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Pflanzliche Arzneimittel: Gefährliches Johanniskraut
DPA

Es gibt sie ohne Rezept in Apotheken und im Supermarkt. Pflanzliche Arzneien gelten als ungefährlich. Eine aktuelle Studie warnt jetzt vor möglichen Wechselwirkungen mit Medikamenten. Risiken drohen vor allem beim Stimmungsaufheller Johanniskraut.

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wernerthurner 25.10.2012, 23:14
80.

Zitat von chrome_koran
und gleichzeitig mehr als deutlich wirkungsloser. Oder wie erklären Sie die evidente Tatsache, dass Leuten mit depressiver Erkrankung erst seit einigen wenigen Jahren dank moderner Medikamente wirksam und weitestgehend nebenwirkungsfrei geholfen werden kann? .... Mal nachdenken.
Kann ich nur raten. Johanniskraut ist angezeigt bei leichten bis mittelschweren Depressionen. Punkt.
Die neuen allopathischen Antidepressiva für alles was über dieser Indikation liegt.
Nun würde big pharma auch den Markt für leichte und mittelschwere Depressionen mit ihren Produkten beglücken und das bewährte Johanniskraut wird schlechtgeredet!

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psychologiestudent 26.10.2012, 08:11
81.

Zitat von Nevermeind
Ja und? Tempotaschentuecher heissen ja auch so, wenn die Tuecher von einer anderen Marke sind. "Ritalin & Co" werden von inkompetenten Aerzten fuer jeden Quatsch verschrieben, mehr muss man gar nicht wissen.
Aber Tempotaschentücher und Halsbonbons sind schon was anderes oder?
Ritalin=ADHS
Johanniskraut/Antidepressiva=Depression
Gar nicht mal SO schwer zu verstehen, oder?

Und zum letzten mal, da hier wieder die Grabenkämpfe entstehen:

1. der Artikel sagt nur, dass Naturmittel nicht ungefährlich sind, weil es Nebenwirkungen geben kann, und das wird wohl keiner bestreiten???
2. Homöopathie ist nicht gleich Naturheilkunde. Homöopathie beruht auf den Naturgesetzen widersprechenden Prinzipien (wenn man etwas verdünnt wird es wirksamer; Wasser hat ein Gedächtnis, gleiches hilf gegen gleiches...) und es gibt keine Belege dass es überhaupt wirkt (außer Einzelfallberichten). Pflanzenheilkunde dagegen
wird auch in größeren Studien untersucht und wirkt eben genau wie normale Arznei, bloß dass es keine chemisch hergestellten Mittel sind.
3. Wer lieber Pflanzen will statt Pillen, kann das gern machen, aber sollte sich dennoch darüber informieren was für Probleme es geben kann, vo allem wenn er noch "richtige" Medikamente nimmt. Bspw. variiert auch die Wirkstoffmenge von Pflanze zu Pflanze, bei Pillen ist sie immer gleich...

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milkandhoney 26.10.2012, 08:11
82. Pille

Die Aussage zur Pille kann ich auf jeden Fall bestätigen. Nach 15 Jahren konsequenter Einnahme und 3 Monaten Johanniskraut war ich plötzlich in der 7. Woche. :-)

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chrome_koran 26.10.2012, 08:12
83.

Zitat von Nevermeind
Die Suizidrate war vor 30 Jahren hoeher, weil die gesellschaftliche Akzeptanz der Krankheit Depression niedriger war.
Das ist einer der Gründe. Der andere ist, dass noch vor 30 Jahren die Behandlung ungleich beschwerlicher und mit deutlich weniger Erfolg verlief als heute. Das ist Fakt, da gibt es nichts dran zu rütteln.

Zitat von Nevermeind
Die Krankheit aber bleibt, kein noch so modernes Medikament kann sie wirklich heilen, bestenfalls voruebergehend lindern.
Ach, Ihr Esos und die magische Vorstellung von "Heilen" als "so machen, als wäre nie was gewesen". Vergesst es. Die modernen Medikamente können sehr wohl die Chemie im ZNS so weit stabilisieren, dass die Krankheit weg ist. Dass es nicht zu 100% funktioniert, leugnet niemand. Zu 100% funktioniert nur die Magie, und die funktioniert bekanntlich nicht.

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kwh2 26.10.2012, 10:15
84.

Zitat von wernerthurner
Dahinter steckt die unstillbare Gewinnsucht und Macht der allopathischen Pharmaindustrie, die nebenwirkungsarme Konkurrenz ausschalten will, nichts weiter.
Als vor einigen Jahren eine große Artikel-Kampagne gegen Johanniskraut gestartet wurde mit der Leitaussage, daß es die Wirkung hormoneller Kontrazeptiva herabsetzen kann und deshalb verboten werden muß, wer steckte da hinter? Eine allopathische Pharmafirma, die, wer hätte das gedacht, zu genau dem Zeitpunkt ein synthetisches Antidepressivum in den Markt schieben wollte - bei dem in der (ziemlich langen) Liste der Nebenwirkungen stand, daß es die Wirkung der Antibabypille aufheben kann...
Bei deren Zeug ist es ok, aber das böse, böse Johanniskraut muß deswegen verboten werden.
Noch Fragen?

Die Behauptungen, die zum Kava-Verbot in der EU führten, lassen sich auch anhand der dafür angeführten sechs(!) Todesfälle widerlegen, da in keinem dieser Fälle Kava ursächlich für den Tod der Patienten war, außerdem fast alle gravierende Vorerkrankungen hatten. Außerdem wurde genau hier im Spiegel darüber berichtet, daß in den USA statistisch jeder zweite eine signifikante Menge Kava jeden Tag einnimmt, ohne daß es ähnliche Probleme wie bei diesen gerade einmal sechs Fällen gibt.
Ein Musterbeispiel, wie man mit ordentlichem Lobbyismus ungewünschte Konkurrenzprodukte mittels erlogener Behauptungen (und genug Druck und ggf. Schmiergeld verhindert, daß diese Behauptungen überprüft werden) einfach von Markt verdrängt.

Ach übrigens, daß Johanniskraut nur bei leichten und mittleren Depressionen wirkt, ist auch nicht mehr haltbar, schon vor einigen Jahren zeigte eine Studie, daß entsprechend hoch dosierte Extrakte auch bei schweren Depressionen ebenso gut wirken wie synthetische Antidepressiva.

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Martinaalanya 26.10.2012, 10:19
85. Plump

ich finde die Argumentation in dem Artikel ziemlich plump. Man sollte meinen, dass ein Patient, der Medikamente nach einer Transplantation oder wegen einer chronischen Erkrankung einnehmen muss, ausreichend sensibilisiert für mögliche Wechselwirkungen mit anderen Mitteln und/oder Lebensmitteln ist. Meine über 80-Jährige Mutter weiss das z.B. ganz genau, dass sie auf keinen Fall wegen diverser Medikamente auf Johanniskrauttee wegen ihrer leichten Depression zurückgreifen darf.

Johanniskraut ist ein wertvolles Heilkraut (nein, ich gehöre absolut nicht zur Fraktion "Von einer Jungfrau im Morgengrauen bei Vollmond gepflückt") - nicht nur als Tee zur Stimmungsaufhellung, sondern insbesondere als Heilmittel gegen alle Arten von Hautirritationen wie leichte Verbrennungen, juckende, sehr trockene Haut, Insektenstiche, Scheuerstellen, raue Ellenbogen etc.
Die sauber abgezupften, leicht angewelkten Blüten mit bestem Mandelöl
oder Olivenöl in einem Glas ca 30 Tage möglichst unter Sonneneinwirkung stehen lassen, dann abfiltern und in Flaschen abfüllen. Das Öl wird dunkelrot und ist ein phantastisches Heilmittel. Allerdings auch hier: erhöht die Photosensibilität der Haut...

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kagu 26.10.2012, 12:37
86.

Zitat von Frederik72
Es gibt sie ohne Rezept im Supermarkt. Tierische Lebensmittel gelten als ungefährlich. Eine aktuelle Studie warnt jetzt vor möglichen Wechselwirkungen mit Medikamenten. Risiken drohen vor allem bei Milch, da sie bei gleichzeitiger Einnahme mit Antibiotika deren Wirkung herabsetzen kann.
j

Darauf, dass man Medikamente nicht mit Milch oder in zeitlicher Nähe zu ihrem Genuss einnimmt, haben mich meine Etern schon vor 60 Jahren hingewiesen.

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lory67 26.10.2012, 12:43
87. lobby

na, welche Pharamafirma wittert denn da die Moeglichkeit, verschreibungspflichtige Medikamente aus im grunde genommenen harmlosen Kräutern zu generieren und der Naturheikunde wieder einmal ein Stueck Umsatz zu entreissen?

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alemannehochdrei 26.10.2012, 13:15
88. Bild

Zitat von sysop
Es gibt sie ohne Rezept in Apotheken und im Supermarkt. Pflanzliche Arzneien gelten als ungefährlich. Eine aktuelle Studie warnt jetzt vor möglichen Wechselwirkungen mit Medikamenten. Risiken drohen vor allem beim Stimmungsaufheller Johanniskraut.
Da ich mir nicht ganz sicher bin, sollte die Abbildung nochmals überprüft werden. Handelt es sich bei der Abbildung über das Jakobs-Kreuzkraut?

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ellaelbe 26.10.2012, 13:40
89. Cassia-Zimt?

In der Regel wird Ceylon-Zimt bei Diabetes empfohlen – und der möglichst in Bio-Qualität – nicht Cassia-Zimt, der qualitativ minderwertiger ist. Und wie üblich macht die Dosis das Gift...
Vielleicht sollten Sie derartige Artikel Fachleuten
überlassen und nicht unqualifiziertes Halbwissen verbreiten...

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