Forum: Gesundheit
Opioide in den USA: Drogen-Epidemie breitet sich rasant aus
Getty Images

In den USA müssen Notärzte immer mehr Menschen mit einer Opioid-Überdosis versorgen. Zuletzt stieg die Zahl der Einlieferungen um 30 Prozent, Zehntausende Menschen starben.

Seite 4 von 7
Pickle_Rick 07.03.2018, 15:52
30.

Zitat von hoeffertobias
(...)Die jahrelange lockere Verschreibungspraxis von Opiaten in den USA ist durchaus vergleichbar mit einer Legalisierung von Drogen. Nur eben aus der Apotheke mit einem Beipackzettel. Die Auswirkungen hingegen sind nicht weniger dramatisch. Die Situation in den USA sollte eine Warnung an alle Menschen sein, die Drogen - welcher Art auch immer - als harmlose Genussmittel darstellen.
Die von Konservativen weltweit gefürchtete Legalisierung von illegalen Drogen bzw. von manchen illegalen Drogen bietet aber laut vielen Suchtexperten genau die Chance die viele Konsumenten brauchen. Vielen geht es doch sehr schnell gar nicht mehr darum einen bestimmten Rausch zu erleben. Das geht bei vielen Drogen auch gar nicht mehr. Trotzdem versuchen es die Konsumenten am Anfang oft, bis dann ein ganz andere Grund für den Konsum in den Vordergrund tritt. Das Ziel ist dann meist nur noch die Bekämpfung der Entzugserscheinungen. Wenn eine Versorgung mit Ersatzstoffen nicht funktioniert, würde eine Legalisierung es zumindest ermöglichen, dass ein Süchtiger von einem Arzt auf eine Dosis eingestellt wird. Dabei reudizeren sich immerhin das Risiko für eine Überdosis und die Schäden durch verdreckte Drogen. Das mag befremdlich klingen aber man muss einfach irgendwann mal einsehen, dass man mit dogmatischer Law and Order Politik diese Krise und die gesamte Drogenthematik nicht in den Griff bekommen wird. Was will man denn letztendlich? Die Menschen und ihr Umfeld vor den Folgen der Sucht bewahren oder eine Ideologie durchsetzen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Barath 07.03.2018, 15:59
31. Naja.

Zitat von quercusuevus
Das ist ein Vorurteil - der Verbraucherschutz ist in den USA allgemein nicht schlechter als in Europa. In Europa wird mehr auf das Vorsorgeprinzip gesetzt, in den USA sind dafür die Schadenersatzsummen und Strafen für verantwortliche Manager wesentlich höher.
Aber auch nur, wenn dadurch niemand wichtigem ans Bein gepinkelt wird... *Hust* Ford Pinto *Hust*

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pethof 07.03.2018, 16:37
32. Epidemie ist etwas anderes

Mit dem Überschrift -Drogenepidemie breitet sich aus- wird – bewusst oder unbewusst – von den eigentlichen Ursachen dieser Lawine abgelenkt. Epidemien sind immer von Krankheitserregern verursachte massenhafte und ansteckende Krankheiten. Der extrem hohe Drogenkonsum in den USA, der offensichtlich weiter an Fahrt gewinnt und das gesamte soziale Gefüge der USA gefährdet, hat andere Ursachen. Menschgemachte. Soziale Probleme, ein mangelhaftes Gesundheitssystem und wahrscheinlich auch die in diesem Lande so beliebte Selbstdiagnose per Internet, aggressive Werbung für stark wirkende Schmerzmittel und fragwürdige medizinische Studien sind wohl die wahren Ursachen dieses Dilemmas. Wer etwas daran ändern will, muss die Ursachen beseitigen, nicht nur an den Symptomen herumbasteln. Eine wahrhaft gewaltige Herausforderung für die USA!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TS_Alien 07.03.2018, 18:11
33.

In erster Linie haben die Süchtigen Schuld an ihrem Elend. Wer stattdessen Ausreden für seine Sucht sucht und anderen die Schuld gibt, der wird süchtig bleiben.
In den USA sind es Opiate, nach denen viele lechzen. In Deutschland sind es eher andere Stoffgruppen, die sich Menschen reinpfeifen. Und das trotz der vielen Warnungen und der seit Jahrzehnten bekannten Risiken. Sehr viel mehr Menschen als viele denken müssen die etlichen Tonnen von Drogen nehmen, die ständig auf dem Markt verfügbar sind. Es hat sie keiner dazu gezwungen. Und in dieser Situation fordern manche noch die Freigabe von Drogen. Absurder geht es nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
solltemanwissen 07.03.2018, 18:27
34.

Gut, dass die USA einen Präsidenten haben, der nicht den Großteil seiner Zeit mit Twittern, Golfspielen, Pöbeln und sich selbst die Taschen vollmachen beschäftigt ist und sich stattdessen konkret um sein Volk kümmert - oh halt, die USA haben ja Trump gewählt. Na ja, dann hat sich obiges wohl erledigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eaglereno 07.03.2018, 18:42
35. Fentanyl

Es geht doch hier nicht um von Ärzten verschriebenes Fentanyl, sondern um den gepanschten Stoff aus China, der an jeder Strassenecke verkauft wird. Kein Mensch weiß, was er da kauft und einnimmt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sikasuu 07.03.2018, 20:28
36. Natürlich, vom Arzt verordent! Aber immer noch billiger....

Zitat von quercusuevus
Das stimmt nicht ganz - die synthetischen Opioide sind verschreibungspflichtig, d.h. man erhält sie im Rahmen einer Behandlung.
... als eine/die Behandlung der Krankheit.
.
Wenn man hier von einem Arzt mal in schweren Schmerz-Fälle Tramadol/Tramal usw (auch synthetische Opiate für/bei schweren Scherzen) bekommen will, braucht, ist das ein ziemlicher Aufstand.
.
Als Begleitmedikament zu Therapie & Behandlung geht das, vielleicht!
Dann gibt es für "Rücken", nach einen Bruch mit laufen lernen 10 ml. Fläschchen unter ärztlicher Kontrolle mit BTM-Rezept usw & Physiotherapie, usw.
.
In U-SA kam/kommt die große Flasche 150-250ml, auch schon mal bei verspannten Nacken, Zahnschmerzen & Bandscheibenvorfall ohne Behandlung des Krankheitsherdes/ der Krankheit!
.
Und wenn der Doc nicht mehr verschreibt, der Dealer um die Ecke kann alles viel preiswerter liefern, wenn man erst mal auf dem Zeug drauf ist:-(

Beitrag melden Antworten / Zitieren
carlitom 07.03.2018, 20:35
37.

Zitat von brux
Das Problem soll ja bekanntlich von Trumps Schwiegersohn gelöst werden. Der Mann ist auch für die Lösung des Palästina-Konflikts zuständig. Ein echtes Genie. Leider hört man sehr wenig von ihm.
Kein Wunder. Er erfährt doch jetzt nichts mehr. Wie soll der arme Mann da alle Problem der Welt lösen? Und von Trump erfährt er ja auch nichts, weil der nichts versteht und sich noch weniger merken kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hisch88 07.03.2018, 20:45
38.

Was immer Trump damit gemeint haben sollte:

""US-Präsident Donald Trump hatte angesichts des gravierenden Heroin- und Opioid Missbrauchs im Oktober einen nationalen Gesundheitsnotstand verhängt.""

Ich geh davon aus, ihm gehen die Wähler zur nächsten Wahl aus.

>Ironie aus< sofern man es anders verstanden haben sollte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Promethium 07.03.2018, 20:50
39.

Das Amerika Bashing ist völlig unangebracht! Die aktuelle Drogen-Epidemie betrifft nicht nur die USA sondern auch Kanada!

Siehe "Opioid crisis in Canada" auf der Website der kanadischen Regierung (Government of Canada).

Und es ist auch nicht die erste Drogen-Epidemie! Vor 30 Jahren Jahre wütete in den USA die Crack Epidemie.

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-52252331.html

Der Grund für diese Drogen-Epidemien sind, heute wie damals, die großen Mengen an Drogen, die aus den Ländern südlich der USA kommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 7