Forum: Gesundheit
Personalnot: Ärztepräsident bemängelt 5000 offene Stellen in Kliniken
DPA

In Krankenhäusern seien Tausende Ärztestellen unbesetzt, kritisiert Ärztepräsident Montgomery. Die Arbeitsverdichtung könne nur durch mehr Personal kompensiert werden.

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benutzer1000 25.12.2018, 10:42
10. Arbeitsorganisation

Wir haben genügend Ärzte. Viele nutzen die Möglichkeiten der Technik nicht und machen sich dadurch Stress. Ich habe einige Tage im Krankenhaus verbringen müssen, es war nahezu ein Chaos. Wenn Ärzte die Landung eines Flugzeugs managen müssten, würde kein Flugzeug heil am Boden ankommen, obwohl sie sehr gut fliegen können. An einem Tag würden sie vergessen das Fahrwerk auszufahren am andern Tag hätten sie die Landeklappen vergessen........

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rl23 25.12.2018, 10:43
11. Nichts neues und viel zu spät

Ich glaube wir wissen alle seit Jahren, dass es in Deutschland sowohl Pflegekräftemangel als auch Ärztemangel als auch Medizinstudienplätzemangel herrscht. Teilweise wegen geizigen Krankenkassen teilweise wegen schlechter Gesundheitspolitik. Aber so schnell wird sich daran leider nichts ändern. Selbst wenn jetzt sofort 1000 Studienplätze mehr zur Verfügung stehen würden wären diese frühstens in 6 Jahren mit dem Studium fertig, wovon auch nicht alle in die Patientenbehandlung gehen. Da hätte man wesentlich früher was machen müssen und nicht erst jetzt, wenn und alles um die Ohren fliegt (genauso wie in unserem Bildungssystem). Wir können nur noch hoffen, dass die Politik mal endlich reagiert und noch rettet was noch zu retten ist.

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kathar121 25.12.2018, 11:03
12. Föderalismus- Diskussion

Vielleicht wäre es an der Zeit, zu überlegen ob der Föderalismus noch in unsere Zeit passt. Wir unterhalten 16 Landesregierungen, die eigentlich nichts auf die Reihe bekommen. Sei es die Bildungspolitik im Schul- und Hochschulbereich, die Sicherheitspolitik, die Gesundheitspolitik (Krankenhausmanagement).... Es müsste reichen wenn die Bundesregierung über ein Kontrollgremium mit Vertretern aus den Ländern mit Vertretern aller Parteien kontrolliert werden würde.

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Drake_De 25.12.2018, 11:12
13. familienfreundliche arbeitsbedingungen fehlen

man muss sich nur Mal anschauen wieviele Frauen ihren Medizinabschluss machen und wieviele dann später noch arbeiten. und dann die Gründe hinterfragen. die Klinikchefs herrschen heute noch wie Patriarchen und für jede nicht besetzte Stelle werden die Mittel möglicherweise an die Ärzte verteilt die das kompensieren, da der Betrieb nicht runtergefahren wird sondern einfach mehr gearbeitet wird von jedem einzelnen.

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Sonne80 25.12.2018, 11:17
14.

... ein “never ending” Studium, ständig Druck von oben, Intrigen, Konkurrenzverhalten unter “Kollegen”, Überstunden ohne Ende, dazu eine Verantwortung par excellence - bei einer Bezahlung, die bei weitem unter den Anforderungen liegt. Ich kenne ausschließlich Mediziner , die das Handtuch in D geworfen haben u nun glücklich im Ausland arbeiten -dazu auch anerkannter u entspannter - nachvollziehbar. Geht doch!

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heipra 25.12.2018, 11:19
15. Der Vergleich ist keiner!

Die Behauptung, daß die Ärzte schlechter gestellt sind als das Pflegepersonal ist mehr als dreist. Es gibt so gut wie in keinem Krankenhaus eine verbindliche. Personaluntergrenze für Pflegepersonal. Zudem wurden die Arztstellen in den letzten Jahren massiv aufgestockt, die Pflegestellen abgebaut. Die Steigerung der Arztstellen waren sicherlich nötig, aber jede Arztstelle macht auch Mehrarbeit für die Pflege. Diese muß dringender aufgebaut werden. Montgomery hat wohl Angst zu kurz zu kommen. Er sollte aber keine falschen Behauptungen aufstellen und damit Klinik Personal gegeneinander ausspielen.

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Fraegsch 25.12.2018, 11:19
16. Ärtemangel

Es gab in den 90ern und Nuller-Jahren eine Zeit, in der Politik und Ärzteschaft daran gearbeitet hat, die Zahl der Studienplätze in Deutschland zu reduzieren. Damals hieß es, es gebe zu viele Ärzte, die Ausbildung sei zu teuer. Das Resultat erleben wir gerade. Mangel an Ärzten in den Kliniken, ausländische Ärzte mit unterschiedlichen Ausbildungsstandards und nicht selten erheblichen Sprachproblemen und zugleich vielen Studienwilligen in Deutschland, denen ein Zugang zum Studium verweigert oder erst nach Jahren genehmigt wird. Jedes Jahr Wartezeit fehlt in der Lebensarbeitszeit des zukünftigen Arztes. Ein weiterer Effekt ist eine Nebenwirkung des begrüßenswerten Umstandes, dass immer mehr Frauen studieren. Der Anteil der Teilzeitkräfte ist erheblich gestiegen.
Es müssen mehr Studienplätze geschaffen werden und das bundesstaatliche Klein-Klein in der Finanzierung der Studienplätze beendet werden. Die Regierungen der Länder befürchten nicht ganz zu unrecht, dass sie Studenten teuer ausbilden und sie danach in ein anderes Bundesland oder ins Ausland abwandern. Letzteres lässt sich nur durch gute Arbeits- und Ausbildungsbedingungen für Assistenzärzte verhindern. Das Gehalt ist nur ein Teilaspekt.

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backundweg 25.12.2018, 11:25
17. Es geht eher um die Freizeitverdichtung

Die Leistungserbringer wählen doch den Beruf, um angehimmelt zu werden,wenn man Arztforen glauben mag. Das kann im Jahr 2018 halt nicht mehr funktionieren,insb. dann,wenn das Verhalten ganz klar das Desinteresse am Kranken zeigt.Keine Hausbesuche, verkürzte Praxisarbeitszeiten,die Herr Lauterbach gerade thematisiert hat (die anderen Großskandale sind ja auch bekannt). Tja, so wird das nichts mehr mit dem sinkenden Ansehen der Leistungserbringer, welches letzlich das Haben Wollen stetig kompromittieren wird.

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jutta b 25.12.2018, 11:34
18. Unattraktiv

Naja, Überstunden, keine Mittagspause, arbeiten an Weihnachten, Nachtschichten Löhne sind fixiert und die Erwartungshaltung der Gesellschaft ist ihr müsst liefern. Haben sie schon mal ihren bänker nach Ladenschluss aufgefordert eine wichtig Überweisung für Sie durchzuführen haha ein Scherz.

Mit Familie eh nicht so positiv zu vereinbaren. Was macht eigentlich dieser Marburger Bund - hält der nur die Löhne unten?? Für mich ein komischer Verein. In der Wirtschaft hätte man bei Fachkräftemangel eigentlich or verhandlungsmacht um die Job attraktiver zu machen. Komisch

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KlausMeucht 25.12.2018, 11:35
19. Sogar Minus in Ordnung

Zitat von jujo
Man kann es nur bis zum Überduß wiederholen. Die Privatisierung der Kliniken ist das Grundübel. Mit Krankenhäusern muß keine Dividende für Aktionäre oder Millionengehälter für Kaufleute erwirtschaftet werden. Eine schwarze Null als Betriebergebnis müßte reichen!
Kleiner Widerspruch. Erfüllt das Krankenhaus seine Aufgaben ist dies sogar ein Minus Wert. Ihre Grundthese sehe ich aber genauso.

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