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Pflegeheime im Ausland: Das lukrative Geschäft mit den Alten
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Weil das Geld im Alter knapp wird, ziehen viele Senioren in ausländische Heime, etwa in Osteuropa oder in Spanien. Dort ist die Pflege bezahlbar - und manchmal riskant.

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Great White Buffaloo 13.03.2019, 15:18
10.

Zitat von markus1907
schon sehr bald über den Einsatz von Pflegerobotern nachdenken muss um die Pflegekräfte zu entlasten. Verstehe nicht, warum man sich noch so in Deutschland dagegen streubt. Ich bin dieser Technologie gegenüber jedenfalls sehr aufgeschlossen. Mir ist eine dauernd gut gelaunte Maschine viel lieber, als ein permanent frustrierter Pfleger.
Interessante Ansicht. Nur wenn das Ding "falsch" programmiert wurde, evtl. sogar absichtlich? Dann finden sie mal den Schuldigen bei einer selbstlernenden KI. Es ist schon schade, dass es viell. auf das hinausläuft. Für 08/15 Routinetätigkeiten mag es ok sein, wenn man die "echten" dadurch nicht zu sehr ausdünnt .

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remedias.cortes 13.03.2019, 15:19
11. Vieles liegt an der Sprache.

ich habe einen Bericht über Thailand gesehen. Die einzige, die sich 100% akklimatisierte, war eine alte Dame, die als junge Frau länger in Asien gelebt hatte, die Mentalität und die Sprache kannte. Ich hätte weniger Sorge in Spanien, weil ich die Sprache kann, ich hätte Angst in Osteuropa , aber nicht weil da schlechtere Pfleger wohnen, sondern weil ich mich, wenn es hart auf hart kommt, nicht verständigen kann. Auch in Krankenhäusern ist es hilfreicher, wenn dort muttersprache oder wenigstens zweitsprache gesprochen wird.
Meine Idee wäre sogar, solange ich noch fit bin , dort in Spanien als Vermittlerin zwischen Heim und Senioren zu fungieren, Kontrollbesuche machen und zu übersetzen, das könnte ich mir auch als ehrenamt vorstellen.
Denn das Unheimliche an dem Skandal in der Villa Germania ist doch, dass wohl kein einziges Mal ein Besucher oder wenigstens ein Telefonat für die alten Herrschaften kam.

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Mesi0013 13.03.2019, 15:21
12. Die Schere öffnet sich

Den heimischen Pflegemarkt nicht zu verlassen heißt teure deutsche Heime zu finanzieren. Die Kosten können enorm steigen, Vielen ist die Pflege der Angehörigen selbst nicht möglich. Entweder man kann es irgendwie stemmen und die Kosten aufbringen oder man muss ans Eingemachte gehen, Haus und Hof sowie weitere werthaltige Dinge verkaufen. Ein weiterer kleiner Schritt um Kapital die Einbahnstraße von unten nach oben gehen zu lassen. Keine Generation hat mehr Vermögen aufbauen können als die derzeitigen Rentner. Vieles dieses bitter aufgebrachten und durch Konsumverzicht abgesparten Kapitals ist in Form einer Immobilie oder Gartengrundstücks wieder zu finden. In der Gesamtheit steht in nächster Zeit eine enorme (Güter)-Geldmenge zum Vererben an. Die Frage ist ob durch die notwendigen Pflege-/Unterbringungskosten nicht vorab diese Güter verwertet werden müssen. Die derzeitigen Kapitalbesitzer, die somit günstig an Immobilien und Grundstücke kommen können sind kaum noch Teil der arbeitenden Bevölkerung, im Sinne derjenigen, denen diese Güter einst gehört haben. Nach der "aktivierenden Sozialhilfe" Hartz 4, der andauernden kalten Enteignung des Staates durch wertmindernde Fahrverbote, Modernisierungsauflagen und dergleichen einen zu erwartenden Kapitalfluß von Arm nach Reich. Die Tradition der Ungerechtigkeit der vergangenen zwei Dekaden setzt sich also fort...

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heissSPOrN 13.03.2019, 15:22
13.

Solange es in Deutschland die real existierenden Misstände gibt, sollte man nicht über die Zustände in anderen Ländern verallgemeindernd herziehen, das ist unredlich. Schwarze Schafe gibt es überall, geldgeile Menschenverächter sowieso.

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Freidenker10 13.03.2019, 15:22
14.

Zitat von markus1907
schon sehr bald über den Einsatz von Pflegerobotern nachdenken muss um die Pflegekräfte zu entlasten. Verstehe nicht, warum man sich noch so in Deutschland dagegen streubt. Ich bin dieser Technologie gegenüber jedenfalls sehr aufgeschlossen. Mir ist eine dauernd gut gelaunte Maschine viel lieber, als ein permanent frustrierter Pfleger.
Netter Beitrag, musste gerade über den gut gelaunten Roboter schmunzeln. Haben Sie sich mal erkundigt wie weit die Entwicklung von Robotern fortgeschritten ist? Die Dinger können gerade mal halbwegs laufen und mit Glück ein Glas Wasser von einer Stelle zu einer anderen transportieren. DIe Einsetzbarkeit von solchen Systemen wird noch einige Jahrzehnte dauern, denn die Ansprüche in der Pflege wären enorm und keine Versicherung würde die Pflege-Robos auf dem heutigen Stand versichern. Unterstützende Systeme wie Hebelifter, Hebebadewannen und dergleichen gibt es schon, aber wie gesagt sind reine Hebevorrichtungen. Aber wenn es solche Systeme dann mal geben sollte, würde ich sie, wie auch Sie wahrscheinlich einem gefrusteten Pfleger vorziehen...;-)

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remedias.cortes 13.03.2019, 15:25
15.

Zitat von Great White Buffaloo
Interessante Ansicht. Nur wenn das Ding "falsch" programmiert wurde, evtl. sogar absichtlich? Dann finden sie mal den Schuldigen bei einer selbstlernenden KI. Es ist schon schade, dass es viell. auf das hinausläuft. Für 08/15 Routinetätigkeiten mag es ok sein, wenn man die "echten" dadurch nicht zu sehr ausdünnt .
Wir in Europa haben zu viele Dystopien auf Bezug auf Roboter. In Japan klappt das vorzüglich . Pflreger wären vom schweren Heben und Tragen entlastet und müssten nicht den Job wechseln, wenn sie beispielsweise einen Bandscheibenvorfall haben. Und sie könnten wirklich wieder pflegen und betreuen. Viele Altenpfleger wissen viel und würden gerne viel mehr auf ihre Betreuten eingehen, wenn sie nicht unter diesem gnadenlosen Zeitdruck ständen.

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House_of_Sobryansky 13.03.2019, 15:28
16. In unserem Geiste

Der Kapitalismus ist der Feind alles Sozialen. Würde gibt es nur für die, die sie sich kaufen können. Sie ist maximal antastbar für alle, die sich nicht freikaufen können. Unsere Gesellschaft ist exakt so, wie wir sie haben wollen: erbarmungslos in ihrer Verachtung. So wundert es, warum man Pflegeleistungen nicht an die Spende von Organen koppelt. Die restlose Verwertung des Menschen hat ja eine gewisse Tradition in unserem Geiste.

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mue.neu 13.03.2019, 15:31
17. Zwangslage für alle

Zitat von vliebermann
der Artikel ist schon interessant. Deutsche schicken Ihre Pflegebeduertigen, also nicht einfach die Opas und Omas die sich im Sueden einen sonnigen Lebensabend Machen wollen, in Billigabsteigen zu LowCost Preisen. Ich finde die Idee grauenvoll. Was machen die da ? Die Alten abschieben und dreimal im Jahr den Golfabstecher nach Malaga oder Alicante nutzen, um Hola zu sagen ? Was sind das fuer Menschen ? Da man Spanien in der Ueberschrift explizit erwaehnt, kurz informieren, dass spanisches Pflegepersonal super geschult ist, sehr gut vorbereitet. Man trifft spanische Pfleger und Pflegerinnen in Pflegeheimen in Deutschland, England, Holland, Frankreich. Hat also wenig mit der Nationalitaet zu tun. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Verbrecher der Villa Germania zwei EU Buerger mit deutschem Pass sind.
Darüber lässt sich leicht urteilen, wenn man nicht weiß, wie skrupellos in deutschen "Seniorenrathäusern" gerechnet wird, um die Kinder der bedürftigen Senioren zur Kasse zu bitten. Die dürfen, wenn sie Pech haben, für drei Generation gleichzeitig zahlen: für die eigenen Kinder, sich selbst (man will/soll der Allgemeinheit später ja nicht auf der Tasche liegen) und die eigenen Eltern! 80 Prozent aller Erstbescheide sind fehlerhaft! Und nicht jeder hat die Kraft, den Mut und das Geld, sich dagegen zu wehren. Also wird gezahlt. Ohne gut zu finden, dass die Situation ist, wie sie ist, kann ich verstehen, dass manche Familien - durchaus mit dem Einverständnis der Senioren, die ihren Kindern nicht auf der Tasche liegen wollen - auf ausländische Heime ausweichen.

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Wolfgang Porcher 13.03.2019, 15:32
18. hoechste Zeit

dass dieser unverschämten Abzocke mit den Alten durch die Alterdheime Einhalt geboten wird.
wegen allem möglichen gehen die Leute auf Demonstration, aber unsere Jugend wird doch auch mal alt.
Verstaatlichung tut vielleicht Not.
den Politikern interessiert es nicht, für sind im Alter durch Fette Pensionen gesichert.
Es ist echt eine Schande was hier in Deutschland passiert.

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Freidenker10 13.03.2019, 15:36
19.

Wenn man den Beruf auch nur halbwegs attraktiv machen will muss mehr Geld ins System, denn die Pflegekräfte haben auch keine Lust für "Gottes Lohn" zu arbeiten und sich kaputt zu schuften! Das macht die Heime natürlich auch teuer, aber hier muss der Staat einspringen! Es kann ja nicht wirklich angehen das man als pflegebedürftiger Rentner ins Ausland muss weil man sich die Pflege hierzulande nicht leisten kann! Hatte die GroKo nicht auch eine Schutzklausel für Angehörige im Programm, so dass Angehörge erst ab einem Einkommen von über 100.000 Euro einspringen müssen? Was ist daraus geworden, wäre mal eine Recherche wert, denn dann hätten sich viele Probleme schon von selbst gelöst. Pflegeplätze werden vom Sozialamt unterstützt sollte der ungewöhnliche Fall eintreten keine 3000 Euro Rente zu beziehen...

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