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Pressestimmen : Cannabis - grünes Geschenk oder grünes Gift?
REUTERS

Schmerzkranke dürfen für den Eigenbedarf Cannabis anbauen. Wie kommentieren deutsche Medien das Thema? Die Meinungen im Überblick - in Kooperation mit Pressekompass.

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schlüsselkind 22.07.2014, 14:39
20. zu Nr. 10 und Nr. 12

zu Nr. 10: Der von Ihnen geschilderte Umgang mit dem Bürger nach Grenzübertritt ist -reiner Eigenkonsum vorausgesetzt- natürlich auch problematisch, allerdings -wie Sie im Ergebnis selbst schildern, ohne es vielleicht zu merken- eben nicht kriminalisierend. Denn im Ergebnis passiert nach den erfolgten Ermittlungen - nichts (ausser, dass natürlich, ich stimme Ihnen zu, man plötzlich in Dateien landet, was bereits zu einer Stigmatisierung führt. Das müsste in der Tat geändert werden). Kriminalisierung aber ist, wenn ich eine Strafe zu erwarten habe. Dass Ermittlungsbehörden ermitteln können müssen, und Ermittlungsergebnisse festgehalten werden, kann man fairerweise aber nicht generell verteufeln. Und -sorry, vermutlich vertreten wir beide hierzu einfach unterschiedliche Auffassungen- ein Grenzübertritt mit nach derzeitigem Stand illegalen Substanzen im Gepäck ist nun einmal auch wieder etwas anderes als der reine Privatbesitz zu Hause, und insoweit -über die Niederlande verlaufen nun einmal ohnehin große Teile der illegalen Cannabis-Handelswege- Anlass zu genauerer Ermittlung.

zu Nr. 12: Danke für den Hinweis mit dem Besprühen, kannte ich in der Tat noch nicht. Wie gesagt: Es debattieren auf beiden Seiten viele Ahnungslose, einschließlich mir. Der Hinweis zum "passiven Alterieren" durch's Danebensitzen ist aber sicherlich nicht ernst gemeint... Es ist schlichtweg physisch unmöglich, durch das Danebensitzen in einem Raum, in welchem EIN (!! - lassen Sie's aber auch gerne zwei oder drei sein) Joint herumgereicht wird, ausreichend THC in den eigenen Stoffwechsel aufzunehmen, um überhaupt ansatzweise nachweisbar überhaupt THC konsumiert zu haben.

Generell fällt in der Debatte auf: Die Leidenschaft findet sich auf der Seite tatsächlicher Konsumenten ("alles harmlos, legalisieren") und auf der anderen Seite bei nie mit der Droge -weder selbst noch im Bekanntenkreis- in Berührung gekommener Altherren ("verbieten, furchtbar, Einstiegsdroge"). Dazwischen, insbesondere OBJEKTIVES, also beide Seiten beleuchtendes, gibt's wenig. So wird ein Befürworter das medizinisch längst nachgewiesene Problem der THC-induzierten psychischen Erkrankungen, von denen die deutschen Psychatrien voll sind, nie in die Debatte freiwillig einbringen. Ein Gegner wird umgekehrt stets vermeiden, auch nur irgendeine Nützlichkeit von Hanf einzuräumen. Wobei auch hier wieder von der Konsumentenseite die Nützlichkeit von Hanf als Nutzpflanze (Textilien, Seile usw.) viel zu schnell und simplifizierend als Argument für Cannabiskonsum dienen soll. Und die o.g. Produkte kann man auch aus Hanf erzeugen, der THC-mässig überhaupt nicht verwertbar ist. Ebenso wie ich mir Mohnblumen ins Fenster stellen kann, ohne zwangsläufig auf Schlafmohn zurückgreifen zu müssen, der Opium in Herstellungskonzentration enthält... Wie gesagt, Objektivität würde dieser Debatte gut tun. Was Internetquellen, Bücher etc. anbelangt: Ich finde zu JEDER Meinung irgendeine Studie, die meine eigene gewünschte Meinung bestätigt. Nur weil etwas in Buchform existiert, ist es nun einmal dadurch noch nicht allein selig machende Wahrheit

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Mr. Eko 22.07.2014, 14:39
21. Unqualifiziert!

Mir dreht sich schon wieder der Magen herum, wenn ich mir vor Augen halte, was hier teilweise für dummes Zeug geschrieben wird.
"Konsum nicht illegal", "reines Naturprodukt - wird nicht gestreckt" etc.. Es wäre wünschenswert, wenn man schon keine Ahnung von der Materie hat, sich wenigstens einschlägig zu informieren. Bitte nicht so ein unqualifiziertes Geschwätz! Aber leider verhält sich das so, wie mit unserer lieben Bundesregierung. Da werden Unwahrheiten verbreitet mit dem Ziel, dass es der spießige Kleinbürger schon glauben wird. Und von jenem gibt es leider viel zu viele in diesem armen Land.
Liebe Abstinenzler. Ich beglückwünsche Sie zu Ihrem Konsumverzicht einschlägiger Rauschmittel. Bitte nehmen Sie jedoch zur Kenntnis, dass es schon immer Menschen gab, die sich gerne mal einem Rausch hingegeben haben. Da haben Verbote noch nie etwas genutzt!
Oder inwieweit werden dadurch Ihre Persönlichkeitsrechte verletzt? Bitte erklären Sie mir das mal.

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schlüsselkind 22.07.2014, 14:55
22. zu Nr. 17

Wenn Cannabis vor 80 Jahren in den USA - und später bei uns- aus sachfremden Gründen illegalisiert wurde, dann ist das -aus damaliger Sicht- natürlich ein Skandal. Seitdem ist aber viel Wasser den Rhein und Mississippi hinuntergelaufen. Wir sind nun einmal (Gott sei Dank) nicht mehr auf dem Stand der Erkenntnisse der 30er Jahre. Wenn im ausgehenden 20. und begonnenen 21. Jahrhundert die Illegalität beibehalten wird, weil es um eine inzwischen verbreitete völlig andere Nutzung der Pflanze geht, die unterbunden werden soll (mit Verlaub, wir debattieren hier ja nicht über Papierherstellung...), dann kann ja nicht ernsthaft das Hearst-Argument dazu dienen, jetzt den Anbau von Cannabis zum THC-Konsum zu argumentieren. In den 30er Jahren war meines Wissens auch Heroin noch ein legales Produkt von Bayer. Nur weil es einen Nutzen (z.B. Hustendämpfung) hatte, muss ich es aber nicht mit den Erkenntnissen von der ganz anderen heute gängigen Nutzung wieder legalisieren. Wie gesagt: Hier vergleichen (fast) alle immer Äpfel mit Birnen, je nach Interessenlage...

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tueddeluet 22.07.2014, 15:13
23. Viele Ahnungslose... Sie aber auch

"...wo eine "Streckung" gar nicht möglich ist"
Vielleicht nicht einfach lostippen, wenn mensch sich nicht sicher ist... vielleicht doch vorher einmal die Suchmaschine Ihres Vertrauens bemühen. Eine Streckung ist sowohl möglich. Und nicht nur mit einer Substanz. Gewürze natürlich. Aber auch Talkum und einem Gemisch dass "Brix" genannt wird.
Eben erst die eigenen Gedanken überprüfen und nicht andere als Ahnungslose hinstellen.
"...Psychosen..."
Dass es im Zusammenhang mit Cannabis zu Psychosen kommen kann ist bekannt. Allerdings ist es bei Alkohl bekannt, dass es so ist, bei Cannabis hingegen wird es vermutet. Desweiteren liegen in dem Fall aber schon psyhische Probleme vor, bevor es zum Konsum kam. Das ist bei Alkohol nicht immer der Fall.

Und eine Kriminalisierung findet eben doch statt. Ja, es ist nicht "illegal" im eigentlichen Sinne. Eine Kriminalisierung findet aber nicht immer nur im Bereich des Gesetztes statt, sondern beginnt auch in der Bevölkerung. Oder ist es etwa so, dass ich ebenso offen einen Joint nach einem Geschäftsessen rauchen kann, wie andere ihr Bier bereits zum Essen trinken? Ganz sicher nicht.

Wenn Sie sich vielleicht gleich nur mal 15 Minuten Zeit nehmen und Ihre "Thesen" per Suchmaschine überprüfen, hätten Sie für die nächste Diskussionsrunde etwas mehr Hintergrundwissen und vielleicht ja auch eine andere Meinung(?). Allein die verschiedenen Wirkungsweisen und Statistiken im Bezug auf "Alkohol-Cannabis" sollte Sie vielleicht ihren Alkohol gegen den, beim nächsten Treffen mit den "fest im Leben stehenden etablierten, stabilen Mitmenschen", angebotenen Joint tauschen lassen.

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Mr. Eko 22.07.2014, 15:23
24. Äpfel und Birnen

[QUOTE=schlüsselkind;16208081]
Gerade Sie ziehen mit dem Vergleich Heroin und Cannabis auf Äpfel und Birnen ab. Ihre Argumentation ist polemisch und einfach nur erbärmlich!

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ralfrichter 22.07.2014, 15:40
25. Es

hätte,wennste könnste usw.Es gibt kein schlüssiges Argument gegen die Freigabe von Cannabis.Es ist an jeder Ecke erhältlich und kriminalisiert wird der Endverbraucher,währenddessen sich daneben Alkoholabhängige wegschädeln und wenn es nicht reicht noch ein paar Pillen dazu reinschaufeln.
Alles was übertrieben wird,ist am Ende schädlich,selbst der Sport..
Solange man Ausgrenzt und die Realitäten nicht wahr nimmt,gewinnen nur die Kartelle...

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bill_dauterive 22.07.2014, 17:21
26.

@schlüsselkind:
Der Konsum (und der Besitz von Klein(st)mengen) ist "unproblematisch"???
Jobverlust, Repression und ein jahrelanger (und hohe, teilweise fünfstellige Summen verschlingender) Spiessrutenlauf durch die Behörden um seinen Führerschein wiederzubekommen (obwohl man u.U. gar nicht Auto gefahren ust bei der Kontrolle!!!!!) halten Sie für "unproblematisch"???
Die "Strafe" für Konsum erfolgt im ach so tollen Rechtsstaat Deutschland g
heutzutage durch die Führerscheinstelle, die keinerlei rechtlicher Kontrolle unterliegt. So können auch Menschen "bestraft" werden die zum Zeitpunkt der Kontrolle weder Auto gefahren sind noch aktive Wirkstoffe im Blut hatten.
Das ust in meinen Augen eine derartig himmelschreiende Sauerei dass es jeder Beschreibung spottet.

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!Obacht! 22.07.2014, 18:07
27.

Zitat von Maxey
Das absurde am Strecken von Cannabis ist, dass das Strafmaß der Dealer/Strecker dadurch auch noch zurück geht, da insgesamt der THC-Gehalt zur Gesamtmasse des Cannabis (+ Streckmittel) sinkt. Das Verbot von Cannabis und der daher aufblühende Schwarzmarkt, stiften quasi zum Strecken eines eigentlich natürlichen Produkts mit giftigen Chemikalien an. M. B.
Ich liebe es, wenn Foristen so wissend tun.
Nicht die Menge THC wird verurteilt sondern die Menge Gras, Shit usw. Wenn Sie ein Kilo Mehl als Rauschmittel verkaufen, sind sie wegen einem Kilo dran.

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!Obacht! 22.07.2014, 18:10
28.

Zitat von Maxey
Hier ein passender Link! MfG M. B.
Lach. Der Hanfverband ist ein Einzelunternehmen. So steht es auf dessen HP zu lesen....im Impressum.
Also nix "Verband"...

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bill_dauterive 22.07.2014, 19:08
29.

Zitat von !Obacht!
Ich liebe es, wenn Foristen so wissend tun. Nicht die Menge THC wird verurteilt sondern die Menge Gras, Shit usw. Wenn Sie ein Kilo Mehl als Rauschmittel verkaufen, sind sie wegen einem Kilo dran.
Vollkommener Blödsinn. Es geht bei Verurteilungen ausserhalb von Kleinstmengen IMMER UND AUSSCHLIESSLICH um die Menge des enthaltenen Wirkstoffs.

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