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Rezepte von Jamie Oliver und Co.: Ungesünder als Fertigmahlzeiten
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100 Kochrezepte von Starköchen vs. 100 Fertiggerichte - eigentlich sollte ein derartiger Vergleich eindeutig ausgehen. Doch das Ergebnis einer Untersuchung von britischen Forschern überrascht: Feinschmecker-Rezepte der Küchenmeister sind ungesünder als Mahlzeiten aus dem Supermarktregal.

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billhall 20.12.2012, 12:16
30. Junk-Science

Zitat von sysop
100 Kochrezepte von Starköchen vs. 100 Fertiggerichte - eigentlich sollte ein derartiger Vergleich eindeutig ausgehen. Doch das Ergebnis einer Untersuchung von britischen Forschern überrascht: Feinschmecker-Rezepte der Küchenmeister sind ungesünder als Mahlzeiten aus dem Supermarktregal.
Und wieder mal eine Junk-Science "Studie" die die Welt nicht braucht. Was interessiert es mich ob der Fertig-Frass aus dem Supermarkt den WHO-Vorgaben näher kommt als echtes Essen? Schmecken muss es, und da interessiert es mich nicht ob da nun 1ml mehr Sahne drinn ist als es die WHO vorschreiben möchte!

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krassopoteri 20.12.2012, 12:18
31.

Zitat von d.meyer
Zentraler Punkt, z.B. der USA-Show von Jamie Oliver war die Abwendung von "processed foods"
Für mich ist es ein zentraler Punkt, dass endlich die Lafereien im dt. TV mal auf Normalmaß gebracht werden.
Die narzistischen Küchenfuzzies gehen mir schon lange auf den Senkel, egal ob sie Liefer, Lafer oder Löffelstiel heißen.

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klaremeinung 20.12.2012, 12:19
32. Jamie Oliver = Koch?

Abgesehen davon, dass ich seine TV Auftritte gruselig finde: Jamie kocht mit so viel Öl un Fett, dass einem schon vom zusehen schlecht wird und man Aufstoßen bekommt. Überbackene Champions mit Käse, die in 1cm Fett (Öl) in der auflaufform schwimmen, Bratkartoffeln, die eher frittiert, als gebraten werden. Salat mit so viel Öl drüber, dass man sich fragt, ob Shell eine defekte Plattform überm Salat geparkt hatte... Ekelig!

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Wasserratte 20.12.2012, 12:21
33. Gesunde Ernährung

Zitat von sysop
100 Kochrezepte von Starköchen vs. 100 Fertiggerichte - eigentlich sollte ein derartiger Vergleich eindeutig ausgehen. Doch das Ergebnis einer Untersuchung von britischen Forschern überrascht: Feinschmecker-Rezepte der Küchenmeister sind ungesünder als Mahlzeiten aus dem Supermarktregal.
Können wir uns alle bitte mal darauf einigen, dass es in Bezug auf Nahrung kein prinzipielles gesund oder ungesund gibt?
Vor allem das Label "gesund" wird ständig neu vergeben, ohne dass es belastbare Daten dafür gäbe. Das nervt. Und führt meiner Ansicht dazu, dass immer mehr Leute immer verunsicherter werden, was die Ernährung betrifft.

Ich rede hier allerdings nicht von den zahlreichen Zusatzstoffen, die sich normalerweise in Fertiggerichten oder prozessierten Nahrungsmitteln finden lassen.

Dennoch: Mich würde bei dieser Studie mal interessieren, welche Art von Fertiggerichten betrachtet wurden. Mir ist in Großbritannien aufgefallen, dass es einen viel größeren Range an "Fertiggerichten" gibt, die z.T. eben noch nicht ganz fertig sind, sondern es sind abgepackte Mahlzeiten, bestehend aus den einzelnen Ingredienzien inklusive Gewürzen, die man dann eben noch selbsttätig in die Pfanne oder den Topf hauen muss. Häufig, für einen Deutschen, sehr exotische Mischungen, die wahrscheinlich der bunteren Bevölkerungszusammensetzung geschuldet sind.
Mich überkam da schon gelegentlich ein Kulturschock, weil sich das Angebot so wohltuend von dem deutschen Fertiggerichte-Einerlei, sowohl qualitativ, als auch quantitativ abhebt.

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whiterussian 20.12.2012, 12:21
34. Aha

Jetzt weiß ich endlich woher die dicken Bäckchen von Jamie kommen:) Wohl bekomms mein Dickerchen.

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vanny1984 20.12.2012, 12:21
35.

Es würde mich wirklich mal interessieren, welche Rezepte dort mit welcher Fertigware verglichen wurden. Diese Aussage macht mich nämlich dabei sehr stutzig:
"Sie erreichten zum Beispiel bis zu 3240 Kilojoule (774 Kilokalorien) pro Mahlzeit, die Fertigprodukte dagegen maximal 2285 (546 Kilokalorien). "

Kaum ein Fertiggericht liegt bei MAXIMAL 546 Kalorien für eine realistische Portion. Das, was von den Herstellern als Portionsgröße auf der Verpackung angegeben wird, macht kaum jemanden wirklich satt im Sinne eines gefüllten Magens. Eine ganze TK-Pizza, die ja doch die meisten bei einer Mahlzeit schaffen, liegt bei ca. 1000 Kalorien. Ein durchschnittliches Päckchen TK-Lasagne, was ebenfalls für die wenigsten eine Herausforderung darstellt, landet bei ungefähr 700 Kalorien, genau so wie viele andere Fertiggerichte mit Nudeln (die sind halt einfach kalorienintensiv). Selbst die wirklich guten Tiefkühlgerichte ohne Geschmacksverstärker und Co. sind kalorientechnisch eher über dem angegebenen Wert, wenn man davon eine Menge isst, die auch wirklich satt macht.

Bei Rezepten aus Kochbüchern wiederum hängt es stark davon ab, welche Thematik das Kochbuch hat. Greift man zu dem für Festtagsgerichte, dann wird dort natürlich mit Butter nicht gegeizt. Schließlich geht es um besondere Speisen zu besonderen Tagen, nicht um die tägliche Ernährung. Nimmt man hingegen Kochbücher, die eher Alltagsküche thematisieren, dann findet man dort schon eher solche Speisen, die auch die Kalorienmenge im Blick behalten, auch mal fleischlos daher kommen, viel Gemüse enthalten und somit die tägliche Ernährung durchaus gesund gestalten.

Von daher ist für meinen Geschmack nicht nur die Überschrift viel zu reißerisch (und letztendlich falsch, die Forscher räumen ja laut Zitat selbst ein, dass sie mit ihren Messwerten keine Aussage über gesund und ungesund treffen können), sondern auch die Studie entweder bereits nicht korrekt durchgeführt oder aber vom Autoren des Artikels nicht kritisch genug beleuchtet und/oder schlecht wiedergegeben worden.

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spon-facebook-10000191703 20.12.2012, 12:22
36. optional

"Selbstgekocht" und "Fertiggericht" sind doch keine grundsätzlichen Qualitätsmaßstäbe.
Ob ich nun eine Spaghettisauce aus Tomatenmark, mit gefriergetrockneten Kräutern aus dem Gewürzregal selbst koche, oder das Tomatenmark und die Kräutermischung aus der Pappschachtel schüttele, macht doch objektiv betrachtet keinen Unterschied.
Ich habe kürzlich ein Hirschgulasch gegessen, Fertiggericht aus der TK-Theke. Sehr lecker, mit Spätzle und Rotkohl. Da hab ich schon schlechter von Hobbyköchen gegessen. Beim Discounter um die Ecke gibt es in der Tiefkühltruhe Mikrowellenmenüs mit Dampfventil. Leckere Sachen, Rosmarinhähnchen, mit grünen Bohnen, Kartoffeln und Cherry-Tomaten. Die Bohnen knackig, die Hähnchenbrust zart..
Das hat meiner Meinung nach deutlich mehr Qualität, als vieles, das sich so mancher zu Hause in die Pfanne hat..

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olli08 20.12.2012, 12:23
37. Gehts noch platter?

Zitat von sysop
100 Kochrezepte von Starköchen vs. 100 Fertiggerichte - eigentlich sollte ein derartiger Vergleich eindeutig ausgehen. Doch das Ergebnis einer Untersuchung von britischen Forschern überrascht: Feinschmecker-Rezepte der Küchenmeister sind ungesünder als Mahlzeiten aus dem Supermarktregal.
Die Überschrift reißerisch, die Vergleichskriterien auf Grundschulniveau.
Und es hätte auch keiner "Forscher" bedurft, Kalorien, Fett, Zucker und Salz zu zählen, sondern nur eines Chemielaboranten ...

Entweder ist die Autorin zutiefst naiv, oder sie sieht es als ihre Aufgabe, die Chemiepampe der Nahrungsmittelindustrie schönzureden.
Nestle und Co werden sich sicher erkenntlich zeigen.

Kein Wort von diversen fragwürdigen (oder nachweislich schädlichen) Zusätzen, die aus technischen Gründen oder als Ersatz für hochwertige (teurere) Zutaten verwendet werden.

Auch die Qualitätsunterschiede der verwendeten Fette und Zuckerarten, auf die ich am eigenen Herd nämlich Einfluß habe, scheinen ihr egal zu sein.

Bitte, versucht es doch mal wieder mit echtem Journalismus statt mit Markschreierei! Sonst kann ich ja gleich "BILD" lesen.

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JonesSB 20.12.2012, 12:25
38. Spiegel Online hat es mittlerweile zum Standard gemacht

Überschriften zu wählen, denen im Text ausdrücklich wiedersprochen wird. Was soll dieser Blödsinn?

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u30 20.12.2012, 12:28
39. Skandalös..

...dass der Spiegel hier eine reisserische Überschrift auf einen Artikel klebt, die in dem Artikel nicht bestätigt wird. Zumindest ein Fragezeichen wäre angemessen. Die Studienautoren sprechen doch selbst davon, dass nicht alle Gesichtspunkte einer Mahlzeit untersucht wurden und man deshalb nicht davon sprechen kann, dass die Mahlzeit per se gesund ist, nur weil sie weniger Fett und Kalorien enthält. Sonst müssten wir uns bald alle mit Papiertaschentüchern vollstopfen und uns freuen wie gesund wir doch essen. Wasn Quatsch. Und wie unprofessionell solche Falschmeldungen zu verbreiten!

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