Forum: Gesundheit
Organspenden in Deutschland: Plötzlich geht es voran
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Wird künftig jeder Organspender, der nicht ausdrücklich widerspricht? Darüber entscheidet bald der Bundestag. Doch die Zahl der Entnahmen steigt sowieso - nur aus anderem Grund.

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scotty61 01.04.2019, 14:58
1.

Zitat "....Wollen Sie ihn zahlen?"
Natürlich. Jedem ist es freigestellt, sich dagegen auszusprechen. Wenn jemand den Hintern aus Bequemlichkeit nicht hochbekommt, dann kann er wenigstens noch einem, der dringend ein Organ benötigt, damit helfen. Das Leben und die Gesundheit von Menschen, die eine Organspende benötigen, setze ich höher an, als die Bequemlichkeit von Nichtspendewilligen.

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DerDifferenzierteBlick 01.04.2019, 15:06
2. Alternativen sind leider bei weitem nicht ausreichend

Dass man auch an allen anderen Stellschrauben drehen muss - und dies auch bereits getan hat - ist richtig, allerdings auch bei weitem nicht ausreichend. Denn wie hier korrekt beschrieben wird, benötigen in diesem Jahr etwa 10.000 Menschen in Deutschland eine Organspende - und durch die beschriebenen Maßnahmen würden weiterhin etwa 3/4 der Patienten vergebens auf eine Organspende warten - und daran eventuell sterben. Durch die aktuelle Debatte wird dagegen so gut wie jeder mit dem Thema konfrontiert, kann sich also offiziell gegen eine Organspende entscheiden - oder dies auch nur mündlich verkünden. Da gibt es kaum noch Ausreden. Außerdem: Durch eine Organspende wird niemandem geschadet, aber gleichzeitig ein Leben stark aufgewertet oder sogar gerettet. Diese Abwägung sollte in einer aufgeklärten Gesellschaft eindeutig ausgehen!

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ach nee 01.04.2019, 15:16
3. kennt noch jemand den Film "Fleisch"

Kennt noch jemand den Film "Fleisch" ? So stelle ich mir das vor, wenn die Widerspruchsregelung kommt.
Man wird zu schnell für tot erklärt.
Man findet den Widerspruch nicht (rechtzeitig).
Man wird das Opfer von Kriminellen.
Man wird das Opfer von Schlamperei.
Die Grenzen sind überall fliessend.

So wie es jetzt ist, ist es doch gut. Wer einen Ausweis hat, ist Spender. Wenn es zuwenig davon gibt, dann hilft evtl. Aufklärung, Information und Diskussion- auch im öffentlichen Raum- so wie jetzt gerade.

Denn was bedeutet dann noch das Grundrecht auf die Unversehrtheit des eigenen Körpers, wenn ich erst ausdrücklich widersprechen muss?

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Newspeak 01.04.2019, 15:20
4. ...

"Wer sich aber überfordert fühlt, wer sich - aus welchen Gründen auch immer - nicht entscheiden will oder kann, der wird bei der Widerspruchslösung einfach zum Spender erklärt."

Ja, NACHDEM er tot ist. Das ist der Grund, warum sich der Spender selbst nicht mehr entscheiden kann.

Ist es denn wirklich so schwierig sich einmal im Leben dieser Entscheidung zu stellen? Das koennte ja von mir aus mit dem Erreichen des 18. Lebensjahres passieren. In dem Moment, in dem man vollstaendiger Buerger werden will, und in jeglicher Hinsicht frei ueber sein Leben entscheiden kann. Kein Erreichen der Volljaehrigkeit und all ihrer Privilegien ohne die Entscheidung ueber diese Frage, egal wie sie dann ausfaellt, und ohne Nachteil, wenn man es verneint.

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lathea 01.04.2019, 15:21
5. Mich interessiert an dieser.....

......Lösung eigentlich nur, wie und in welchem Register man den Widerspruch erklären kann. Ich habe bereits Koma-Patienten und ihren natürlichen Tod erlebt und bin seit dieser Zeit zu einem Transplantationsgegner geworden. Die Entscheidung darüber sollte jeder Mensch selbst treffen dürfen. Und jeder darf sich auch selbst fragen, warum klinisch "toten" Patienten vor der Organentnahme erst noch ein Betäubungsmittel, ein Schmerzmittel oder ein Narkotikum gespritzt werden sollte bzw. sich darüber informieren, wie die Gesichter der "klinisch Toten" vor und nach der Organentnahme aussehen, d.h., nachdem sie ohne Betäubungsmittel ausgeschlachtet wurden. Für das Gesicht, das ein Mensch während seines Lebens trägt, ist jeder selbst verantwortlich. Doch für sein Gesicht auf dem Totenbett tragen die Angehörigen bzw. diejenigen, die ihn im Tod begleiten die Verantwortung.

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wilam 01.04.2019, 15:22
6. Unsinn,

hier von Freiheit oder Entscheidungsfreiheit zu reden. Es ist tatsächlich nur Bequemlichkeit. Und, zugegeben vielleicht ein dumpfer Rest von Fetischismus. Also werden hier zwei Dumpfheiten zum Nutzen bzw zum Guten gefügt. Was will man mehr?

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Alexander77 01.04.2019, 15:24
7. NEIN, will ich nicht!

Der Artikel zeigt gut auf, wie katastrophal der Vorschlag von Spahn/Lauterbach ist: Anstatt endlich mal ihre Hausaufgaben zu machen, gehen sie lieber an die Grundrechte ihrer Bürger und wollen Spenden erzwingen. Das ist ärmlich. Ich hoffe sehr, dass die Vernunft siegt und Spahn für solchen Unsinn endlich abgestraft wird.

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kleinsteminderheit 01.04.2019, 15:24
8. Spende?

Vielleicht sollte man sie wirtschaftliche Komponente der Organspende mit einbeziehen. Viele profitieren von den Organen eines Spenders, es geht bei Ärzten sowie Kliniken sehr konkret um Geld und auch gesamtwirtschaftlich zahlt es sich aus, wenn Schwerkranke wieder gesund werden.

Lediglich der Spender steht ohne Nutzen da und fahrt ausgeweidet in die Grube.
Vielleicht sollte man die Spendenbereitschaft finanziell anerkennen.

Es geht mir hier nicht um Kohle zu Lebzeiten oder für die lachenden Erben. Aber mir könnte die Organspende leichter fallen, wenn sich die Krankenkasse im Gegenzug verpflichtet, einen Anerkennungsbetrag für einen guten Zweck zu überweisen, den ich zu Lebzeiten bestimmen darf. Meine Organe für die Allgemeinheit und als Anerkennung Kohle für meinen gemeinnützigen Sportverein.

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ein-berliner 01.04.2019, 15:25
9. Organspendermafia

Warum schaltet die Politik nur so kurzsichtig?
Wenn schon in Deutschland keine Todesstrafe gewünscht ist kann man mit China und andere Staaten aber passende Verträge schliessen.
Die verurteilten Menschen haben dort ihr Leben verwirkt und sind somit ideale Spender.
Berlin, den 1.April

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