Forum: Gesundheit
Positionspapier von Lungenärzten: Zwei Seiten Behauptungen, kein einziger Beleg
Getty Images/Science Photo Library RF

Mehr als hundert Fachärzte sind dem Aufruf von Kollegen gefolgt, die Schadstoffgrenzwerte für einen "Witz" halten. In ihrem Namen werden andere Forscher diskreditiert und fundierte Erkenntnisse bestritten - ohne jeden Beweis.

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spon-facebook-1629421895 25.01.2019, 15:29
100.

Die 100 Lungenfachärzte sollen kein Positionspapier schreiben, sondern randomisierte Expositationsstudien zu einer Metastudie zusammen fassen. So wie es die andere Seite gemacht hat.

Ist ein ziemlicher Unterschied ob ein Artikel im Lancet Journal of Medicine steht, oder in der Bildzeitung.

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Kurt-C. Hose 25.01.2019, 15:30
101. Unverständlich

Dass Politiker sich hinreissen lassen, Grenzwerte zu verhandeln und zu beschließen, die nicht wissenschaftlich fundiert und begründbar sind, ist der eigentliche Skandal. Wenn Wissenschaftler hierzu Erkenntnisse gewinnen müssen, war die Reihenfolge komplett falsch. Dann hätten sich erst die Wissenschaftler auf was einigen sollen, und DANN und erst dann hätten Politiker Grenzwerte mit dem Blick auf praktische Folgen festlegen müssen.

Ein weiterer Beleg, dass Politikerkarrieren offensichtlich keine Bestenauslese sind.

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olfnairolf 25.01.2019, 15:30
102. Beitrag

in diesem Beitrag war kein einziges Argument zu finden sondern ausschließlich eine Aneinanderreihung diverser Stereotypen. Leider hat er mich in meinem Wissensstand nicht weitergebracht.

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lautlos 25.01.2019, 15:30
103. Das

Zitat von mocodelpavo
Ich zitiere den Text: "das im November 2018 von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie veröffentlichte Positionspapier, in dem der Stand der Wissenschaft dargestellt und die aktuellen Grenzwerte im Wesentlichen gestützt werden. Es hat einen Umfang von über 50 Seiten und 451 Quellenangaben." Wo genau sehen Sie hier "Unverbindlichkeit"? Wenn Sie nicht in der Lage sind, diese Literaturstelle zu finden, halte ich es für klüger, sich nicht inhaltlich an der Interpretation wissenschaftlicher Studien zu beteiligen. Falls Sie einfach mal reinschauen wollen, wie eine Analyse von Fachleuten aussieht: https://pneumologie.de/fileadmin/user_upload/DGP_Luftschadstoffe_Positionspapier_20181127.pdf
Dieses Positionspapier war ohne Absprache von einer kleinen Fraktion in der DGP veröffentlicht worden.

Das ist der Anlass für die Gegendarstellung. Aber danke. Das macht klar, dass Herr Beeh, der im übrigen viel größeres Interesse an schlechten Nachrichten als Herr Köhler hat, in der DGP dessen Gegenspieler ist.

Deshalb das Papier der 100 Wissenschfaftler. Viele dieser Unterzeichner arbeiten übrigens in der Forschung. Nur so nebenbei.

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tim_struppi 25.01.2019, 15:31
104.

Ein sehr guter Artikel. Prof. Köhler muss man vorwerfen, dass er ständig mehr "Wissenschaft" und Sachlichkeit anmahnt, sich aber selbst für kein noch so unwissenschaftliches Argument zu schade ist, solange es nur seine Position (vermeintlich) stützt. Mit dem Verweis auf Raucher und Kerzen (um Weihnachten herum dann passend Adventskranzkerzen) tingelt er nun schon seit Monaten durch alle Talkshows und Magazine, um die angebliche völlige Ungefährlichkeit von Feinstaub und Stickoxiden zu belegen. Dieser Vergleich trägt allerdings nicht, was sicher auch Prof. Köhler insgeheim durchaus weiß.

Ich möchte den Ärzten, die die Stellungnahme mit unterzeichnet haben, nicht zu nahe treten, aber der Großteil sind wohl eher tüchtige niedergelassene Ärzte und beschäftigen sich nicht aktiv mit der Forschung in diesem Gebiet. Von daher ist es schon etwas vermessen, hier von "Experten" oder "führenden Wissenschaftlern" zu sprechen, wie es manche Medien oder Politiker in den letzten Tagen getan haben.

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Bondurant 25.01.2019, 15:31
105. Man vermisst

in diesem seinerseits äußerst polemischen Beitrag den klaren Vortrag, warum die jetzigen Grenzwerte sein müssen, um das Volk vor Gesundheitsschäden zu bewahren. Das müsste doch ganz einfach sein... es ist wahrscheinlich wie immer: sicherheitshalber wird einfach mal angenommen, dass Grenzwerte umso besser sind, je niedriger man sie ansetzt. Das kann man machen, wenn es um reines Privatvergnügen geht, etwa beim Sonnenbaden. Wenn aber überzogene Vorsichtsmaßnahmen den "Beschützten" schlusssendlich die wirtschaftliche Basis rauben, sich solche Vorsicht überhaupt leisten zu können, muss man schon wirklich gute Gründe nennen können. Offenbar kann man das nicht.

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Hanz Gruber 25.01.2019, 15:32
106. mal wieder subjektives Blabla

Im "Artikel" wird sich darüber ausgelassen dass, die Lungenärzte keinen Belege zu ihren Behauptungen heranziehen und gleichzeitig lässt der Artikel zu den ganzen aufgestellten Behauptungen ebenfalls Belege vermissen. Oder ist hält es der Spiele nicht für nötig für ein nicht journalistisches subjektives BlaBla Fakten zu suchen? An Lächerlichkeit ist der Artikel sowieso kaum zu überbieten, das hier außer belangloses Geschwafel ohne Mehrwert oder roten Faden nichts Wertvolles zu lesen ist, wird geschickt rhetorisch vertuscht. Dass das Thema Diesel und Feinstaubbelastung schlicht nur geistiger Dünnschiss ist welches durchs Dorf getrieben wird, sollte eh jedem klar sein der ohne Spickzettel "einatmen, ausatmen" durch den Tag kommt. Aber was ist in einem Land schon normal, in dem ein Diesel Neufahrzeug mit wesentlich besseren Filtern als 20 Jahre ältere Modelle am liebsten verboten werden sollten, aber die ganzen alten Karren bedenkenlos gefahren werden. Achso ja, bei Luftverschmutzung ist es scheinbar so wie bei Atomenergie, die Verschmutzung/Gefahr bleibt an der Landesgrenze stehen. Also tauschen wir alle für viel Geld unsere Diesel aus, mit gutem gewissen das diese nun ausschließlich polnische Luft verpesten.

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buergerrechte36 25.01.2019, 15:32
107. Man sollte

die Stellungnahmen von 100 Lungenfachärzten nicht einfach so beiseitewischen. Im Gegensatz zu
Herrn Resch DUH, handelt es sich bei den genannten Personen um vereidigte Mediziner. Auch wäre
zu wünschen, daß die Gerichte die aufgrund der vorgelegten Gutachten Fahrverbote verordnen, zunächst
einmal über das Zustandekommen der DUH Gutachten, intensiv beraten.











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walterm87 25.01.2019, 15:33
108. Selbst die Chinesen haben den Zusammenhang erkannt...

Da ich selbst mal eine Zeitlang in einem Land mit recht hoher Luftverschmutzung (PM2.5 tlw. bei fast 1000 Punkte) gelebt habe und habe ich mich daher intensiv mit dem Thema mal befasst. Glücklicherweise haben sich die Chinesen, obwohl die Umweltbelastung kein gern gesehenes Thema dort ist, mit der Thematik schon viel auseinandergesetzt.

In China gibt es ein paar alte Regeln/Gesetze beim Huai He Fluss (Zentraler Strom von Westen nach Osten). Diese besagen, dass man nur nördlich von bestimmten Flüssen heizen darf oder Kohle subventioniert wird und südlich des Fluss keine Heizungen verbaut sind bzw. keine Kohle subventioniert werden. Das hat zur Folge, dass man relativ einfach, quer durch alle Bevölkerungsdichten, -schichten und Reichtumsverhältnisse oder irgendwelche Angewohnheiten wie das Rauchen interessante Beobachtungen machen kann. So konnte in China gezeigt werden, dass die durchschnittliche Lebenserwartung bei Menschen mit „guter Luft“ je nach Studie rund 3-10 Jahre höher liegt als bei Menschen mit „schlechter Luft“. Ohne jetzt alle Artikel von damals rauszusuchen hier mal ein weiterführender Link (https://www.pnas.org/content/early/2013/07/03/1300018110.short) zur Flussstudie. Gab aber auch noch einige mehr Studien z.B. zwischen Stadt und Land-Bevölkerung mit ähnlicher Grundversorgung.

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Kurt-C. Hose 25.01.2019, 15:33
109.

Zitat von cyblord
Belege müssen die liefern die etwas behaupten. Und wer behauptet NOX oder Feinstaub oder sonst was, ist extrem schädlich und tötet jedes Jahr so und soviel Menschen der muss extrem stichhaltige Beweise dafür liefern. Außergewöhnliche Behauptungen erfordern außergewöhnlich gute Beweise. Auch die Festlegung eines Grenzwertes muss wissenschaftlich stichhaltig begründet sein. Das ist alles in der aktuellen Thematik nicht geschehen.
Jo. Jetzt geht man einfach her und sagt, diejenigen, die behaupten, dass ließe sich nicht beweisen, müssten beweisen, dass kein Zusammenhang besteht. So führt man Dialektik ad absurdum.

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