Forum: Gesundheit
Organspende-Vorstoß von Jens Spahn: Widerspruchslösung ist keine Lösung
DPA

Dass in Deutschland so wenige Organe gespendet werden, liegt vor allem an den Kliniken. Trotzdem will Gesundheitsminister Spahn, dass jeder, der nicht widerspricht, automatisch Spender wird. Was soll das?

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Katzenfritz 03.09.2018, 13:50
1. Alternativer Vorschlag

Jede/r der einmal ein Organ transplantiert haben möchte, braucht auch einen Spenderausweis, der VOR der Krankheit, die zur Organtransplantation führt, ausgestellt sein muss.
Und schon ist der Kas g´pitzt, ergo DER Motivationsschub gegeben.

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dani-loulou 03.09.2018, 13:50
2. Na gut

Dann führe ich nun im Portemonnaie neben meinem Ausweis ein Dokument, aus dem ganz klar hervorgeht, dass ich KEINE Organspenderin bin. Basta.

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heinrich.busch 03.09.2018, 13:50
3. Solange die Transplantation

Ein großes Geschäft ist. Aber die Konditionierung so grottenschlecht vergütet wird gibt es keine realistische Zunahme der Spenderorgane geben.

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rp0948 03.09.2018, 13:56
4. Was soll dieser Kommentar?

Selbstverständlich wäre es gut, wenn alle Maßnahmen umgesetzt würden, die Transplantationen effektiver machen. Das spricht doch aber nicht gegen die Widerspruchslösung, die niemandes Entscheidungsfreiheit ungebührlich einschränkt. Spenderorgane gerne in Anspruch nehmen, aber selbst noch nicht einmal entscheiden wollen - das ist der Skandal, nicht die Widerspruchslösung.

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draco2007 03.09.2018, 13:58
5.

Wieso wird die Freiheit eingeschränkt, wenn ich doch Widersprechen kann?

Opt-In oder Opt-Out kommt für mich aufs gleiche raus. Dann schicken die Krankenkassen eben zukünftig Karten rum mit "Ich möchte meine Organe nicht spenden" und jeder, der sowas im Geldbeutel hat, ist kein Organspender.

Mir ist ein Opt-Out deutlich lieber. Ich gebs ganz offen zu, ich bin eindeutig zu faul mich darum zu kümmern, mich als Organspender eintragen zu lassen. Das bedeutet immer sich mit dem Tod auseinander zu setzen und das ist als junger Mensch einfach extrem unangenehm.
Ich glaube auch, dass es weniger Menschen gibt, die ein Problem damit haben ihre Organe zu spenden als andersrum. Also auch eher ein Punkt der für ein Opt-Out spricht.

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draco2007 03.09.2018, 13:59
6.

Zitat von Katzenfritz
Jede/r der einmal ein Organ transplantiert haben möchte, braucht auch einen Spenderausweis, der VOR der Krankheit, die zur Organtransplantation führt, ausgestellt sein muss. Und schon ist der Kas g´pitzt, ergo DER Motivationsschub gegeben.
An sich mag ich den Ansatz, er widerspricht nur den Hipokratischen Eid. Wird also nicht passieren.

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specialsymbol 03.09.2018, 14:00
7. Spahn hat wohl gerade einen Fall in der Familie?

Anders kann man sich seinen kopflosen Aktionismus nicht erklären.
Ich werde jetzt jedenfalls aus Prinzip widersprechen. Und dass die Regierung (und vor allem Spahn!) nicht am Grundproblem angreift ist leicht erklärt: es kostet Geld, und zwar - die Eigentümer der großen Klinikketten. Nicht das Geld der Krankenkassen oder Versicherten.

Die wären Spahn egal. Aber seine Kumpels, die Aktionäre - die muß er schützen.

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muttersteresa 03.09.2018, 14:00
8.

"Sie schränken die Freiheit der Bürger nicht ein. Mit der jetzt gültigen Entscheidungsregelung ist jeder angehalten, sich mit der Organspende-Frage auseinanderzusetzen. "
Warum schränkt die Widerspruchsregelung die Freiheit ein, jeder kann nein sagen. Außerdem schadet es auch nicht, wenn sich die Bürger mit der Frage auseinandersetzen, ob sie Spender werden wollen oder nicht. Denken schadet nie.

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Jürg Allemann 03.09.2018, 14:01
9. Nur wer selbst zum Organspenden bereit ist...

...sollte als Empfänger in Frage kommen. So einfach ist das. Wer aus ethischen, religiösen oder was auch immer für Gründen nicht bereit ist zu spenden (mein uneingeschränkter Respekt dafür, auch wenn ich es falsch finde), kann nicht erwarten, im Ernstfall Empfänger zu sein. Alles andere ist Heuchelei.

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