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Pflegeheime im Ausland: Das lukrative Geschäft mit den Alten
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Weil das Geld im Alter knapp wird, ziehen viele Senioren in ausländische Heime, etwa in Osteuropa oder in Spanien. Dort ist die Pflege bezahlbar - und manchmal riskant.

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hausfeen 13.03.2019, 14:01
1. Den ausländischen Anbietern Profitstreben...

... vorzuwerfen ist unredlich. Denn die hiesigen haben kein anderes Prinzip. Dafür aber werden die Alten hierzulande weggebunkert. Das ist im Ausland oft viel menschlicher. Ich erinnere mich an eine Insel vor Afrika, ehemalige portugiesische Kolonie, da durften die Alten ganz entspannt am Strand in die andere Welt hinübergleiten.

Als Pflegeperson meiner Eltern habe ich da keine guten Erfahrungen mit hiesigen Einrichtungen, und auch mit viel Geld wird es da nur von dem äußeren Eindruck her besser.

Ich persönlich würde gerne auf den touristisch nicht erschlossenen Bahamas-Inseln wegdösen. Allein wegen dem leckeren Meeresgetier.

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markus1907 13.03.2019, 14:05
2. Ich denke, dass man in Deutschland

schon sehr bald über den Einsatz von Pflegerobotern nachdenken muss um die Pflegekräfte zu entlasten. Verstehe nicht, warum man sich noch so in Deutschland dagegen streubt. Ich bin dieser Technologie gegenüber jedenfalls sehr aufgeschlossen. Mir ist eine dauernd gut gelaunte Maschine viel lieber, als ein permanent frustrierter Pfleger.

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trojanspirit 13.03.2019, 14:10
3. Import Pflege, Export Pflegebedürftige

Der Trend im Alter zur Pflege "auszuwandern" ist nicht neu. Aber es nimmt Ausmaße an die früher nicht denkbar waren. Es klingt ja auch gut. Sonniges Land, günstige Kosten, Familienbande sind oftmals heute eh eher locker. Als es noch kein Massenphänomen klappte das auch ganz gut. Heute sieht die Realität dabei sehr finster aus. Keine oder geringe Pflegestandarts, Bruchbuden die notdürftig hergerichtet werden, kaum qualifiziertes Personal. Das Geschäftsmodell ist bei möglichst geringen Aufwand, der oftmals fix ist, soviel es nur geht aus den deutschen Rentnern herauszuholen. Notfalls mit kriminellen Mitteln. Ein weiteres Problem wird dabei erkennbar... Wir ziehen massenhaft ausländische Pflegekräfte aus deren Heimat ab um die heimische Versorgung halbwegs aufrecht zu erhalten. Wer, bitteschön, soll dann dort noch pflegen?

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wire-less 13.03.2019, 14:30
4. Unsere Grundkosten sind zu hoch

unsere politischen Entscheidungen führen dazu das das Leben immer teurer wird. Energiekosten, Strom, Mieten, ... überall wird draufgesattelt in dem Steuern, Abgaben aber auch teure Regeln (Umweltschutz, Dämmung, Baustandards, ...) vermehrt werden

Das schlägt auf die Heim-Hardwarekosten durch aber auch das Personal muss immer mehr verdienen um anständig leben zu können. Wer die Preise das erste mal hört dem verschlägt es den Atem.

Jetzt werden neben ganzen Industriebranchen (Kleidung, Möbel, ...) auch unsere Alten exportiert weil man das hierzulande nicht mehr hin bekommt

Klatscht nur alle fleißig wenn die Sozen wieder eine neue Wohltat oder Regel einführen die man vordergründig gut findet. Das hat alles seinen Preis den man dann irgendwann nicht mehr bezahlen kann.

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vliebermann 13.03.2019, 14:31
5. Villa Germania

der Artikel ist schon interessant. Deutsche schicken Ihre Pflegebeduertigen, also nicht einfach die Opas und Omas die sich im Sueden einen sonnigen Lebensabend Machen wollen, in Billigabsteigen zu LowCost Preisen. Ich finde die Idee grauenvoll. Was machen die da ? Die Alten abschieben und dreimal im Jahr den Golfabstecher nach Malaga oder Alicante nutzen, um Hola zu sagen ?
Was sind das fuer Menschen ?
Da man Spanien in der Ueberschrift explizit erwaehnt, kurz informieren, dass spanisches Pflegepersonal super geschult ist, sehr gut vorbereitet. Man trifft spanische Pfleger und Pflegerinnen in Pflegeheimen in Deutschland, England, Holland, Frankreich.
Hat also wenig mit der Nationalitaet zu tun. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Verbrecher der Villa Germania zwei EU Buerger mit deutschem Pass sind.

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Mister Stone 13.03.2019, 14:37
6.

Weil das Geld im Alter knapp wird, ziehen viele Senioren in ausländische Heime, etwa in Osteuropa oder in Spanien. Dort ist die Pflege bezahlbar - und manchmal riskant.

Das Geld wird ja nicht von alleine knapp, es wird von unserer Regierung verknappt. Das Rentenniveau ist im Keller und sinkt weiter. Aber dennoch sollten wir unbedingt in deutschen Pflegeheimen bleiben, gute Qualität kostet eben auch mehr Geld. Was haben wir für ein Glück, dass die Pflege bei uns im Gut-und-Gerne-Land nicht "manchmal riskant" ist. Schließlich haben wir in Deutschland qualifiziertes, motiviertes und vor allem deutsch sprechendes Personal. Und Pflegebedürftige kommen in Deutschland nicht zu Schaden. Naja, von ein paar bedauerlichen Einzelfällen mal abgesehen. Und naja, mit der Sprache darf man es auch nicht so ganz genau nehmen. Mißverständnisse gibt es schließlich überall. Man bemüht sich ja irgendwie, deutsch zu verstehen und zu sprechen. Okay, mit der Motivation muss man auch erstmal ein paar Studien abwarten. Aber ingesamt ist doch alles unriskant, oder?

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wire-less 13.03.2019, 14:59
7. Wenns geht

Zitat von Mister Stone
Weil das Geld im Alter knapp wird, ziehen viele Senioren in ausländische Heime, etwa in Osteuropa oder in Spanien. Dort ist die Pflege bezahlbar - und manchmal riskant. Das Geld wird ja nicht von alleine knapp, es wird von unserer Regierung verknappt. Das Rentenniveau ist im Keller und sinkt weiter. Aber dennoch sollten wir unbedingt in deutschen Pflegeheimen bleiben, gute Qualität kostet eben auch mehr Geld. Was haben wir für ein Glück, dass die Pflege bei uns im Gut-und-Gerne-Land nicht "manchmal riskant" ist. Schließlich haben wir in Deutschland qualifiziertes, motiviertes und vor allem deutsch sprechendes Personal. Und Pflegebedürftige kommen in Deutschland nicht zu Schaden. Naja, von ein paar bedauerlichen Einzelfällen mal abgesehen. Und naja, mit der Sprache darf man es auch nicht so ganz genau nehmen. Mißverständnisse gibt es schließlich überall. Man bemüht sich ja irgendwie, deutsch zu verstehen und zu sprechen. Okay, mit der Motivation muss man auch erstmal ein paar Studien abwarten. Aber ingesamt ist doch alles unriskant, oder?
wir reden bei Deutschen Pflegeheimen mal leicht über 4500 Euro/Monat bei einer Durschschnittsrente von 1200 Euro. Je nach Pflegestufe wird ein Teil übernommen. Aber nur der medizinische. Da bleiben dann schon ca. 2000 Euro zum Zuzahlen. Nun stelle man sich vor einer von 2 Ehepartnern muss ins Heim. Was bleibt wohl dem 2. zum Leben? Beamtenpensionen gehen grad. Aber Renten selbst wenn sie überdurchschnittlich sind reichen nicht.
Wir müssen die Lebenshaltungskosten wieder auf ein vernünftiges Niveau bringen damit die Unterbringung und die Pflegegehälter wieder bezahlbar werden.

z.B. die Regierung beschließt eine zusätzliche Maßnahme zur Wärmedämmung. -> Wohnheim wird teurer weil die Gebäudekosten steigen. Die Miete des Pflegers steigt also muss er mehr verdienen, ...
Auch die Mütterrente muss bezahlt werden. Die zahlt auch der männliche Pfleger, .... Unsere Regierung ist ständig dabei Gesetze zu machen die die Kosten steigern. Und wer versucht zu sparen wird ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.

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totalausfall 13.03.2019, 15:12
8. Sinnvoll

Also ich finde den "Wirtschaftszweig" und die ganze Idee dahinter erst mal sinnvoll.

Das Potential für eine win-win-win Situation ist da.

Es darf halt nicht sich selbst überlassen werden in einem offenen Markt ohne Kontrollen. Es muss schon irgendwie so gemacht werden:
Man muss dann in Bulgarien und co. ein schönen Flecken Land kaufen und dort ein richtiges "Resort" aufbauen.
Krankenhaus, Ärzte, Pflegestation und 3 4 "Hotels" die dann an so einen "Pflegekomplex" angeschlossen sind.

Sie können ja mal gucken, wie viel Altenheim heute kostet, ohne Pflegestufe. Dafür können Sie anderorts 5* residieren, mit Gourmetverköstigung und Meerblick anstatt Kantinenfraß, Bettfessel und Fensterblick nach Bottrop!

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gerechtzz 13.03.2019, 15:18
9.

Ich frage mich, ob sich hierzulande irgendjemand aufregen würde, wenn ein wohlhabender ausländischer Rentner von einer einheimschen Pfelgekraft ausgenommen werden würde. Gott sei dank, muss man sagen, werden zumindest hier die Pflegekräfte angemessen bezahlt.

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