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Rezeptfreigabe für Triptane: Ärzte warnen vor gefährlichen Migränemitteln
DPA

Triptane gelten als Wundermittel bei Migräne. Immer mehr Pharmafirmen versuchen, diese Wirkstoffe rezeptfrei auf den Markt zu bringen. Doch Ärzte warnen: Für Patienten wird die Therapie teurer und ohne ärztliche Überwachung auch schnell gefährlich.

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OrreWombell 13.09.2013, 15:48
1. optional

Genau, immer schön zum Arzt rennen, der einen am Ende dann doch die Medikamente verschreibt....
Kann ich bitte als mündiger Bürger meine Arzneimittel endlich bei Amazon bestellen!

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spon-facebook-10000313918 13.09.2013, 15:55
2.

"Wir sollten ihnen mehr zutrauen. Und wer den Beipackzettel nicht liest, der sollte gar keine Medikamente nehmen." - Wieviele Menschen mit einem akuten Migräneanfall wohl überhaupt noch in der Lage sind diesen Beipackzettel zu entziffern?

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berliner-icke 13.09.2013, 15:56
3. ups ... sehr bedenklich!

wenn jemand die heftigen Migräne-Anfälle kennt, der weiß auch, das ein Mensch diese Schmerzen weg haben will, koste es was es wolle und dann denkt auch niemand an Nebenwirkungen. Rein damit was Hilfe verspricht und das viel und schnell! Ohne Arzt zwar bestimmt eine super Einnahmequelle, aber total verantwortungslos und gier-gesteuert !
Ich habe "Gott sei dank" nur etwa zweimal im Jahr solche heftigen Attacken, aber total gegen freien Verkauf der Helferlein!

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ruediger 13.09.2013, 16:03
4.

Zitat von sysop
Triptane gelten als Wundermittel bei Migräne. Immer mehr Pharmafirmen versuchen, diese Wirkstoffe rezeptfrei auf den Markt zu bringen. Doch Ärzte warnen: Für Patienten wird die Therapie teurer und ohne ärztliche Überwachung auch schnell gefährlich.
Endlich mal Eigenverantwortung des Patienten statt zeit- und kostenintensiver Rezeptpflicht.

Es ist doch völlig unsinnig Patienten zum Arzt zu schicken, damit diese der Sprechstundenhilfe die Verschreibung diktieren.

Was die GKV bezahlt sollte ohnehin nicht von der Rezeptpflicht abhängen (sondern besser über eine Selbstbeteiligung gesteuert werden)

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Walther Kempinski 13.09.2013, 16:03
5. Wer lesen kann

Wie man die Dinger einnimmt, steht doch im Beipackzettel. Wer lesen kann darf weiter leben und der Rest mendelt sich eben aus dem Genpool heraus. Der Arzt sagt in aller Regel auch nur das was im Beipackzettel steht. Soll man deswegen nun wieder die Arztpraxen mit Patienten vollstopfen, die sich auch selbst behandeln können und wollen? Wir sind aufgeklärte Bürger und kein Schafsvolk.

Wer eine schlimme Krankheit hat und ohnehin schon 20 Medikamente überkreuz nehmen muss, der kann ja gerne zum Arzt gehen. Für den Rest gilt: Read the fucking manual...

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schneegrauchen 13.09.2013, 16:08
6. optional

Ich habe selber Migräne und muss von daher manchmal Triptane nehmen. Sie wirken dann recht schnell und gut - sind aber nicht frei von Nebenwirkungen. Von daher überlege ich es mir jedesmal gut, ob ich wirklich eine brauche. Zudem kostet eine freiverkäufliche Packung mit zwei Triptanen knapp 10 EUR, für dasselbe Geld bekäme ich eine Packung mit 50 Schmerztabletten. Von daher glaube ich nicht, dass die Apotheken gestürmt werden würden.
Außerdem ist der Bürger an sich für sich selbst verantwortlich, mittlerweile mischt sich der Staat zu stark in die Belange ein. Wir brauchen einen Sozialstaat, aber keinen Fürsorgestaat, der den Bürger bevormundet.

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Spiegelansgar 13.09.2013, 16:10
7. Absurde Logik !

Es gibt so viele Ungereimtheiten bei der Erstattungspflicht ! - Wieso soll ein Arzneimittel in kleiner Verpackung rezeptffrei werden, in groesserer Verpackung nicht ? Warum ist die Erstattung von Medikamenten zur Allergiebehandlung, zur Behandlung von Durchfallerkrankungen, zur Behandlung von Verstopfung, zur Behandlung von Schlafstoerungen und zur Behandlung von einfachen Schmerzen oft von der Kassenbehandlung ausgeschlossen? Allein die Tatsache, dass solche Behandlungswege durch Freigabe der Rezeptpflicht in die Verantwortung der Selbstbehandlung gegeben werden, schliesst doch die Aerztlich verordnete Notwendigkeit dieser Medikamente nicht aus. - Es ist absolut laecherlich, dass beispielsweise Paracetamol, das in Europa haeufigst verordnete Schmerzmittel, trotz seiner erheblichen Einnahmerisiken, der aerztlichen Verantwortung und Krankenkassenmedizin entzogen wurde. Es ist voellig willkuerlich, dass Ibuprofen 200 als Schmerzmittel frei verkaeuflich ist, in der Staerke 400 allerdings vom Arzt verordnet werden muss. - Wenn dann noch die Packungsgroessen ueber die Verkaeuflichkeit und Zuzahlung entscheiden, wird es absurd ! Als wenn der Mensch sich nicht mehrere Packungen zusammenkaufen koennte !?

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sabinekueng 13.09.2013, 16:22
8.

Den grössten Teil meines Lebens hatte ich Migräne und wäre sehr froh um rezeptfreie Triptane gewesen! Die Migräne bin ich dank Akupunktur inzwischen los, trotzdem bin ich - wenn auch sehr selten - auf Triptane angewiesen. Ich müsste im Ernstfall sonst im Büro übernachten, weil ich nicht mehr nach Hause fahren könnte. Auch wenn es Vorbehalte gegen die rezeptfreie Abgabe gibt: Die Vorteile überwiegen. Man sollte sich bei dem einen oder anderen Medikament ebenfalls eine Freigabe überlegen. So ähnlich wie in manchen sehr gut entwickelten asiatischen Ländern.

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Zoloft 13.09.2013, 16:26
9. Werbung

....schöne Werbung für die Kieler Klinik, die sich eine Stunde Zeit nimmt und Patienten wieder einbestellt....
Wußte garnicht, das die das nötig haben, die Wartezeit bei denen (bis zu 6 Monate) lässt auf genug Patienten schliessen.

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