Forum: Gesundheit
Psyche und Gesundheit: "Frauen leiden unterm Pendeln mehr als Männer"
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Viele Menschen verbringen täglich Stunden auf dem Arbeitsweg. Welche gesundheitlichen Folgen das haben kann und wie man das Pendeln möglichst angenehm gestaltet, erklärt ein Psychologe.

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Lorah 09.03.2018, 17:14
80. Wo ist die Empathie???

Man könnte über die Diskussionskultur hier ja fast schon lachen, wenn es nicht so bitterernst wäre. Wird hier irgendein Missstand aufgezeigt (und da darfs auch ruhig um Dieselfahrzeuge gehen, das Thema ist im Grunde egal), ist es immer pure Jammerei (der anderen), weil man selbst ja so superduper-toll und organisiert ist und alle mit anderem Lebensansatz einfach zu dumm, um richtig zu leben. Nochmal: Es geht nicht darum, einen Singel-Haushalt zu schmeißen (wo man ja auch mal alle Fünfe grade lassen könnte) und kommen und gehen zu können, wie es einem beliebt und dabei z. B. die Öffis zu nutzen, sondern darum, eine Familie mit Kindern zu managen, (meist) Nachmittags, nach einem Arbeitstag, zu dem man auch noch - weil z. B. unzuverlässig - stressig hin- und zurückpendeln muss. Und das betrifft meine Erfahrung nach nun mal meistens Frauen. Wenn Sie das nicht glauben wollen, stellen Sie sich bitte mal morgens und dann wieder gegen 15 h vor eine Grundschule Ihrer Wahl (ich sage hier ausdrücklich nicht Kita, da können in der Tat nicht-berufstätige Mütter dabei sein, weil die Kinder noch kleiner sind). Und ja, diese Leute haben sich die Familie ausgesucht, den Job meistens auch, aber das Pendeln ist eben ein zusätzlicher Stressfaktor. Darum geht's hier. Um nichts anders. Und das darf man diskutieren. Oder darf man das auch nicht mehr sagen, in diesem unserem Lande (na???). Zum Schluss hätte ich gerne noch gewusst, warum hier, wenn von alleinerziehenden Frauen die Rede ist, immer die latente Unterstellung im Raum schwebt, die seien selbst Schuld an ihrer Situation (die alleinerziehenden Männern tendenziell aber eher nicht). Gibt es dazu was Belastbares?

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michlauslöneberga 09.03.2018, 18:58
81. Aha!

Zitat von Celegorm
Fragt sich dann bloss, wieso man nicht einfach in die Nähe des Arbeitsorts zieht. Dass das Pendeln gerade bei Arbeitsplätzen in teuren Grossstädten oft schwierig zu vermeiden ist, mag ja sein, aber wer nicht flexibel genug ist, sein Leben etwas anders zu gestalten und stattdessen lieber täglich oder wöchentlich hunderte Kilometer fährt, der ist schlicht selber Schuld.
Ich bin tief beeindruckt über die Tatsache, dass Sie bereit sind, Ihre Mitmenschen am enormen Fundus Ihres Wissens und Ihrer Lebenserfahrung teilhaben zu lassen. Vor diesem Hintergrund würde mich doch sehr interessieren, wie Sie einem Paar mit Kindern im schulpflichtigen Alter, Immobilienbesitz und Arbeitsplätzen in unterschiedlichen Himmelsrichtungen Ihren Ratschlag vermitteln wollen. Darf der Partner und die Kinder bei jeder berufsbedingten Ortsänderung dann auch einen neue Stelle suchen und die Kinder in ein anderes Bundesland umschulen? Meine Familie wäre dann alle drei Jahre umgezogen, und ich bin nicht Offizier bei der Bundeswehr.
Bei Mitbürgern wie Ihnen fällt mir ein, dass der Vorteil an Intelligenz bekanntlich der ist, sich dumm stellen zu können. Anders herum ist es eher schwierig...

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supergrobi123 11.03.2018, 04:36
82. @ansv

Zitat von ansv
.. und wenn der Mann dann 50:50 sagt meint er, dass er in der Hälfte der Fälle, in der er es für nötig hält, auch zum Lappen greift. Das erklärt das Ungleichgewicht sehr eindrücklich.
Exakt so sieht es aus.
Wenn Sie der Meinung sind, die Deutungshoheit, wie oft zum Lappen gegriffen werden muss, läge ausschließlich bei der Frau, dann liegen Sie leider falsch. Wenn Sie einen übertriebenen Putzfimmel haben und höhere Ansprüche an die Sauberkeit als Ihr Mann, dann ist das allein Ihr Problem.

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supergrobi123 11.03.2018, 05:24
83. Hm!

Sie haben die Aufregung im Forum komplett falsch verstanden. Es geht um die sexistische Aussage, "Frauen" würden unter dem Pendeln mehr leiden als Männer. Und zwar wegen "Kindern und Haushalt". Selbstverständlich ist es da gut und richtig, sich darüber aufzuregen, dass weder Männer mit "Kindern und Haushalt" überhaupt auch nur erwähnt werden, noch darauf verwiesen wird, dass längst nicht alle Frauen "Kinder und Haushalt" haben, sie aber einfach mal grundsätzlich in den Topf der armen, unterdrückten Opfer geworfen werden. Und natürlich ist es angebracht zu hinterfragen, was sich hinter der angeblichen Zusatzbelastung "Haushalt" eigentlich verbergen soll, wo doch jeder Single einen solchen führt und als nicht nennenswerte Selbstverständlichkeit abhakt.
In Ihrer Pauschalität und Undifferenziertheit ist o.g. Aussage also nichts anderes als gelogen.
Gar nicht angeschnitten wird das Thema, wie hoch denn überhaupt der Anteil der Vollzeitpendlerinnen inkl. kleinen Kindern ist. Womöglich machen sie nur einen verschwindend geringen Anteil in der Armee der müden, männlichen Dauerpendler, die ihre Familien ernähren, aus. Aber Ihnen gehört natürlich die Schlagzeile.
Zudem werfen einige Foristen zu Recht die Frage auf, wer denn bitte schuld ist an den angeblichen Zusatzbelastungen. Gerade in der heutigen Zeit wird ja immer gleich die Sexismuskeule herausgeholt und ein gesellschaftliches Problem, ja sogar Unterdrückung der Frauen durch das Patriarchat unterstellt!
Gerade bei so einer Überschrift ist es doch wichtig zu diskutieren, ob dies der Fall ist oder andere Gründe eine Rolle spielen!
Dass Sie all das nicht begreifen, kann ja passieren. Dass Sie dann aber anderen mangelnde Empathie unterstellen, hat schon was ironisches.

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guzzidiver 12.03.2018, 08:20
84. Pendler

Als nun glücklicher Rentner habe ich vor Jahrzehnten die Idee auf dem Land zu kaufen...und in der Stadt zu arbeiten und damit 40 Jahre zu pendeln glücklicherweise nicht favorisiert, damals waren die verheerenden Verkehrsverhältnise von heute nicht zu erahnen., darüber bin ich froh.
Was es bedeutet mit öffentlichen Verkehrsmitteln, ich bin zu 90% damit in einer Großstadt unterwegs, zu fahren kann ich nur zu gut verstehen....das zerrt ebenso an den Nerven in der heutigen Zeit.
Es sind andere Zeiten angebrochen.......

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Brigitte65 21.08.2018, 17:28
85. Zeit sinnvoll nutzen

"Sie sind mit ihrem Arbeitsweg im Großen und Ganzen zufrieden und sind sogar bereit, etwas längere Pendelstrecken in Kauf zu nehmen, um weder beim Wohn noch beim Arbeitsort Kompromisse machen zu müssen." (Quelle: hrblue.com/stepstone-mobilitaetsreport/)
Für viele ist der Wohnort einen langen Arbeitsweg wert. Allerdings bedenken viele nicht wie schlecht das Pendeln (wie im Beitrag bereits erwähnt wurde) für die Psyche sein kann. Ich selbst pendle auch über 3 Stunden am Tag. Wenn man das mal auf eine Arbeitswoche hochrechnet sind das über 15 Stunden. Ich denke, dass das Wichtigste beim Pendeln ist, die Zeit nicht als verschwendet anzusehen. Man kann sich auf Meetings vorbereiten, egal ob man dabei am Laptop sitzt oder es nur mental macht, wichtige Gespräche durchgehen oder, wenn man nichts anderes zu tun hat, einfach einen Podcast hören oder auch mal ein Buch lesen. Seitdem ich mich darauf konzentriere, die Zeit sinnvoll zu nutzen, kommt mir das Pendeln auch weniger belastend vor. Aber jeder ist da eben anders ;-) !

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