Forum: Gesundheit
Schmerz-Patienten: Cannabis auf Rezept nur schwer erhältlich
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Das Gesetz ist noch neu, aber die Probleme schon da: Wer Cannabis auf Rezept haben möchte, findet oft nur schwer einen Arzt, der es verschreibt. Auch die Krankenkassen verweigern Genehmigungen.

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derHamlet 21.06.2017, 16:28
120.

Zitat von Thomas Schnitzer
1. Nein, das ist nicht belegt. https://hanfverband.de/inhalte/cannabis-wirkung-nebenwirkungen-und-risiken#nr_4 "[Es] wurde[...] über die Eigenständigkeit einer "Cannabispsychose" diskutiert, [...] . Heute geht man davon aus, dass es eine "Cannabispsychose" nicht gibt, sondern [...] Schizophrenie vorliegt. Unklar ist [...] , ob die an Schizophrenie Erkrankten auch ohne den Konsum von Cannabis an dieser einschneidenden Krankheit leiden würden. [...]" => Fraglich, ob die Betroffenen den Ausbruch auch ohne erlebt hätten, und außer Konkurrenz, weil nur eine anekdotische Betrachtung: Einer der Mitkonsumenten aus meinen Studienzeiten leidet bis heute daran, und lebt in der Klinik. 2. https://www.lungeninformationsdienst.de/aktuelles/news/therapieformen/therapieformen/article/cannabis-risiken-und-nutzen-fuer-die-lungengesundheit/ "Fast gesichert ist laut DGP der Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und [...] chronischer Bronchitis, [...] oder Asthma." Und - wenn auch immer noch als Anekdote ausser Konkurrenz - auch an Asthma leidet einer derer, der damals da bei war, und ich war selbst kurz davor, welches zu bekommen. 3. Faulheit etc. https://hanfverband.de/inhalte/cannabis-wirkung-nebenwirkungen-und-risiken#nr_3 "Dauerhafter [...] Cannabiskonsum kann mit [...] Rückzugstendenzen einhergehen. Dabei stehen Betroffene den Aufgaben des Alltags [...] gleichgültig gegenüber." "Dauerhafter Cannabiskonsum hat eine Beeinträchtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit zur Folge (Aufmerksamkeit, Konzentration, Lernfähigkeit)." => Dabei hilft es wenig, dass davon nicht alle Konsumenten betroffen sind, entscheidend ist, dass es nicht nur vereinzelt vorkommt. Und, noch einmal anekdotisch und ausser Konkurrenz, wenn ich mir das Publikum in Coffeeshops in NL so ansehe, dann sind da ein Drittel Menschen mit gepflegtem Äußeren dabei, ein Drittel ist in dieser Hinsicht nur bemüht, und ein weiteres Drittel ist stinkender Rest, weil es ihnen wie beim letzten Alki völlig egal geworden ist, wie sie herumlaufen. Fazit: Nach meinen Erfahrungen sollte Cannabis nicht einfach so freigegeben werden, denn dazu sind die spezifischen Risiken für die zu groß. Und es reicht schon, dass es mit Alkohol eine Droge gibt, die man aufgrund der "kulturellen Verwurzelung" nicht mehr in den Griff bekommt, demensprechend ist "Alkohol ist aber erlaubt" kein valides Argument. Wenn es nach mir ginge, dürfte jegliche Droge abseits von Kaffee nur an Leute verkauft werden, die per Reifetest nachgewiesen haben, dass sie damit umgehen können, und den Konsum nachweislich mit selbst legal erwirtschaftetem Geld finanzieren können. Es ist nämlich nochmal ein himmelweiter Unterschied, ob jemand gelegentlich Feierabendruhe haben will, oder den Tag wegkifft, weil sonst Langeweile herrscht.
Guten Tag Thomas Schnitzer,

zum Glück geht es aber nicht nach Ihnen.
Doch befürchte ich Sie sind einer der Vertreter, die ihre Stimme jemandem geben, der das für Sie durchsetzt.

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steffen.ganzmann 21.06.2017, 16:35
121. 0,5 Promille?

Zitat von skr72
... Es gibt Einschränkungen zur Fahrtüchtigkeit bei Gras, rein technisch nachweisbar, welche sich aber selbst bei starken Konsum vergleichbar noch unterhalb der 0,5 Promille Grenze von Alk liegen ...
Als ich mich das letzte Mal so richtig sturzbetrunken fühlte, hatte ich tatsächlich noch die Geistesgegenwart aufzuschreiben, was ich denn so den Abend über getrunken hatte.

Als ich es am nächsten Tag ausrechnete waren es popelige 0,4 Promille gewesen, unter denen ich mit absoluter Sicherheit kein Auto mehr angefasst hätte, so zu war ich gewesen! Übrigens trotz eines recht üppigen Abendessens.

Soviel nur zu Grenzwerten, die Länder, die 0,00 Promille verlangen, haben damit vollkommen Recht!

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Vex 21.06.2017, 16:45
122.

Zitat von Europa!
Ich freue mich, dass sich in diesem Forum so viele gute Köpfe finden, die den Drogenkonsum konsequent abschaffen wollen. Und natürlich haben Sie recht: Die widerliche Raucherei (die auch andere schädigt)und die Volksdroge Alkohol sind genauso wenig akzeptabel wie Hasch, Heroin, Crystal Meth etc. pp.
Es gibt Drogen die machen körperlich abhängig und es gibt welche die tun es nicht. Hier ist eine ganz eindeutige Unterscheidungsgrenze zwischen harten Drogen wie Opioiden oder Alkohol und THC das eben nicht abhängig macht.
THC Verbot wird in der Regel immer mit der psychischen Abhängigkeit gerechtfertig was aber totaler Blösinn ist weil sie auch von Computerspielen, Zucker, Sex oder Forumlesen psychisch abhängig werden können und da kommt auch keine auf die Idee das pauschal zu verbieten.
Das Argument von Nebenwirkungen ist auch sehr weit hergeholt denn auch Zucker hat für Diabetiker unschöne Nebenwirkungen oder Gluten für Zölliakiepatienten deshalb muss man als gesunder Mensch aber weder auf Zucker noch auf Gluten verzichten.

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Vex 21.06.2017, 16:47
123.

Zitat von keine-#-ahnung
... malen Sie sich mal kurz 'nen Citratcyclus aufs Papier und beschriften Sie ihn - orthographisch korrekt natürlich :-) !
Spielt alles keine Rolle wenn sie die Chemie dahinter können und Elektronen verschieben können.
Wenn sie natürlich auswendig lernen dann ist Rechtschreibung vielleicht wichtig ...

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InesH 21.06.2017, 16:50
124. Es ist Irrsinn

Drei Gramm Metamizol, also 3 x 40 Tropfen Novaminsulfon pro Tag und morgens, mittags und abends noch 25 mg Tilidin sind kein Problem für einen Schmerztherpeuten in der Rezeptierung.
Aber THC? Ohne Krebs und AIDS?
Natürlich nicht, das ist nicht mal den Versuch wert.

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cassandros 21.06.2017, 16:55
125.

Zitat von Vex
....... Eine Psychose ist größtenteils ein sozialwissenschaftliches Event ............... Ihre Folgerung das THC eine Psychose auslösen kann ist eigentlich auch nicht bewiesen ohne den biochemischen Mechanismus dahinter zu kennen. ...........
"Ihre Folgerung, daß THC...."
Eine solche "Folgerung" habe ich an keiner Stelle abgeleitet !
Die Aussage wurde als Prämisse (!) von anderen (!) weiter oben eingebracht.

"Eine Psychose ist größtenteils ein sozialwissenschaftliches Event"? Wer so etwas schreibt, hat wirklich keinen Schimmer, was eine Psychose ist (oder sitzt seit Stunden in der prallen Sonne).

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Lankoron 21.06.2017, 16:56
126. Natürlich gibt es

viel zu wenige Studien. Aber nachdem man jahrelang seitens der Politik und der Pharmaindustrie diese Studien verhindert hat, jetzt fehlende Studien als Ausreden anzuführen, ist die Spitze der Unverfrorenheit. Und Ärzten die Verschreibung von wichtigen Medikamenten, egal ob Cannabis oder anderen, ist ebenso eine Unverschämtheit.

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cassandros 21.06.2017, 17:00
127.

Zitat von Vex
Es gibt Drogen die machen körperlich abhängig und es gibt welche die tun es nicht. Hier ist eine ganz eindeutige Unterscheidungsgrenze zwischen harten Drogen wie Opioiden oder Alkohol und THC das eben nicht abhängig macht. .......
Eine Unterscheidung "körperliche" / "psychische" Abhängigkeit ist Quatsch.
Informier dich lieber über den Unterschied von Opioiden und Opiaten.

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skr72 21.06.2017, 17:11
128. Egal

Zitat von Vex
Das steht übrigens auf fast allen Medikamenten im Bereich Depression und Schmerztherapie. Eine Psychose ist größtenteils ein sozialwissenschaftliches Event die Wirkung von Medikamenten oder Drogen wird hingegen naturwissenschaftlich erklärt. Die Neurowissenschaft ist noch längst nicht soweit eine Psychose 100% naturwissenschaftlich also biochemisch zu erklären. Ihre Folgerung das THC eine Psychose auslösen kann ist eigentlich auch nicht bewiesen ohne den biochemischen Mechanismus dahinter zu kennen. Diese ganzen Studien das 5% in der Gruppe und 7% in der anderen Gruppe irgendwas ... aber keine Ahnung wie und wieso eigentlich sind keine harte Wissenschaft.
solange dies bei Alkohl ebenfalls ein großes Problem ist, es also kein Alleinstellungsmerkmal von Cannabis ist, ist die Diskussion irrelevant.

Ich kenne Leute für die ist Kiffen eine rationale Entscheidung: Weil diese kein oder wenig Alkohl trinken möchten.

Was glauben sie, was die von ihren Argumenten halten.

Von welchen Szenario gehen sie aus: Jugendliche die aufgrund Ihrer Warnung lieber nicht kiffen, was machen die dann? Ohne Drogen leben? Sorry aber wie naiv ist dass denn? Da hab ich bisher noch keinen getroffen.

Aber was ich immer wieder sehe: Leuten die der FS wg. Kiffen genommen wurde steigen halt dann auf andere Drogen um: NPS, Alk und andere fürchterliche Drogen!

Was haben Sie dann gewonnen?

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keine-#-ahnung 21.06.2017, 17:12
129. Was bitte ist daran Irrsinn?

Zitat von InesH
Drei Gramm Metamizol, also 3 x 40 Tropfen Novaminsulfon pro Tag und morgens, mittags und abends noch 25 mg Tilidin sind kein Problem für einen Schmerztherpeuten in der Rezeptierung. Aber THC? Ohne Krebs und AIDS? Natürlich nicht, das ist nicht mal den Versuch wert.
Wenn man mit Novalgin und Valoron die Schmerzen gut eingestellt bekommt, verbietet sich selbst bei bestehender Indikation beim Kassenpatienten auch ein "Versuch" mit THC - das steht eindeutig so im §31.6 SGB V. Sonst zahlt der Kollege Ihre Tütchen in Form von Regressen an Ihre Krankenkasse ... wollen Sie doch sicher nicht, oder?
Ich persönlich würde auch beim Privatversicherten nur analog der Indikationen nach §31.6 SGB V verordnen, da sichere Indikationen für das Gras anderenorts ja nicht definiert sind und ich keinen Bock habe, wegen Verstoss gegen das BtMG vor dem Kadi zu landen.

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