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Phobien: Millionen Deutsche haben Angst vor dem Zahnarzt
Eugenio Marongiu/ Cultura/ Getty Images

Schweißausbrüche, Herzrasen und Schwindel: Über fünf Millionen Deutsche werden beim Gedanken an den Zahnarzt mehr als nervös. Wenn die Angst vor dem Bohrer zur Krankheit wird, kann ein Psychotherapeut helfen.

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timvie 13.05.2019, 15:39
10. Na ja, Zahnarzt

war ich seit 20 Jahren nicht mehr.

Keine Sorge, meinen gehts gut.

Pflege, Ernährung und frische Luft.
Da möchte ich keine Lebenszeit im Wartezimmer verschwenden.
Vielleicht hab ich aber auch nur Glück.

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hexenbesen.65 13.05.2019, 15:40
11.

Zitat von TurboWölfchen
Als positives Vorbild kann die früher verrufene Darmspiegelung gelten, die man heute durch bessere Kurznarkosen förmlich "verschläft" und die für viele ihren Schrecken verloren hat - mit dem Ergebnis einer wesentlich geringeren Sterblichkeit durch Darmkrebs. Warum wird uns dieser Fortschritt in der Zahnchirurgie vorenthalten?
Hm...ich bekam meine Darmspiegelung 2014 OHNE Narkose....und ? Hat nicht weh getan (außer die ersten 3 cm..) Aber ich hab auch eine Phobie wegen dem Zahnarzt. Aber daran ist meine Mutter schuld. Meine Zähne waren krumm, ich brauchte ne Spange. Und da ich noch die Milchzähne hatte, und die 2.Zähne drüber schief rauswachsen drohte, mussten die Milchzähne gezogen werden. Das hat sie NICHT gesagt... Ich tippelte also mit 8 Jahren zum Zahnarzt, und der meinte nur:"So, heute wird gezogen!"...ich war ganz baff...er zeigte mir dann die Patientenkarte....5 Milchzähne mussten gezogen werden...ich ging mit blutigem Mund und heulend nach hause..meine Mutter lachte mich nur aus und zog alles ins lächerliche... Seitdem... (obwohl ich jetzt "eigentlich" ja weis, was passiert...bei ner Krone usw... hat mir der Sohn dieses Zahnarztes mal bei seiner Arbeit alles erklärt.... hat mir schon geholfen) Und meinem Sohn machte ein Kindergarten-Kollege angst....sooooooooo ne Spritze bekommste in den Mund...das ende vom Lied: Spezial-Zahnartz, der auf Kurzzeitnarkose ausgerichtet war, und der Sohn eine Milchzahn-Krone bekam, weil er vor lauter angst NIE den Mund beim Zahnarzt aufmachte.. Heute sind wir alle zwar keine begeisterten zahnarztgänger, aber wir gehen (alleine wegen den Zuzahlungen, die wir uns dann ersparen)

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daddeldumm 13.05.2019, 16:13
12. Na ja, mal ein paar praktische Tipps ...

Schon wieder ein Werbeartikel für Psychotherapie? SPON sollte wirklich mal aufhören, nur einseitig gegen Homöpathie anzuschreiben und Quacksalbereien wie orthopädische Operationen und Psychotherapien positiv darzustellen.

Bzgl. Angst vor dem Zahnarzt: Unter Panik schliessen wir fast unwirklich den Schließmuskel, der Körper wird hyper-alert, jeder Pieks eine größere Sache. Auf dem Behandlungsstuhl schliessen wir in Antizipation der Unannehmlichkeiten fast schon automatisch den Schließmuskel, induzieren damit quasi selbst eine latente Panik und Überempfindlichkeit. Also: Öffnen Sie den Muskel! Versuchen Sie während der Behandlung mit der Aufmerksamkeit aus den Kopf in den Schließmuskel zu wandern, dort hineinzuatmen und ihn, wenn er kontraktiert, mit dem Atem wieder zu öffnen. Hände auf dem Bauch. Bei starken Ängsten hilft zudem, die Nacht vorher wenig zu schlafen, so daß Sie auf dem Behandlungsstuhl leichter übermüdet wegdriften und sich wegträumen können. Sie können dann leichter das Bohrergeräusch als weit entfernten Preßlufthammersound an einer Straßenbaustelle imagineren. (Selbsthypnose funktioniert auch, muß man aber ein wenig üben.) Und drittens ist es hilfreich sich klar zu machen, daß nicht der Schmerz, sondern die Angst vor dem Schmerz das Übel ist. Da hilft "kommen lassen", sich vom Schmerz nicht irritiern lassen. Tut weh? Ok, wie genau, wo, wie strahlt der aus etc. Und gerade wenn's weh tut: Atmen nicht vergessen, weil auch verkürzter Atem nicht nur vom Stres kommt sondern Stress auch induziert.

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computermaus 13.05.2019, 18:15
13.

Ja ich gehöre auch zu den Phobikern, nur das es neben Zahnärzten sämtliche Art von Ärzte & Nadeln betrifft. Vor einigen Jahren hatte ich einen ZA gefunden, der damit klar kam. Er hat mit einem Gel das Zahnfleisch betäubt, so das auch meine Spritzenphobie kein Problem war. Bin dann jahrelang angstfrei hingegangen. Irgendwann hat er dann keine Kassenfüllungen mehr gemacht, sondern nur noch mit Zuzahlung von 250EUR. Konnte ich mir nicht leisten, jetzt hab ich das Problem das ich wieder jahrelang nicht mehr beim ZA war

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remedias.cortes 13.05.2019, 18:52
14. Das Geräusch des Bohrers ist mir unerträglich....

Warum weden Laserbohrer noch immer nicht überall eingesetzt ?

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FBFB 13.05.2019, 18:55
15. Ja, ich war auch betroffen...

Jahrzehnte lang mit einer Ruine im Mund herumgelaufen. Wie bei vielen anderen auch hatte mich meine Mutter als Kind beim Zahnarzt einfach abgeliefert und ging dann shoppen. Und der grobe Kerl zog mir 3 Zähne. Ich habe damals wohl das gesamte 4 stöckige Haus und die Strasse zusammengebrüllt. Das wars dann auch für mich. Lieber tage- und wochenlang mit tierischen Zahnschmerzen kämpfen und sich mit Tabletten und Alkohol halb vergiften als noch einmal zu einem Zahnklempner zu gehen.

Erst Jahrzehnte später brachte es meine Frau fertig dass ich zu ihrer Zahnärztin ging. Hat immer noch mehrere Sitzungen gedauert bis ich überhaupt mal was machen ließ. Die Dame war aber so feinfühlig dass sie es dann geschafft hat meine Ruine zu sanieren. Ich bin ihr unglaublich dankbar dafür!

Der Gewinn an Lebensqualität war und ist unbeschreiblich! Mit offenem Mund lachen, wieder richtig essen, ich musste das erst mal wieder lernen!

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Jack-in-the-box 13.05.2019, 19:01
16. Durchs Toilettenfenster

der Praxis abzuhauen, war kein guter Plan. Denn neben der zermürbten Mutter warteten weiterhin Zahnschmerzen. Auslöser der Phobie in meiner Kindheit war die als brutal empfundene Schlachtbank-Behandlung, nachdem ich mitten im Geschehen aus der Lachgasnarkose erwacht war. Es dauerte Jahrzehnte, bis ich die Angst halbwegs in den Griff bekam. Via Google fand ich nach wahrer Odyssee einen wirklich guten Zahnarzt, der sich auf den Umgang mit Angstpatienten versteht. Wir sind mit der Behandlung zwischenzeitlich durch. Vielleicht gibt es eines Tages sogar Implantate. Denn auch dafür ist er Spezialist. Meine Empfehlung an Ängstliche: Eine gut organisierte und personell übersichtliche Praxis finden, in der es bei der Person bleibt, die die Behandlung begonnen hat. Zu ihr kann Vertrauen aufgebaut, an die vorherige Sitzung angeknüpft werden. Großpraxen oder Kliniken, die zu jedem Termin einen anderen Arzt aus dem Hut zaubern, bringen nichts. Ebenso lässt die modernste Ausstattung in 1 A-Citylage noch lange nicht auf die Qualität der Behandlung schließen. Hier wurde mir schon bei der Zahnreinigung, die vorab verpflichtend und zudem teurer als anderswo ist, mal gleich ein Zahn abgebrochen. Nun fühle ich mich in einem bescheideneren Bezirk Hamburgs rundum gut betreut und muss erst in sechs Monaten wieder zur Kontrolle. Smile :-)

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leonardo da v 13.05.2019, 21:04
17. Gegen Phobien

https://wingwave.com/coaching/was-ist-wingwave/wingwave-coaching-beispiele/wingwave-coaching-bei-zahnbehandlungsangst.html

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melcsi 13.05.2019, 23:19
18. Bloß keine Meditationsmusik

Mit der Meditationsmusik kann ich nicht viel anfangen. Ich brauche laute Musik, zu der ich auch gerne tanzen oder mitsingen würde.

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hadriani 13.05.2019, 23:54
19. Angst vor dem Zahnarzt

habe ich eher nicht ... ich kann gut damit umgehen. Aber war mir richtig Angst und Schweißperlen auf die Stirn triebt sind die Rechnungen. Darin sind die Zahnärzte mittlerweile gut trainiert

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