Forum: Gesundheit
Oberschenkelbrüche: Kliniken lassen Tausende Patienten auf OP warten
DPA

Die meisten Patienten werden in deutschen Krankenhäusern gut behandelt - aber es gibt auch Ausreißer nach unten. Ein aktueller Report kritisiert lange Wartezeiten und den Einsatz riskanter OP-Methoden.

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innkeeper3 02.10.2015, 08:37
30. Ja, das liebe Geld!!!

Die endoskopischen Operationen werden trotz eines höheren Risikos immer häufiger durchgeführt, weil sie besser honoriert werden als die konventionelle Operation.
Wen wundert es??
Das trifft auch für die sogenannte "Knopflochchirurgie zu.

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oidahund 02.10.2015, 08:45
31.

Zitat von steffen.ganzmann
In den letzten 4 Jahren überlebte ich drei in aller Regel tödlich endende Krankheiten. Ich musste Monate in Krankenhäusern verbringen, aber die Kliniken schafften es immer wieder, mich am Leben zu erhalten! Wenn Sie meinen, das "desaströs" nennen zu müssen ...
Mei, gemotzt wird immer und negative Beispiele lassen sich in einer großen Grundgesamtheit immer ausreichend finden. - Ich hatte vor einigen Jahren Krebs. - Verdacht um ca. 10:00 Uhr beim Hausarzt, dass etwas nicht stimmt, um 12:00 Uhr beim Facharzt (Hausarzt hatte angerufen) die Diagnose, um 15:00 Uhr Hausarzt OP-Vorbereitende Untersuchung, dazwischen noch Radiologische Praxis, am nächsten Tag (Samstag) Krankenhaus und Gespräch mit Operateur, Sonntag (!) OP ..... auch die Anschlußbehandlung ging zügig und ohne Wartezeiten. Alles auf gesetzliche KK.
Meine Mutter hat zwe Künstliche Schultern und ein künstliches Knie in den letzten 5 Jahren erhalten - keine unnötigen Wartezeiten, Nachsorge war wirklich gut, Reha ging ohne Wartezeit.
Ich kann aus eigener Erfahrung nicht einen mm an unserer Gesundheitsversorgung aussetzen. Wenn ich das mit anderen Ländern vergleiche - in GB und Schweden hätte mene Mutter keine künstlichen Gelenke bekommen und wäre in einer Pflegeeinrichtung - so kann sie ein selbstbestimmtes Leben in einer eigenen Wohnung weiterführen.

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oidahund 02.10.2015, 09:00
32.

Zitat von GinaBe
Ihre böse Unterstellung trifft mit Sicherheit nicht zu. Asylanten besitzen nur eine eingeschränkte Krankenversicherung, in der lediglich notfallmäßig und lebensrettend medizinisch gehandelt wird. Sie können weder Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen......
Sie reden aneinander vorbei! - Es ging dem Vorposter um pro-bono-Behandlungen und nicht um die regelmäßige Versrgung von Asylsuchenden! - Eine pro-bono-Behandlung findet ohne Berechnung statt. Es gibt einige Beispiele von meist in Kriegsituationen verletzter Kinder, die hier eine Behandlung erhalten.
vgl:
http://www.rotkreuzklinik-lindenberg.de/tl_files/rkb/downloads/Pressemitteilungen/PM-Afrikanischer Patient pro bono behandelt.pdf
(das geht zwar hier um einen älteren Mann, zeigt aber den Unterschied um den es hier geht!)

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GinaBe 02.10.2015, 09:46
33. Und DA ist ein ultimativer Bettenabbau vorgesehen?

Zitat von oidahund
Sie reden aneinander vorbei! - Es ging dem Vorposter um pro-bono-Behandlungen und nicht um die regelmäßige Versrgung von Asylsuchenden! - Eine pro-bono-Behandlung findet ohne Berechnung statt. Es gibt einige Beispiele von meist in Kriegsituationen verletzter Kinder, die hier eine Behandlung erhalten. vgl: http://www.rotkreuzklinik-lindenberg.de/tl_files/rkb/downloads/Pressemitteilungen/PM-Afrikanischer Patient pro bono behandelt.pdf (das geht zwar hier um einen älteren Mann, zeigt aber den Unterschied um den es hier geht!)
Merci für den Hinweis!
Ich hatte wirklich nicht auf dieses Detail geachtet.

Noch ärger allerdings stößt mir dessen Beschwerde auf- das ist ja unerhört, sich über eine kostenlose Behandlung durch Ärzte ohne Grenzen o.ä. zu beschweren, diese überhaupt in einen Bezug zur gesetzlichen Krankenversorgung in Deutschland zu stellen.
Da müsste die Beschwerde an unsere Regierung gehen, die diese ertragsoptimierten Behandlungen und Wartezeiten hier vorsieht und in Kauf nimmt.

Ihmen aber muss ich gratulieren zu Ihrer vorzüglichen medizinischen Versorgung!
Sie ist wirklich nicht immer so makellos.

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steffen.ganzmann 02.10.2015, 10:03
34.

Zitat von vaclav.havel
Sind Sie Arzt und wollen uns einen Bären aufbinden?
Das Ersterere
-Ein Myocardinfarkt
- Eine Vergiftung
- Ein septischer Schock mit Multiorganversagen

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steffen.ganzmann 02.10.2015, 10:15
35.

Zitat von vaclav.havel
Sind Sie Arzt und wollen uns einen Bären aufbinden?
Das Erstere:
- Ein Myocardinfarkt
- Eine Vergiftung
- Ein septischer Schock mit Multiorganversagen

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Ursprung 02.10.2015, 10:28
36. Jobsicherungen

Schon vor 40 Jahren erzaehlte mir ein Freund, der kein so ganz unbekannter Orthopaede war, dass jeder Oberschenkelknochen auch in einem gesunden, jungen, kraeftigen Menschen am Hals brechen wuerde wie der Mast eines Segelbootes im Wind ohne Stagen: sobald jemand auch nur aufstehen wuerde und und das Muskel/Sehnen/Haltesystem NICHT dort sofort aktiv den sehr fragilen Knochen laufend stabilisieren wuerde.
Was aber in jedem Koerper normalerweise "unwillkuerlich" einprogrammiert sei, vergleichbar dem dynamischen Wirbelhaltesystem.
Logisch, dass bei fehlender fachkundiger Betreuung von Alten und Kranken ganz schnell alle Knochenbruchsreparaturteams mit jobsichernden Nachfragenstaus rechnen koennen.

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merkel123 02.10.2015, 10:29
37. Vorab:

Sehr viele Beschaeftigte im Gesundheitswesen leisten tolle und engagierte Arbeit unter schwieriger gewordenen personellen und organisatorischen Rahmenbedingungen.
Aber:
So wie es gute Lehrer, Architekten usw. gibt, gibt es auch gute und weniger gute Aerzte und Kliniken.
Leider herrscht hier fuer den Patienten keinerlei Transparenz bei dem wichtigsten Thema ueberhaupt: der GESUNDHEIT. Jeder Waeschetrockner usw. wird getestet und die Berichte veroeffentlicht, nur im Gesundheitswesen bleibt alles geheim. Wohl mit gutem Grund: Wuerden bestimmte Zahlen veroeffentlicht, wuerden manche Haeuser wegen Patientenmangel schliessen muessen!

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steffen.ganzmann 02.10.2015, 10:31
38.

Zitat von paps
[...] im übrigen sind die gerinnungsprobleme durch cumarine die am besten korrigierbaren. also: teamarbeit!
Das hatte ich auch einmal gedacht,l bis mein damaliger Chef die Nebenwirkungsliste des Antidots durchlas und der markumarisierte Patient in das nächste Unispital verlegt wurde ...

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kumi-ori 02.10.2015, 10:44
39.

Für uns Deutsche hat das Gesundheitssystem in erster Linie billig zu sein. Wer von uns rennt nicht den ganzen Tag mit der Preistabelle rum und vergleicht, in welche EU-Land das Ibuprofen am wenigsten kostet?

Unser DRG-System erlaubt es den Kliniken nicht, Personal für Bedarfsspitzen vorzuhalten. Wenn mal mehr Patienten anfallen, dann bildet sich eine Schlange. Irgendwann kommen mal weniger rein, und dann kann man den Stau langsam abarbeiten, sofern sich das Problem nicht auf andere Árt und Weise von selbst erledigt hat.

Wir wollen nicht mehr zahlen und wir bekommen so viel, wie das Geld eben reicht. Schauen Sie mal auf die Straße, wieviel die Leute für Autos ausgeben! Da bleibt dann eben für die medizinische Behandlung nicht mehr so viel übrig.

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