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Pharmafirmen: So viel Geld bekamen Schweizer Ärzte und Kliniken
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Franken für Fortbildungen, Vorträge und Reisekosten: Auch in der Schweiz zahlt die Pharmaindustrie Millionen an Ärzte und Institutionen. Nun können Patienten einen Teil dieser Zahlungen im Detail nachschlagen.

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kumi-ori 19.08.2016, 15:49
10.

Zitat von kerstin_engelke
Oder auch bei Facebook informieren! Mir hat das geholfen auch das zu erfahren was bei den Symposien NICHT erzählt wird. Konkret: Die Hormonspirale Mirena soll "lokal" in der Gebärmutter wirken und den Blutkreislauf nur in ganz geringen Spuren erreichen. Das glauben viele Frauenärztinnen und Gynäkologen. Leider ist das nicht so: 2007 wurde der Beipackzettel .....
Leider erzählt uns wiederum Facebook nicht, wieviele Prozent der Mirena-Konsumentinnnen keinen Brustkrebs bekamen. Ca. jede zehnte Frau ereilt dieses Schicksal, natürlich auch solche, die ein bestimmtes Medikament nehmen. Es hilft nichts, in jedem Falle muss man Statistiken erheben.

Wenn nach der Änderung der Zulassung ein Referent allerdings gewichtige Nebenwirkungen im Vortrag verschweigt, macht er sich strafbar.
Übrigens sind die Studien zur Krebsentwicklung nach Kontrazeptiva widersprüchlich.

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Grorm 19.08.2016, 16:26
11. Wie wahr!

Zitat von kerstin_engelke
Leider ist in der Öffentlichkeit nicht bekannt, dass der hippokratische Eid heute nicht mehr abgelegt werden muss. Ich kenne auch keine Arzt der den geschworen hat.
Und leider steht im Hippokratischen Eid auch eh nichts davon, dass Ärzte kein Geld annehmen dürfen ... ;-)

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kerstin_engelke 19.08.2016, 19:25
12.

Die Ergebnisse der statistischen Erhebungen zum Brustkrebsrisiko von oralen Kontrazeptiva und Hormonspiralen (Mirena, Jaydess) stehen in den jeweiligen Beipackzetteln. Ich gehe mal davon aus dass die Info dort, nämlich erhöhtes Brustkrebsrisiko, dem derzeitigen Stand der medizinischen Wissenschaft entspricht. Mag sein, dass es auch widersprüchliche Studienergebnisse gibt, wobei mich persönlich durchaus interessiert wer diese Studien finanziert. Im übrigen hoffe ich sehr dass die Referenten auf den Kongressen der Ärzteschaft bestens darüber informiert sind welche Infos der entsprechenden Abteilung der Herstellerfirma vorliegen bzw. was aus anderen Quellen zu erfahren ist. Meine ganz persönliche Befürchtung ist dass es gelegentlich firmeninterne Kommunikationsschwierigkeiten gibt. Das muss natürlich im gewählten Beispielfall nicht zutreffen.

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Robeuten_II 19.08.2016, 19:32
13.

Zitat von rilepho
eigentlich zu dem an anderer Stelle so oft erwähnten Eid, den die Ärzte unbedingt beachten wollen? Das ist so unehrlich, wie in der Politik!
Was denn bitte sehr für ein "Eid"? Wenn Sie den hippokrateischen Eid meinen - den könnte kein operativ tätiger Arzt ablegen, da genau das explizit ausgeschlossen wird. Ebenso wäre keine Abtreibung möglich. Übrigens, davon, daß ein Arzt flatrate-Leistung erbringen muß, und sich nur noch dank Privatpatienten durchschlagen kann, steht da nichts...
Lesen Sie einfach 'mal den Eid! (https://de.wikipedia.org/wiki/Eid_des_Hippokrates)

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laubfrosch69 20.08.2016, 14:35
14. So, so

das 12 x größere Deutschland hat nur 4 x soviel Pharmageld bekommen. :) Ist ja dreist! - Und in der Schweiz scheint sich der Bürger nicht mal darüber aufzuregen! - Liegt wahrscheinlich an deren Gesundheitswesen - halbstaatlich - halbprivat finanziert.

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bert1966 20.08.2016, 19:58
15.

Wenn ein Anschreiben zur "Praxisbefragung" eines privaten und damit doch zwangsläufig interessengeleiteten Unternehmens (und nichts sonst ist doch das "Recherchezentrum CORRECTIV") zwischen dem täglichen Wust der Ärztepost liegt, dann wird das sicher in mehr als 50% der Fälle kommentarlos entsorgt, ohne es näher anzusehen, denn solch ein Humbug erreicht einen doch täglich massenhaft und meist steckt dahinter Werbung, Drittinteresse, Beutelschneiderei. Wenn ein Drittel aller Ärzte diesen Brief trotzdem gelesen und sogar aktiv einer Veröffentlichung der Drittmitteldaten zugestimmt hat, dann doch nur, weil es nichts zu verbergen gibt (und das hat sich ja auch bewahrheitet, vermutlich sehr zum Leidwesen der "Recherchenjournalisten", die damit nicht den vielgerühmten "Wächterpreis" gewinnen konnten, wie es vielleicht Absicht war). Jetzt trotzdem "nur" von einem Drittel Zustimmung zur Veröffentlichung zu schreiben ist natürlich so wenig objektiv wie nur irgendwas, auch wenn man sich von Journalistenseite dieses Label noch so gern aufkleben mag. Würde überhaupt irgendeine andere Berufsgruppe so offen mit der Preisgabe von Drittmitteln umgehen wie die Ärzteschaft? Juristen, Handwerker, Politiker, ja: werden Einladungen und Verköstigungen von Journalisten etwa in gleicher Art gezählt und angegeben? Kann man dem wirklich trauen, der sich selbst die weiße Weste der perfekten Objektivität anzieht und mit Finanzierung durch Fundraising wirbt, in Wahrheit aber zum ganz überwiegenden Teil von den Mitteln einer einzigen Stiftung lebt? Objektivität, das darf man wohl klar sagen, gibt es nicht und sei die Intention der Veröffentlichung noch so ehrenhaft, was hier noch zu beweisen wäre.

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