Forum: Gesundheit
Pestizid Glyphosat: Wahrscheinlich krebserregend, wahrscheinlich nicht...
AP

Der Streit über das Pestizid Glyphosat geht in die nächste Runde: Die zuständige EU-Behörde Efsa erklärt es für "wahrscheinlich nicht krebserregend". Jüngst war die Internationale Agentur für Krebsforschung zu einem anderen Schluss gekommen.

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Pandora0611 12.11.2015, 19:47
20. Glyphosat ist gesund

Deshalb soll der Grenzwert von 0,3mg auch auf 0,5mg und später auf 5g erhöht werden.
TTIP lässt grüßen.
Monsanto klagt gegen die EU und bekommt Recht.

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brutus_beefcake 12.11.2015, 19:50
21. Es geht

Zitat von hwdtrier
würde die Landwirtschaft stark treffen und damit die Versorgung mit Lebensmittel für Alle unmöglich machen.
um Unkraut vernichtung, und nicht um Fressschädlinge. Ohne Glyphosat gäbe es höheren Arbeitsaufwand um Unkräuter zu entfernen, und lt. Hersteller, je nach Pflanze, bis zu 30% Ertragssteigerung.

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brutus_beefcake 12.11.2015, 19:57
22. Man könnte

Zitat von observer2014
Ich habe mir beim Lesen des Artikels die Frage gestellt ob es denn eine Alternative zu dem Pestizid Glyphosat gibt. Wenn es keine Alternative geben sollte und der Einsatz von Glyphosat verboten wird, muss in Erwägung gezogen werden, dass wenn auch nicht heute so doch in naher Zukunft nicht mehr genügend Lebensmittel für alle Erdbewohner angebaut werden könnten. Bei Hunger soll nach meiner Kenntnis die Sterblichkeitsrate gegen 100 Prozent betragen. Ich hatte vor Jahren einmal gelesen, dass die Zukunft der Schädlingsbekämpfung auf keinen Fall in der Chemie zu suchen ist, sondern bei den biologischen Waffen sprich Einsatz von Fressfeinden. Als dritter Weg bleibt noch die Genmanipulation entweder an den Nutzpflanzen oder den Schädlingen. Dieser dritte Weg bereitet mir persönlich aber Unbehagen.
zb Unkraut zupfen. Es ist ein Herbizid, kein Pestizid. Denn Glyphosat vereinfacht Hauptsächlich den Anbau, indem man einige Arbeitsschritte einspart (zb Umpflügen). Zur Hungersnot wird es nicht kommen, da es selbst bei optimistischen Berechnungen des Herstellers max. 30% Mehrertrag sind, und dies auch nur bei bestimmten Kulturpflanzen.

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halloerstmal 12.11.2015, 19:59
23. Fachkunde

Gestern saß ich in einer Fortbildung und das Thema Glyphosat wurde zum Thema.
Der Referent, Biochemiker in gesicherter staatlicher Stellung, beklagte vielfache Fehlinformationen in der Öffentlichkeit.
Seine Fachmeinung zum Glyphosat: harmlos bei korrekter Ausbringung.
Das wird auch die Berichterstattung des Bundesamtes für Risikobewertung ergeben.
Ich glaube da eher Fachleuten als den üblichen Panikmachern, denn ein wissenschaftliches Studium bildet deutlich besser als surfen bei Spon.

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brutus_beefcake 12.11.2015, 20:24
24. Tja, ist

Zitat von halloerstmal
Gestern saß ich in einer Fortbildung und das Thema Glyphosat wurde zum Thema. Der Referent, Biochemiker in gesicherter staatlicher Stellung, beklagte vielfache Fehlinformationen in der Öffentlichkeit. Seine Fachmeinung zum Glyphosat: harmlos bei korrekter Ausbringung. Das wird auch die Berichterstattung des Bundesamtes für Risikobewertung ergeben. Ich glaube da eher Fachleuten als den üblichen Panikmachern, denn ein wissenschaftliches Studium bildet deutlich besser als surfen bei Spon.
seine Meinung, ich halte mich da lieber an die WHO, die wohl nicht ohne Grund Glyphosat mit der zweithöchsten Gefahrenstufe bei Krebsgefährlichkeit eingestuft hat. In Südamerika mehren sich Berichte von Krebsfällen / Missbildungen in Anbaunähe Von Genfeldern, dreimal dürfen Sie Rraten wer das Saatgut / Herbizide liefert.
Daher lieber länger testen und später Freigeben bei ungefährlichkeit, als in zehn Jahren zu sagen, "Ups, ist doch Krebserregend".

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infoseek 12.11.2015, 20:50
25. Halber Unsinn

Zitat von alpstein
Kompletter Unsinn, Glyphosat wure 1950 in der Schweiz erfunden und heute weltweit von den verschiedenstens Firmen produzier.
Derjenige, der diese Verbindung als Erster synthetisiert hatte, wusste nichts damit anzufangen. Erst Monsanto hat Glyphosat 20 Jahre später als Wasserenthärter einsetzen wollen und dabei eher zufällig als Herbizid erkannt, patentiert und in großen Mengen produziert.

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claus.w.grunow 12.11.2015, 20:51
26. Glyphosat

Wahrscheinlich zu viel von diesem Zeug auf Lager. Es hilft auch den medizinischen Bereich.

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bobrecht 12.11.2015, 21:23
27. Offene Fragen ???

BfR bezieht sich auf Ergebnisse mit Ratten, das IARC auf die Beweislage. Tierversuche gegen Indizien - was wiegt schwerer? Was ist mit der Anreicherung von Gyphsat im Boden? Kann Glyphosat ins Trinkwasser gelangen? Wird Glyphosat möglicherweise von Nutztieren aufgenommen und gelangt auch auf diesem Weg in unsere Nahrungskette? Dann wäre der Grenzwert schnell erreicht oder gar überschtritten. Ich meine, Rattenveruche reichen nicht aus und die Heiligsprechung dieser chemischen Keule ist irgendwie verdächtig. Die WHO erscheint in diesem Streit gewichtiger und auch glaubwürdiger als eine Authorität der EU, die plötzlich weitere Studie aus dem Ärmel zaubert und letztich wirtschaftlichen also auch landwirschftlichen Interssen dienen will.

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jeanlucng 12.11.2015, 21:34
28. Offenes Denken waere ein guter Anfang fuer Alternativen

Zitat von observer2014
Ich habe mir beim Lesen des Artikels die Frage gestellt ob es denn eine Alternative zu dem Pestizid Glyphosat gibt. Wenn es keine Alternative geben sollte und der Einsatz von Glyphosat verboten wird, muss in Erwägung gezogen werden, dass wenn auch nicht heute so doch in naher Zukunft nicht mehr genügend Lebensmittel für alle Erdbewohner angebaut werden könnten. Bei Hunger soll nach meiner Kenntnis die Sterblichkeitsrate gegen 100 Prozent betragen. Ich hatte vor Jahren einmal gelesen, dass die Zukunft der Schädlingsbekämpfung auf keinen Fall in der Chemie zu suchen ist, sondern bei den biologischen Waffen sprich Einsatz von Fressfeinden. Als dritter Weg bleibt noch die Genmanipulation entweder an den Nutzpflanzen oder den Schädlingen. Dieser dritte Weg bereitet mir persönlich aber Unbehagen.
Es gibt kein Allheilmittel, wie immer im richtigen Leben. Wenn auf die klassische Chemie verzichtet wird, erleidet der Landwirt deutliche Ernteeinbussen, im Schnitt 30-40%. Wenn man die "Back to nature" Varianten der Gruenen ausschliesslich verwenden wollte, muesste die derzeit verwendete landwirtschaftliche Nutzflaeche im Schnitt verdreifacht werden, wenn wir die gleiche Menge produzieren wollen. Wenn man, wie im Falle des Roundup ausschliesslich auf eine bestimmte Gentechnik mit Monokultur setzt befoerdert dies massiv die Resistenzbildung. Biologische Pestizide allein reichen nicht, um den Schaedlingsbefall oekonomisch ausreichend zu stoppen, jedenfalls nicht in der Breite. Allerdings gibt es Kombinationen aus Bio- und Chemiepestiziden, die das koennen.
SInnvoll ist es eher, die verschiedenen VArianten zu kombinieren also Chemie, biologika, Gentechnik - und fuer die, die es sich leisten koennen die Biovariante. "Golden Rice", einfach mal googeln zeigt, was die gruene Gentechnik an Moeglichkeiten bietet. Er ist patentfrei! Er koennte Mangelerscheinungen in verarmten Laendern vorbeugen, wurde sogar eigens dafuer entwickelt - und wird nun von Ideologen verteufelt. Open source, sonst immer willkommen bei den ALternativen, hat im Bereich der Gentechnik keine Chance, dank Greenpeace. Monsanto freut sich darueber natuerlich, ein Konkurrent weniger!

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markus.pfeiffer@gmx.com 12.11.2015, 21:42
29. Gretchenfrage

"Die Efsa hat nach eigenen Angaben mehrere Studien bewertet, die von der WHO-Agentur nicht mit einbezogen worden waren."


Tja, die alte Frage, ob von den Herstellern direkt oder indirekt bezahlte Studien miteinbezogen werden sollen... da deren Ergebnisse fast immer den Herstellern zugute kommen (wen wundert's), ergibt sich dann ein anderes "Gesamtbild" - ob's "richtiger" ist darf bezweifelt werden.

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