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PSMA-Therapie gegen Prostatakrebs: Das Geschäft mit der Hoffnung
DPA

In Frankfurt therapierten Ärzte an Prostatakrebs erkrankte Männer mit zweifelhaften Methoden. Eine SPIEGEL-Recherche zeigt nun, wie die Mediziner die tiefe Verzweiflung ihrer Patienten zu Geld machten.

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Fa_hh 20.12.2018, 09:16
1. kritisch

Hm, gleich nach Gestern wieder ein dramatischer "investigativer" Artikel. vermutlich wird aber mein Kommentar eh nicht veröffentlicht. der Spiegel sitzt auf einem so hohen moralischen ross, dass er glaubt nach den Enthüllungen gestern wäre er weiterhin moralisch erhaben weil der spiegel das ja ach so offensiv nach aussen getragen hat. aber ansonsten ist es doch eh weiter so wie vorher. der spiegel hat der Presselandschaft gestern einen massiven schaden zugefügt und dann traut man sich heute mit so einem Artikel raus? habt ihr auch Führungskräfte die mitdenken???

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alex300 20.12.2018, 09:16
2. Scheint doch eine sehr interessante Methode zu sein

Würde ich auch vorziehen. Nur, wenn nach der ersten Behandlung keine Besserung eintritt - warum auch immer - sollte man auf erprobte Mittel wie Chemo setzen.

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helmut.alt 20.12.2018, 09:21
3. Krebskranke greifen nach jeden Strohhalm,

wenn sich abzeichnet, dass die Schulmedizin versagt. Jede Chemo ruiniert den Körper und das Immunsystem und am Ende ist es doch nur ein Sterben auf Raten. Jede neue Methode wird Zeit brauchen bis sie endgültig akzeptiert werden kann.

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wuppty 20.12.2018, 09:32
4. Universitätsmedizin

ist Spitzenmedizin und ein Grossteil der Kliniken leistet gute Arbeit. Das rechtfertigt in keiner Weise o.g. Handeln.
Aber wer unkritisch bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung keine 2./3. Meinung einholt, ist diesem Treiben willkürlich ausgeliefert.
Medizin ist ein Markt, und Ärzte sind keine Halbgötter in Weiss. Dem Patienten wurde die Therapie aber auch nicht mit der Pistole auf der Brust aufgedrängt.
Grundsätzlich sollte man niemanden vertrauen, auch wenn er Wunder anbietet......

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mimas101 20.12.2018, 09:37
5. Hmm

wenn sich die Universitätsklinik Ffm schon dafür hergibt auf Weisung und inhaltliche Vorgaben falsche medizinische Gutachten zu erstellen weil Dienstherren Beamte loswerden wollen dann ist sowieso schon Vorsicht angebracht denn die eine oder andere Disziplin einer solchen Klinik könnte ebenfalls nicht nach anerkannten Standards handeln.
Zwar ist eine Uniklinik auch eine Forschungs- und Lehreinrichtung aber gleichzeitig ein Haus der höchsten Versorgungsstufe - und da hat eine sichere Therapie vorzugehen. Vorliegend war das schlicht nicht der Fall und die Patienten vermeidbaren Risiken ausgesetzt (nur gut das Prostatakrebs nur langsam wächst und es dann meist Zeit ist die Therapie umzustellen).
Krebspatienten sollten aber immer eine Zweitmeinung einholen, am besten an einem Tumorzentrum direkt.

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Rassek 20.12.2018, 09:38
6. Ein

wenig reisserisch. Es gibt viele Ärzte, die in verschiedenen Disziplinen gross geworden sind. Das ist nicht unbedingt ein Manko. Ein guter Freund wurde auch nicht nach Leitlinie behandelt. Hier kardiologisch. Zu seinem grossen Glück, sonst hätte sich seine Herzschwäche manifestiert. Ebenso ist zB. Strophantin aus den Leitlinien herausgenommen worden, weil nicht patentierbar und damit ohne Gewinn für Pharma.
Ein Problem sehe ich allerdings: Diese Therapie weiter zu versuchen, wenn die Krebswerte abschmieren.
Ob Metastasen nur auf dem Röntgenbild verschwinden
oder real, könnte man ja mit einer Gewebsprobe nachweisen.

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dondon 20.12.2018, 09:40
7. Danke Herr Bergter

Ich sage Menschen wie Herrn Bergter ein ganz großes "Danke schön!". Für Ihren Mut, ihre Ausdauer und ihre harte Arbeit, die einen innerlich sicher zerreißen kann. Krebs ist der Dämon unserer Zeit. Anstatt jene zu kritisieren und zu verteufeln, die den Kampf gegen Krebs fechten, in einer Zeit unklaren Wissens, sollten wir enorme Ressourcen dafür aufbringen, die Ursachen zu finden. Den obigen Artikel empfinde ich als tendeziös und rücksichtslos. Wer schreibt "statt der Antihormontherapie, die impotent machen kann, statt der Chemo, die Übelkeit und Durchfall bringt.", hat scheinbar nicht die geringste Ahnung davon, was Chemotherapie eigentlich ist und wie sie den Menschen kaputt macht. Viele Menschen sterben an den Nebenwirkungen der Chemotherapie oder leiden enorm unter ihr. Beiläufig Übelkeit und Durchfall als die (scheinbar kleinen) Nebenwirkungen der Chemotherapie aufzuführen ist eine Beleidigung für jeden, der diese Tortur durchleben musste.

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wo_st 20.12.2018, 09:41
8.

So steht es richtig im Artikel, wir wollen nur sehen, lesen was wir sehen, lesen wollen. Das ist über Ärzten so wie bei Journalisten.

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Brinke 20.12.2018, 09:42
9. mhhh

Dass die Therapie nicht bei allen Patienten wirkt ist hier gesagt worden, interessanter wäre aber zu wissen, bei wie vielen die Therapie wirkt und das tut sie, wie zahlreiche Erfahrungsberichte belegen. Verständlich, dass man auf offiziellle Studienergebnisse wartet aber können die ausführenden Nuklearmediziner und Kliniken nicht in etwa einschätzen wie der Wirkungsgrad ist? Ansonsten sehe ich hier nicht wirklich ein Problem, die kosten übernimmt die Krankenkasse, die Therapie ist unkompliziert und frei von Nebenwirkungen also wieso soll man sich erst mit der Hormon- und Chemotherapie behandelt lassen und erst dann auf die PSMA Behandlung zurückgreifen, wenn die beiden erstgenannten ernste Nebenwirkungen haben und ebenfalls nicht immer wirken? Hier wäre eine Begründung des "Expertengremiums" sinnvoll! Liest sich für mich wie eine kleine Hetzjagd, losgetreten von einem Patienten der entäuscht darüber ist, dass die PSMA-Therapie bei ihm nicht gewirkt hat.

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