Forum: Gesundheit
Schmerz-Patienten: Cannabis auf Rezept nur schwer erhältlich
Getty Images

Das Gesetz ist noch neu, aber die Probleme schon da: Wer Cannabis auf Rezept haben möchte, findet oft nur schwer einen Arzt, der es verschreibt. Auch die Krankenkassen verweigern Genehmigungen.

Seite 10 von 16
skr72 21.06.2017, 14:43
90. Halbwissen

Zitat von Thomas Schnitzer
Ich habe noch nie in meinem Leben ein Problem mit Cannabis gehabt, und habe als Student eine Zeit lang selbst geraucht. Dennoch machen sie es sich deutlich zu einfach, denn erstens verursacht Cannabis bei nicht wenigen Menschen Psychosen und Depressionen, zweitens gibt es kaum lungenschädigendere Fluppen als Joints (COPD durch Pollen), drittens sind Kiffer aufgrund der verursachten Reaktionsträgheit sicherlich nicht die sichersten Autofahrer, (und wenn sie meinen, sie hätten einen Beleg für "das wird verheimlicht", weshalb posten sie den Link dann nicht?), und viertens macht Kiffen im Allgemeinen faul und antriebslos, ohne einen (abschreckenden) Kater zu verursachen, wobei gleichzeitig die Konzentrationsfähigkeit eingeschränkt wird. Die Gründe für das Verbot liegen somit hauptsächlich in der gesundheitlichen Gefahr und der Gefahr für Arbeitsmoral.
Es gibt vermutlich kaum Themen, bei denen es mehr Mythen und Halbwissen gibt als bei Cannabis:

1. Es kann sein, dass dadurch Psychosen getriggert werden. D.h. nicht das es dadurch mehr Leute Psychosen haben, sondern diese wird halt dadurch getriggert. Das gleich passiert viel häufiger mit Alkohol, aber da interessiert es niemand. Keiner würde auf die Idee kommen ein Alk-Verbot dadurch zu begründen. So zu tun als sei dies ein Alleinstellungsmerkmal von THC ist schlichtweg eine Lüge!

2. Wenn Cannabis mit Tabak mischt, was Raucher tun, Nichtraucher aber nicht, dann kann sein dass man vom Rauchen krank wird. Abhilfe: Keinen Tabak mehr rauchen.

3. Es gibt Einschränkungen zur Fahrtüchtigkeit bei Gras, rein technisch nachweisbar, welche sich aber selbst bei starken Konsum vergleichbar noch unterhalb der 0,5 Promille Grenze von Alk liegen.

Versuchen sie mal einen bekifften Skateboardfahrer (die Mehrzahl!) davon zu überzeugen, dasss Kiffen langsame Reaktionen bewirkt, wenn sie sich trauen!

Kiffer verursachen aber trotzdem weniger Unfälle, da sie, anders als Alkoholisierte, i.d.R. langsam und vorsichtig fahren. Das überkompensiert die Fahreinschränkung. Alkohol enthemmt und führt zu gefährlicher Selbstüberschätzung.

4. Wie soll ich denn einen Link zu verheimlichten Daten posten? Dass müssen sie schon die Polizei fragen, warum diese keine offiziellen Daten rausgeben. Fragen sie die mal! Die sagen ihnen dann, dass ja die Dunkelziffer viel höher ist, obwohl abhängig von der Unfallschwere bis 100% alle Fahrer daraufhin untersucht werden.

5. Faul und Antriebslos: THC ist ein Dopingmittel. Viele, insbesondere kreative, Arbeitsergebnisse sind ohne Drogen halt nicht so gut. Es kiffen Personen alle Gesellschafts- und Berufsklassen, als auch Ärtze, Richter, Anwälte, Politiker,..usw. Es wurde mal die Auswirkungen von illg. Drogen auf die wirtschl. Entwicklung der USA untersucht. Ergebnis: Ohne die funktionen ganze Wirschaftsbereiche gar nicht. Google: Drugs and their effects on Business

Beitrag melden
spon_420 21.06.2017, 14:44
91. Witzfigur

Zitat von cassandros
Versuch mal, etwas über die Drogenwirkung von Koffein in einer einschlägigen neurowissenschaftlichen oder pharmakologischen Fachzeitschrift zu finden.
https://link.springer.com/article/10.1007/s00213-004-2000-x
http://emedicine.medscape.com/article/1182710-overview
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK202225/
http://www.news-medical.net/health/Caffeine-Pharmacology.aspx
https://doi.org/10.1007/s00213-004-2000-x
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15448977

BITTE. GERN GESCHEHEN.

So, alles wussten es schon, nun ist es bewiesen: Sie sind ein Troll.

Beitrag melden
SarahMue 21.06.2017, 14:46
92.

Zitat von Europa!
Die Haschrebellen lassen nicht locker. Auf dem Umweg über die Schmerzpatienten sollen dem Drogenhandel offenbar Tür und Tor geöffnet werden. Früher wurde auch Heroin als "Medizin" frei gehandelt (z.B. von Bayer), und nach dem 1. Weltkrieg wurden Tausende von Verwundeten drogenabhängig. Dass sich verantwortungsbewusste Ärzte dieser Praxis verweigern, ist nur zu begrüßen.
Ich habe selten solch einen Unsinn gelesen und ich lese viele Kommentare....

Beitrag melden
d.enkmalwieder 21.06.2017, 14:47
93.

Zitat von cassandros
Und was machst du mit dem "selbstgezogenem Gras"? Wenn du getrockneten Hanf rauchst, ist das genauso schädlich wie das Rauchen von Tabak. Kein Unterschied im Lungenkrebsrisiko.
Das man Hanf nicht rauchen muss ist scheinbar immer noch nicht jedem bekannt.

Ganz witzig ist es tatsächlich wenn eine Substanz kriminalisiert wird weil die Konsum-FORM riskant ist- nicht die Substanz selbst.

Beitrag melden
cassandros 21.06.2017, 14:48
94.

Zitat von spon_420
Ausserdem ist inzwischen belegt, dass die Psychosen nicht durch Cannabis hervorgerufen, sondern nur aktiviert werden. Also würden all diese Psychosen auch zu einem anderen Zeitpunkt ohne Cannabis auftreten.
Achtung! Falsche Schlussfolgerung!!!!!!!!!!!!
Daß eine latente Psychose ohne Cannabis zwingend zu einem anderen Zeitpunkt manifest werden würde, ist eine unhaltbare Behauptung.
Vielmehr muss im Beibackzettel aller pharmazeutischen Cannabinol-Präparate das Aktivieren von Psychosen als NEBENWIRKUNG aufgeführt sein!

Beitrag melden
spon_420 21.06.2017, 14:48
95. Nachtrag

Zitat von cassandros
Weißt du, wo ich mich über "Drogen" informiere? Z.B. hier: - http://onlinelibrary.wiley.com/journal/10.1111/(ISSN)1471-4159/issues oder hier - http://www.sciencedirect.com/science/journal/08966273
Hahaha, jetzt musste ich aber lachen. Auf den beiden genannten Seiten machen Sie sich über Drogen und Koffein schlau, ja?

Ich hab mal gerade bei beiden genannten Seiten "Caffeine" in die Suchfunktion eingetippt, etwas, was Sie wohl bisher versäumt haben.

Grandioser Lacher. Made my day. Und jetzt auf ins Schwimmbad, die Diskussion mit Ihnen ist für mich endgültig beendet.

Beitrag melden
touri 21.06.2017, 14:50
96.

Zitat von cassandros
Du meine Güte! Im WWW finde ich auch mühelos "Augenzeugenberichte" über Entführungen durch Außerirdische. Versuch mal, etwas über die Drogenwirkung von Koffein in einer einschlägigen neurowissenschaftlichen oder pharmakologischen Fachzeitschrift zu finden. Weißt du, wo ich mich über "Drogen" informiere? Z.B. hier: - http://onlinelibrary.wiley.com/journal/10.1111/(ISSN)1471-4159/issues oder hier - http://www.sciencedirect.com/science/journal/08966273 Im Gegensatz zu dir habe ich nämlich Physiologie und Neurobiologie studiert. Komm mir also nicht mit Witzigpedia. Sonst muss ich lachen.
Ok, ich ziehe einmal vorsichtig Ihre angebliche akademische Bildung in Zweifel. Zunächst einmal würde ein Akademiker nicht eine fremde Person einfach mit "du" anreden. Kommt nämlich nicht so gut bei den meisten (deutschsprachigen) Kollegen an.

Zweitens haben Sie mit keinem Ihrer Links zu einem Artikel verlinkt, der Ihre These in irgendeiner Form stützen würde sondern einfach zu englischsprachigen Artikelsammlungen verlinkt. Sie haben damit nicht besser als der Forumsteilnehmer gehandelt, der Ihnen einfach die Links zu Wikipedia und google in die Hand gedrückt hat.

Scheinbar scheinen Sie nicht zu wissen, wie wissenschaftliches Arbeiten funktioniert. Das sagt Ihnen im übrigen jemand, der zumindest ein Diplom vorweisen kann.

Beitrag melden
HansFröhlich 21.06.2017, 14:53
97. @Europa

mal gegeben, eine direkte Fremdschädigung (konkret passive Inhalation) wäre ausgeschlossen:
Wäre es dann nicht am verantwortungsvollsten, jeder würde das mit sich selbst ausmachen?
Finden Sie bewusstseinsbeeinflussende Substanzen nur für sich selbst akzeptabel, oder auch für Fremde?
Wäre es bei Letzterem dann Missgunst? Wenn nicht, wäre es die Befürchtung, ein in der Gesellschaft eigenverantwortlicher Umgang
würde Ihre Autorität z.B. bei der Kindeserziehung untergraben?Ich versuch da nur bei der Argumentation der Prohibition durchzusteigen und will niemanden zu nahe treten.
Nur sobald jemand seine eigene Sichtweise bei primär nicht-fremdschädigendem Konsum der Gesellschaft zum Dogma erheben will, muss man laut zu den Beweggründen nachfragen.
Hat des Öfteren schon zur Aufklärung beigetragen.
Und eigentlich sind die Fragen rhetorischer Natur, denn ich habe Ihren entlarvenden Eingangspost gelesen :-)
Sie dürfen aber gerne selbst zur Aufklärung beitragen, ich könnte völlig falsch liegen.
Und den Masterplan zur Abschaffung des Drogenkonsums bitte auch, damit finden Sie weltweit Gehör; die Erfolge der Prohibition sind bislang ja überschaubar und trugen sekundär erheblich zur Verbreitung von geächteten Drogen bei.

Beitrag melden
cassandros 21.06.2017, 14:56
98. damit die Schädeldecke nicht wegfliegt

Zitat von Haarfoen
Machen Sie sich mal bei einem Glas Rotwein locker und dann kiffen wir mal einen kleinen Spliff - vielleicht finden Sie zu etwas wie Menschlichkeit zurück (-;
Bei dem Wetter heute / diese Woche würde ich aber tunlichst empfehlen, sich auf höchtens eines davon zu beschränken ;-)

Beitrag melden
spon_420 21.06.2017, 15:01
99.

Zitat von cassandros
Achtung! Falsche Schlussfolgerung!!!!!!!!!!!! Daß eine latente Psychose ohne Cannabis zwingend zu einem anderen Zeitpunkt manifest werden würde, ist eine unhaltbare Behauptung. Vielmehr muss im Beibackzettel aller pharmazeutischen Cannabinol-Präparate das Aktivieren von Psychosen als NEBENWIRKUNG aufgeführt sein!
Na einen hab ich doch noch:

"Hast du die Ausrufezeichen bemerkt? Es sind fünf. Ein sicheres Zeichen dafür, dass jemand die Unterhose auf dem Kopf trägt." (Terry Pratchett: Maskerade)

Beitrag melden
Seite 10 von 16
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!