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Schimmel in der Wohnung: Krank durch Sporen
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Magen-Darm-Beschwerden, Rheuma, Kinderlosigkeit, Krebs: Schimmelpilze sollen zahlreiche Krankheiten auslösen. Stimmt das? Welche Untersuchungen sind sinnvoll? Und: Was hilft gegen Schimmel?

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a_charaid 07.11.2018, 11:36
20. Und jede/r U-40 jährige fühlt sich jetzt ...

... latent beleidigt, weil da auch nicht jeder zu blöd zum lüften und richtig heizen ist.
Also: Einfach mal nicht immer alle Leute über einen Kamm scheren.

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h.schoenert 30.11.2018, 10:00
21. Lüften und Entfeuchten

Gerade in Altbauten kann es bei schlechter Lüftung an den Außenwänden schnell zu Schimmel kommen. Heizen und Lüften sind da die besten Gegenmaßnahmen. In einigen Fällen kann auch ein Luftentfeuchter sinnvoll sein. Allgemein kann wohl festgehalten werden, dass den Luftbedingungen in Innenräumen oft zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Einen interessanten Artikel dazu gibt es auch hier: https://www.trotec-blog.com/ratgeber-schlechte-luft-macht-krank/

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winfield06 30.11.2018, 12:17
22. warum

eigentlich nur in der Wohnung,
man sollte auch vielmehr mal diverse bis viele Arbeitsplätze unter die Lupe nehmen.
Bei meinem vorherigen AG war es so, dass auf Grund von permanenten Undichtigkeiten im Dach viele der Abtrennwände mit Schwarzschimmel überzogen waren bzw. immer noch sind.
Bin froh dass ich aus diesem Grund nach mehr als 6 Jahren einen anderen Arbeitsplatz bei einem anderen Unternehmen gefunden habe. Wobei diese Belastung natürlich nicht der einzige Grund für den Wechsel war.

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kraus_adam 30.11.2018, 12:37
23.

Zitat von h.schoenert
Gerade in Altbauten kann es bei schlechter Lüftung an den Außenwänden schnell zu Schimmel kommen. Heizen und Lüften sind da die besten Gegenmaßnahmen. In einigen Fällen kann auch ein Luftentfeuchter sinnvoll sein. Allgemein kann wohl festgehalten werden, dass den Luftbedingungen in Innenräumen oft zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Einen interessanten Artikel dazu gibt es auch hier: https://www.trotec-blog.com/ratgeber-schlechte-luft-macht-krank/
Aber das führt doch dann die ganze Dämmerei vollkommen ad absurdum, wenn ich ständig heizen und lüften und zusätzlich auch noch stromfressende Luftentfeuchter laufen lassen muß!
Ich wohne in einem hundert jahre alten komplett unsanierten (außer Dach) Gründerzeitbau und ich habe NULL Probleme mit schlechter Luft und Schimmel. Ich heize unregelmäßig (weil ich immer wieder für Monate nicht im Lande bin und es keine Zentralheizung gibt) habe keine Luftentfeuchter laufen und kümmere mich auch sonst nicht um Schimmelvorsorge.
Warum habe ich keinerlei Probleme mit Schimmel?
Was mache ich falsch? Liegts vielleicht an den hundert Jahre alten Fenstern?

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J.Simon 30.11.2018, 18:42
24.

Zitat von kraus_adam
Aber das führt doch dann die ganze Dämmerei vollkommen ad absurdum, wenn ich ständig heizen und lüften und zusätzlich auch noch stromfressende Luftentfeuchter laufen lassen muß! Ich wohne in einem hundert jahre alten komplett unsanierten (außer Dach) Gründerzeitbau und ich habe NULL Probleme mit schlechter Luft und Schimmel. Ich heize unregelmäßig (weil ich immer wieder für Monate nicht im Lande bin und es keine Zentralheizung gibt) habe keine Luftentfeuchter laufen und kümmere mich auch sonst nicht um Schimmelvorsorge. Warum habe ich keinerlei Probleme mit Schimmel? Was mache ich falsch? ....
..alles. Sie sind anscheinend ständig zu Hause. Wer "monatelang" nicht heizt, nicht lüftet bekommt automatisch - vor allem in den oberen Raumecken - im Deckenbereich Schwarzschimmel.

Das geht ratzfatz, vor allem an den sogenannten "Wärme-/Kältebrücken" - Übergängen zur Innen-/Außenwand.

Egal, ob Neu- oder Altbau, egal ob gedämmt oder ungedämmt.

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k70-ingo 30.11.2018, 23:33
25.

Zitat von kraus_adam
Aber das führt doch dann die ganze Dämmerei vollkommen ad absurdum, wenn ich ständig heizen und lüften und zusätzlich auch noch stromfressende Luftentfeuchter laufen lassen muß! Ich wohne in einem hundert jahre alten komplett unsanierten (außer Dach) Gründerzeitbau und ich habe NULL Probleme mit schlechter Luft und Schimmel. Ich heize unregelmäßig (weil ich immer wieder für Monate nicht im Lande bin und es keine Zentralheizung gibt) habe keine Luftentfeuchter laufen und kümmere mich auch sonst nicht um Schimmelvorsorge. Warum habe ich keinerlei Probleme mit Schimmel? Was mache ich falsch? Liegts vielleicht an den hundert Jahre alten Fenstern?
Wahrscheinlich. Jedenfalls klappt es mit dem Luftaustausch.
Aber wenn Sie längere Zeit außer Haus sind, fallen nicht nur Sie als Feuchtigkeitsabgeber -Atemluft, Kochdünste, Duschen- weg, sondern Sie werden auch keine anderen Feuchtequellen wie Topfpflanzen haben.

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J.Simon 01.12.2018, 09:20
26.

Zitat von k70-ingo
Wahrscheinlich. Jedenfalls klappt es mit dem Luftaustausch...
..vergessen Sie's. Alten Fenstern mit Einfachverglasung und Holzrahmen sagt man nach, daß durch ihre "natürliche" Undichtigkeit für eine Luftzirkulation gesorgt werde, die Schimmelbefall unmöglich mache, was nur bedingt zutrifft.

Wie dem auch sei, wenn eine Wohnung - so angeblich - "monatelang" nicht beheizt und vor allem - stoßgelüftet - wird, ist Schimmelbefall vorprogrammiert.

Es sei denn, man wohnt in einer fernbeheizten, modernisierten Plattenbauwohnung.... .

Da muß man sich wirklich um nichts kümmern.

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SIR-ENE 01.12.2018, 11:15
27. Schimmlige Allgemeinbildung von Ärzten?

Hoffentlich trägt dieser Artikel auch dazu bei, die Bildung von Allgemeinärzten zu verbessern … Ich lebe in einer Wohnung, in der seit einigen Jahren immerwieder mal Wasser aus Decke und Wänden läuft, weil der Vermieter Zink- und Kupferrohre falsch eingebaut hat. Dann kann es zu Lochfraß kommen. Was es nicht alles gibt im Bauwesen, wo immense Geldsummen bewegt werden … Vermieter ist eine Allgemeinärztin, der erst nach etlichen Minigeysiren eingefallen ist, einen Fachmann ranzulassen, der sich nun mit schimmligen Wänden und einem abgesackten Boden beschäftigen darf …

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P-Schrauber 01.12.2018, 22:27
28.

Guter Artikel, das Problem sind vor allem Altbauten in denen neueste und dichteste Fenster eingebaut wurden.
Die Alten Fenster waren undicht und haben entsprechen für Luftzufuhr gesorgt, das galt vor allem bei Altbauten die noch mit Raumöfen ausgestattet waren, durch das Verfeuern von Öl, Holz oder Kohle wurde automatisch neue kühle Raumluft zugeführt die aufgrund niedrigen Temperatur nur wenig Feuchtigkeit einbringt und nach dem Aufwärmen im Raum entsprechend die vorh. Raumfeuchtigkeit im Raum gut aufnehmen kann. Gilt auch für Altbauten mit Zentral oder Wohnungsheizungen und alten fenstern.

Tauscht man die gegen dichte neue aus saniert (dämmt) aber nicht gleichzeitig die Fensteranschlüsse gibt's keinen Luftaustausch und Tauwasseranfall insbesondere im näheren Umfeld der Fenster.

Es gibt schon länger hygrometrisch funktionierende Lüftungsklappen, die funktionieren so dass die Klappen dann zwischen Raum und Fenster öffnen, wenn Außen die Luft trockener ist als Innen. Mit den natürlichen Druckunterschied zwischen Luft an der Fassade und Innenraum wird der Luftwechsel dann vollzogen gerade so schnell das er nicht zu Zugluft Erscheinungen führt.

Auf diese Wiese wird dafür gesorgt, dass nur im Bedarfsfall ein Luftaustausch erfolgt, welcher den Schimmel aber gar nicht erst auftauchen lässt, auch wenn der Bau konstruktiv und Dämmtechnisch gesehen ein Problemfall darstellt.

Die Lüfter gibt's für den Wandeinbau oder auch als schale Konstruktion für den Einbau in die Fensterrahmen, der erforderliche Schlitz, ca. 20x300mm kann man sofern der Fensterrahmen breit genug ist nachträglich noch einbauen, es gibt mehrere Hersteller dafür.

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Einhorn 02.12.2018, 14:05
29.

Zitat von misterknowitall2
Millionen deutsche Wohnungen sind alt und unter anderen Bedingungen gebaut worden. Damals wusste man es einfach nicht besser. Wer in einen Altbau zieht sollte sich bewusst sein, dass man erhöhten Heizbedarf hat. Man sollte nicht auf Heizen verzichten, also keine Pullis an und dann hat man auch keine Sorgen mit Schimmel. Und was gar nicht hilft, ist Zynismus.
Wer heute solche Berichte liest, "weiß auch nichts besser" - denn so einfach ist es nicht. Das Baujahr allein sagt nichts aus, kennt man die Umstände nicht, unter denen ein Gebäude entstand. Wer will denn heute noch wissen, dass es in zerbombten Gebieten in Deutschland bis in die 60er Jahre kein vernünftiges Baumaterial gab?

Mein Schwiegervater hat sich als junger Mann noch Geld damit verdient, Zement von Backsteinen zu klopfen, und, ja da wurde auch der eine oder andere, der im Bombenhagel zerbrochen war, notdürftig wieder zusammengeklebt und verbaut. Und das genau in der Zeit und in der Gegend in der das Haus entstand, in dem ich wohne.

Und tatsächlich ist es so, dass die Großeltern hier keinerlei Schimmelprobleme hatten, unsere Generation hat sie. Und der einzige Unterschied sind tatsächlich die dichten Fenster. Jedes Jahr lässt die Hausgemeinschaft auf vielfachen Wunsch einzelner ein Gutachten erstellen, das jedes Jahr zum gleichen Ergebnis kommt: Außendämmung ist baulich nicht machbar (einer gab sogar einmal zu, dass sich das ohnehin nie "amoritisiert"), Innendämmung bei dieser schlechten Baustubstanz kritisch.

Ein Nachbarhaus, so aus 1800, hat keinerlei Probleme. Aber, mal ehrlich: Die haben ja auch so gut wie keine Fenster...

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