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"Save the Children"-Bericht: Wo die Überlebenschancen von Kindern steigen
AP

Täglich sterben weltweit 18.000 Kinder vor ihrem fünften Geburtstag - an vermeidbaren Ursachen. Zwar sinkt die Kindersterblichkeit in Niger oder Ägypten, doch in vielen Ländern wie Marokko oder Haiti bleibt die Lage besorgniserregend.

laolu 23.10.2013, 07:56
1. Irgendetwas stimmt hier nicht.

Zitat von sysop
Täglich sterben weltweit 18.000 Kinder vor ihrem fünften Geburtstag - an vermeidbaren Ursachen. Zwar sinkt die Kindersterblichkeit in Niger oder Ägypten, doch in vielen Ländern wie Marokko oder Haiti bleibt die Lage besorgniserregend.
Die abgedruckte Rangliste führt Indien an siebter Stelle.
Das kann ich nachvollziehen, habe ich doch vor kurzem erst ein Interview mit einem hohen indischen Regierungsmitarbeiter gelesen, in dem von 1,7 Millionen verhungerten indischen Kindern im Jahre 2011 die Rede war.

Nun folgt in dieser Rangliste aber direkt darauf China auf Platz 8.
Demnach müssten in der Volksrepublik 2011 eine ähnlich hohe Zahl von Kindern zu Tode gekommen sein.
Das ist eine Zahl, die mir absolut unglaubhaft vorkommt.
Leider gibt die Website savethechildren.net dazu nichts her.

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s342 23.10.2013, 08:37
2.

Sehr schlimm, so etwas zu lesen. Trotzdem finde ich die Maßnahmen, die ergriffen werden, komplett falsch. Das eigentliche Problem liegt an der Bildung. Wenn man heute Kinder mit Impfungen&Essen&Geld vor dem Tod bewahren kann, dann sind es morgen gleich doppelt so viele - weil sich an den eigentlichen Problemen nichts getan hat.
Anstatt den Ländern irgendwelche Hilfsmittel zu geben, wäre es viel wichtiger, die Bildung dort voranzutreiben (z.B. Bau und Finanzierung von Schulen). Das würde die Geburten- und letztendlich auch die Sterblichkeitsrate senken.

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rkinfo 23.10.2013, 08:49
3. Mangelernährung bei Kind und Mutter/Eltern

Nicht nur die Kinder haben mangelhafte Ernährung sondern auch die Mütter. Wobei hier stark saisonale Effekte und schlechte Lagermöglichkeit bei Lebensmittel von Bedeutung sind. Gleichzeitig gibt es die EU-Landwirtschaft welche praktisch jede beliebige Nahrungsmenge zu jedem gewünschten Zeitraum liefern könnte. Angesichts der überschaubaren Nahrungsmenge für Schwangere und Kleinkinder wirklich easy. Es wird Zeit dass die Welt per EU-Bauern und EU-Agrarlogistik das Elend der Kinder beendet.

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and_one 23.10.2013, 09:56
4. Schön – ein hehres Ziel wird erreicht – und was dann?

Was heißt das für die Bevölkerungsentwicklung, die Ernährungssituation, die medizinische Versorgung, das Bildungssystem und die Wirtschaft in den jeweiligen Ländern? Welche Chancen haben die Kinder dann als Erwachsene? Da wird das Pferd wieder von hinten aufgezäumt! Andersherum wird ein Schuh daraus: Wenn eine Gesellschaft funktioniert, nimmt die Kindersterblichkeit ab und auch die Geburtenraten passen sich von alleine an.

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jj2005 23.10.2013, 11:03
5. China direkt hinter Indien??

Zitat von laolu
Die abgedruckte Rangliste führt Indien an siebter Stelle. ... aber direkt darauf China auf Platz 8.
Die MDG-Datenbasis der UN (hier) listed Indien mit 61/1000 Kindern unter 5 Jahren, China mit 15, also ein Viertel. Da sollte man wirklich mal nachfragen.

Bei der Hauptursache, Unterernährung, "führt" Indien mit 43.5% der Kinder (2006 - aber nur 17% der Erwachsenen!!), für China sind es nur 3.6% (2010).

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