Forum: Gesundheit
Pressekompass: Vegane Ernährung - moralisch, aber ungesund?
DPA

Immer mehr Menschen ernähren sich vegan. Auch die Lebensmittelindustrie reagiert mit neuen veganen Produkten. Ist diese Ernährung tatsächlich moralisch geboten - und ist das überhaupt gesund? Das sagen die Medien.

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veremont 07.09.2014, 13:55
20.

Zitat von sigma55
Wer es billigend in Kauf nimmt, dass jährlich Milliarden von Tieren getötet werden, ggf. sogar noch dazu beiträgt, kann derjenige ein guter Mensch sein? Und klar nerven Veganer. Würde sich sonst etwas ändern, wenn man stets brav die Klappe hält?
Ach wissen Sie was? Damit kann ich leben.
Ich würde sogar selber schlachten wenn es nötig ist. Ich esse viel Obst, viel Gemüse - aber eben auch Fleisch und wenn Sie glauben sie wären durch Verzicht ein besserer Mensch, dann will ich Sie nicht in Ihren rosaroten Träumereien stören.

Fahren Sie eigentlich Auto? Beziehen Sie Ökostrom? Kaufen Sie Nestle Produkte? Palmöl?

...

Wann ist man denn ein guter Mensch? Welchen Katalog muss man erfüllen? Oder reicht es wenn man Veganer ist?

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cobaea 07.09.2014, 14:03
21. Gegessen wurde, was man sich leisten konnte

Zitat von susanneuser
Ich habe grundsätzlich nichts dagegen wenn jemand seine Finger nicht von Fleisch lassen kann. Aber dann bitte mit Umsicht und kein Fleisch aus Massentierhaltung und vielleicht ganz bewusst nur einmal die Woche, wie es früher auch üblich war.
"Früher" (wann war das gleich noch?) war das üblich, was man sich leisten konnte und was nahrhaft war - schliesslich wurde z.B. im 19. Jahrhundert noch wesentlich schwerer körperlich gearbeitet als heute. Aber "Das häusliche Glück - vollständiger Haushaltungsunterricht nebst Anleitung zum Kochen für Arbeiterfrauen" von 1882 listet in seinen empfohlenen Mittagsmahlzeiten für eine Woche im "Winter und Frühjahr" jeweils nur einen ganz "fleischlosen Tag" auf - an allen anderen wird mindestens eine geringe Menge gebratener oder geräucherter Speck, Blut- oder Leberwurst, Heringe, Schweinsohren etc. Sonntags steht jeweils Rind oder Schwein oder Hammel auf dem Plan. Also nix mit "einmal pro Woche Fleisch". Und im "Hausfrauenkochbuch" (erschienen um 1910) wimmelt's von Rezepten, in denen die Eiermenge und die Verwendung von Fett und Zucker treibt einem die Tränen in die Augen.

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Dark Agenda 07.09.2014, 14:08
22. An sich gut...

Ich mache jetzt auch jede Woche einen Tofu/Grünkern-Tag. Mit einem trockenen Billigschnitzel können sie inzwischen allemal mithalten. Die vegane Szene macht einem aber keine Lust dort näher einzusteigen. Allerdings kenne ich nette Vegetarierinnen...
Habe dazu nun auch ein veganes Kochbuch von einem Starkoch gekauft. Nur sind Zutaten meist schwer zu bekommen und teuer zumal für eine Person. Seitan???
Daher denke ich es ist zuallererst eine Privilegiertenküche, die nicht z.B. für Hartzer geeignet ist.
Um Mangelerscheinungen auf längere Sicht zu vermeiden muss man sich außerdem "intensiv" mit dem Thema Ernährung und Nährstoffe auseinander setzen.

Vegane Restaurants sollte es zudem mehr geben - nicht 08/15-Imbissbuden mit Kürbissuppe und Grünsalat (das ist für mich kein richtiges Essen) sondern richtige nahrhafte Spezialitäten mit ordentlich Eiweiß. (50% in der Aufbauphase)

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agt69 07.09.2014, 14:17
23. Oh je...

Wie wäre es denn, wenn einfach jeder isst, was er will und was ihm schmeckt, ohne daraus so ein Riesenthema zu machen? Die Behauptung, man könne nur als Veganer ein guter Mensch sein, wie sie von sigma55 aufgestellt wird, ist einfach nur selbstgerecht und albern!

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11chris 07.09.2014, 14:19
24. Pressekompass?

Oh man, pressekompass, wirklich? Wenn Ihr euch wirklich interessieren wuerdet und hinterfragen wolltet, dann fangt an fundierte Arbeiten und Studien zu lesen anstatt dieses einseitige, pseudo-wissenschaftliche Geschwaetz fortzufuehren.

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hartsch 07.09.2014, 14:25
25. für mich als Fleischmampfer

Zitat von CMES
... die jeder Vegetarier, Veganer in seinem Umfeld durchmacht bzw. durchmachen muss. Das kann auf Dauer sehr anstrengend sein, weil es teilweise auch nach Jahren noch die gleichen Fragen sind, z.B. "Willst Du nicht von der Tomatensauce mitessen? Ich habe sie wie immer gemacht, ein bisschen Hackfleich ist natürlich auch drin." Da fragt man sich schon, was an fleischlos nicht zu verstehen ist. Das ist für alle Vegetarier / Veganer durchaus anstrengend, dass sie sich immer wieder erklären müssen. Und man hat eben auch das Gefühl sich immer rechtfertigen zu müssen, warum man das tut. Darin sind die Positionen pro/contra Bratwurst scheinbar vergleichbar.
ist es "durchaus anstrengend", von den Biotikern ständig ein schlechtes Gewissen eingeredet zu bekommen.
P.S. ich esse mehr nichttierische Produkte als tierische. Zufrieden jetzt?

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lohmeyer.michael 07.09.2014, 14:30
26. Die Sau, das Dorf

Nu lasst es doch endlich mal gut sein mit dem Für und Wider vegan nich vegan, gesund, ungesund, moralisch, unmoralisch, blah, blah, blah. I mag koa Fleisch mehr essen. Hab ich 50 Jahr getan und bin nun satt. Jetzt ess i ma woas andres, gell?

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7eggert 07.09.2014, 14:38
27.

Zitat von Mimimat
Ich frage mich (eigentlich nicht wirklich), wie ein Veganer oder auch Vegetarier reagieren würde, wenn ich ihm ständig die besagte Bratwurst aufzwingen wollen würde ("Erst durch Fleischgenuss haben wir evolutionär die Intelligenz entwickelt, also mach jetzt!").
Ein derartiges Anbieten sind die gewohnt. Ist ja nur ein bißchen Fleisch dran ...

Essen abzulehnen ist egal für wen und aus egal welchen Gründen schwierig. Sogar nur Alkohol abzulehnen und Leitungswasser zu trinken artet regelmäßig in eine große Diskussion aus, und das ist wenigstens mittlerweile gesellschaftlich einigermaßen akzeptiert.

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Mitti 07.09.2014, 14:46
28. Andersherum wird ein Schuh draus

Ich habe in den letzten zehn oder mehr Jahren keinen erwachsenen Veganer oder Vegetarier getroffen, der missionieren wollte.
Umgekehrt jedoch hör ich bei rund jedem zweiten Grillen dumme Sprüche von Fleischessern über die vegetarische Lebensweise.

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lachsn 07.09.2014, 14:47
29. Gegensätzliche Erfahrungen

Hier wird oft behauptet, die Vegetarier oder Veganer gehen anderen mit ihrem Lebensstil auf die nerven. Meine Erfahrungen sind dahingehend eher sehr gegensätzlich. Viele Leute die ich in letzter zeit kennengelernt habe verzichten auf Alkohol oder Fleisch, haben daraus aber nie eine Nummer gemacht. war teilweise selbst überrascht. Im Gegenzug ess ich selbst seit ein paar Monaten kein Fleisch mehr und gerade aus dem Familienhaus, aber auch von unzähligen anderen kommt immer eher die antireaktion. Als wenn ich ihnen ihren Genuss nicht gönnen würde.

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