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Psyche und Gesundheit: "Frauen leiden unterm Pendeln mehr als Männer"
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Viele Menschen verbringen täglich Stunden auf dem Arbeitsweg. Welche gesundheitlichen Folgen das haben kann und wie man das Pendeln möglichst angenehm gestaltet, erklärt ein Psychologe.

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Zaunsfeld 08.03.2018, 11:36
10.

Zitat von Kanalysiert
Im Winter werden die Dinger noch dazu so überheizt, dass man im Winteroutfit schier platzt vor Hitze, ist super, wenn man eh schon keine Hand mehr frei hat und dann noch den Mantel ausziehen muss, weil es einfach zu heiss in der Bahn.....
Was hat denn ein Deo mit Hygiene zu tun? Antwort: Nichts.
Und wieso Sie Ihre WInterjacke im beheizten Zug nicht ausziehen können, das können wahrscheinlich auch nur Sie uns beantworten.

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bembelsche 08.03.2018, 11:42
11. 45 Minuten für eine Strecke ...

... sind ganz schnell erledigt, wenn man einmal wirklich von Haustür zur Bürotür die Zeit misst. Auch (oder besonders?) in Großstädten. Wenn Sie im Hamburger Westen wohnen und im Osten Arbeiten, dann dauert das.

Die wenigsten Arbeitnehmer bleiben heute noch von der Ausbildung bis zur Rente bei einem Arbeitgeber. Jeder Arbeitnehmer, der ein soziales Umfeld, Familie, einen arbeitenden Ehepartner hat und sich vielleicht noch eine Wohnung und ein Haus gekauft hat, überlegt es sich dreimal, ob er wegen 1h Stunde Fahrt pro Strecke zur neuen Arbeitsstelle dies alles aufgibt (und seinen Liebsten ja auch einiges damit zumutet - soll jetzt der Ehepartner pendeln?).
Eine Lösung können unter Umständen flexible Arbeitsplätze (Home Office Tage) und flexible Arbeitszeiten sein.

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Europa! 08.03.2018, 11:46
12. Kluger Beitrag

Mir ist aufgefallen, dass viele Frauen am liebsten mit dem Fahrrad zum Arbeitsplatz kommen. Sie schätzen die Bewegung, die Unabhängigkeit, den Nulltarif und die Abwesenheit störender Mitmenschen. Außerdem sind sie nicht so scharf drauf, irgendwo in der Pampas zu hausen, sondern wohnen lieber in der Stadt. Leider sind nicht alle Städte wirklich fahrradfreundlich und es gibt auch viel zu viele verletzte und getötete Fahrradfahrer(innen) im Straßenverkehr.

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muunoy 08.03.2018, 11:47
13. Ist aber ein interessantes Phänomen

Zitat von hexagon7467
Da Frauen ja zurecht absolut gleich behandelt werden wollen, ist es doch völlig unnötig Erhebungen zu machen, die auf die geschlechtsspezifischen Unterschieden abzielen. Alle Pendler sind gleich, nur die armen Frauen haben es mal wieder sooo schwer. Diese Genderkacke geht mir total auf die Nerven.
Dass Frauen mehr unter langen berufsbedingten Reisen leiden als Männer, ist aber ein interessantes Phänomen und erklärt den sog. pay-gap teilweise. Das wollen die Gender-Fanatiker jedoch nicht hören. Da liegt ja alles an der Gesellschaft und dem Sozialen irgendwie, bla, bla.
Die Argumentation, dass Frauen mehr unter dem Pendeln leiden, weil sie noch den Haushalt machen, überzeugt nicht. Erstens machen in den meisten mir bekannten Partnerschaften beide den Haushalt. In meinem Fall derzeit fast ausschließlich ich, weil meine Lebenspartnerin sehr stark ausgelastet ist, während bei mir gerade weniger los ist. Manchmal ist es halt umgekehrt. In meinem gesamten Umfeld kenne ich kein Paar, wo ausschließlich die Frau für den Haushalt verantwortlich ist.
Folgende Beobachtungen konnte ich jedoch im Laufe meines Berufslebens machen: Da ich als Chemiker Ende der 90er keinen Job fand (Ingenieure und Naturwissenschaftler wurden damals nicht gebraucht), wurde ich Unternehmensberater. Bei den Youngstern war das Geschlechterverhältnis recht ausgeglichen, da mein Arbeitgeber auch bemüht war, möglichst viele Frauen zu bekommen, was bei eher technischen Inhalten in Deutschland schwierig ist. Wohlgemerkt nur in Deutschland. Insbes. in Asien finden sich ausgesprochen viele weibliche Fachkräfte in technischen Berufen. Das Frauen sich nicht für Wissenschaft und Technik interessieren, hat offensichtlich auch nichts mit dem Geschlecht zu tun, da ich dies als rein deutsches Phänomen ansehe.
Zurück zur Unternehmensberatung: In dem Job ist man eigentlich ständig auf Achse. Frauen machen in dem Job jedoch kaum Karriere und verdienen daher auch nicht mehr. Nicht, weil es Frauen sind, sondern weil sie meistens sehr frühzeitig ausscheiden (1 bis 2 Jahre). Und als Grund geben die Damen nahezu ausschließlich das viele Reisen an. Dies auch bei den noch jungen Single-Frauen, deren Aufwand im Haushalt ähnlich hoch sein wird wie bei Single-Männern. Diejenigen Damen jedoch, denen das Reisen sogar Spaß macht (ja, die gibt es auch), bleiben dabei, machen Karriere und verdienen dann genauso wie ihre männlichen Kollegen. Die fahren dann allerdings genauso aggressiv mit dem Auto wie Männer :-( Also, offensichtlich haben Frauen tatsächlich eher als Männer mit langen berufsbedingten Reisen ein Problem. Eine Untersuchung des Phänomens ohne genderideologischen Scheuklappen halte ich daher für lohnenswert, da man in Deutschland eigentlich nur noch in Jobs viel verdienen kann, in denen man viel unterwegs ist. Ach ja, meine Lebenspartnerin ist Chinesin und auch ständig unterwegs. Sie ist aber auch eine sehr erfolgreiche Geschäftsfrau. Asiatinnen haben nach meinen Beobachtungen bei vielen berufsbedingten Aufenthalten in Asien sowieso weniger Probleme mit dem Reisen als deutsche Frauen. Vermutlich ist das mit ein Grund, warum in Asien der Frauenanteil in Führungspositionen deutlich höher ist.

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Nobody X 08.03.2018, 11:48
14. @ Nr. 5 u30

Welche Personengruppen sind es denn genau, von denen Sie angestarrt werden? Oder empfinden Sie es als politisch nicht korrekt, diese Personengruppen zu benennen? Betrunkene dürften doch eher die Ausnahme sein.

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Chico73 08.03.2018, 11:48
15. sehr armselig

Zitat von c.PAF
Sorry, aber was soll so ein Bericht? Selbstverständlich liebe Frauen seid ihr - gerade heute - genauso belastbar wie Männer und leidet natürlich nicht mehr unter dem Pendeln wie wir. Leute, so wird das nichts mit dem Gender...
Natürlich ist das Pendeln für diejenigen deutlich stressiger, die in einem minütlich genau getakteten Tagesablauf feststecken. Wer nach der Arbeit zur Kita muss, um die Kinder dort pünktlich abzuholen hat doch selbstverständlich einen ungleich höheren Druck. Das dies nun mal in der großen Mehrzahl Frauen sind, ist nun mal leider so... Wenn Sie auf dem Heimweg eine halbe Stunde im Stau steck - so what, ist maximal das Essen kalt und Sie verpassen GZSZ. Wenn Frau aber um 15:30 in einer Vollsperrung steckt, könnte der Stresspegel durchaus etwas höher ansteigen, wenn um 16:00 die Kita schließt.
Mal ein wenig über den Tellerrand schauen bevor man irgend so ein Schmarrn schreibt.

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Plasmabruzzler 08.03.2018, 11:53
16.

Zitat von u30
Mich stresst das pendeln an manchen Tagen mehr als an anderen nicht weil ich den Haushalt machen muss (da macht mein Mann mehr - weil er den kürzeren Arbeitsweg hat) sondern weil man manchmal mit komischen Gestalten in der Bahn sitzt. Ich kann mir vorstellen, dass Männer diese Situation deutlich weniger bedrohlich erleben als Frauen.
Keine Sorge, Männer sind da ebenso betroffen (und zeigen es vielleicht nicht so sehr bzw. reden nicht drüber). Wenn man bedenkt, dass ca. 2/3 aller Gewalttaten laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS)an Männer verübt werden, sollte Frau da eher sorgloser sein. Und nicht jede komische Gestalt ist automatisch Straftäter.

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notenbuch 08.03.2018, 11:54
17. Haushält=Frauenaufgabe=unumstößlich?

Irgendwie eine seltsame Lesart und Überschrift, dass Frauen mehr unter dem Pendeln leiden, weil sie in der Zeit keinen Haushalt machen können. Vielleicht wollen Frauen diese Mehrarbeit gar nicht? Wie wäre es damit: pendeln stresst Männer und Frauen etwa gleich. Bloß Frauen lassen sich trotz Fahrerei das Gros des Haushaltes überhelfen, während Männer in der Fahrerei ihren Beitrag geleistet sehen. Ich bin sehr lange gependelt und: ich habe keine Sekunde gedacht: schade, dass ich pendle, wo ich doch lieber den Haushalt machen würde.

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m.m.s. 08.03.2018, 11:58
18. Pendel-Pay-Gap und Gender-Pay-Gap

Es ist wirklich sehr interessant, wo überall "die Frau" benachteiligt wird und "psychisch leidet". Ich habe allerdings den Verdacht, dass dies wie immer keine seriöse Grundlage hat sondern ideologischer Kauderwelsch ist. Das gleiche gilt für das Gender-Pay-Gap, das bei der Multivariat-Analyse sich auflöst.

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Katzazi 08.03.2018, 12:00
19.

Als Frau muss ich mich hier jetzt schon etwas über die Kommentare mancher Männer wundern. Im Text steht eine Erklärung, warum Frauen mehr unter Pendeln leiden, als Männer. Nämlich weil an sie sozial weit mehr Anforderungen gestellt werden, als an Männer. Für Frauen wartet meist eben mehr Hausarbeit nach dem Pendeln, als dies bei Männern der Fall ist und das erzeugt dann eben mehr Stress. Wäre bei Männern umgekehrt wahrscheinlich genauso. --- Selbst bin ich IT-Consultant, arbeite also für längere Zeiten (Monate, Jahre) bei Kunden. Dafür umzuziehen lohnt nicht. Im Moment bedeutet das für mich ein Pendeln von 1,5h pro Richtung jeden Tag mit dem Zug. Ich habe aber auch mehrere Jahre lang Wochenende-Pendeln gemacht. Bei lokalen Kunden bin ich auch schon 45 Minuten pro Richtung mit dem Rad gefahren. Hier frage ich mich dann doch, ob all die Männer, die hier so groß schreiben, dass Frauen bereit sein die gleichen Kosten auf sich zu nehmen hier mithalten können.

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