Forum: Gesundheit
Psychische Probleme: Arbeit macht krank - und gesund
Corbis

Schuften, abrackern, ausbrennen: Arbeit kann weh tun. Doch ein angemessener Arbeitsplatz kann vor allem psychisch Erkrankten auch helfen, wieder gesund zu werden.

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spon-facebook-10000001759 10.01.2014, 11:44
1.

Nach zweijähriger Erkrankung wollte ich nun eine Wiedereingliederung bei meinem Arbeitgeber beginnen, wie es mir nach Sozialgesetzbuch garantiert ist. Geht aber nicht, weil nach Aussteuerung aus der Krankenkasse kein Kostenträger zuständig ist. So macht der Staat Arbeitslose, geltendes Recht durch den Amtsschimmel gebrochen.

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analyse 10.01.2014, 11:47
2. Es gibt Fachleute,die von einem hohen Anteil solcher

"Patienten" berichten,die gar nicht krank sind ! Und dafür braucht man keine Studie um zu wissen,daß für solche Strukturierte Arbeit -möglichst körperliche mit frühem Aufstehen das beste Heilmittel ist,statt langen tiefenpsychologischen Sitzungen in denen es erfreulicherweise immer um die eigene Person geht! Zugegeben,die Diagose ist oft schwer.So könnte sich die erwähnte Arbeit vortrefflich zur Differentialdiagnostik eignen !

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awillrodt 10.01.2014, 12:05
3. BTZ und IFD

Für eine Wiedereingliederung ins Arbeitsleben stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, so gibt es Integrationsfachdienste, welche zum Teil auch speziell für Menschen mit einer psychischen Erkrankung zur Verfügung stehen und die btz (berufliche Trainingszentrum), welche über eine beruflicher Rehamaßnahme, welche bis zu einem Jahr dauern kann, eine berufliche Wiedereingliederung anbieten.

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eule_neu 10.01.2014, 12:12
4. Arbeitslose

Zur Arbeit willige Personen werden genauso psychisch krank. Zudem werden auch Familien hoch belastet. Um diese Kranken kümmert sich anscheinend Niemand. Auch das sind die Ergebnisse unserer Arbeitsmarktpolitik und des kranken Kapitalismus (billige Arbeitsentgelte). Der Politik ist das egal, sie braucht Geld zur Rettung der Finanzsysteme. der Arbeitsmarkt braucht Heilmittel, damit die Arbeitswilligen nicht weiter leiden müssen ...

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studibaas 10.01.2014, 12:17
5. Ich möchte aber auch nicht wissen

Wie viele von diesen "psychisch kranken" simulieren weil sich nicht mehr gewillt sind, sich von irgendeinem Arbeitgber ausbeuten zu lassen für schlappe 6,50 EUR/Std. Und ich habe Verständnis für diese Simulanten. Wir haben seit Jahrzehnten eine realen Produktivzuwachs (gemessen am Ausstoß produzierter Güter und Dienstleistungen, nicht am BIP der ja inflationsbereinigt werden muss). Dennoch sinken die Nettolöhne seit ca. 2 Jahrzehnten und immer weniger Menschen müssen immer mehr arbeiten, während man von dem Rest erwartet, sich Dankbar zu zeigen, wenn sie überhaupt einen Job bekommen, egal wie schlecht bezahlt. Wohlgemerkt: Da die Löhne nicht steigen steigt auch die Nachfrage nicht, also brauchen wir diese Menschen arbeitstechnisch gesehen einfach nicht, aber Vollzeitbeschäftigung für alle ist ja das Mantra da weiterhin als richtig gilt,- obwohl jeder Mathematiker dem widerspricht.
Hinzu kommt: Diese Ausbeutung der schlecht gebildeten mag ja noch funktioniert haben als die arbeitslosen wirklich mindergebildet waren, aber gerade die gebildeten erwägen grundsätzliche Betriebswirtschaftliche Rechnungen. Und wenn Hartzen mehr bringt als arbeiten, insbesondere wenn man dann Fahrräder selber repariert, eben jenes Fahrrad auch benutzt statt Bus fährt etc. kommt man oft besser weg als mit Arbeit. Wären da nicht die Restriktionen durch das Arbeitsamt. Egal, ein Fachbuch über psychische Erkrankungen, man hat ja Zeit, und schon lässt sichs gut simulieren, hat Ruhe vor dem Arbeitsamt und evtl. noch Sondervergütung wg. Krankheit.
Ich selbst bin gerade in einer Arbeitsamtfinanzierten Fortbildung, und was da an gut gebildeten Männern MIT Familie rumhängt, weil sie genau das berechnet haben und wissen, das selbst 2000 EUR Brutto bei 4 Personen nun mal nicht genug sind ist erschreckend,- oder beruhigend. Liebe gut gebildeten: Es gibt demnächst viel Druck von unten ;) .

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cecil261 10.01.2014, 12:21
6. Schizophrenie?

Da wird ja einiges in einen Topf geschmissen. Also eine Schizophrenie ist sicherlich nicht wie eine Depression" zu behandeln aus der man "herauskommt" wenn eine Anstellung glückt. Da mangelt es dem Artikel schon ein bisschen an Differenzierung

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privat78 10.01.2014, 12:23
7. Nichts neues

Die klugen Forschereliten finden wieder heraus, was jede Hausfrau schon vor 20 Jahren wusste. Arbeit kann krank machen, wenn sie den Menschen überfordert. bzw. der Ablauf der Arbeit unmenschlich ist. Ein Datentypist der 8 Stunden Adressen einhämmert wird im Laufe der Zeit wahnsinnig. Das gleiche gilt für Mitarbeiter im Callcenter. Monotone Tätigkeiten die dennoch eine gewisse Konzentration erfordern schädigen den Menschen. Ein weiterer schädlicher Faktor ist die mangelnde Annerkennung, die zur menschenunwürdigen Behandlung zusätzlich noch durch ein beleidigendes Gehalt ausgedrückt wird. Interessante Berufe die ordentlich bezahlt werden, gibt es zu wenige. Hohe Qualifikation und gute Ausbildung garantieren schon längst nicht mehr, dass man eine Tätigkeit finden kann, von der man Leben kann und die auch zufrieden macht. Jetzt werden sich wieder die selbsternannten Leistungsträger melden die alles bezahlen müssen, und die meinen vernünftige Arbeitsplätze währen Utopie. Nein sie sind es nicht. Im übrigen sind die so genanten Leistungsträger mit Schuld an der Situation. Weil sie durch ihren bedingungslosen Gehorsam die Situation verschärfen. Sie kompensieren durch Arbeitseinsatz psychische Defizite im Privatleben. Ein normaler Mensch arbeitet aber um zu Leben und nicht umgekehrt.

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rosic09 10.01.2014, 12:26
8. Richtig so!

Zu viel Stress oder Überforderung kann ernsthaft krank machen, genauso kann der "richtige" Arbeits Level auch gesund machen, weil einem Bestätigung und Anerkennung gibt. Was "richtig" ist kann nur jeder für sich selbst finden. Auf die Balance zwischen Arbeit und Sozialem ausserhalb der Arbeit kommt es meines Erachtens darauf an. Und der Stress entsteht nicht unbedingt aus dem Inhalt der Arbeit. Klar, man sollte dem Inhalt schon gewachsen sein. Je leichter wir eine Aufgabe können, umso weniger empfinden wir den Druck der damit verbunden ist. Der Stress entsteht vor aus dem sozialen Gefüge der Arbeitswelt, Es sind Menschen, die uns die Arbeit abverlangen, es sind Menschen die Druck erzeugen, es ist das soziale Miteinander unter Kollegen und nicht zuletzt is es das eigene Verhalten das den Verlauf der Beziehungen in der Arbeitswelt steuert. Und deswegen ist das Thema "Stress auf der Arbeit" komplex und nicht immer leicht zu lösen.

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r.muck 10.01.2014, 12:26
9. Erkenntnisgewinn

".....eine angemessene Stelle kann psychisch Erkrankten auch helfen, wieder gesund zu werden."

Na sowas, ganz was Neues. Welch Erkenntnis. Bravo Frau Hausschild!

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