Forum: Gesundheit
Pressestimmen : Cannabis - grünes Geschenk oder grünes Gift?
REUTERS

Schmerzkranke dürfen für den Eigenbedarf Cannabis anbauen. Wie kommentieren deutsche Medien das Thema? Die Meinungen im Überblick - in Kooperation mit Pressekompass.

Seite 1 von 4
Freidenker10 22.07.2014, 13:09
1.

Es gab mal Zeiten in denen Cannabis eine absolute Nutzpflanze war. Selbst die Bauern haben sich abends ein Pfeifchen gegönnt! Der Hanf wurde zu allem möglichen verarbeitet...Keine Ahnung warum das alles irgendwann verteufelt wurde, der Alkohol aber nicht?
Man schaut doch auf seiten der deutschen Regierung ständig auf die USA, also machen Sie es doch auch in diesem Fall! Die Kriminalität geht zurück, die Steuereinnahmen steigen und Horden von Dope-Zombies sieht da auch keiner! Was soll den die Verteuflung? Was geht das denn die Gegner an, wenn man als Feierabend-Kiffer gemütlich in einen Laden gehen möchte und sich sein "Gräschen" kauft und gemütlich auf dem Sofa einen reinzieht? Schadet es den "dummdeutschen Beamten"? Die oft angegebene "Verblödung" der Kiffer, sehe ich nur bei den gegnern!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ColdFever 22.07.2014, 13:18
2. Alkohol und Cannabis

Bis heute ist mir nicht klar, warum die eindeutig schädliche Droge Alkohol, die für Tausende Abhängige, zerstörte Familien und Tote von Unbeteiligten im Straßenverkehr verantwortlich ist, frei erhältlich ist, wogegen die Droge Cannabis, die sogar einen therapeutischen Nutzwert für viele Menschen haben kann, verboten ist. Wahrscheinlich ist der einzige Grund, dass Politiker eher zusammen saufen als zusammen kiffen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Untertan 2.0 22.07.2014, 13:21
3. Überfällig

Wenn man sich anschaut wie es überhaupt zum Verbot von Cannabis kam (Ägyten drohte bei der Opiumkonferenz 1925 mit Importbeschränkungen für Heroin der Firma Bayer, die daraufhin die deutsche Regierung zum Einlenken bearbeitete), wird klar, wie überholt die Vorschriften inzwischen sind. Wenn man Alkohol zulässt, braucht man Hanf nicht verbieten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pbrosch 22.07.2014, 13:24
4. je früher desto besser

die legalisierungsdebatte wird seit mind. 25 jahren geführt, ohne dass unsere politiker den mut hätten, das einzig richtige zu tun:
marihuana legalisieren. unter staatlicher kontrolle, mit mindestalter, aber voll legal.
solange alkohol, zigaretten, kaffe, tee, zucker, hustensaft etc. legal sind, ist das m-verbot rein politisch.
zum besseren verständnis: ich hab vor 50 jahren mal an nem joint gezogen, das wars mit illegalen drogen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lari-fari-i 22.07.2014, 13:25
5. Keine Ahnung warum das alles irgendwann verteufelt wurde, der Alkohol aber nicht?

Das kann ich Ihnen sagen. Ein Werk der Kunstfaser Lobby. Wie soll man Nylonfäden, -seile, -textilien etc. verkaufen wenn Hanf das alles besser kann. Also verbieten lassen....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schlüsselkind 22.07.2014, 13:26
6. Fehlende Differenzierung

Bei den meisten Kommentaren der im Artikel zitierten Medien fehlt es mal wieder -wie so oft- an der Differenzierung. Fakt ist: In Deutschland ist der KONSUM von Cannabis nicht illegal. Niemand "kriminalisiert" also "den Konsumenten. Weder zukünftig noch bisher. Mit dem Erlauben eigenen Anbaus macht NRW den Konsumenten aber zum HERSTELLER (wenn auch nur, wer's glaubt wird selig, zu "seinem Eigenbedarf"). Rechtlich und von den Konsequenzen der Verfügbarkeit her, Potential für Missbrauch des Privilegs usw., eine vollkommen andere Dimension. Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass die "Verschreibungen" selbst kiffender Mediziner an ihre Freunde schlagartig nach oben schnellen werden, und dann haben alle ihren Spass am Selbstanbau. "Aus therapeutischen Gründen", natürlich. Aus meiner Sicht hochproblematisch und leichtfertig. Wer sich so sehr mit Cannabis beschäftigt, dass sie/er Spass am Selbstanbau hat - man verzeihe mir die Generalisierung, aber es wäre naiv, das abzustreiten - ist tendenziell schon ohne medizinische Diagnose oder Bedarf intensiver Konsument. These, natürlich. Aber welcher Selbstanbauer streitet das wirklich ernsthaft und aufrichtig ab...? Niemand soll mir doch erzählen, dass sie/er erst wegen der Schmerzdiagnose mit dem Anbau und Konsum beginnt. Ausgemachter Unsinn. Dass Cannabiskonsum im Übrigen -Thema ausgerechnet einer Spiegel Titelstory vor einigen Jahren- zudem in viel größerem Maße für das Auslösen von Psychosen verantwortlich ist -ich kenne den tragischen Fall eines engen Familienmitglieds aus direkter persönlicher Erfahrung- wird in der gesamten Debatte eben auch gern unter den Tisch gekehrt. Ich verteufele das Zeug nicht, bin oft genug dabei, wenn ein Joint "rumgeht", unter fest im Leben stehenden etablierten, stabilen Mitmenschen. Aber ich rühre es nicht an und reiche höflich weiter, schon immer. Nun ja, mir fehlt wohl insgesamt das Bedürfnis nach "psychedelischer Alterierung" meines Gemütszustandes. Umgekehrt: Wenn ich einen Medienkommentar oben von "billig gestrecktem giftigem Gras auf den Schulhöfen" lese, kann ich denjenigen Journalisten auch nicht mehr ernst nehmen. Marihuana kommt in der Regel quasi "am Strauch" in den Handel, insofern eben schon "ein reines Naturprodukt", wo eine "Streckung" gar nicht möglich ist... Wie gesagt: In der Debatte debattieren viele Ahnungslose - auf beiden Seiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
h.buhr 22.07.2014, 13:32
7. Sehr schön ist die Argumentation...

das die Leute danach wieder arbeiten könnten und somit der Gemeinschaft wieder zuträglich wären. So ein Gehirnkot von einem Spiegel-Schreiber. Es geht, so weit ich das verstanden habe, hauptsächlich darum Leben in Endstadien erträglicher zu machen. Aber naja, Krebs- und Aidskranke im Endstadium haben die Gesellschaft ja schon genug gekostet ... sollen die in Ihren letzten Monaten der Gesellschaft doch gefälligst was zurückgeben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
regula2 22.07.2014, 13:41
8. unbedacht

Die Legalisierung von Cannabis hätte verheerende Folgen !
Sie würde Tausende von Beamtenplanstellen vernichten und Hunderte von Gutachtern arbeitslos machen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
BaMargera 22.07.2014, 13:43
9. @ Freidenker10

Lesen Sie dazu mal http://www.utopia.de/blog/fairessen-fair-zu-umwelt-mensch/warum-die-wunderpflanze-hanf-verboten
oder informieren Sie sich einmal über William Randoph Hearst und seine Diffamierungskampagne. Selten hat eine aus reiner Profitgier entstandene Verleumung sich über Jahrzehnte so hartnäckig gehalten und wirkt noch bis heute nach... aus Marketing- oder Public-Relations-Sicht kann man Hearst nur gratulieren, aber als Cannabis-Liebhaber möchte man ihn in der Hölle schmoren sehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4