Forum: Gesundheit
Oberster Kassenzahnarzt Deutschlands: "Wir haben die Parodontitis nicht im Griff"
Corbis

Wolfgang Eßer wurde gerade zum obersten Kassenzahnarzt Deutschlands gewählt. Im Interview kritisiert der Mediziner den harten Wettbewerb um Patienten und erklärt, wie er die grassierende Parodontitis bekämpfen will.

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01099 19.11.2013, 20:22
10.

"Parodontitis" ist die "Omega-3-Fettsäure" des Zahnarztes. Damit kann man alles verkaufen und gerade Zahnärzte wissen wie das geht, sonst wäre nicht in jedem zweiten Haus ein Vertreter dieser Zunft daheim.
Angst ist immer noch die Religion der Deutschen und die fängt bei den Zähnen an.

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renitenti 19.11.2013, 22:39
11. Zahnärzte, die ihren Beruf ordentlich ausüben

sind nicht nur dazu da, Löcher zu reparieren, sondern verhindern einige andere viel schwerere Erkrankungen als Zahnprobleme, wenn sie z. B. darauf hinweisen, dass Parodontitis zu Herzentzündungen führen kann, Zahnfehhlstellungen zu Rücken- und Kopfschmerzen und sie sind auch ausgebildet, Krebs im Mund-und Rachenbereich zu erkennen. Vergleichen Sie das mal mit einem Augenarzt oder Hautarzt! Der Augenarzt macht nicht mal einen neuen Sehschärfentest! Da müssen Sie zum Optiker.

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renitenti 19.11.2013, 22:41
12. Zahnärzte, die ihren Beruf ordentlich ausüben

sind nicht nur dazu da, Löcher zu reparieren, sondern verhindern einige andere viel schwerere Erkrankungen als Zahnprobleme, wenn sie z. B. darauf hinweisen, dass Parodontitis zu Herzentzündungen führen kann, Zahnfehhlstellungen zu Rücken- und Kopfschmerzen und sie sind auch ausgebildet, Krebs im Mund-und Rachenbereich zu erkennen. Vergleichen Sie das mal mit einem Augenarzt oder Hautarzt! Der Augenarzt macht nicht mal einen neuen Sehschärfentest! Da müssen Sie zum Optiker.

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aomame 19.11.2013, 23:04
13. ...

unglaublich wie sich manch einer doch mit unglaublichem Schwachsinn und Sinnlosen Aussagen versucht aus der Affäre zu ziehen. Noch mal für alle die es immer noch nicht verstanden haben... Karies, Zahnstein Parodontose usw. entsteht nur wenn man seine Zahnbürste zu Hause eben nur anschaut anstatt sie auch benutzt...
Außer einer guten Mundhygiene spielen tatsächlich die Zusammensetzung des Speichels sowie die Ernährung im Einzelfall auch bestimmte Medikamente eine Rolle über die Anfälligkeit der o.g.Erkrankungen, aber letztendlich können Karies und co nur durch eine optimale Mundpflege/Zähne putzen vermieden werden. Nahrungsmittel Reste auf den Zähnen führen zu Plaque, dieser wird zu Zahnstein, nicht entfernter Zahnstein verursacht so genannte Zahnfleischtaschen in denen sich so ziemlich alles an Bakterien tummelt was man sich vorstellen kann. Dies führt zu einer Parodontitis, eine akute Entzündung des Zahnfleisches. Eine über lange Zeit dauernde NICHT BEHANDELTE Parodontitis führt zur Psrodontose, eine DAUERHAFTE Zahnfleischentzündung welche Kieferknochenabbau und somit zuerst Zahnlockerung und schlussendlich den Zahnverlust mit sich führt. Kein Zahnfleisch ?vetschwindet? von alleine,was für ein Stuss...
Wenn jeder ordentlich seine Zähne putzen würde wäre alles halb so schlimm. Über die Verfahren der einzelnen Zahnärzte lässt sich streiten, ebenso über ihre vermeintliche Geldgier. Fakt ist je besser die Mundhygiene, desto weniger hat der ZA zu tun / zu verdienen...

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bdroege 19.11.2013, 23:22
14. optional

Wenn man (berechtigt?) kein Vertrauen in die Zahnärzte hat sollte man zu den Studentenkursen in den Unis gehen. Dort spielt Zeit fast keine Rolle so das Beratung & Behandlung erstklassig ist.In Gegensatz zu anderen Zahnärzten ist dort genug Zeit um abzuwarten bis die Betäubung wirkt.
Jeder schritt wird von den Ausbildern überwacht so das man keine Angst haben muss.

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diplomatin 19.11.2013, 23:27
15. Bin erschüttert

Es ist unglaublich wie viele fachlichen Falschaussagen hier von Laien als die "Wahrheit" einfach in den Raum gestellt werden. Genau diese Überheblichkeit hat meines Erachtens zu erheblichen Problemen bei der Umsetzung der Praventionsempfehlungen der Zahnmedizin geführt, und das Ergebnis ist die Verbitterung über den desolaten Zustand der eigenen Mundhöhle. Gefolgt davon kommt es zu einer Projektion der Schuld in den "bösen geldgierigen Zahnarzt".
Zu behaupten Zahnseide reinigt nicht - da geht mir der Hut hoch! Einfach mal ein paar Stunden nach der letzten Mahlzeit flossen, kurz warten und an der Seide riechen. Wen das nicht überzeugt, dem ist nicht mehr zu helfen.

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Newspeak 19.11.2013, 23:40
16. ...

Zitat von Feuerwehrmann001
6. Die Aufgabe des Zahnarztes wäre es, dem Patienten das Knowhow für die häuslichen Mundhygienemassnahmen zu übermitteln und ihn dazu zu motivieren.
Sorry, dazu braucht es keinen Arzt. Das können andere Fachkräfte übernehmen (in der herkömmlichen Medizin gibt es dafür ja Spezialisten). Ein Arzt, der seine Krankheiten nicht ansatzweise kausal behandeln oder heilen kann bzw. will, ist kein Arzt, sondern Quacksalber.

Seit es Zahnärzte gibt wird vor allem mechanisch gearbeitet. In diesem Bereich gab es sicher auch enorme Fortschritte. Hilft aber nichts, wenn man deshalb trotzdem nur an den Symptomen herumschraubt. Die Medizin hat irgendwann mal den Schritt von Aderlaß und ähnlich sinnlosen Praktiken weg zu echter naturwissenschaftlich begründeter Forschung getan. Demgegenüber ist die wissenschaftliche Studienlage in der Zahnmedizin vergleichsweise dünn, wenn es um statistisch signifikante Ergebnisse geht. Die Zahnärzte ähneln den Chirurgen...wo der eine immer nur bohren will, will der andere immer nur auf- und rausschneiden. Kann man machen, soll man aber nicht als großartige Wissenschaft verkaufen.

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123Klarspüler 20.11.2013, 01:09
17. Wie immer...

...halte ich es für äußerst bedenklich wenn Leute Kommentare veröffentlichen, deren Inhalt irgendwo zwischen Ahnungslosigkeit, Stammtisch-Parolen und mutwilligen Falschaussagen einzuordnen ist. Über die wirtschaftliche und moralische Integrität mancher Zahnärzte darf durchaus diskutiert werden. Was hier aber zum Teil an Blödsinn bezüglich Mundhygiene, Zahnseide und zahnmedizinischer Definitionen gepostet wird führt hoffentlich bei vielen zu Kopfschütteln. Möge doch bitte jeder nur Dinge kommentieren, von denen er tatsächlich behaupten kann wenigstens Einblick in die Materie zu haben. Cola79 sei gegrüßt.

@2idane: Biofilm kann im organisierten Zustand (wie er im unbehandelten/ungeputzten Zustand auf den Zähnen vorkommt) nicht effizient durch die pharmakologische Keule (sprich Antibiotika/Antiseptika) zerstört werden. Die Neubildung des Biofilms lässt sich zwar durch bestimmte Antiseptika reduzieren, deren langfristige Anwendung aber durch ihre Nebenwirkungen nicht praktikabel ist. Ergo: Es führt kein Weg an der mechanische Reinigung der Zahnoberfläche vorbei. An den Glattflächen mit der Bürste, zwischen den Zähnen mit Zahnseide und/oder Zahnzwischenraumbürstchen. Das ist mühsam und kaum jemand schafft es tatsächlich perfekt. Das sollte allerdings niemanden davon abhalten es möglichst gründlich zu versuchen.

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rulamann 20.11.2013, 01:50
18. pfff

Zitat von sysop
Wolfgang Eßer wurde gerade zum obersten Kassenzahnarzt Deutschlands gewählt. Im Interview kritisiert der Mediziner den harten Wettbewerb um Patienten und erklärt, wie er die grassierende Parodontitis bekämpfen will.
Putzen ist kein Hexenwerk, aber eine gründliche Reinigung bedeutet im Optimalfall: 10s für jeden Zahn + 28 mal seide durchziehen(á 5s) = 8 Minuten 2x täglich mit der Elektrobürste(+evtl. mit Zungenbürste am Zäpfchen rumspielen). Das macht kein Schwein und zig Fehler dabei, falscher Winkel der Bürste und Seide ruff und runter.
Die Bürste schrubbt von alleine. Gegen Farbe und Beläge die ihren Namen verdienen hilft nur die teuerste Paste(E** intensiv ca. 5€), die täglich angewandt alsbald die Nerven kitzelt.
Man kommt mit frei erhältlichen Mitteln niemals überall hin, wer hat schon Sonden, Winkelspiegel und Dremelaufsätze zu Hause?
Bei manchem Zwischenzahnkaries im Röntgenbild wird gewartet bis er durchbricht weil selbst Onkel Doktor nicht rankommt. Der Fortschritt beim Zahnarzt besteht lediglich darin daß man keine Höllenqualen mehr leiden muss.

Nur die genetischen 1% und die Salatfresser sind frei von Karies. Den Verarmten werden weiterhin die Zähne aus dem Mund fallen während die Betuchten sich eben alle 6 Wochen den Airflow á 30€ geben.

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Feuerwehrmann001 20.11.2013, 08:34
19.

Zitat von 2idane
Der Nutzen von Zahnseide sei unbestritten. Aber um bakterielle Entzündungen zu bekämpfen, muss es doch andere Wege geben als mechanisch-reinigende, oder? Sonstigen Bakterienbefall kratzt man doch auch nicht mit ner Bürste weg... Ein Rätsel, warum hier die Zahnmedizin nach wie vor versagt.
Wieso? Nur weil das mechanische das umständlichste und anstrengendste ist? (ist relativ - ich brauch für meine Klappe am Tag genau 3 Minuten).
Bakterien dürfen ja im Mund sein, die gehören da sogar hin. Eine Mundschleimhaut ohne Bakterien wird von Pilzen besiedelt. Die wollen wir erst recht nicht.
Es reicht, die mechanisch die Struktur der Bakterienbeläge zu zerstören. Dazu brauch ich eine Bürste, eine Zwischenraumbürste und eine Zahnseide. Sonst nichts!
Aber weil es keiner glauben will, siehe dieses Forum, zieht man lieber über die bösen Zahnärzte her.

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