Forum: Gesundheit
Osteoporose-Kongress: Damit der Knochen nicht bricht
Corbis

Ein Niesen oder ein leichter Sturz genügen, um einen Knochenbruch auszulösen: An Osteoporose leiden Millionen Menschen in Deutschland. Auf dem europäischen Osteoporose-Kongress debattieren Ärzte über neue Therapien. Viele sind schon jetzt wirksam - doch es gibt noch einige Hürden.

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temp1 17.04.2013, 17:10
1. Gilt nicht als gesichtert

"Als gesichert gilt bisher, dass ...und eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D der Osteoporose vorbeugen"
Das gilt keineswegs als gesichert !!! Es gibt gegenteilige Studien, z.B. eine vom letzten Jahr aus Großbritannien über ca. 20 Jahre, die darlegen, daß die beliebten Vitamin D plus Calcium Präparate keineswegs die Zahl der Knochenbrüche ändern, wohl aber von einem signifikanten Anstieg der Demenz begleitet sind.
Die Vermutung das Präparate Vit.D Calcium hilfreich seien, beruht auf der Beobachtung, daß beides häufig im Alter geringere Blutspiegel hat und daß im Alter häufiger die Knochen brechen. Weiterhin birgt eine Ernährung mit ZU WENIG Calcium brüchige Knochen. Aber es ist nirgends belegt, daß die künstliche Vitamin D-Zufuhr etwas Positives bewirkt. Das ist nur eine veraltete Lehr-Meinung der Schulmediziner.

... nun scheint es eher im Gegenteil schädlich zu sein.

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ceisen 17.04.2013, 19:52
2.

Diese Aussage ist nicht korrekt. Es gibt Placebo-kontrollierte Doppelblind-Studien, die gezeigt haben, dass eine Supplementation mit Calcium und Vitamin D die Häufigkeit von Knochenbrüchen verringert (z.B. N Engl J Med. 1992 Dec 3;327(23):1637-42). Entsprechende Meta-Analysen der gesammelten einschlägigen Studien habe diesen Befund bestätigt (z.B. N Engl J Med. 2012 Jul 5;367(1):40-9. doi: 10.1056/NEJMoa1109617.). Es ist auch nicht korrekt, dass mit Supplementen "künstliches Vitamin D" zugeführt wird. Es handelt sich um Cholecalciferol (Vitamin D3), das aus der Wolle von Schafen gewonnen wird. Allerdings ist die Dosierung von Calcium und Vitamin D und auch die Dosierungshäufigkeit nach neueren Studien entscheidend. Während die erforderliche Menge von Calcium in den meisten Fällen mit der Nahrung aufgenommen werden kann, lässt die Bildung von Vitamin D über die Haut mit dem Alter um ca. 75 % nach, so dass hier in der Regel eine Ergänzung von ca. 1000 internationalen Einheiten (25 Microgramm) pro Tag erforderlich ist. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei der genannten Studie in obigem Kommentar (temp 1) um eine reine Beobachtungsstudie (Nutr Res. 2008 ; 28(5): 285–292), die die Vitamin D-Aufnahme jährlich(!) anhand eines Fragebogens ermittelt hat (wissen Sie was Sie letztes Jahr alles gegessen haben???). Die Vitamin D-Aufnahme war mit durchschnittlich 340 internationale Einheiten noch geringer als von den in der Regel sehr konservativen Ernährungsgesellschaften für gesunde Menschen (diese gelten nicht für Osteoporosepatienten!) empfohlen wird. Die Aussage eines signifikanten Anstiegs von Demenz findet sich in der Studie ebenfalls nicht. Es wird lediglich eine Assoziation der Calcium und Vitamin D-Aufnahme mit Gehrinveränderungen beschrieben und diskutiert, dass derartige Gehirnveränderungen gemäß anderen Beobachtungsstudien möglicherweise in einem Zusammenhang mit verschiedenen Erkrankungen (u.a. Demenz) stehen könnten. Fazit: erstaunlich, was man in der Originalpublikation findet, wenn man einem journalistischen Beitrag in der Laienpresse (Focus) auf den Grund geht.

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vivv 17.04.2013, 20:30
3. Komisch...

dass Osteoporose hauptsächlich in den Ländern ein Problem ist, in denen Milchprodukte konsumiert werden! Tierisches Eiweiss hemmt nachgewiesenermaßen die Aufnahme von Kalzium! Aber die Milch macht's ja!

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Modest 17.04.2013, 22:12
4. Problem Antibabypille,

Untersuchungen geben auch den Hinweis das durch die Hormonvorsorge die Knochendichte erheblich reduziert wird.

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colindavis 17.04.2013, 23:08
5. Bewegung

das Bewegung hilft sollte aber niemand hinterfragen. Wenn man sich Risikogruppen beschaut stellt man fest, dass es überwiegend Frauen sind die betroffen sind. Da weiß man meines wissens noch nicht wieso aber eine weitere Risikogruppe sind ganz einfach Übergewichtige genau wie zum Beispiel bei der Athrose die auch als Volkskrankheit beschrieben werden kann. Wer mehr Sport treibt hat meistens gesündere Gelenke und Knochen.

Vorallem der positive Einfluss von High Himpact Sportarten wie Basketball oder Volleyball im Kindes und Jugendalter ist schon häufig mit erhöhter Knochendichte bis lange ins Erwachsenenalter in verbindung gebracht worden.
Warum sollten also immer wieder nur Medikamente entwickelt werden für viel geld die schon bestehende krankheiten bekämpfen oder einfach geld in mehr und bessere sportangebote investiert werden um die Krankheiten und Beschwerden gar nicht erst aufkommen zu lassen

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postit2012 18.04.2013, 01:15
6. Aber

Zitat von vivv
dass Osteoporose hauptsächlich in den Ländern ein Problem ist, in denen Milchprodukte konsumiert werden! Tierisches Eiweiss hemmt nachgewiesenermaßen die Aufnahme von Kalzium! Aber die Milch macht's ja!
das könnte auch ein ganz einfacher Alterseffekt sein.

Schönen Abend noch
postit

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hpptrading 18.04.2013, 03:07
7. biphoshonate

...gegen Osteoporose nach Wechseljahren verhindern keine Knochenbrueche - siehe Megastudio der Therapeutic Initiative, British Columbia, Kanada.

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berndasbrot 18.04.2013, 06:56
8. ich bin medizinisch absoluter Laie......

......aber könnte ein Teil der Osteoporose-Problematik nicht auch daran liegen, dass bei uns seit etlichen Jahren die Sonne durch Experten und Presse dermassen als sofort und schwerst krebserregend verteufelt wird, dass die meisten Leute aus Angst überhaupt keine UV-Strahlen mehr abkriegen?
Ich finde das immer toll, wenn man an den 10 schönen Tagen im Jahr im Biergarten oder im Aussenbereich eines Restaurants auch mal schön in der Sonne sitzen möchte und durch das Personal sofort panisch alle Plätze mit riesigen Schirmen zwangsbeschattet werden.......
Auch schön zu sehen, wie besorgte Eltern an bedeckten (!) Sommertagen in Norddeutschland (!) am späten Nachmittag (!) ihre Kinder noch zentimeterdick mit Lichtschutzfaktor 50+ einschmieren. Ich besitze ein UV-Meßgerät, und da ist teilweise wirklich fast keine Strahlung mehr nachweisbar...
Irgendwie fällt man in diesem Land immer von einem Extrem ins andere...

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kado1 18.04.2013, 09:19
9. Stimmt nicht ganz

Zitat von temp1
"Als gesichert gilt bisher, dass ...und eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D der Osteoporose vorbeugen" Das gilt keineswegs als gesichert !!! Es gibt gegenteilige Studien, z.B. eine vom letzten Jahr aus Großbritannien über ca. 20 Jahre, die darlegen, daß die beliebten Vitamin D plus Calcium Präparate keineswegs die Zahl der Knochenbrüche ändern, wohl aber von einem signifikanten Anstieg der Demenz begleitet sind. Die Vermutung das Präparate Vit.D Calcium hilfreich seien, beruht auf der Beobachtung, daß beides häufig im Alter geringere Blutspiegel hat und daß im Alter häufiger die Knochen brechen. Weiterhin birgt eine Ernährung mit ZU WENIG Calcium brüchige Knochen. Aber es ist nirgends belegt, daß die künstliche Vitamin D-Zufuhr etwas Positives bewirkt. Das ist nur eine veraltete Lehr-Meinung der Schulmediziner. ... nun scheint es eher im Gegenteil schädlich zu sein.
Es gehört ein grösserer OM-Mix (die 47 Stoffe, aus denen wir nur bestehen) dazu.
Fakt ist, in D haben nach dem Internisten Strunz 70% nach Prof. Spitz gar 90 % einen Vit. D Mangel und das trotz der kostenlosen Bildung mit der Sonne.
Auch ich hörte etwas auf die DGE, nahm schon wesentlich mehr, als die DGE empfiehlt, tgl. 1200 I.E. D3 , hatte vor einem Jahr nur einen 25 OH-Wert von 14,7 ng/ml, ein absoluter Mangel.
Nahm tgl. 10 000 I.E. D3 und war noch oft bis auf die Turhose lange in der Sonne, kam im Nov. gerade auf 37,9.
Die regelrechte Vit.D Versorgung ist 32-100 nur mit dem 25 OH-Wert feststellbar. Fast alle der 70 Bill. Zellen brauchen zuerst die Vorstufe D3, bei der Umwandlung in den Zellen entstehen die vielen pos. NW.
Vermutlich ist es wie beim Betacarotin, der Körper bildet nur so viel Vit. A daraus, wie er braucht.
Nahm 16 000 I.E. D3 tgl. und kam im März auf die angestrebten 72,3,
extrem viele pos. NW, konnte mich aus dem Betablocker herausschleichen,...
Man muss den Ca-Spiegel aber messen, mit ab und zu einer Vit. K
das Ca aus dem Blut in die Knochen bringen.
Vorsicht ist bei Kombimitteln mit Ca angebracht, das wird sonst schnell zu viel. Ausserdem muss man Mg im Verhältnis zu Ca von
1 zu 2 nehmen. Der Knochen braucht auch noch andere Nährstoffe, das führt hier zu weit.

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