Forum: Gesundheit
Positionspapier von Lungenärzten: Zwei Seiten Behauptungen, kein einziger Beleg
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Mehr als hundert Fachärzte sind dem Aufruf von Kollegen gefolgt, die Schadstoffgrenzwerte für einen "Witz" halten. In ihrem Namen werden andere Forscher diskreditiert und fundierte Erkenntnisse bestritten - ohne jeden Beweis.

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mocodelpavo 25.01.2019, 15:55
150. Selbst wenn...

Zitat von lautlos
Dieses Positionspapier war ohne Absprache von einer kleinen Fraktion in der DGP veröffentlicht worden. Das ist der Anlass für die Gegendarstellung. Aber danke. Das macht klar, dass Herr Beeh, der im übrigen viel größeres Interesse an schlechten Nachrichten als Herr Köhler hat, in der DGP dessen Gegenspieler ist. Deshalb das Papier der 100 Wissenschfaftler. Viele dieser Unterzeichner arbeiten übrigens in der Forschung. Nur so nebenbei.
Das Positionspapier zitiert immerhin 451 Literaturstellen und damit 451 mehr als die zweiseitige Gegendarstellung.

Wäre diese Diskussion vor zehn Jahren losgetreten worden, wäre das ein anderes Thema. Aber die Grenzwerte gelten seit 10 Jahren in der EU und nur in Deutschland genau zu dem Zeitpunkt, wenn Fahrverbote drohen, werden die wissenschaflichen Grundlagen plötzlich hinterfragt?

Sorry, aber das ist fadenscheinig und mehr als lächerlich!

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theodtiger 25.01.2019, 15:56
151. Praktiker - nicht Wissenschaftler

Zitat von peter_rot
Endlich haben sich mal Wissenschaftler zur NOx und Feinstaubproblematik geäußert. Die von der EU verordneten Werte basieren eben nicht auf wissenschaftlichen Studien sondern sind sogenannte "Vorsorgewerte". Und es mutet einem Bürger schon sehr seltsam an, dass aufgrund dieser Vorsorgewerte nun hunderttausende PKWs verschrottet werden müssen. Es mutet auch seltsam an, dass Millionen von Bürgern mit Fahrverboten für ihre regelkonformen und neuen Diesel-PKWs belastet werden. Es wäre sinnvoll, weniger Politik dafür mehr Sachlichkeit und Wissenschaftlichkeit in die Diskussion zu bringen. Denn die Hexenjagd auf den Diesel-PKW steht in keiner Relation zur Toleranz von Rauchen in der Gesellschaft und dem Alkoholproblem. Man beruft sich immer gerne auf die WHO. Wenn es nach dieser Organsation ginge, müsste dr Konsum von Schweine- und Rindfleisch wegen der potentiellen Krebsgefahr verboten werden. Es ist prinzipiell richtig für die Reinhaltung der Luft zu sorgen, das sollte aber mit Weitblick geschehen und nicht mit politischer Ignoranz. Die EU- und Politikverdrossenheit wird durch die gegenwärtigen Maßnahmen nur verstärkt.
Da haben sich gut hundert Praktiker auf dem Gebiet der Lungenheilkunde (Ärzte) nach Jahrzehnten der wissenschaftlichen Diskussion mit einer abweichenden Meinung zu Wort gemeldet - ohne selbst eine Studie vorzulegen oder sonstwie wissenschaftlich hervorgetreten zu sein (sie drücken sehr, sehr spät nur eine gewisse Skepsis aus, vielleich auch einfach nur als Betroffene von eventuellen Fahrverboten für Diesel oder den Wertverlust solcher Fahrzeuge). Dabei hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schon vor sehr vielen Jahren diese Grenzwerte aufgrund von einer Vielzahl von Studien weltweit empfohlen. Seit 20 Jahren haben diese Grenzwerte Gesetzeskraft - bis 2010 zunächst nur als Zielwerte, die es zu erreichen gilt. Seit 2010 sind diese Grenzwerte rechtsverbindlich in allen Mitgliedstaaten der EU vorgeschrieben. Es war also genug Zeit, entsprechende Fahrzeuge zu entwickeln - aber die Autoindustrie hat mit Billigung der deutschen Politik geschummelt - so dass die Grenzwerte weiterhin überschritten werden (auch sonst ist viel zu wenig geschehen). Jetzt, wo die Gerichte endlich für die Einhaltung von Gesetzen sorgen, kommen einige Praktiker mit ihren Bedenken hinter dem Busch hervor, während die wissenschaftliche Gesellschaft der Lungenärzte (die Mehrheit der Vertreter dieses Faches) sehr wohl die Notwendigkeit solcher Grenzwerte unterstreicht. Bemerkenswert ist an der Angelegenheit vor allem, wie eine an sich wenig bedeutende Stellungsnahme von interessieren Kreisen und insbesondere einer falschen CSU Verkehrspolitik ausgenutzt wird (wohl auch ermutigt wurde).

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suedbaden6 25.01.2019, 15:57
152. Wenn alle anderen Deppen sind

"Das Klischee vom akademischen Wirrkopf, der selbst nicht weiß, wovon er redet, wird trefflich bedient."

Allerdings vom Autor dieses wundersamen Artikels. Er hat nicht begriffen, dass es Köhler und al. mit ihren Aussagen eindeutig nie darum ging, zu behaupten, NOx sei unbedeutend.

Sie haben lediglich festgestellt, dass veraltete, schlecht gemachte Studien aus den 1980er Jahren die Grundlage bilden für die moralische Legitimierung der Enteignung einiger Millionen Autofahrer. Eine fachliche Legitimierung sind sie jedenfalls nicht - sie sind angesichts der realen NOx-Werte in Wohnungen und an Arbeitsplätzen ein peinlicher Witz, und ein Lungenarzt, der auch mal in die Medien kommen möchte macht sich zur Witzfigur, wenn er in kontrafaktischer Trotzigkeit an diesem Problem vorbei "argumentiert".

Zur Qualität von WHO-Studien fällt mir noch die großartige Studie ein, die die WHO einstens zur Qualität der verschiedenen Gesundheitswesen machte. Den Pokal gewann damals KOLUMBIEN. Deutschland kam unter ferner liefen. Nach einiger Zeit waren dann selbst die Verantwortlichen peinlich berührt und zogen die "Studie" zurück. Das sollten sie mit der NOx-Grenzwert-Empfehlung ebenfalls tun.

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drmahew 25.01.2019, 15:57
153. Umweltbundesamt macht sich lächerlich

Das Umweltbundesamt schreibt (https://www.umweltbundesamt.de/themen/unterschied-zwischen-aussenluft):
Der EU-Grenzwert (Jahresmittelwert) für die Stickstoffdioxidkonzentration (NO2) in der Außenluft beträgt 40 µg/m³ – der Arbeitsplatzgrenzwert ist mit 950 µg/m³ wesentlich höher. Ein Arbeitsplatzgrenzwert ist ein Wert für die zeitlich begrenzte Belastung gesunder Arbeitender, während durch NO2 in der Außenluft auch empfindliche Personen rund um die Uhr betroffen sein können.

Es ist jammerschade, dass keine empfindlichen Personen mehr arbeiten dürfen.
Das ist doch hochgradige Diskriminierung. Oder hochgradiger Unsinn.

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winterlied 25.01.2019, 15:58
154. Lässt sich nicht beweisen

Eine Nicht-Existenz, bzw. Nicht-Kausalität lässt sich prinzipiell nicht beweisen.

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Kamillo 25.01.2019, 15:58
155.

Herr Nehr kann auch nicht durch Gutachten untermauern, dass die geltenen Grenzwerte richtig sind. Sein Pamphlet ist ausgedruckt noch kürzer als die 2 Seiten der 100 Lungenärzte.

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tatsache2011 25.01.2019, 15:58
156. Auto-Immunkrankheit

Zitat von bayerns_bester
Für das Ende der Autoindustrie braucht es keine inkompetenten CSU Verkehrsminister. Das schafft dieser Industriezweig schon alleine.
Autoimmunkrankheiten – wenn der Körper sich selbst zerstört. ;-))

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xlabuda 25.01.2019, 15:59
157. Nur am Rande: letztens hat ein ARTE-Bericht aufgezeigt,

dass die Feinstaubbelastung durch Pkw nur zu 20 % beteiligt ist. Den größten Anteil hat die LANDWIRTSCHAFT mit knapp 70%.
Unter anderem auch wegen der massiven Gülleausbringung.
Verbietet also erstmal jegliche Landwirtschaft, insbesondere auch der BIO Landwirtschaft!

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drmahew 25.01.2019, 15:59
158. Umweltbundesamt macht sich lächerlich

Das Umweltbundesamt schreibt (https://www.umweltbundesamt.de/themen/unterschied-zwischen-aussenluft):
Der EU-Grenzwert (Jahresmittelwert) für die Stickstoffdioxidkonzentration (NO2) in der Außenluft beträgt 40 µg/m³ – der Arbeitsplatzgrenzwert ist mit 950 µg/m³ wesentlich höher. Ein Arbeitsplatzgrenzwert ist ein Wert für die zeitlich begrenzte Belastung gesunder Arbeitender, während durch NO2 in der Außenluft auch empfindliche Personen rund um die Uhr betroffen sein können.

Es ist jammerschade, dass keine empfindlichen Personen mehr arbeiten dürfen.
Das ist doch hochgradige Diskriminierung. Oder hochgradiger Unsinn.

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nestor01 25.01.2019, 15:59
159. Erbärmlich

Journalistische Quacksalberei. Relotius-Preis verdächtig. Welche Beweise lagen bisher denn vor?

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