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Rezepte von Jamie Oliver und Co.: Ungesünder als Fertigmahlzeiten
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100 Kochrezepte von Starköchen vs. 100 Fertiggerichte - eigentlich sollte ein derartiger Vergleich eindeutig ausgehen. Doch das Ergebnis einer Untersuchung von britischen Forschern überrascht: Feinschmecker-Rezepte der Küchenmeister sind ungesünder als Mahlzeiten aus dem Supermarktregal.

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ongduc 20.12.2012, 12:29
40. Schwachsinnsartikel

Zunächst einmal sind gesättigte Fettsäuren nicht unbedingt ungesünder als ungesättigte, jedenfalls konnte das noch nicht nachgewiesen werden. Hier sollte man sich mal über den aktuellen Stand der Forschung informieren. Zu viel ungesättigte Omega-8-Fettsäuren sind sogar eher schädlich. Eiweißreicher ist ebenfalls nicht schlechter - wie kommt der Autor auf so etwas? Und dann zur Kalorienzahl: Der Nachteil von Fertiggerichten ist eben der, dass sie oft künstliche Geschmacksverstärker und Aromen enthalten, die dann dazu führen können, dass man weiter isst (Food Reward Theorie), am Ende des Tages also mehr isst, als wenn man selbst kocht.

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Mitch 20.12.2012, 12:32
41. Genau

Zitat von emantsol
Mal wieder eine fragwürdige Studie. Die Zubereitung von frischem Essen kostet so viele Kalorien, dass ein vermeintlicher Vorteil von Fertiggerichten locker platt gemacht wird.
Und was noch dazu kommt: In den Fertiggerichten sind Tonnen an Zusatzstoffen drin, wie Geschmacksverstärker. Damit ist das Zeug für mich potentiell ungesünder.

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Lorbeerblatt 20.12.2012, 12:34
42. Studiendesign und -auftraggeber

Zitat von sysop
100 Kochrezepte von Starköchen vs. 100 Fertiggerichte - eigentlich sollte ein derartiger Vergleich eindeutig ausgehen. Doch das Ergebnis einer Untersuchung von britischen Forschern überrascht: Feinschmecker-Rezepte der Küchenmeister sind ungesünder als Mahlzeiten aus dem Supermarktregal.
Das Studiendesign interessiert mich jetzt aber doch mal genauer. Hier scheinen wichtige Aspekte gar nicht berücksichtigt zu sein. Stutzig macht bspw, dass ein zu hoher Eiweißgehalt kritisiert wird - seit wann ist der denn schädlich? Salzgehalt - in welchen Rezepten wird eine genauer Angabe zum Salz gemacht? Wie seriös kann hier eine wissenschaftliche Aussage in puncto Selbermachen sein?

Außerdem: Sind die Portionsgrößen sauber verglichen worden? Die werden nämlich bei Fertigprodukten gerne mal äußerst knapp bemessen. Das reicht von der Portionsgröße bei Frühstückscerealien mit lächerlichen 30 g (2 EL!), was gerade mal einer Kindergartenportion entspricht, über so Sachen wie Miracoli oder der Erasco-Suppentopf oder die Maggiravioli - angeblich 2-3 Portionen!

Es ist bekannt, dass die Hersteller die Portionsangaben unrealistisch klein machen. Dass die DGE nicht darauf hinweist, ist erschreckend.

Gerade die geringen Kalorienangaben sind übrigens ein Hinweis darauf, dass die Portionsgrößen künstlich runtergerechnet wurden! Die DGE selbst hat in ihrer Rezeptdatenbank Rezepte, die überwiegen in der Zone 550-700 kcal für die warme Mahlzeit liegen (ohne Nachtisch!)

Siehe hier: JOBUNDFIT: Wochenspeisenpläne

Mich würde mal interessieren, wer die Studie finanziert hat!

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oaonorm1 20.12.2012, 12:35
43.

Ja wer ist den der Geldgeber der Studie und steckt die Pharmaindustrie hinter der UK Apothekenzeitung? :-D

Die haben bestimmt riesiges Interesse an einer gesunden Bevölkerung. Das schreit doch nach Manipulation der Massen. Es soll eindeutig suggerieren das die Fertigprodukte ok sind und man bedenkenlos zugreifen kann. Das bringt der industrialisierten Nahrungsmittelproduktion und ggf den Pharmariesen was. Damit kein Aufschrei von den Köchen kommt, merken sie halt noch an das es bei dem echten Essen (das sich 99% nicht leisten können) ja der Genuss im Vordergrund steht. Die 99% haben also ein gutes Gewissen wenn sie das nächste mal zum Ekelfraß greifen. Mal ehrlich wem schmeckt sowas wenn man mit normalem Essen von Mutti und Paps groß geworden ist? Ich hab auch nicht immer Zeit und Lust zum kochen, aber dann es ich ein Brot! Man braucht nicht jeden Tag eine warme Mahlzeit, oder Fleisch oder Käse oder Sommergemüse im Winter! Lieber weniger aber gut Essen. Wenn man sich lange von Fertiggerichten (Single grade von daheim weggezogen...) und dann auf echtes Essen umschwingt (nichmehr Single) wird man schnell eine verbesserung des allgemeinen befindens, der Haut, der Verdauung feststellen. Wie schon viele sagten da braucht man keine Studie für, aber die Lebensmittelindustrie war wohl der Meinung das sie diese braucht...

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Hermes75 20.12.2012, 12:35
44.

Zitat von sysop
100 Kochrezepte von Starköchen vs. 100 Fertiggerichte - eigentlich sollte ein derartiger Vergleich eindeutig ausgehen. Doch das Ergebnis einer Untersuchung von britischen Forschern überrascht: Feinschmecker-Rezepte der Küchenmeister sind ungesünder als Mahlzeiten aus dem Supermarktregal.
Nur aus dem Anteil bestimmter Inhaltsstoffe auf die "Gesundheit" eines Lebensmittels zu schließen halte ich für viel zu kurz gegriffen.
Ich sehe auch keinen Vorteil darin, dass die Industrielebensmittel weniger Kalorien enthalten.
Lebensmittel dienen der Ernährung, also der Energie- und Nährstoffzufuhr. Ich halte es für eine Perversion unserer modernen Gesellschaft, dass man Nahrungsmittel auf den Markt bringt, die einen Menschen nicht ernähren können.
Millionen Menschen auf der Welt leiden Hunger und wir kaufen Nahrung, die nicht satt macht...

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didigermany 20.12.2012, 12:36
45. Dabei muss

man wissen. Jamie Oliver hat sich in der Politik grosse Feinde gemacht. Da die NHS ein staatliches System ist, war es nur eine Frage der Zeit bis die Politik Einfluss auf Oliver nehmen moechte. Manm moechte ihn loswerden.

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fatali 20.12.2012, 12:37
46. optional

Warum sollte ein hoher Fettanteil ungesund sein? Dieses Märchen ist doch längst widerlegt, eher das Gegenteil ist richtig. Fett ist gesund und ein super Energie-liferant. Das Ausmaß an Kalorien hat auch wenig mit der Eigenschaft "gesund" zu tun.. viel wichtiger wären Vitamine & Spurenelemente und die schon zum Schluss besprochenen chemischen Zusätze.

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oaonorm1 20.12.2012, 12:39
47. @romeov

ahahahahaha made my day
2 Wochen später die Ergänzung das Embreos noch viel gesünder sind und einer Frischzellenkur gleichkommen :-D

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freak107 20.12.2012, 12:40
48. Ist es so schwer die Qualität einer Studie zu hinterfragen?

Es sollte doch jedem auffallen, dass dies mit größter Wahrscheinlichkeit eine "geförderte" Studie ist. Alleine schon die Fragestellung ist eher sonderbar. Das Ergebnis der Studie ist alleine schon von den gesetzten Grundbedingungen abzusehen.
Zu einem Essen in einem Rezeptbuch gehört in der Regel mehr als die Hauptspeise. Vorspeise, Nachspeise und Beilagen sind essentielle Träger von Makronährstoffen. Wenn ich nur das 225 g Steak zum Vergleich heran ziehe ist es kein Wunder, dass im Essen zu wenig Kohlenhydrate und zu viel Eiweiß und Fett enthalten ist. Wenn man dann noch Portionen als Berechnungsgrundlage heran zieht geht jede Objektivität verloren. Es ist gängige Praxis der Lebensmittelindustrie Portionen an die enthaltenen Nährstoffe anzupassen und Verpackungsgröße zu ignorieren. Welche Single ist den Bitte sehr eine halbe Pizza? Der TV-Koch gibt natürlich realistischere Portionen an, da diese auch satt machen sollten.

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billger 20.12.2012, 12:41
49. interessant

Zitat von sysop
100 Kochrezepte von Starköchen vs. 100 Fertiggerichte - eigentlich sollte ein derartiger Vergleich eindeutig ausgehen. Doch das Ergebnis einer Untersuchung von britischen Forschern überrascht: Feinschmecker-Rezepte der Küchenmeister sind ungesünder als Mahlzeiten aus dem Supermarktregal.
Ich koche viel selbst und meist gesund. Finde die Studie trotz mancher unglücklicher Formulierung interessant. Lese da vor allem heraus, dass man Kochrezepte von Starköchen nicht blind übernehmen und nachkochen sollte. Dass die einen guten Teil ihres tollen Geschmacks durch viel Fett hinkriegen, überrascht allerdings nicht.

Also: Wer James Oliver nachkocht, sollte das nicht zu oft tun oder die Rezepte kreativ abwandeln. Auch Lafers und Schubeck sind solche Kandidaten, wo ein einfacher Blick ins Rezept reicht, um zu sagen: Schmeckt sicher toll, ist aber viel zu deftig.

Viele Leute unterschätzen, welchen Langzeiteffekt auf das Körpergewicht es hat, wenn man täglich auch nur z.B. 300 kcal über den Bedarf konsumiert.

Übergewicht, Fettleibigkeit, Ateriosklerose usw. gehört in Europa zu den häufigsten Todesursachen.

Es sollte deshalb nicht heißen: gesund ODER kalorienarm, sondern gesund UND kalorienarm.

Ich lese aus der Studie keine Empfehlung für Fastfood heraus, wie einige andere das hier tun.

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