Forum: Gesundheit
Notfallverhütung: EU-Kommission befreit Pille danach von der Rezeptpflicht
DPA

In Zukunft können Frauen in Deutschland die Pille danach direkt in der Apotheke abholen - die EU-Kommission hat das Medikament Ellaone freigegeben. Ihre Entscheidung gilt europaweit.

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Airkraft 07.01.2015, 17:19
1. Ist doch prima...

Ist doch prima und die Deutsche Politik ist naürlich völlig unschuldig -wiedermal. So kann man auch die Verantwortung einfach nach Brüssel abschieben. Gerade nochmal gut gegangen ;-)

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fridagold 07.01.2015, 17:25
2.

Selten, dass die EU mal was richtig macht, umso schöner, dass es ab und an doch noch passiert und nun vielen Frauen nächtliche Überlandodysseen mit stundenlangem Sitzen im Wartezimmer erspart bleiben. Gruß an Herrn Montgomery: Es geht nicht nur um Teenager, sondern um sämtliche empfängnisfähige Frauen, denen beim Liebesspiel ein Missgeschick passiert! Männer haben ja immer leicht reden, wenn ihnen das Gummi abrutscht, muss die Frau losrennen und das Problem beseitigen ...

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skorpianne 07.01.2015, 17:29
3. Endlich

Das ist doch mal eine positive Seite der EU. Da hat sich die deutsche Altherren-Riege nicht durchsetzen können. Aber da gehen der Ärzteschaft wohl wieder einige Honorare verloren.
"Weil das deutsche System mit Beratung durch Ärzte so gut funktioniere." Was ist das denn für eine Argumentation.

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atech 07.01.2015, 17:33
4. Notfallverhütung

Eine mehr als sinnvolle Entscheidung der EU-Kommission.

Man erinnert sich, dass zuletzt in Köln eine junge, mutmaßlich vergewaltigte junge Frau von einer Klinik, die unter katholischer Leitung stand, abgewiesen wurde, weil diese Kölner Klinik auf Anweisung der katholischen Kirchenleitung die Notfalluntersuchung nach Vergewaltigungen eingestellt hatte, da eine solche Untersuchung lege artis auch die Ausstellung eines Rezeptes für bzw. die Verabreichung der Pille danach beeinhaltet hätte.

Da die katholische Kirche kraft eigener Wassersuppe beschlossen hatte, dass die "Pille danach" ein Abtreibungsmedikament sei (ist sie im Gegensatz zu RU486/Mifegyne nicht) und da eine Abtreibung für die katholische Kirche des Teufels ist, mussten deutsche Frauen, die dank der Rezeptpflicht nicht rechtzeitig nachträglich verhüten konnten, leider erst mal schwanger werden, um danach tatsächlich abtreiben zu können.

Diese absurde Situation ist jetzt beendet. Gut so.

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sebastian.teichert 07.01.2015, 17:35
5. Was für ein Affentheater!

Was soll so schlimm dran sein? Schief gehen kann immer mal was. Und es passt vllt nicht jeder Frau schwanger zu sein/werden!
Was sich die katholische Kirche da schon wieder einmischen muss.

Hier in Schweden ist das schon lange nicht mehr rezeptpflichtig!

Da jetzt so ein Brimborium a la Ted Mosby legal pad Pro Kontra zu machen ist doch lachhaft!

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emma04 07.01.2015, 17:36
6. Es ist immer wieder erstaunlich,

wie viele Männer bei medizinischen Angelegenheiten, die nur Frauen betreffen, meinen, ein Mitspracherecht zu haben. Man erinnere sich nur, wie schnell Viagra zweckentfremdend zugelassen wurde - es war ursprünglich ein Herzmittel. Die jeweiligen Lobbyisten sorgen sich nur um ihre Pfründe wie Herr Montgomery und Konsorten und die katholische Kirche ist eine frauenfeindliche Organisation, die sich bitte um sich selbst, aber nicht um mich Sorgen machen sollte. Der neue Gesundheitsminister Gröhe sieht alles mit den Augen des Juristen und der Religion, eine völlige Fehlbesetzung. Ich jedenfalls begrüße die Entscheidung der EMA und der EU.

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systemgast 07.01.2015, 17:49
7. Einheitspartei

Hier zeigt sich mal wieder wie wichtig Brüssel geworden ist, damit es überhaupt noch eine Chance gibt, etwas gegen unsere konservative Einheits-Dauerregierung durchzusetzen.

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valtental 07.01.2015, 17:49
8. Ideologie kontra Wissenschaft

"Die Arzneimittel-Experten vom BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) haben in einer Prüfung keine medizinischen Argumente gefunden, die zwingend gegen eine Entlassung aus der Rezeptpflicht sprechen."
Das ficht die Verteidiger christlicher Werte Gröhe und Montgomery allerdings wenig an, trotzdem mit fadenscheinigen und sachfremden Argumenten gegen die Entlassung aus der Rezeptpflicht zu agieren (s. Artikel). Ohne die EU-Entscheidung hätten diese Herren einfach durch ihre politischen Machtmittel die Rezeptpflicht sicher noch Jahre aufrechterhalten - zum Nachteil betroffener Frauen. Dieses Beispiel zeigt besonders deutlich, wie religiöse Ideolgien, sobald sie über die nötige politische Macht verfügen, sich ungeniert auch über wissenschaftlichen Sachverstand hinwegsetzen. Wozu gibt es das beratende Bundesinstitut, wenn der Minister infolge seines christlichen Weltbildes dessen Sachexpertise einfach ignoriert?

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Jolande9 07.01.2015, 17:49
9. In Irland!!!...

In Irland ist die "Pille danach" schon seit Jahren frei in der Apotheke erhältlich. Was das Theater in Deutschland noch absurder erscheinen lässt.
Genauso absurd wie die Rezeptpflicht der normalen Pille.

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