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Operationen: Mehr künstliche Kniegelenke in reichen Landkreisen
Faktencheck Gesundheit/ AOK/ DGOOC

In reichen Landkreisen erhalten Patienten häufiger ein künstliches Kniegelenk, obwohl Arthrose dort seltener ist. Besonders hoch ist die OP-Wahrscheinlichkeit in Bayern, offenbart eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Die Untersuchung stellt den Nutzen von Kniespiegelungen in Frage.

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Ich_sag_mal 17.10.2013, 12:04
1. Recht simpel die Analyse

Mag sein das wirtschaftliche Gründe zu den OP's führen.
Sicherlich auch die Art dort zu leben.
In der Stadt sind nun mal Skifahren, Wandern und Rodeln selten.
Zumal in den Bergen die Belastung der Kniegelenke höher liegen wird.
Logisch sind die Aussagen der Studie nicht.

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susiwolf 17.10.2013, 12:18
2. 'Profit all over the place' ...

Schon bei der (Vor-)Untersuchung:
Röntgenaufnahmen - warum 5, wenn 2 genügen sollten => 'profit'
Arthroskopie
Muss die überhaupt sein ?
Fragestellung auch an andere Ärzte !
=> 'profit'

Bevor ich mir das Teil austauschen lassen würde, müssten schon die (Bewegungs- und Belastungs-)Schmerzen unerträglich sein.

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tommit 17.10.2013, 12:25
3. Wäre es nach den Ärzten gegangen

Zitat von sysop
In reichen Landkreisen erhalten Patienten häufiger ein künstliches Kniegelenk, obwohl Arthrose dort seltener ist. Besonders hoch ist die OP-Wahrscheinlichkeit in Bayern, offenbart eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Die Untersuchung stellt den Nutzen von Kniespiegelungen in Frage.
hätte ich mit 18 beide Kniegelenke ersetzt bekommen..
Heute bin ich 43 und meine Kniegelenke auch..
sie haben mistudiert und bis jetzt 15 Jahre mitgearbeitet...

Das beste Argument , welches ich damals zu hören bekam war: Aber wir haben doch die innovativste Operationsmethode und wenn sie nicht wollen, dann gehen sie doch nach Hause...
Dmals war das knie geschwollen und ohne OP wollte man mir am Urlaubsort eine entlastende Punktion in der Uniklinik verweigern...

Nichts was ein guter Rechtsanwalt nicht hinbiegen kann... oder? Meine lieben Ärzte.. aus F...

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ingrid.strahler 17.10.2013, 12:27
4. Völlig schimmerlos?

In Frankreich werden ca. 1/3 weniger Endoprothesen implantiert. Der Artikel wäre aussagefähiger gewesen, hätte man nach Privat- und Kassenpatienten unterschieden. Warum wird ein Patient bei einer großen Anzahl von Fachärzten nicht so schnell zu einer Operation überwiesen?? - Weil die Anzahl der möglichen zu implantierenden Endoprothesen aufgrund der biologisch verfügbaren Anzahl von großen Gelenken begrenzt ist. Die Überweisungsprämie von 600 - 800 € pro zu operierender Endoprothese ist aus biologischen Gründen nicht beliebig oft abrufbar. Also pflegt man den Kontakt so lange es geht oder bis ein anderer Grund vorliegt.

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einwerfer 17.10.2013, 12:28
5. Ich lach mich kaputt

Ausgerechnet die Bertelsmannstiftung beklagt hier Fehlallokationen, wo sie sich doch zum Ziel gesetzt hat, "alle Lebensbereiche nach den Grundsätzen des Unternehmertums" zu formen. Nun verhalten sich Ärzte/Krankenhäuser unternehmerisch = profitmaximierend, jetzt ist es auch wieder nicht richtig.

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retronoerd 17.10.2013, 12:31
6. Statistischer Schönheitsfehler?

Meine Mutter (Ruhrgebiet) hat kürzlich ihr künstl. Knie in Würzburg (Bayern) bekommen. Wie wir nach und nach erfahren haben, kommt es nicht selten vor, dass (Bundes)Ländergrenzen überquert werden. Arthrose ist ab einem gewissen Alter ein "hot topic" und nicht wenige Leute schauen sich bundesweit nach Heilung um. Fließt das auch in die Ergebnisse der Erhebung ein?

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vax10 17.10.2013, 12:36
7. Soli für Kniegelenke

Sachsen-Anhalt ist so reich wie Baden-Würtemberg. Wer hätte das gedacht. Und den Soli gibt es immer noch!

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asentreu 17.10.2013, 12:41
8.

Zitat von susiwolf
Schon bei der (Vor-)Untersuchung: Röntgenaufnahmen - warum 5, wenn 2 genügen sollten => 'profit' Arthroskopie Muss die überhaupt sein ? Fragestellung auch an andere Ärzte ! => 'profit' Bevor ich mir das Teil austauschen lassen würde, müssten schon die (Bewegungs- und Belastungs-)Schmerzen unerträglich sein.
Gröhl! Sie haben das Finanzierungssystem der Krankenhäuser nicht verstanden! Ob 2 oder 200 Röntgenaufnahmen, egal! Das Krankenhaus bekommt den festen DRG- Satz für Knie- TEPs gewicht multipliziert mit dem jeweiligen CMI (case mix index = durchschnittliche Fallschwere, eine Zahl i.d.R. von 0,xx --> schlecht bis 1,xx besser!) des Hauses. Und mit dem FESTBETRAG muss es kostendeckend arbeiten. Das wäre mit 2 Röntgenaufnahmen einfacher, als mit 5 konventionellen Aufnahmen + CT+MRT+ Arthroskopie! Eine einfache Röntgenaufnahme in 2 Ebenen kostet keine 20€! Mit oben genannter Maximaldiagnostik haben sie schon vierstellige Summen nur für Diagnostik rausgeblasen, damit ist Kostendeckung so gut wie nicht mehr möglich! Diagnostik müssen sie aber machen, da Patienten ja gerne klagen. Gerade mit Röntgenbildern lässt sich gut beweisen, das ordentlich gearbeitet wurde. Röntgenbilder vor OP (Indikation--> OP- Grund) , kurz nach OP (OP ordentlich durchgeführt) und einige Tage nach OP (Implantat an richtigem ORT, lockert sich nicht) sind Standard und eine bsolute zwingende Notwendigkit zur juristischen Absicherung aber auch zur Qualitätssicherung!

Übrigens ist es zwingend notwendig im Bereich der operativen Chirurgie Gewinn zu machen! Warum? Weil es klassische Defizitbereiche gibt die immer mehr kosten als sie einfahren, Innere Medizin z.B. mit 90- jährigen Menschen die einfach nur lt sind (und so auch ihr Körper) lässt sich nach DRG- System kein Geld verdienen, rauswerfen dürfen wir sie aber auch nicht, obwohl wir sehendes Auges Verluste einfahren MÜSSEN!

Bevor sie also nächstes mal "PROFIT!" schreien, schauen sie sich mal um in der deutschen Krankenhauslandschaft. DRG sei dank schreiben mehr Häuser ROTR ZAHLEN statt schwarze. Das ist politisch so gewollt. Ziel einer kosteneffizienten Gesundheitswirtschaft ist es, die kleinen Krankenhäuser auf dem Lande aussterben zu lassen oder an private Ketten zu übereignen (und fragen sie sich mal wie die arbeiten, wenn Gewinn obligat ist, weil man börsennotiert ist!) und in öffentlicher Hand nur große Versorgungszentren zu lassen.

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miss_moffett 17.10.2013, 12:42
9.

Zitat von treverxy
Nun, es gibt auch ganz andere Sichtweisen zu diesem Problem: Der 1. deutsche Biokinematiker und Arzt, Walter Packi, ist der Auffassung, dass nahezu sämtliche Operationen im Knie- Hüft- und Rückenbereich überflüssig sind, weil ihre Ursachen in einer falschen Körperhaltung und daraus resultierenden falschen Bewegungsabläufen resultieren. Mit einem natürlichen Geh-/Laufstil, wobei die Fußmuskulatur wie......
Sie haben noch den Hinweis auf die unbedingte Vermeidung von schwerer körperlicher Arbeit vergessen oder generell Arbeiten aller Art. Ob im Sitzen oder Stehen, man verschleisst seine Gelenke. Was ja aus Kostengründen unbedingt zu vermeiden ist. Ebenso schädlich (und damit teuer) ist zuviel im Internet surfen und dummes Zeug posten.

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