Forum: Gesundheit
Rezepte von Jamie Oliver und Co.: Ungesünder als Fertigmahlzeiten
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100 Kochrezepte von Starköchen vs. 100 Fertiggerichte - eigentlich sollte ein derartiger Vergleich eindeutig ausgehen. Doch das Ergebnis einer Untersuchung von britischen Forschern überrascht: Feinschmecker-Rezepte der Küchenmeister sind ungesünder als Mahlzeiten aus dem Supermarktregal.

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fatherted98 20.12.2012, 13:03
70. Den SPON Autor....

...bitte schnellstens für den Nobel-Preis vorschlagen...endliche kann jemand "gesundes Essen" definieren und hat herausgefunden was "gesundes Essen" ist. Bravo...ein hoch auf den SPON Gourmetwissenschaftler...

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ausbilderschmidt 20.12.2012, 13:04
71. Merkbefreit?

Sind die Autoren merkbefreit?
Die Überschrift lautet

Rezepte von Jamie Oliver und Co.: Ungesünder als Fertigmahlzeiten
[...]
Feinschmecker-Rezepte der Küchenmeister sind ungesünder als Mahlzeiten aus dem Supermarktregal.

Zwischendrin kommt raus (Herleitung im Text), daß die Gerichte aus den Kochbüchern
"Süßer, fettiger, eiweißreicher und ballaststoffärmer " seien.

Dann werden die Forscher zitiert:

Und sie betonen auch,
dass sie weder Rezepte noch Fertigprodukte auf künstliche Konservierungsstoffe, Aromen, Farbstoffe oder Stabilisierungsmittel untersucht haben.

"Diese Aspekte gilt es zu berücksichtigen, bevor wir darüber urteilen, wie gesund eine Mahlzeit ist", schreiben die Wissenschaftler. Das dürfte wohl vor allem für die Fertigprodukte gelten.

Ich denka mal, in der Schule hätte der Volontär, der das verfaßt hat, ein mangelhaft bekommen.

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ponyrage 20.12.2012, 13:05
72. In der Theorie vielleicht

Dass Fertigprodukte weniger Kalorien haben, heißt gar nichts. Ich kann die Portionen beliebig klein machen; ob von dieser Menge dann noch jemand satt wird, die ich "Portion" nenne, ist ein anderes Thema.

Außerdem dürften Fertigprodukte die genannten Nährstoffe in einer stärker raffinierten Form enthalten, was sich ungünstig auf die Verstoffwechselung auswirkt. Gekochtes Gemüse ist allemal besser als Gemüse in Pulverform. Und dass mehr Eiweiß enthalten ist, ist sogar zu begrüßen, wenn man keine Gebrechen hat, sättigt Eiweiß doch stärker als die anderen Nährstoffe. Und Eiweiß ist auch der wertvollste Nährstoff, weil es völlig unverzichtbar ist für den Aufbau und die Reparatur von Körperzellen. Lediglich essentielle Fettsäuren sind ähnlich elementar.

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brux 20.12.2012, 13:06
73. ----------

Im Grunde wird hier nur die Blödheit des Konsumenten entlarvt.

Der glaubt, dass es so oder so richtig sein muss - immer auf der Suche nach den einfachen Lösungen, die das eigene Hirn nicht zu sehr anstrengen.

Ernährung sollte vielfältig, ausgeglichen und saisonal sein. Dann kann man auch mal ohne Sorgen ein richtiges Festmahl (gerne auch mit Butter und Alkohol) verdrücken.

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straightly 20.12.2012, 13:07
74. Warum hier über so eine Studie berichtet wird...?

Die Studie ist in jeglicher Hinsinn Schwachsinn. Ich führe das nur kurz in Stichpunkten aus (schreibe aufm Smartphone)

- Fett = ungesund -> überholte Vorstellung
- Ballaststoffe sind automatisch gesund -> ebenso schwachsinn
- Kalorien zählen um zu entscheiden, was gesund oder ungesund ist (nichts anderes macht die Studie) -> irrsiniger, fast gefährlicher blödsinn
- was ist schlecht an Proteinen?
Aber angenommen, das Ziel der Studie wäre nicht schon unglaublicher Nonsens, auch die Durchführung kann eigentlich keiner wissenschaftl. Betrachtungsweise entstammen...
- welche Gerichte vergleiche ich ("äpfel mit birnen")
- oft sind fertiggerichte doch schon fett- und kalorienreduziert, um eben dem käufer gesundes essen vorzugaukeln
- das Problem mit der Menge - wie gross ist die einzelne Portion (viell. waren die wenigstens so clever das auf die masse runterzurechnen)

Fazit: Von der Anlage der Studie ergibt sich ein unglaubliches Potential, das Ergebnis in die gewünschte Richtung zu tricksen. Allerdings glaube ich auch unbesehen, dass die kalorien-, fett- und Ballaststoff-optimierten Ersatzmahlzeiten aus dem Chemielabor der Lebensmittelkonzerne genau bei den abrechenbaren Dingen punkten können, die man den Verbrauchern schön groß und bunt auf die Verpackung drucken kann: Fettarm, damit "Leicht", Wenig Kalorien, extra Ballaststoffe, meinetwegen auch noch mit zugesetzten Vitaminen..... was das nur mit gesund oder ungesund zu tun haben soll? Da liegt der Fehler...

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vanny1984 20.12.2012, 13:07
75.

Zitat von TS_Alien
Es gibt auch geschmacklich gute Fertiggerichte, die kosten natürlich dementsprechend mehr. Sterneköche benötige ich persönlich nicht. Gut essen kann man auch in vielen Restaurants. Dieses Getue von Sterneköchen und die teilweise merkwürdigen Zutaten, die sie verarbeiten, hat offensichtlich Anhänger. Gegen ein echtes Wiener Schnitzel, einen delikaten Stockfisch, leckere Nudelgerichte, Pizza oder selbst gemachte Buletten kommt dieser Sternekoch-Schickimickikram nicht an.
Es gibt Fertiggerichte, die geschmacklich und von der Zusammensetzung her durchaus okay sind. Trotzdem lässt sich beim Haltbarmachen (Einfrieren, Einkochen, anderweite Behandlungen) nicht verhindern, dass die Konsistenz mancher Produkte sich doch sehr verändert (meist sehr weiches Gemüse ohne Biss, Fleisch oft leicht ausgetrocknet, auch bei den guten Fertiggerichten).

Und sicher kann man auch in Restaurants ohne Sternchen gut essen. Aber Kochen auf Sterneniveau ist eine ganz andere Welt! Ich bin kein Fan von Effekthascherei dabei, Stichwort Molekularküche. Auch brauche ich keine "Luxuszutaten" (mit Austern kann man mich jagen, Kaviar ist auch nicht mein Fall und gute Schaumweine werden durchaus auch abseits der Champagne produziert).

Aber was so ein Koch mit Sternchen bzw. dem entsprechenden Anspruch aus ganz "normalen" Zutaten geschmacklich rausholen kann, ist der reinste Gaumenorgasmus ;). Da wird sogar Rote Beete zum Gedicht. Und die meisten Köche in dieser Liga haben heutzutage genau diesen Anspruch - "normale", regionale, saisonale Produkte in ausgezeichneter, ausgewählter Qualität über Garmethoden, Würze und Kombination zu einzigartigen Geschmackserlebnissen zu machen.

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anders_denker 20.12.2012, 13:08
76. Nicht alle Fertigen oder TK Nahrungsmittel

Zitat von oaonorm1
Ja wer ist den der Geldgeber der Studie und steckt die Pharmaindustrie hinter der UK Apothekenzeitung? :-D Die haben bestimmt riesiges Interesse an einer gesunden Bevölkerung. Das schreit doch nach Manipulation der Massen. Es soll eindeutig suggerieren das die Fertigprodukte ok sind und man bedenkenlos zugreifen kann. Das bringt der industrialisierten Nahrungsmittelproduktion und ggf den Pharmariesen was. Damit kein Aufschrei von den Köchen kommt, merken sie halt noch an das es bei dem echten Essen (das sich 99% nicht leisten können) ja der Genuss im Vordergrund steht. Die 99% haben also ein gutes Gewissen wenn sie das nächste mal zum Ekelfraß greifen. Mal ehrlich wem schmeckt sowas wenn man mit normalem Essen von Mutti und Paps groß geworden ist? Ich hab auch nicht immer Zeit und Lust zum kochen, aber dann es ich ein Brot! Man braucht nicht jeden Tag eine warme Mahlzeit, oder Fleisch oder Käse oder Sommergemüse im Winter! Lieber weniger aber gut Essen. Wenn man sich lange von Fertiggerichten (Single grade von daheim weggezogen...) und dann auf echtes Essen umschwingt (nichmehr Single) wird man schnell eine verbesserung des allgemeinen befindens, der Haut, der Verdauung feststellen. Wie schon viele sagten da braucht man keine Studie für, aber die Lebensmittelindustrie war wohl der Meinung das sie diese braucht...
Sind auch komplette Menüs. Es gibt hinreichend einfach eingefrohrene oder halbfertige Produkte, vor allem Gemüse (blanchiert, gefrostet) das vor allem ausserhalb der Saison der eingeflogenen Ware locker das Wasser reichen kann.

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motzbrocken 20.12.2012, 13:09
77. Sprachlos

Sorry, wenn ich das lese ist das eine Studie bezahlt durch die Lebensmittel Industrie. Und der dazugeschriebene Artikel weisst einen falschen Titel auf. Ist der Schreiberling von Nestle bezahlt? Das Fertiggerichte eigentlich aus Chemie, undefinierbaren Materialien und einem Hauch Lebensmittel hergestellt werden ist ja bekannt. Ich fress mir lieber eine Wampe an, als dass ich auf leckeres Essen verzichte. Da weiss man was man hat. Studie hin, Studie her, nix besseres als ein Sösschen mit Rahm.....

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les2005 20.12.2012, 13:11
78. Einerseits - andererseits

Klar ist, daß man Rezepte, speziell wohl solche aus einem Weihnachtsrezeptebuch, nicht jeden Tag kocht - da darfs gern etwas üppiger sein. Insofern ist der Vergleich zu Alltags-Fertiggerichten vielleicht etwas unfair.

Trotzdem habe ich mich auch schon öfters geärgert, daß viele Autoren es sich da sehr einfach machen. Natürlich schmeckt alles viel besser, wenn ich ein fettes Stück Fleisch nehme und alles mit Butter verfeinere.

Gerade Autoren wie Jamie Oliver, die sich für gesundes Essen stark machen, sollten diesen Anspruch auch an ihre eigenen Rezepte anlegen. Dann wird's vielleicht etwas schwieriger, aber hey, dafür sind sie ja Starköche, oder? Muß ja keine abtörnende Diätküche sein. Aber ein im wahrsten Sinne gesundes Mittelmaß würde ich mir schon auch wünschen

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Phil_iP 20.12.2012, 13:12
79. Fertigstudien

Bei den Fertigprodukten wird unterschlagen, dass meist Aromastoffe und Geschmacksverstärker enthalten sind, welche die "Fressgier" erhöhen, so dass nach einer 400 kCal-Pizza gerne eine zweite nachgeschoben wird. Das passiert bei ebenso energiereichen, aber frischen Stärkeknollen (aka Kartoffeln) eher nicht.

Ebenso unterschlagen wird der Vitaminanteil in der Nahrung. In Fertigprodukten ist so gut wie nichts mehr enthalten, weil über die mehrfache Aufbereitung so gut wie jedes Hitze-labile Vitamin gecrackt wurde. Bei frischen Lebensmitteln hängt es von der Zubereitungsart ab - die man selbst steuern kann (u.a. Kochzeit).

Andererseits unterscheiden sich die Starköche-Kochbüchern eher weniger von den normalen Kochbüchern, die für eine Mahlzeit ebenso 500 - 800 kCal veranschlagen. Einzig, dass die Starkoch-Kochbücher auf qualitativ hochwertigere Grundprodukte setzen, eine exklusiv-ausgefuchste Zubereitungsart und in Optik und Geschmack noch was draufsetzen, unterscheidet eben jene von 'normal'.

Für was sollte die Studie also gut sein?

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