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Psychische Notlagen: Brauche Therapie, warte Monate
DPA

Monatelang müssen gesetzlich Versicherte oft auf einen Platz für eine Psychotherapie warten - auch bei ernsten Krisen und Depressionen. Ein neues Gesetz soll das ändern, mit einer Notfallsprechstunde. Reicht das?

Seite 12 von 28
01099 28.07.2015, 18:12
110.

Zitat von keine-#-ahnung
Ich kenne Depression in jeder Spielart - als Arzt und Sohn. Meine Mutter war während meiner Adoleszenz mehr in psychiatrischen Kliniken zu Hause als bei uns. Und wenn nicht jeder Kassenpatient, der mit seiner Umwelt nicht zurecht kommt, egal ob mit der Arbeit, seinen Beziehungen, abgeforderten Leistungen etc.pp. die Praxen der Psychotherapeuten verstopfen würde, wäre dort auch genügend Platz für die wirklich Bedürftigen. Da sich heutzutage jeder selber die Notwendigkeit einer psychotherapeutischen Intervention selber bescheinigen kann und die Psychotherapeuten verständlicherweise lieber weniger aufwändige Patienten behandeln ... Und Ihr/e Bekannte/r gehört nicht in psychotherapeutische, sondern dringend in psychiatrische Behandlung! Wenn das auch nur halbwegs stimmt, was Sie hier schildern, sollte diese psychiatrische Behandlung dann vermutlich auch stationär stattfinden ...
Okay, ich glaube Ihnen die Erfahrungen einmal und wollte sie wirklich nicht böse angehen. Es gibt nur die Menschen, die ernsthafte psychische Erkrankungen als "Verweichlichung" oder "Schwäche" hinstellen, was dem ganz sicher nicht gerecht wird. In keiner Weise, wie sie selbst offenbar wissen. Und ich auch. Mag sein, dass viele einen kleinen "Winterblues" schon als schwere Depression fehlinterpretieren. Da fehlt mir der Einblick in die Realität.

Ja, meine Schilderungen sind realistisch und ich werde versuchen, dem Menschen mal offensiv dazu bewegen, sich endlich Hilfe zu suchen, damit nicht Schlimmeres passiert. Das Angebot habe ich schon gemacht, dass ich als Begleitung beistehe, aber mehr kann ich nicht leisten.

Besten Dank!

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Vanagas 28.07.2015, 18:16
111. Nein, die Menschen sind nicht kränker

Zitat von Don_Draper
eigentlich mehr psychische erkrankungen, oder werden die nur einfach besser erkannt und nicht mehr so ignoriert wie früher? Würde eigentlich auf das letztere tippen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass nach einer Zeit wie z.B. dem zweiten Weltkrieg die Menschen weniger psychische Störungen hatten als heute.
Wir reden hier über einen Markt. Es ist verdammt viel Geld im Spiel. Menschen werden künstlich kränker gemacht als Sie sind. Das ist wie in der Autowerkstatt. So viel rausholen wie es geht. Durch ehrliches handeln wird man nicht reich. Also unsinnige Dinge verkaufen wo es keiner merkt aber starken Eindruck macht. So wird man auch auf wenig Widerspruch und Kritik stoßen und es wird ohne zu maulen gezahlt.

Und viola, der Markt wird bedient. Aber so richtig!

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Vanagas 28.07.2015, 18:16
112. Nein, die Menschen sind nicht kränker

Wir reden hier über einen Markt. Es ist verdammt viel Geld im Spiel. Menschen werden künstlich kränker gemacht als Sie sind. Das ist wie in der Autowerkstatt. So viel rausholen wie es geht. Durch ehrliches handeln wird man nicht reich. Also unsinnige Dinge verkaufen wo es keiner merkt aber starken Eindruck macht. So wird man auch auf wenig Widerspruch und Kritik stoßen und es wird ohne zu maulen gezahlt.

Und viola, der Markt wird bedient. Aber so richtig!

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Vanagas 28.07.2015, 18:16
113. Nein, die Menschen sind nicht kränker

Wir reden hier über einen Markt. Es ist verdammt viel Geld im Spiel. Menschen werden künstlich kränker gemacht als Sie sind. Das ist wie in der Autowerkstatt. So viel rausholen wie es geht. Durch ehrliches handeln wird man nicht reich. Also unsinnige Dinge verkaufen wo es keiner merkt aber starken Eindruck macht. So wird man auch auf wenig Widerspruch und Kritik stoßen und es wird ohne zu maulen gezahlt.

Und viola, der Markt wird bedient. Aber so richtig!

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Micael54 28.07.2015, 18:30
114. Wettbewerb ist dringend nötig

Auch der Bereich „Psychotherapie” darf nicht mehr unter staatlicher Fuchtel stehen. Bei Psycho-Problemen will ich nicht mit Auswendiglernern aus gutem Hause mit 1er Notendurchschnitt sprechen, sondern mit Menschen, die in ihrem Leben kämpfen mussten – und deshalb ihr Abi nur mit 3,7 erreichten. Auch will ich mit Menschen sprechen, die schon einiges erlebt haben – und nicht 10 oder noch mehr Jahre abseits des wirklichen Lebens an der staatlichen Uni verbracht haben. Ich wünsche mir hier also ein pluralistisches Angebot unterschiedlich ausgebildeter Menschen – die sich in Konkurrenz zueinander um das beste Angebot bemühen. Auch bin ich unbedingt dafür, dass Therapeuten ihr Angebot werblich darstellen dürfen. Der Kunde muss die Möglichkeit haben, sich seinen optimalen Therapeuten gut informiert auszuwählen – und sich vor schlechten Therapeuten zu schützen. Völlig falsch ist natürlich die gleiche Bezahlung aller Therapeuten. Ein guter Therapeut muss um das Vielfache dessen verdienen können, was ein durchschnittlicher Therapeut verdient.

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keine-#-ahnung 28.07.2015, 18:32
115.

Zitat von Vanagas
Durch ehrliches handeln wird man nicht reich. Also unsinnige Dinge verkaufen wo es keiner merkt aber starken Eindruck macht. Oder hui, am Wochenende?
Wieso geben Sie Ihre wenig zielführenden Kommentare eigentlich immer im Triple ab? Besser werden die dadurch nicht ...
Wenn Sie sich beim Arzt abgezockt fühlen - gehen Sie einfach nicht hin. Eigentlich fragt man sich mittlerweile jeden Tag, warum man sich dieses ständige bashing noch antut.
Und dann sollen wir unsere Arbeitszeit noch nach der Ihrigen ausrichten? Am besten 24/7?? Kann ich gut drauf verzichten - entweder ist man krank, dann geht man dann zu Arzt, wenn dieser präsent ist. Oder man meldet sich beim Arbeitgeber dafür ab. Oder man lässt es, weil es dann offenbar doch nicht so dringlich ist ...
Ich empfehle Ihnen mal Bekanntschaft mit "Märkten", die nicht so streng reguliert sind wie der unsere, bei dem ein Arzt für 3 Monate Betreuung eines Patienten 50 Euro Praxisumsatz erwirtschaftet. Der Amerikaner würde sagen: You get, what you pay for ... Seien Sie froh, dass Sie an diesem Versicherungssystem nutzniessen können und dürfen!

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MitKohlensäure 28.07.2015, 18:46
116.

Zitat von Micael54
– und nicht 10 oder noch mehr Jahre abseits des wirklichen Lebens an der staatlichen Uni verbracht haben.
Solche Therapeuten gibt es nirgends. Meine Güte, immer dieses desinformierte Uni-Gebashe. Langsam nervt es.

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mensch-maennlich 28.07.2015, 18:52
117.

Zitat von steffen.ganzmann
Ungelogen bekam ich bei jeden Arzt und jedem Spital innert 7 Arbeitstagen einen Termin! In jeder Stadt! Als GKV-Patient! Und ohne den "ich-bin-auch-Arzt-Joker" ...
Tut mir leid, aber sie sind ein Märchenonkel. Nichts weiter. Ihre Beiträge strotzen nur geradezu von unglaublichen Behauptungen. Troll Account?

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filou99 28.07.2015, 18:54
118.

Zitat von keine-#-ahnung
Ich empfehle Ihnen mal Bekanntschaft mit "Märkten", die nicht so streng reguliert sind wie der unsere, bei dem ein Arzt für 3 Monate Betreuung eines Patienten 50 Euro Praxisumsatz erwirtschaftet. Der Amerikaner würde sagen: You get, what you pay for ... Seien Sie froh, dass Sie an diesem Versicherungssystem nutzniessen können und dürfen!
Ja, Sie haben teilweise recht, die Regulierung durch KK/KV/KZV ist teilweise ärgerlich, insbesondere weil hier Posten und Pöstchen gesichert werden.

ABER: In der Heilberufebranche gibt es leider auch sehr viele, denen der Patient am A..... vorbei geht, da geht es um Praxisoptimierung. Und das Wort IGeL macht mir Gänsehaut.

Übrigens, ich arbeite seit 30 Jahren in der Heilberufeberatung, muss solche "Praxisoptimierer" ertragen. Aber viele Ärzte machen auch einen sehr guten Job UND verdienen relativ gut bis hervorragend.

Die Negativbeispiele mit Ärzten die einen Gewinn unter 50-80TEUR machen sollten sich mal fragen warum das so ist? Es gibt schlechte Kaufleute=Pleite, daher gibt es schlechte Ärzte=Pleite!

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keine-#-ahnung 28.07.2015, 19:13
119.

Zitat von filou99
die Regulierung durch KK/KV/KZV ist teilweise ärgerlich, insbesondere weil hier Posten und Pöstchen gesichert werden. Es gibt schlechte Kaufleute=Pleite, daher gibt es schlechte Ärzte=Pleite!
Da bin ich nicht wirklich d'accord ... auch die KV'en müssen sich zwingend an die Sozialgesetzgebung halten und können nur das verteilen, was sie verhandelt haben. Die paar Pöstchen, die tatsächlich überdurchschnittlich bezahlt werden ... drauf geschXXXen.
Ich kenne persönlich keinen Kollegen, der "pleite" gegangen wäre, die mir aus den Medien bekannten Fälle resultieren eher aus Regressen und damit schlicht aus Unkenntnis der Sozialgesetzgebung.
Wenn man sich nicht traut, den Patienten aus der gesetzlichen Krankenversicherung zu verklickern, was ihnen nicht (!) zusteht, kann das schon mal hart zurückschlagen (ich traue mich). Die Leute haben zwar keine Alternative, wenn sie nicht über der Bemessensgrenze liegen, aber können dafür sicher sein, für den Spottpreis ihrer diesbezüglichen Sozialbeiträge auch teure Therapien beanspruchen zu können, wenn dies tatsächlich notwendig sein sollte - und die Kinder kostenfrei mit abzusichern. Wo gibt es sowas eigentlich noch?? Dieses dumpfe Rumgejammere der Medien und der Patienten über die angesprochenen Lappalien kann einem schon die Galle über den Sphincter drücken ...
Trotz alledem: wirklich freie Berufsausübung sieht anders aus, aber man kann halt nur das verbraten, was die Solidargemeinschaft in diesem Land aufbringt. (Punkt)

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