Forum: Gesundheit
Schlechter Masernschutz: Deutschland kränkelt vor sich hin
imago/ Jochen Tack

Im Kampf gegen die Masern schwächelt Deutschland, der Europa-Vergleich fällt beschämend aus. Dabei könnte die Krankheit längst verbannt sein, wenn nur genug geimpft werden würde. Was läuft schief im Gesundheitswesen?

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Fuscipes 21.08.2017, 16:06
150.

Ein gutes Frühstück sollte man nicht verachten, da haben Sie schon recht.
"Die Naturgesetze sind keine "Meinung"", und die Impfpflicht ist für Sie ein Naturgesetz?
Auch dem Staat sind Grenzen gesetzt, wenn es um solche Entscheidungen geht, da kann man an die Impfgegner und die Impfpflichtbefürworter nur appellieren.

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Poli Tische 21.08.2017, 16:09
151. Warum?

Zitat von B!ld
Ich hatte schon mal einen Kommentar verfasst, der wohl untergegangen ist - was war so schlimm daran, das ich (wie wohl er halbe Kindergarten damals) mal Masern hatte? Und darauf eine natürliche Immunität entwickelt habe? Warum gleich immer den Teil der Natur ausrotten, der mal kurzweilig etwas unbequem ist?
Eine Erkrankung durch Masern ist nicht nur unbequem. Sie hält zumindest einen Elternteil vom Berufsleben ab und das Kind kann
auch nicht in die Schule. Außerdem ist an flächendeckender Durchimpfung der Bevölkerung sicher mehr verdient als durch Medikamente bei einer Masernerkrankung.

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Poli Tische 21.08.2017, 16:21
152. Überwiegend tritt SSPE...

Zitat von pittiken
Bei Masern kann die gefährliche Hirnhautentzündung auftreten, und zwar Jahre später. Also Masern sind nicht ungefährlich. Warum muss man schon in jungen Jahren ins Gras beißen, wenn es vermieden werden kann.
die subakuten sklerosierenden Panenzephalitis bei Kindern auf, die im Säuglingsalter an Masern erkranken. Zu einem Zeitpunkt wo die Kinder noch nicht geimpft werden können und auch von ihren Müttern keinen "Nestschutz" mitbekommen. Diese Gefahr gab es vor der Masernimpfung noch nicht, da in der Regel alle Kinder die Masern im Kindesalter hatten und somit dann als Mütter einen Impfschutz für die Säuglinge bereitstellen konnten.

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Poli Tische 21.08.2017, 16:22
153. Übrigens...

Zitat von Little_Nemo
Ich kenne durchaus Leute, die freiwillig, aus Solidarität, mehr Steuern zahlen würden und sich sogar politisch dafür einsetzen, dass es dazu kommt. Vor allem aber kenne ich Eltern, die klug genug sind zu verstehen, dass es besser für ihr Kind ist, wenn es an einer ......
...die Pocken können Sie nicht mit Masern vergleichen!

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konopka1978 21.08.2017, 16:26
154.

Zitat von flaviussilva
Es findet keine Hexenjagd statt, man versucht nur einige Ideologen, die längst komplett widerlegtenTheorien anhängen, zur Vernunft zu bringen. Das ist mehr als Notwendig denn es geht hier um komplett vermeidbare Krankheiten die ansteckend sind, vor allem abergefährden diese Leute .....
q.e.d.: Allein der Duktus Ihrer Antwort bestärkt mich in meinem Gefühl. Was führt Sie eigentlich zu der Gewissheit, dass der heute Stand der Wissenschaft der ein für allemal Weisheit letzter Schluss ist? Würde ein jeder so denken, würden wir wohl noch immer mit Pferdekutschen unterwegs sein.

Nur zur Erläuterung: Ich bin kein Impfgegner, billige aber jedermann/jederfrau eine abweichende Auffassung zu. Da darf ich schon fragen, wer hier diffamiiert?!
Und es bleibt auch dabei, dass der Autofahrer die Gemeinschaft mehr gefährdet als der Impfgegner.

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Fuscipes 21.08.2017, 16:31
155.

"Und natürlich helfe ich mit einer Impfung eine Krankheit auszurotten!", in erster Linie schützen Sie sich vor der Erkrankung, bei einer erfolgreichen Impfung.
Aber um einen Virus "auszurotten", da müssten Sie einen unendlichen Aufwand betreiben, eindämmen klingt besser, "ausrotten" hat einen üblen Beiklang finde ich.

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Little_Nemo 21.08.2017, 16:37
156. Gegen Egoismus, Kurzsichtigkeit und Schlaumeierei gibt's keine Impfung

Zitat von maynard_k.
Also erstens gibt es selbstverständlich auch Menschen, die freiwillig mehr für die Gesellschaft zahlen - es gibt auch Menschen, die ihr Kind im Interesse der Allgemeinheit bewusst einem erhöhten gesundheitlichen Risiko aussetzen (grundsätzlich - zu Masern kenne ich noch keine Statisiken). Das ist aber alles nicht die Norm und dass sie jetzt Menschen kennen die das "tun würden" ist süß - warum zahlen .......
Haben Sie schon mal versucht mehr Steuern zu zahlen als das Finanzamt von Ihnen verlangt? Versuchen Sie es ruhig mal. Ich prophezeie Ihnen, Sie bekommen Schwierigkeiten mit dem Finanzamt.

Steuern sind ihrem Wesen nach keine freiwilligen Zahlungen. Man kann aber an gemeinnützige Organisationen Spenden. Und was soll ich Ihnen sagen, das tun eine ganze Menge Leute.

Und um auf das eigentliche Thema, Masern, zurückzukommen: Eine Masernimpfung erhöht faktisch das Gesundheitsrisiko nicht wesentlich. Nicht in Relation zur Gesamtzahl der Geimpften. Schon gar nicht im Vergleich zu dem Gesundheitsrisiko das eine unzureichend geimpfte Bevölkerung für jeden Einzelnen von uns bedeutet. Eine solche nämlich erhöht das Gesundheitsrisiko erheblich, wie ein Blick in die Geschichte unmissverständlich belegt. Und all die wunderbaren Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte machte sie im Nu zunichte. Wie sieht es bei Ihnen mit dem Verstehen aus?

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HRH-Stuttgart 21.08.2017, 16:51
157. Ach es geht um Logik.

Zitat von n.a.i.s
... Masern sind ansteckend, also bedeutet jeder infizierte Mensch eine Gefahr für sein Umfeld. Soviel zur Logik. Eine Impflicht inclusive Sanktionen ist die richtige Lösung. Bildungferne an sich kann nur begegnet werden mit Reglements im Sinne des Schutzes der einheit.
Autofahren ist gefährlich (übrigens, deutlich gefährlicher als Masern), also bedeutet jeder Autofahrer eine Gefahr für sein Umfeld. Ist nicht die Rückgabe des Führerscheins dann die richtige Lösung? Logisch, oder?

Reglements im Sinne des Schutzes der (e)Einheit hatten wir schon mal - vorgeschlagen und durchgesetzt vielfach von bildungsnahen Fanatikern, die es einfach besser gewußt haben, als die widerspenstigen Individualisten.

In dem Spiegelartikel wird beschrieben, dass eine Frau an Masern gestorben ist. In Worten: EINE. Masern ist, mit anderen in Deutschland vorkommenden Krankheiten verglichen, ein verschwindend geringes Problem. 98 % der Kommentare aber bezichtigen vermutlich sehr verantwortungsbewußte und möglicher Weise um das Wohl ihrer Kinder besonders bemühter Eltern der Unvernunft und Dummheit - um nur die freundlichen Beleidigungen zu nennen - und versuchen sich gegenseitig damit zu übertrumpfen, wie man Menschenrechte einschränken sollte, Zwangsmaßnahmen ergreifen müsste, den Eltern die Verantwortung für ihre Kinder entziehen sollte u.v.a.m. Der Ruf nach dem Staat, der nicht tatenlos diesen Zustand akzeptieren könne und nun dringend Gesetze zu Zwangsmaßnahmen erlassen müsse, werden laut.

Offensichtlich hat das jemand geschickt eingefädelt.

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Little_Nemo 21.08.2017, 16:56
158. Worte wie Musik

Zitat von Fuscipes
"Und natürlich helfe ich mit einer Impfung eine Krankheit auszurotten!", in erster Linie schützen Sie sich vor der Erkrankung, bei einer erfolgreichen Impfung. Aber um einen Virus "auszurotten", da müssten Sie einen unendlichen Aufwand betreiben, eindämmen klingt besser, "ausrotten" hat einen üblen Beiklang finde ich.
"Virus" hat aber auch einen üblen Beiklang, finden Sie nicht? Und "Epidemie" oder gar "Pandemie" erst. Hängt man an diese Begriffe ein "ausrotten" dran, klingen Sie schon gleich viel besser.

Und nein, man müsste keinen unendlichen Aufwand betreiben. Man müsste nur konsequent impfen bzw. sich impfen lassen. Ein kurzer Pieks. Das Problem sind nur diejenigen, die selbst dafür zu faul oder ängstlich sind. Oder ach so schlau.

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Little_Nemo 21.08.2017, 17:18
159. Die Impf-Verschwörung (Impfen bald per Chemtrails?)

Zitat von HRH-Stuttgart
Autofahren ist gefährlich (übrigens, deutlich gefährlicher als Masern), also bedeutet jeder Autofahrer eine Gefahr für sein Umfeld. Ist nicht die Rückgabe des Führerscheins dann die richtige Lösung? Logisch, oder? Reglements im Sinne des Schutzes der (e)Einheit hatten wir schon mal - vorgeschlagen und durchgesetzt vielfach von bildungsnahen Fanatikern, die es einfach besser gewußt haben, als die widerspenstigen Individualisten. In dem Spiegelartikel wird beschrieben, dass eine Frau an Masern gestorben ist. In Worten: EINE. Masern ist, mit anderen in Deutschland vorkommenden Krankheiten verglichen, ein verschwindend geringes Problem. 98 % der Kommentare aber bezichtigen vermutlich sehr verantwortungsbewußte und möglicher Weise um das Wohl ihrer Kinder besonders bemühter Eltern der Unvernunft und Dummheit - um nur die freundlichen Beleidigungen zu nennen - und versuchen sich gegenseitig damit zu übertrumpfen, wie man Menschenrechte einschränken sollte, Zwangsmaßnahmen ergreifen müsste, den Eltern die Verantwortung für ihre Kinder entziehen sollte u.v.a.m. Der Ruf nach dem Staat, der nicht tatenlos diesen Zustand akzeptieren könne und nun dringend Gesetze zu Zwangsmaßnahmen erlassen müsse, werden laut. Offensichtlich hat das jemand geschickt eingefädelt.
Ob es wohl sein könnte, dass die Masern deshalb ein relativ kleines Problem darstellen, weil dagegen geimpft wird? Wollen Sie diesen wunderbaren Zustand gefährden indem Sie sagen, okay, es scheint auch ohne mich zu laufen, dann kann ich mich der Verantwortung entziehen - sollen die anderen doch für mich mit bluten. Wenn sich eine solche Haltung nämlich ausbreiten würde, würden sich auch die Masern wieder ausbreiten und Ihr Egoismus könnte bös nach hinten losgehen. Masern machen nämlich auch vor widerspenstigen Individualisten nicht halt.

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