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Psychologie: Glücklich durch Zuversicht
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Die Weltlage ist trübe? Umso wichtiger sind positive Beispiele. Warum es sich lohnt, für seine Ziele zu kämpfen und welche innere Haltung dabei hilft.

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nobody_incognito 20.04.2019, 13:53
20.

Zitat von OhMyGosh
"Offenbar erleben wir derzeit nicht nur eine fossile, sondern auch eine psychologische Energiekrise:" Dieser Satz hat es in sich. Im Gegensatz zu den Freitags-Demonstranten haben wir Älteren vermutlich längst unseren Glauben an eine solidarische, freundlichere, friedlichere Welt verloren, auf der Mensch und Tier "artgerecht"und "im kontrollierten Anbau" miteinander leben können. Ein Hoffnung versprechendes Zeichen sind für mich die anstehenden Strafprozesse gegen das Verbrecherkartell bei VW und Konsorten. Für diese Prozesse wünsche ich mir auch bei uns Richter, die ihren amerikanischen Kollegen das Wasser reichen können.
Man könnte auch sagen, dass jede Zuversicht, die nicht von rationaler Erkenntnis getragen ist, nur eine Illusion sein kann, der durch schleichende Desillusionierung der Antrieb genommen wird, was ja mal nur ein heilsamer Hinweis darauf ist, dass man sich auf dem falschen Dampfer befindet. ;-)

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solitaryway 20.04.2019, 17:13
21.

Zuversicht nützt mir nichts. Ich ziehe nichts aus den Gedanken, dass etwas gut gehen könnte und auch die egoistische Produktion meines Gehirn, die sich z.B. hinter "Sinn der eigenen Existenz" oder "Glaube" verbirgt, ist für mich persönlich auch nicht verwertbar. Sinnlosigkeit und Bedeutungslosigkeit empfinde ich auch nicht belastend.

Mögliche Hindernisse und Antwortmöglichkeiten darauf, wie auch die nackte Erkenntnis darüber, was ist, verhilft mir dagegen weiter, Möglichkeiten zu sehen und durchzuprobieren. Dies betrifft aber nur mich selbst.

Ich bin aber nicht vermessen zu glauben, dass die eigenen Handlungen weitreichende Bedeutungen oder Einfluss bei Anderen hätten. Um da an die Froschfabel anzuschliessen: Alle 3 Wege sind da gleichwertig. Anders ausgedrückt, es ist aus fremder Sicht egal, welchen Weg ich beschreiten würde. Die Bedeutsamkeit der eigenen Entscheidung zum Weitermachen oder Aufgeben erstreckt sich maximal auf meine eigene Person.

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nobody_incognito 20.04.2019, 18:22
22.

Zitat von solitaryway
Zuversicht nützt mir nichts. Ich ziehe nichts aus den Gedanken, dass etwas gut gehen könnte und auch die egoistische Produktion meines Gehirn, die sich z.B. hinter "Sinn der eigenen Existenz" oder "Glaube" verbirgt, ist für mich persönlich auch nicht verwertbar. Sinnlosigkeit und Bedeutungslosigkeit empfinde ich auch nicht belastend. Mögliche Hindernisse und Antwortmöglichkeiten darauf, wie auch die nackte Erkenntnis darüber, was ist, verhilft mir dagegen weiter, Möglichkeiten zu sehen und durchzuprobieren. Dies betrifft aber nur mich selbst. Ich bin aber nicht vermessen zu glauben, dass die eigenen Handlungen weitreichende Bedeutungen oder Einfluss bei Anderen hätten. Um da an die Froschfabel anzuschliessen: Alle 3 Wege sind da gleichwertig. Anders ausgedrückt, es ist aus fremder Sicht egal, welchen Weg ich beschreiten würde. Die Bedeutsamkeit der eigenen Entscheidung zum Weitermachen oder Aufgeben erstreckt sich maximal auf meine eigene Person.
"Ego" ist auch nur eine Bewusstseinsform, die durch einen Erkenntnisprozess in die Bewusstseinsform "Seele" transzendieren kann. Also das Gegenteil von Egoismus wäre/ist dann nicht Selbstlosigkeit, sondern Objektivität, d.h. Gleichgültigkeit gegenüber der fleischlichen Existenz und Leidenschaftlichkeit in Sachen Wahrheit.
Wenn es "Seele" nicht gibt, dann kann es schwerlich auch einen Sinn geben, der sich nur aus der Wahrheits-Suche/Liebe ergeben kann.

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StefanZ. 20.04.2019, 19:31
23. @muellerthomas:

Die letzten offiziellen Daten der UN, Stand 2017, zeigen einen stetig steigenden Jahreszuwachs von zuletzt 83 Millionen Menschen. Wovon reden Sie? Von dem gerne zitierten Wunschdenken, daß weltweit ganz schnell wachsender Wohlstand ausbrechen wird und damit ganz automatisch weniger Kinderkriegen? Diese Illusion wird von allen Regierungen geliebt und deshalb auch von der UN als Voraussage gepflegt. Absurd, schauen Sie sich z.B. mal reiche arabische Staaten an. Ja, an dieses Mantra halten sich die 90% der religiös angehauchten Staatschefs, die ihrem Wahlvolk keine Familienplanung zumuten wollen und darum lieber im freien kapitalistischen Markwirtschaftsgleichklang vom kommenden Wohlstand durch Wachstum schwadronieren. Die Folgen kann man in Südamerika, Indien, Afrika etc. sehen.

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ackermart 20.04.2019, 20:03
24. Glück im singulären Empfinden ...

wird stark überschätzt, meist nur am Glauben anderer empfunden, dass man es gefunden habe. Wahrscheinlich kommt es nach wie vor wirklich nur im Wissen, von ALL als EINEM Organismus, im Gegensatz also zum ALLEINEN - wenn auch womöglich doch Gleichnisse, zu einem Zustande von dessen so Klingendem wörtlich ganz ähnlich.

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solitaryway 20.04.2019, 21:06
25.

Zitat von nobody_incognito
"Ego" ist auch nur eine Bewusstseinsform, die durch einen Erkenntnisprozess in die Bewusstseinsform "Seele" transzendieren kann. Also das Gegenteil von Egoismus wäre/ist dann nicht Selbstlosigkeit, sondern Objektivität, d.h. Gleichgültigkeit gegenüber der fleischlichen Existenz und Leidenschaftlichkeit in Sachen Wahrheit. Wenn es "Seele" nicht gibt, dann kann es schwerlich auch einen Sinn geben, der sich nur aus der Wahrheits-Suche/Liebe ergeben kann.
Seele, Ego, Liebe, Selbstlosigkeit sind für mich nur weitere Produkte und ich würde mich niemals als Wesen mit Seele mit bezeichnen. Im Grunde scheint Objektivität und Gleichgültigkeit alles zu sein, was letztendlich übrigbleibt. Alle Wege sind für mich irgendwie gleich gültig....

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hexenbesen.65 20.04.2019, 21:26
26.

Zitat von Newspeak
"Auch der 2018 verstorbene Astrophysiker Stephen Hawking hätte allen Grund zur Verzweiflung gehabt:" Solche anekdotischen Beispiele erscheinen mir nicht hilfreich, weil sie auf selektiver Wahrnehmung beruhen. Wir sehen nur, in der Rückschau, die Erfolgreichen. Auch die erfolgreichen Kämpfer, die es nicht einfach hatten. Der "Zwilling" von Hawking, der als vielversprechender Physiker angefangen hat, aber mit 30 an ALS gestorben ist, oder auch nur einfach weiterlebte, aber nichts Bedeutendes entdeckte, den sehen wir nicht. Und das gilt überall. Wir sehen 1% der erfolgreichen Künstler, Schauspieler, Wissenschaftler, Sportler, Journalisten, Schriftsteller, etc. Die 99%, die immer gleichzeitig scheitern, sehen wir nicht. Das erweckt den Eindruck, dass jeder es schaffen kann...es also auch schaffen wird, wenn er sich nur genug anstrengt. Das ist aber schlichtweg nicht wahr. Es ist neben einem Talent und harter Arbeit, Glück und Zufall, es sind Mentoren und Protegierte, mit Beziehungen kann man auch talentfrei sein.
Nur, weil jemand nicht Weltberühmt wurde, heist es nicht, dass er trotz Handycap nicht sein Leben genossen hat.
Ich zb hätte ALLEN Grund, in tiefste Depression zu verfallen...Krebs, Pseudoarhrose, Hashimoto... Heist übersetzt: Krebs, gebrochener Knochen, der nach 2,5 Jahren noch nicht verheilt ist und schmerzen ohne Ende bereitet, und eine Schilddrüsenkrankheit, die mich Kleidergörße XXL tragen lässt (weiblich)
Klar hab ich meine "Hunde-Heul-Tage"..vor allem, weil ich WIEDER (die 13. Op ) operiert werden muss, und mich 3 Monate im Rollstuhl verfrachtet... ABER: Meine Familie "vergöttert" mich...hab ich gerade die letzten tage gemerkt, als ich die Diagnose "noch ne OP" bekommen hab...SOFORT haben die alle Termine abgesagt...und DAS ist mir wichtiger, als irgendein "Friedens-Nobel-Preis" ….ich weis, dass ich für Leute wichtig bin...Was kratzt mich ein Notre-Dame ? Was labert ein Donald-die Ente-Trump ??? Ich hab MEINE eigene Welt...und die versuche ich, soweit es geht (mit Einklang der "Umwelt"--wie Mülltrennung , Pfandflaschen usw ) in Ordnung zu halten. Meine Tochter studiert Chemie---Schwerpunkt Entwicklung...mein Sohn will auch studieren- was genau, weis er noch nicht, aber auch in Entwicklung.... Also habe ICH nix falsch gemacht... Warum sollte ich Unglücklich sein ? ICH hab die Welt nicht wirklich verändern können--aber vielleicht können es meine Kinder. Ich hab ihnen die Möglichkeit gegeben, ihre eigene Intressen (was bei mir bei meiner Mutter: "Du heiratest doch eh und bleibst zuhause--was willst du denn da noch studieren ? " nicht möglich war) nachzugehen. Wer weis...vielleicht gehört sie zu der Gruppe der nächsten "Super-Generation", die Lösungen findet... und wenn sie nicht zu den 1 % "Berühmter" Wissenschaftler gehören....wenn sie nur ein paar Leute helfen können (ich bin früher Rettungswagen gefahren, hab ettliche Leute gerettet....ich weis nicht, was aus denen geworden ist...vielliecht ein oder zwei, die ein Geschäft eröffnet haben und ein paar Leute Arbeitsplätze geboten haben ? )

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nobody_incognito 20.04.2019, 21:52
27.

Zitat von solitaryway
Seele, Ego, Liebe, Selbstlosigkeit sind für mich nur weitere Produkte und ich würde mich niemals als Wesen mit Seele mit bezeichnen. Im Grunde scheint Objektivität und Gleichgültigkeit alles zu sein, was letztendlich übrigbleibt. Alle Wege sind für mich irgendwie gleich gültig....
Eine Seele kann man nicht "haben" sondern nur "sein". D.h. es ist eine verinnerlichte logische Zuversicht, die sich erst mit dem Tod als Illusion erweisen kann. Objektivität und Gleichgültigkeit sind dann gleich, wenn man für sowas wie "Wahrheitsliebe" keinen Platzhalter hat, sondern nur so einen narzisstischen Selbsterhaltungstrieb, der aber logisch sowieso zum Scheitern verurteilt ist, d.h. objektiv betrachtet handelt es sich um einen Todestrieb.
Im Endeffekt sind wir nur Energie, die eine mehr oder weniger sinnlose Verschwendung darstellt, bzw. auch andere in Mitleidenschaft zieht. Deshalb ist oft auch vom "Energievampirismus" die Rede.

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captain twang 21.04.2019, 11:19
28. frohe ostern und danke

danke für dennschönen artikel. hat mich zuversichtlich gestimmt. echt.

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rainer-rau 21.04.2019, 11:59
29.

Zuversicht ist etwas für Traumtänzer. Guter Wille und gute Absichten haben gegen die Gier keine Chance. Wenns um Geld geht, kommen die "Ausnahmen" zum Tragen. Ich will es nicht, aber ich sehe Schwarz.

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