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Pressekompass: Vegane Ernährung - moralisch, aber ungesund?
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Immer mehr Menschen ernähren sich vegan. Auch die Lebensmittelindustrie reagiert mit neuen veganen Produkten. Ist diese Ernährung tatsächlich moralisch geboten - und ist das überhaupt gesund? Das sagen die Medien.

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CMES 07.09.2014, 13:18
10. Jedem das Seine

So könnte man meine Ansicht zusammenfassen. Ich werde niemanden davon überzeugen seine Ernährung vegan umzustellen, indem ich ihm ständig vorhalte wie schlecht seine Ernährung sei. Dieser Entschluss muss von Innen heraus kommen. Es müssen ja auch nicht immer gleich die Extreme Alles oder Nichts sein. Wer Fleisch benötigt (aus welchen Gründen auch immer) soll Fleisch essen, dann aber mit Bedacht. Was mich stört ist dieses unbedachte in sich Hineinschaufeln von Tierprodukten. Es ist wie bei allem: Zuviel von einer Sache alleine hat schon immer negative Folgen gehabt. Mit ein wenig Recherche und Information ist auch eine fleischhaltige Ernährung möglich. Für mich persönlich ziehe ich jedoch eine fleisch- und fischlose Ernährung vor. Sonstige Tierprodukte (Milchprodukte, Eier, Honig, etc.) werden sehr bewusst eingekauft. Somit ist es möglich über Haltungsformen und Tierbedingungen über den Einkauf mitzuentscheiden. Das geht sogar als Student mit knappem Budget.

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CMES 07.09.2014, 13:23
11. Das ist eine Erfahrung ...

Zitat von Mimimat
Ich frage mich (eigentlich nicht wirklich), wie ein Veganer oder auch Vegetarier reagieren würde, wenn ich ihm ständig die besagte Bratwurst aufzwingen wollen würde ("Erst durch Fleischgenuss haben wir evolutionär die Intelligenz entwickelt, also mach jetzt!").
... die jeder Vegetarier, Veganer in seinem Umfeld durchmacht bzw. durchmachen muss. Das kann auf Dauer sehr anstrengend sein, weil es teilweise auch nach Jahren noch die gleichen Fragen sind, z.B. "Willst Du nicht von der Tomatensauce mitessen? Ich habe sie wie immer gemacht, ein bisschen Hackfleich ist natürlich auch drin." Da fragt man sich schon, was an fleischlos nicht zu verstehen ist. Das ist für alle Vegetarier / Veganer durchaus anstrengend, dass sie sich immer wieder erklären müssen. Und man hat eben auch das Gefühl sich immer rechtfertigen zu müssen, warum man das tut. Darin sind die Positionen pro/contra Bratwurst scheinbar vergleichbar.

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aquarelle 07.09.2014, 13:25
12.

Zitat von nolabel
Vegan ist eine Mode, vermutlich mit entsprechender Halbwertzeit. Neben den Missionaren stört mich eine unangebrachte Rücksichtnahme, dass z.B. beim gemeinsamen Essen nur noch Restaurants gewählt werden, die auch den Veganer befriedigen - und das sind leider meistens nicht die besten. Bin übrigens kein großer Carnivore, eher Flexitarier...
Sehe ich auch so. Vegetarisch schockt halt nicht mehr.
Ich bewunder die 'echten' Veganer, jene, die es nicht erst seit diesem Jahrtausend sind, weil einem es die (sozialen) Medien vorpredigen und weil es bei 'Ich bin Vegetarier' kein anerkennendes Kopfnicken mehr gibt.
Sicherlich ist es heutzutage auch einfacher geworden, sich vegan zu ernähren, auch, wenn es sicher nicht ganz preiswert ist.
Ich esse (natürlich) weiterhin Fleisch. In reduzierter Form aber dennoch regelmäßig, denn für mich, meine Ernährung und meinem Körper, gehört es dazu.

Was zu dem Veganer-Auflauf und die Restaurantwahl hinzu kommt, sind ja auch all jene mit ihren zahlreichen Unverträglichkeiten. Da darf es dann zusätzlich zu tierischen Produkten kein Gluten sein und dann fängt es an schwierig bis nervtötend zu werden...

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hansdampf99 07.09.2014, 13:26
13. aha

Zitat von susanneuser
Ich habe grundsätzlich nichts dagegen wenn jemand seine Finger nicht von Fleisch lassen kann. Aber dann bitte mit Umsicht und kein Fleisch aus Massentierhaltung und vielleicht ganz bewusst nur einmal die Woche, wie es früher auch üblich war.
soso, früher war es also üblich, bewusst nur einmal die woche fleisch zu essen? war es nicht vielmehr so, dass fleisch teuer war und es sich nicht jeder leisten konnte und deswegen drauf verzichtet werden musste?

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no arzt 07.09.2014, 13:27
14. Dumm

Ein grosser Anteil der Patienten, die ich als Arzt für Ernährungsmedizin behandele sind Veganer. Sie weisen Fehlernährungen auf, teilweise lebensgefährliche.

Einige kehren zur gesunden Ernährung zurück, die meisten Anderen schlucken Nahrungsergänzungsmittel.

Wer behauptet als Veganer keine Fehlernährung zu haben, achtet in der Regel auf sein Gefühl und nicht auf die Laborergebnisse. Dieses zeigt sich immer wieder lebensverkürzend.

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FXRichter 07.09.2014, 13:28
15. Deswegen

Wegen verwegener veganer Wagnisse wagen Vegetarier weniger zu wiegen.

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Atheist_Crusader 07.09.2014, 13:38
16.

Schon witzig, wie die Meinungen sich da in den zwei Ecken häufen. Anscheinend ist weder der moralische noch der gesundheitliche Aspekt allein genug, um die Ernährung zu dominieren. Vegetarier die zwar auf den Gesundheitsaspekt vertrauen, aber moralisch kein Problem mit dem Essen von Tieren haben gibt es kaum, ebensowenig wie Nicht-Vegetarier die vegetarisches Essen nicht für ungesund halten würden.

Da brauchen wohl beide Seiten ihre Motivations-Krücken. Ein Grund allein tut es wohl nicht.

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Atheist_Crusader 07.09.2014, 13:41
17.

Zitat von sigma55
Wer es billigend in Kauf nimmt, dass jährlich Milliarden von Tieren getötet werden, ggf. sogar noch dazu beiträgt, kann derjenige ein guter Mensch sein?
Was ist mit dem der billigend in Kauf nimmt, dass täglich hunderte Menschen getötet werden? Wer für Tiere auf Fleisch verzichtet, müsste der nicht logischerweise auch den Menschen zuliebe auf Produkte von kriegstreibenden Nationen oder ausbeuterischen Konzernen verzichten?

Nicht persönlich nehmen, ich kann Vegetarier und ihre Einstellung respektieren. Aber eine einzige gute Entscheidung macht noch keinen guten Menschen. Genauso wie eine schlechte Entscheidung einen schlechten Menschen machen muss.

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cobaea 07.09.2014, 13:45
18. Einzelbeobachtungen nicht verallgemeinern

Zitat von chania123
Nach 25 Jahren vegetarischer Ernährung leben wir seit gut einem Jahr vegan - und plötzlich sind meine Langzeitzuckerwerte wieder normal und sowohl bei meinem Mann als auch bei mir die Cholesterinwerte im grünen Bereich. Und warum? Ganz einfach, weil tierische Fette völlig weggefallen sind. ...
Polemisch könnte man jetzt natürlich auch sagen, vegetarische Ernährung sei offenbar ungesund - sie fördere wohl hohe Langzeitzucker- und Cholesterinwerte. Aber mal ernsthaft: Aus Einzelfällen, wie z.B. Beobachtungen an sich selbst, auf "gesund" oder "ungesund" zu schliessen, ist nun doch etwas einfach. Ansonsten könnte ich auch behaupten, eine "durchschnittliche" Ernährung unter Einschluss von Fleisch sei wohl total gesund: keine hohen Zuckerwerte (weder lang- noch kurzzeitig), keine erhöhten Cholesterinwerte. Das müsse also wohl am Vorhandensein von tierischen Fetten liegen.

Ganz allgemein kann natürlich gerne jeder/jede vegan, vegetarisch oder von mir aus auch als reiner Rohköstler/in leben, wenn er/sie will. Aber man sollte nicht meinen, man sei allein deshalb ein besserer Mensch. Ausserdem sind das überwiegend Wohlstandsdiskussionen. Wo Mangel herrscht, wird das gegessen, dessen man habhaft werden kann - pflanzlich oder tierisch, Hauptsache nahrhaft.

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clara27 07.09.2014, 13:47
19. Mich würde mal interessieren,

warum braucht ein Veganer Bratwurst, Schweinebraten, Käsekuchen?
Das gibt es bei uns alles im Supermarkt als vegane Produkte und ist wahrscheinlich die blanke Chemie.
Klärt mich mal auf.

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