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Restaurants in Deutschland: Fast alle Kindergerichte sind ungesund
DPA

Chicken-Nuggets, Fischstäbchen, Pommes: Wissenschaftler haben ausgewertet, welche Kindergerichte in deutschen Restaurants serviert werden. Das Ergebnis ist deprimierend.

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Hamberliner 03.02.2019, 20:22
30.

Zitat von frietz
Da frage ich mich wirklich, was all die Kinder vor 50-60 Jahren gegessen haben? Also die die heute so um die 60 oder 70 Jahre alt sind. Warum sind die bei der schlechten Ernährung noch am Leben?
Uns wurde damals die Nase zugehalten, so dass wir keine Luft mehr bekamen und gezwungen waren den Mund aufzusperren um nach Luft zu schnappen. War der Mund erst einmal offen, wurde uns mit der anderen Hand Grießbrei, Spinat oder Lebertran eingeflößt.. Weil wir dagegen erbitterten Widerstand leisteten sind wir heute so schlank und sportlich.

SCNR

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th.rindt 03.02.2019, 21:09
31. geht auch anders....

Man kann das auch anders gestalten: in meiner Verantwortung als Küchenchef und teilweise Betriebsleiter gab es fast alle Gerichte der Speisekarte auch als Kinderportion - für Kinder bis 14 Jahre (ältere essen mehr als die Eltern :-) ) zum niedrigen Pauschalpreis - egal, was sie gewählt haben. OK, T-Bone-Steak kann ich nicht als Kinderportion anbieten - aber fast alles andere schon! Gut, auch auf der Speisenkarte entsprechen nicht alle Gerichte den Vorgaben der DGE - allerdings meine ich auch nicht, dass es Aufgabe eines Restaurantes ist, sich um die Erziehung der Essgewohnheiten zu kümmern - gerade Kinder werde nicht so oft im Restaurant essen. Da sind eher die Eltern zu Hause oder die Schule/Kita in der Pflicht, bei denen täglich/fast täglich gegessen wird.
Aber einfach so voraussetzen, dass Kinder eh nur Schnitzel, Fischstäbchen und Spaghetti essen, ist völlig daneben! Und wenn sich die Kinder - fast egal welches Alter - beinahe ganz selbstständig ihr Essen aus der ganz normalen Speisekarte der Erwachsenen aussuchen dürfen - dann probieren sehr Viele tatsächlich mal was Neues aus! Ist doch sooo spannend!

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Einhorn 03.02.2019, 21:22
32.

Zitat von frietz
Da frage ich mich wirklich, was all die Kinder vor 50-60 Jahren gegessen haben? Also die die heute so um die 60 oder 70 Jahre alt sind. Warum sind die bei der schlechten Ernährung noch am Leben?
Ich bin noch keine 50 - damals waren die Restaurantbesuche eher die Ausnahme. Bei den Großeltern-Geburtstagen gab es irgendwas mit Kroketten - ich liebte die Kroketten. Oder Schnitzel mit Pommes - Pommes gab es zuhause eben nicht. Schlechte Ernährung übrigens auch nicht, denn es gab kaum Alternativen zu selbst gekochtem.

Vom Gastronomen allerdings zu erwarten, dass er dem Kind die gesunde Ernährung liefert, die es zuhause nicht bekommt, finde ich allerdings völlig albern. Und würde man fragen, ob es den großen Salat auch als Kinderportion gibt - ich bin sicher, die Antwort ist "ja".

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rschilli 03.02.2019, 22:16
33. "Gesundes Essen"

Tut mir leid, wenn ich in die ach so wissenschaftliche Debatte mit einer Banalität hineingrätsche: Es gibt einfach kein "gesundes" Essen, auch wenn scheinbar alle wissen, worum es geht...Es gibt gesunde Lebewesen - das Gegenteil sind kranke Lebewesen. Menschen, Tiere, Pflanzen. Man könnte vielleicht von Lebensmitteln sprechen, die die Gesundheit fördern, wenn sie in der adäquaten Zusammensetzung und Menge gefuttert werden. Und von anderen Lebensmitteln, die einem entsprechend nicht guttun.
Jetzt wird alles noch schwieriger. 100 mg Pommes, 1 x pro Monat genossen, ist weder - noch. 1 Kg davon bringt einen vermutlich zum Kotzen, 1 kg davon tgl. über Jahre und sonst gar nichts dürfte gesundheitsschädlich sein. Das gleiche gilt im Prinzip für alles - grünen Salat, Karotten, Krebsfleisch, Mayonnaise, auch für Vollkorn.
Ein bißchen von allem - dosis facit venenum - wär´s doch, aber auch das wäre nicht per se gesund und auch nicht ungesund.
Bevor man über so elementare Dinge wie Ernährung redet, sollte man sich mit Verlaub erstmal über die Begrifflichkeiten verständigen. Sonst kommt nur - auf gut bayerisch - ein ideologisch gefärbter, manipulativer Schmarrn raus...

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kika2012 03.02.2019, 22:43
34. Na und?

Mein Sohn isst gut und gesund im Kindergarten. Zuhause gibt es eher die schnelle, meist nicht so gesunde Kost. Ebenso wenig wenn wir unterwegs sind. So what?

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Postwachstumsökonom 03.02.2019, 22:57
35. Vegetarisch

Würde man im Elternhaus konsequent vegetarisch oder vegan leben, wie es sich heutzutage nun mal in einer aufgeklärten Gesellschaft gehört, würde das Kind auch gerne gesunde Sachen essen. Man muss im Übrigen ja nicht das Kindermenü bestellen , sondern findet oft bei den Vorspeisen gute gesunde Alternativen, wie Salate, Suppen oder ähnliches. Letztendlich kommt es immer auf die Eltern an, wie Sie Ihr Kind prägen und ernährungstechnisch verantwortungsbewusst erziehen wollen. 500 Millionen vegetarische Inder können sich nicht irren.:-)

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jujo 03.02.2019, 23:15
36. ...

Wie oft geht man denn mit seinen Kindern Essen?
Nach meiner Erinnerung war das als Kind immer eine Ausnahmesituation, daran dürfte sich bis heute nicht viel geändert haben.
Problematisch wird es wenn die Kinder auch zuhause nur Junkfood auf dem Teller haben. Dann kommt es allerdings auf einmal mehr oder weniger auch nicht mehr an.

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max-mustermann 04.02.2019, 00:40
37.

Zitat von Garum
ist das die lieben Kleinen das gesunde Essen nicht wirklich haben wollen. Ich habe immer versucht dort wo ich gearbeitet habe gesundes Essen für Kinder anzubieten. Egal wie kreativ ich auch war, es wurde nicht angenommen. Bei Schulessen war es das gleiche Eltern wollten für ihre Kinder gesundes Essen nur die Kids nicht.
Die Warheit ist das auch die große Mehrheit der Erwachsenen kein gesundes Essen wollen auch wenn sie natürlich bei jeder Gelegenheit gerne Gegenteiliges behaupten. Ein Blick in einen beliebigen Supermarkt oder Discounter im Lande genügt, 90% aller angebotenen Waren besteht aus Fertigprodukten, Süßkram, Knabberkram, Fleischprodukten usw. die bei täglichem Konsum alles andere als Gesund sind. Würde das alles nicht gekauft werden stünde es nicht in den Regalen.

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maipiu 04.02.2019, 01:01
38. Restaurant muss Spaß machen, auch den Kindern

Quengelnde Kinder im Restaurant? Das will natürlich niemand. Also bietet man ihnen, was sie gerne essen und sie geben Ruhe, damit die Erwachsenen störungsfrei essen können. Oder hat schon mal jemand ein Kind gesehen, das im Restaurant Spinat oder Kohlrabi oder sonst irgend ein Gemüse essen wollte? Dürfte wohl eine Seltenheit sein.
Restaurantbesuch ist ja wohl auch ehe die Ausnahme als die Regel, da würde ich das mit dem gesunden Essen auch nicht so eng sehen. Viel wichtiger ist doch, was täglich so auf dem Esstisch steht.

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emil_erpel8 04.02.2019, 01:42
39.

Zitat von monsieurlechef
Hm, die Klassiker der Kinderernährung. Dumm nur, dass die meisten Kinder voll drauf abfahren.
Genau. Wenn es den Kindern schmeckt, muß es ja ungesund sein. Lecker zu schmecken ist sozusagen das Kriterium, gefährliche Nahrung zu identifizieren. Das hat sich die Evolution schon schlau ausgedacht. [Zynismus Ende]

Im Ernst, dieses ewige Geplärre, was alles "ungesund" sei ist wirklich zum heulen. Wenn Kinder einmal im Monat Possel mit Schnitzel im Restaurant essen ist dagegen überhaupt nichts auszusetzen. Irgendwelche blähende Vollkornpampe können sie die anderen 29 Tage des Monats mit dem Gänsestopfer eingetrichtert bekommen.

Wann hört die Politik endlich auf, den Menschen Vorschriften über ihre Ernährung machen zu wollen?

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