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Organspenden-Skandal: Minister will Sonderkontrolleure in den Kliniken
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Ein Mehr-Augen-Prinzip soll Manipulationen bei der Vergabe von Organspenden verhindern. Gesundheitsminister Daniel Bahr will diesen Vorschlag bei einem Krisentreffen am Montag durchsetzen. Derweil wird über neue Fehler bei der Vergabe von Spenderherzen berichtet.

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leser008 25.08.2012, 20:55
10.

Zitat von Softship
Das ist ja was Eurotransplant ja normalerweise tut. Chirurg C kennt den Spender nie. Aber das Transplantationsteam muss den Empfänger kennen gelernt haben, um zu beurteilen, ob er überhaupt als Organempfänger geeignet ist, oder ob er überhaupt schon gelistet werden müsste. Die Tx-Zentren bekommen teilweise Patienten überwiesen nur zur Bewertung, oder solche, die überhaupt nicht für eine Tx in Frage kommen. Dann muss der Zustand des Patienten ständig überwacht werden - wenn er noch nicht gelistet ist, um dann gelistet zu werden. Oder wenn er schon gelistet ist, um sicher zu gehen, dass er noch nicht in unmittelbare Gefahr ist. Oder dass nicht zwischenzeitlich eine neue Diagnose dazu gekommen ist, die eine Transplantation erschweren oder verbieten würde (z.B. Krebs).

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Softship 25.08.2012, 21:22
11.

Zitat von aljoschu
Den habe ich seit 30 Jahren mit mir herumgetragen. Nun habe ich das einstweilen ausgesetzt. Habe das Vertrauen in das System gründlich verloren. Vielleicht kann ich das wiedergewinnen, wenn einer wegen des obigen Skandals eingesperrt wird. Aber das ist wohl naiv zu glauben.
Und Sie meinen, damit die "Richtigen" zu treffen? Waren Sie den Ärzten zuliebe Spender, oder Patienten zuliebe?

Ich habe bisher keinen Organempfänger kennen gelernt, der für sein Organ etwas bezahlt hätte, Promis habe ich auch nicht kennengelernt, nicht einmal Menschen, von denen ich meinte, dass sie reich wären.

Und weder in Regensburg noch in Göttingen wurde bisher ein Indiz dafür gefunden, dass die Organe "erkauft" wurden. Im Gegenteil, es ist bekannt, dass Kassenversicherte dabei waren.

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leser008 25.08.2012, 21:56
12. Ziel: Leben retten

Zitat von Softship
Das ist ja was Eurotransplant ja normalerweise tut. Normalerweise: Da benennen Sie das Problem. Zunehmend haben die Teams aber über Befundmanipulationen ausserhalb des von ihnen gelobten Systems agiert. Von Eurotransplant redet da keiner mehr. .....Aber das Transplantationsteam muss den Empfänger kennen gelernt haben, um zu beurteilen, ob er überhaupt als Organempfänger geeignet ist, oder ob er überhaupt schon gelistet werden müsste. Genau der Fehler. Das TransTeam muss den Empfänger nicht kennen. Das kann ein Zwischenteam professionell besorgen, ohne Sympatie und Einflussnahme. Auch wenn es Vielen nicht gefällt; das System muss grundlegend geändert werden, um Leben zu retten. Menschen in Europa müssen das Gefühl haben, dass ihre Organe ehrlich helfen. Dann spenden sie auch wieder, so aber nicht. Auf einem internationalen Markt haben Blut und Organe aus D. einen enorm hohen Wert. Dafür werden Spitzenpreise bezahlt. Und deshalb braucht es brutale Kontrolle. An armen Asiaten, parasitenverseuchten Afrikanern oder in-time erschossenen Häftlingen hat der cosmopolitische Millionär keinen Magel und Bedarf. Sein personal assistant supportet daher Prof Chefarzt P. mit einem budget von...............; um an dauerversicherte Motorradopfer oder Selbstmörder aus D. heranzukommen. So sieht das aus.

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amm1959 25.08.2012, 22:00
13. Gier frisst Ethik

Zitat von sysop
Ein Mehr-Augen-Prinzip soll Manipulationen bei der Vergabe von Organspenden verhindern. Gesundheitsminister Daniel Bahr will diesen Vorschlag bei einem Krisentreffen am Montag durchsetzen. Derweil wird über neue Fehler bei der Vergabe von Spenderherzen berichtet.
Ich erlebe (beruflich bedingt) tagtäglich die unglaubliche Geldgier vieler Ärzte. Da muss nur die richtige Summe ins Spiel kommen, dann werden Organspendeempfänger kränker und möglicherweise Spender "toter" gemacht als sie sind. Ich würde NIEMALS einen Angehörigen "ausschlachten" lassen. Ich traue den Göttern in Weiss ALLES zu.

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Softship 26.08.2012, 08:53
14.

Zitat von leser008
Genau der Fehler. Das TransTeam muss den Empfänger nicht kennen. Das kann ein Zwischenteam professionell besorgen, ohne Sympatie und Einflussnahme.
Macht dennoch keinen Sinn. Denn das „Zwischenteam“ könnte dann genau so handeln, wie Sie es wohl dem „Chirurgen C“ unterstellen möchten. Was wäre gewonnen?
Zitat von leser008
Auch wenn es Vielen nicht gefällt; das System muss grundlegend geändert werden, um Leben zu retten.
Dann machen Sie mal einen vernünftigen Vorschlag!
Zitat von leser008
Menschen in Europa müssen das Gefühl haben, dass ihre Organe ehrlich helfen. Dann spenden sie auch wieder, so aber nicht.
Mir ist schleierhaft, warum sie nicht das Gefühl haben sollten. Nur weil die Presse „Skandal“ schreit? Vielleicht ist es nur ein kleines „Skandälchen“. Denn auch die Menschen, die „verfrüht“ ein Organ erhalten haben sollten, sind schwer krank. Schließlich ist eine Transplantation keine Schönheits-OP. Es wird doch keiner gelistet, weil seine Leber nicht den gängigen Schönheitsidealen entspricht, sondern weil er schwer erkrankt ist.

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Softship 26.08.2012, 08:56
15.

Zitat von amm1959
Ich erlebe (beruflich bedingt) tagtäglich die unglaubliche Geldgier vieler Ärzte. Da muss nur die richtige Summe ins Spiel kommen, dann werden Organspendeempfänger kränker und möglicherweise Spender "toter" gemacht als sie sind. Ich würde NIEMALS einen Angehörigen "ausschlachten" lassen. Ich traue den Göttern in Weiss ALLES zu.
Das ist, behaupte ich, eine Lüge. Und wenn es stimmen sollte, dann haben Sie gefälligst das als Straftat anzuzeigen. Und wenn Sie das nicht tun, sind Sie nicht ein Stückchen besser als die Ärzte, denen Sie das untestellen.

Also, zu den Fakten: Wo, wann und von wem wurde ein Spender "toter" gemacht als er war?

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hingeschaut 27.08.2012, 09:42
16. @Sopfship Danke

Komisch das (potentielle) Organempfänger nun unter dieser "Hatz" leiden müssen. Schon die Begrifflichkeit -kränker als krank lässt mir die Nackenhaare in die Höhe fahren.
Ich lade gern Interessierte ein, mit mir eine kleine Tour durch Dialyse Praxen und Abteilungen der inneren Medizin, zu machen.
Vielleicht hilft dies kleine Kratzer in die rigide Äusserungsform einiger zu hinterlassen.

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Softship 27.08.2012, 11:16
17.

Zitat von hingeschaut
Komisch das (potentielle) Organempfänger nun unter dieser "Hatz" leiden müssen. Schon die Begrifflichkeit -kränker als krank lässt mir die Nackenhaare in die Höhe fahren. Ich lade gern Interessierte ein, mit mir eine kleine Tour durch Dialyse Praxen und Abteilungen der inneren Medizin, zu machen. Vielleicht hilft dies kleine Kratzer in die rigide Äusserungsform einiger zu hinterlassen.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg damit!

Es ist zurzeit wirklich furchtbar für Wartende.
Der Sohn meiner Cousine läuft seit einem Jahr mit Kunstherz ("Außenbordmotor") herum, eine gute Freundin wartet schon seit Jahren auf eine Lunge, und dann kenne ich eben viele andere aus meinem Tx-Zentrum, die allesamt jetzt noch mehr um ihre Leben bangen.

Aber die meisten Menschen, die noch nie einen dialyse- oder sauerstoff- oder kunstherzpflichtigen Menschen kennen gelernt haben, denken, dass ihnen das nicht passieren kann - weil sie eben nichts "falsch" machen. Nur wissen sie nicht, dass diese Krankheiten häufig nichts mit "etwas falsch tun" zu tun haben.

Jedenfalls danke für die Ermunterung und viel Erfolg mit Ihrem Vorhaben.

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ruediger5050@googlemail.c 27.08.2012, 16:34
18. Eliten und Organe

Es ist haarsträubend was unsere Funktionäre aus Politik u. Medizin für die Sicherheit der Bürger und Patienten urplötzlich entdecken und als dringlich erachten. Nach der Organisations-, u. Verteilungsteilungaffäre im Fall deutsche Organe, ist es doch etwas verwunderlich wie einfach sich medizinische Fehlentwicklungen im deutschen Gesundheitssystem ausbessern lassen. Man verabschiedet Gesetze, Richtlinien, Vorschriften fügt noch ein kontrollierendes (Mehr) sechs Augenprinzip dazu und schon ist die Patientensicherheit wieder vorbildlich. Für wen ? Es ist großer Leichtsinn, deutschen Bürgern mit gelenkten Blick auf funktionierende Organspendersysteme der Nachbarländer, eine Sicherheit im Gesundheitssystem zu vermitteln, die es absehbar in Deutschland nicht oder kaum geben wird. Die Wege der Götter (heute in weiß) lassen sich nicht vorherbestimmen, erst recht nicht kontrollieren.

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falkner 28.08.2012, 15:58
19. Ich bin der Arzt, dein Herr (Doktatur und Iatrokratie)

Wer für Organspende ist, steht unter dem Bann einer HEILs-Magie, die keine anderen Götter neben sich duldet, denn: „Ich bin der ARZT, dein HERR“ (frei nach Mose 2, 15, 26). Die Götter in Weiss gieren nach geopferten Organen, und das heisst: nach geopferten Menschenleben, ein allen aufgezwungener Götzendienst, der das gesellschaftliche Zusammenleben auf das atavistische Niveau der Menschenjäger und Menschenfresser zurückwirft und dies „moderne Medizin“ nennt. DOKTATUR wäre der richtige Ausdruck und IATROKRATIE. Siehe im Internet die entsprechenden Einträge.

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