Forum: Gesundheit
Postpartale Depressionen: Von der Angst, keine gute Mutter zu sein
Corbis

Rund 50.000 Frauen in Deutschland leiden nach der Geburt ihres Kindes an einer schweren Depression. Viele von ihnen begegnen Vorurteilen. Die Autorin Ulrike Schrimpf beschreibt, wie sie es sich anfühlt, vor allem Angst zu haben.

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camilli79 22.12.2014, 10:59
1. Den späten Akamademiker Müttern...

Der Kopf ist trainiert, der Körper und die Gefühle sind gestört. Das ist das Ergebnis vielr Frauen, die ium Beruf erfolgreich sind.
Zwingen sich diese Frauen nun zu einem gesellschaftskonformen Akt, nämlich noch eion Kind in die Welt zu setzen, bleiben Konflikte nicht aus. Meine Bekannte in höherer Position tat m.E. das Richtige: Heirat mit einem jüngeren Mann, Verzicht auf Kinder.

Allen anderen sollte man empfehlen, nach dem ersten späten Baby ein wieteres Baby hinter zu schicken, so dass die Mutter keine Zeit mehr hat depressiv und gedankenverloren zu werden.

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fridagold 22.12.2014, 11:22
2.

Zitat von camilli79
Allen anderen sollte man empfehlen, nach dem ersten späten Baby ein wieteres Baby hinter zu schicken, so dass die Mutter keine Zeit mehr hat depressiv und gedankenverloren zu werden.
Wie wollen Sie sechs bis acht Wochen nach der Geburt ein zweites Kind hinterherschicken? Leihmutter?

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joetanner 22.12.2014, 11:33
3. keine Ahnung...

haben die meisten Menschen zu diesem Thema. Auch der Kommentar von Camilli79 geht am Thema vorbei. "Keine Zeit" für eine Depression zu haben ist aber mal ganz sicher keine Garantie, dass man keine bekommt. eine Depression ist eine Krankheit... die sucht man sich nicht aus. Die bekommt man oder eben nicht. Genausowenig wie man sich entscheidet schwul zu sein, Krebs zu haben oder sich das Bein zu brechen.

Es gibt ausserdem Frauen, die haben 2 problemlose Schwangerschaften hinter sich und beim dritten Kind haben sie eine PPD. Und es gibt Frauen, die haben beim ersten Kind eine PPD und danach nie wieder. Hausmittel und Bauernschläue helfen da nicht weiter.

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biber01 22.12.2014, 12:22
4. komisch,

das hier auf die Situation des Vaters, die bei einer derartigen Erkrankung der Mutter sehr schwierig ist, kaum eingegangen wird

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chris_svensson_2013 22.12.2014, 12:47
5. Alles vom Himmel gefallen?

Hier wird wieder mal so getan, als ob eine Depression einfach so aus dem blauen Himmel fällt, weitab von jedem Kausalzusamenhang einerseits - es kann jede treffen ! - doch sehr wohl exakte Zielgruppen ein (bzw. aus-?)grenzende andrerseits. Ich darf zitieren:

"Mütter, die schon vor der Geburt mit psychischen Erkrankungen zu tun hatten, Mütter aus sozial schwachem Umfeld oder solche, die in der Vergangenheit Gewalt erlebt haben. Auch gebildete Akademikerinnen, die ihr erstes Kind spät bekommen"

Was ist mit den Müttern, gebildet oder weniger, die ihr Kind im "richtigen"(gelle?) Alter bekommen, aber finanziell total abhängig sind, vom Stütze oder von einem Partner? Und begreifen, dass sie mit Baby erst mal bis auf Weiteres noch um einiges zurückgezogener leben werden? Oder was ist mit aus Eigenmitteln gut betuchten Frauen, ebenfalls im "richtigen" Alter, die sich das Kinderkriegen einreden haben lassen, um anderen einen Gefallen zu tun - dem Partner, den (Schwieger-)eltern...

Nur mal zwei Beispiele mehr.
Das Lebenskonstrukt und wem wir alles denken Rechenschaft oder Dienste schuldig zu sein, spielt oft eine mächtige Rolle bei Depressionen.

Und Antidepressiva, Gottverdammtnochmal, sind mit allergrößter Wahrscheinlichkeit NICHT die gangbarste, gesündeste Methode.

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lieschen1611 22.12.2014, 12:48
6.

Ich denke auch, dass man sich eine Depression nicht aussucht. Und trotzdem finde ich es interessant, dass scheinbar unverhältnismäßig häufig Akademikerinnen betroffen sind, die spät ihr Kind bekamen. Da spielt der Zusammenhang zwischen -vorher: strukturiert und Tempo - mit Baby: kaum Planung möglich und Entschleunigung, eine wichtige Rolle.
Kann ich selber nachempfinden. Zuhause zu sein und sich um´s Baby zu kümmern fordert den Intellekt natürlich nicht in gleicher Weise wie ein anspruchsvoller Beruf in höherer Position.
Schade, wenn eine Frau durch eine solche Umstellung dann therapiebedürftig wird. An der Aussage "Der Kopf ist trainiert, der Körper und die Gefühle sind gestört" kann im Prinzip was dran sein. Allerdings kann keine der betroffenen Frauen selber etwas dafür, so kann man eben nach jahrelanger Tätigkeit einfach werden. Der Stress und das Tempo heute hinterlassen einfach Spuren.

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natiberlin 22.12.2014, 13:04
7. und dann

und dann versucht man krampfhaft Hilfe zu finden und wartet wochen auf einen freien Therapeuten..

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Kurbelradio 22.12.2014, 13:12
8.

Problem ist eine hohe Erwartungshaltung. Man muss funktionieren. Eine gute und gutaussehende Mutter, eine Mutter die intelligent ist, eine Mutter die sich selbstlos aufopfert, eine Mutter die gleichzeitig auch berufstätig ist, den Haushalt schmeißt, sich über Tolstoi unterhalten kann, sich ihre Schuhe selber kauft, und nach der Geburt wieder so aussieht wie vorher. Das Kind ein Wonneproppen, früh gefördert und versorgt.
Einfach war es noch nie Kinder zu bekommen. Nur: wenn man meint, ALLES machen zu müssen und auch mit Bravour zu können, ist man schlicht überfordert. Das würde mich auch deprimieren. Eine Firma, die ihren Angestellten so viel Aufgaben aufbürdet, dass sie schlicht nicht alle verwirklicht werden können,jedenfalls nicht 100prozentig, wird einen Burnout bei den Mitarbeitern riskieren. Nicht bei allen, aber bei einigen.
Eine Depression ist eine riesige Belastung für die ganze, junge Familie. Einer fällt ja quasi aus. Der andere muss das nun auffangen. Man muss nicht alles können, man ist nicht perfekt, man hat seine Macken, das sollte man akzeptieren. Und nicht versuchen, einem Idealbild zu entsprechen, das nur in der Vorstellung existiert.

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Charanga 22.12.2014, 13:49
9. Schöner Artikel....

.... Aber an ihre Nachsorge Hebamme werden sich viele Frauen künftig gar nicht mehr wenden können da Hebammen Dank unbezahlbar gewordener Versicherungsprämien gerade reihenweise ihren Beruf aufgeben (müssen). Meine Familienplanung ist zum Glück abgeschlossen , aber wehe den Frauen die ihre Nachsorge bald nicht mehr daheim bekommen sondern dafür jedesmal zum Gyn müssen....

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