwechsel eben nicht nur Krebszellen, sondern auch in allen anderen Zellen wohl beeinträchtigt doch in vielleicht zu hoher Dosierung auf wichtige, gesunde Zellen... aber das ist nur meine spontane Hypothese. Hoffentlich findet man heraus, ob und wie ein Zusammenhang besteht.

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Actionscript 04.08.2016, 23:31
5. Alternative Heilkunde ist Humbug

Man kann vielleicht durch gesundes Essen, viel Obst und Gemüse mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen die Möglichkeit, Krebs zu bekommen heruntersetzen, aber nicht heilen.

Heilung erfolgt nur durch chirurgischen Eingriff (Entfernen der Krebszellen) und Abtöten der Krebszellen durch Chemotherapie, Immunotherapie oder Bestrahlung. Alles Andere ist Scharlatanerei und sollte gerichtlich verfolgt werden.

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schokohase123 04.08.2016, 23:37
6. Scharlatane und Quacksalber

Anbietern alternativer Heilmethoden sollte endlich gesetzlich verboten werden, letale Krankheitsbilder überhaupt behandeln zu dürfen. Globuli etc. bei Schnupfen oder ähnlichem haben lediglich Einfluss auf das Portemonnaie, aber es kann zumindest niemand sterben. Doch diesen irren Heilsbringern wie Ryke Geerd Hamer und Konsorten, die mit Worten wie "bio", "sanft" und "alternativ" bei Todkranken Hoffnungen schüren, nutzen lediglich die Verzweiflung der Patienten aus, um sich die Taschen vollzumachen. Googeln Sie mal nach Psiram und Neue Germanische Medizin, da wird Ihnen schlecht. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an Olivia Pilhar, dieses junge Mädchen mit dem riesigen Tumor Mitte der Neunziger? Das Kind wäre beinahe gestorben, bloß weil die Eltern der Schulmedizin entsagten und sich lieber auf einen Spinner einließen.

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EMU 05.08.2016, 00:08
7.

Zitat von
Der Betreiber des Zentrums hat nach Angaben auf der Internetseite biomedizinische Technik in Gießen studiert, dann 20 Jahre als Produktmanager für kostspielige medizinische Geräte gearbeitet und anschließend eine Ausbildung in Naturheilkunde gemacht.
Sagt alles.

Trotz Studium zu doof für die Technik, daher zum Manager weggelobt und dann versucht, die Sinnlosigkeit seines Seins mit diesem Esoterik-Quark namens "Naturheilkunde" zu übertünchen.

Mein Gott - in diesem Land darf man keinen Hustensaft verkaufen, ohne Pharmazie studiert zu haben, aber Typen wie der dürfen Krebskliniken leiten.

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gerhard.heinzmann 05.08.2016, 02:49
8. Scharlatanerie

Ich kann mich immer wieder nur darüber wundern wie locker man in Deutschland mit dem Gesundheitswesen umgeht. Da dürfen minimal oder so gut wie gar nicht ausgebildete Heilpraktiker und sonstige angebliche Medizinmänner (und -Frauen) mit teils abstrusen Techniken Menschen behandeln und dafür viel Geld verlangen ohne dass der Staat auch nur im Geringsten einen konkreten Nachweis für die Wirksamkeit der Methoden einfordert. Scheinbar lässt man dem Patienten die Freiheit sein Geld auszugeben wie er es möchte; er kann ja auch in der Kirche eine Kerze anzünden und um Genesung beten wenn er sich davon etwas verspricht. Vielleicht ist das ja auch gut so; aus eigener Erfahrung würde ich mir aber bei diesem Thema mehr Kontrolle und Einschränkung seitens des Staates und der Gesundheitsämter wünschen da es sich bei vielen "alternativen" Behandlungspraktiken meines Erachtens nach schlichtweg um Betrug handelt.

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Big_Jim 05.08.2016, 06:17
9. Es ist mir neu, dass Behandlungen der Schulmedizin

immer eine 100%ige Erfolgsquote haben. Besonders bei Krebs nicht, was ich leider selbst schon im eigenen familiären Umfeld erleben musste. Ich denke, jeder Mensch sollte sich frei entscheiden können auf was er seine Hoffnung setzt. Insbesondere bei Krebs spielt der Kopf nämlich keine untergeordnete Rolle für eine Heilung.

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