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Schmerz-Patienten: Cannabis auf Rezept nur schwer erhältlich
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Das Gesetz ist noch neu, aber die Probleme schon da: Wer Cannabis auf Rezept haben möchte, findet oft nur schwer einen Arzt, der es verschreibt. Auch die Krankenkassen verweigern Genehmigungen.

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matthias111 21.06.2017, 12:03
10. Dieses Thema sollte man Experten überlassen

Kiffern und Growern.
Jahrzehnte lange Erfahrung, zigtausend Versuchsreihen, ach was Millionen Versuchsreihen sind das.
Oder man fragt die, für die Cannabis noch völlig legal war., weil keiner auf so eine blödsinnige Idee gekommen wäre es zu verbieten.
Damals war Cannabis Tinktur das meistverkaufte Medikament, kann also nicht ganz wirkungslos sein.

auf jeden Fall fragt man nicht die, die unter dem Voodoo aufgewachsen sind, Cannabis wäre etwas diabolisches.

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d.enkmalwieder 21.06.2017, 12:04
11.

Zitat von Europa!
Keine Drogen für niemand Die Haschrebellen lassen nicht locker. Auf dem Umweg über die Schmerzpatienten sollen dem Drogenhandel offenbar Tür und Tor geöffnet werden. Früher wurde auch Heroin als "Medizin" frei gehandelt (z.B. von Bayer), und nach dem 1. Weltkrieg wurden Tausende von Verwundeten drogenabhängig. Dass sich verantwortungsbewusste Ärzte dieser Praxis verweigern, ist nur zu begrüßen.
Diesem, ganz offensichtlichem frei von jeder Sach & Fachkenntnis, verfassten Beitrag ist nichts entgegenzusetzen. Ideologischen Polemikern ist schließlich kein argumentatives Kraut gewachsen.

Ich hoffe doch stark das Sie in Ihrem Leben noch nie einen Tropfen Alkohol getrunken haben (DER macht richtig süchtig- Hanf nicht)
Ich gehe weiter davon aus das Sie noch nie eine Aspirin o.ä. benötigt haben (TODES-Fälle in DE 1000-3000 pro Jahr; Hanf = 0 seit Menschengedenken)
Usw.usw.
Sie sind das beste Beispiel dafür das die "Gehirnwäsche" des Harry J.Anslinger immer noch wirkt- und das obwohl alle gegenteiligen Informationen heutzutage leicht verfügbar sind.

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blogreiter 21.06.2017, 12:05
12.

Die hier genannten Preise sind sicher nicht vergleichbar, weil es sich um einen Anbau von Cannabis vergleichbar mit den Anforderungen an den Anbau von Arzneipflanzen handelt. Es werden nur ganz bestimmte Pflanzenteile (Blüten) und Pflanzen mit vorher definierten Eigenschaften verwendet. Dafür müssen Zertifizierungen vorgelegt werden. In den USA gibt es beispielsweise keine Zertifizierungsstelle für medizinisches Cannabis. Es geht hier nicht um allgemeines Rauschen sondern um spezielle Räusche, deren medizinische Wirksamkeit dann auch noch im Detail festgestellt werden soll.

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Zäsus 21.06.2017, 12:09
13. Ich verstehe nicht…

…warum die Pharma und Alkohollobby sich so bäumen: In Amerika ist ein komplett neuer Wirstschaftszweig entstanden, an dem sich sehr gut verdienen lässt. Wer da jetzt groß einsteigen dürfte, würde sich seinen Schnitt vom Kuchen holen und ggf. Alkohol weniger beackern.

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steffen.ganzmann 21.06.2017, 12:10
14. Sorry!

Zitat von d.enkmalwieder
... Wenn ich lese das ein Gramm für 25 Euro zu beziehen ist und ich aus Reportagen aus Colorado weiß das die Produktionskosten im Großanbau unter 1 (ein!) $ liegen können frage ich mich ob die hier Verantwortlichen überhaupt ein Gewissen haben. ...
Aber ich halte 25 Euro im Vergleich zu 1 Greenback pro Gramm ab Pflanze gewonnenes THC nicht für besonders teuer. Das Zeug muss verkaufsfähig aufgearbeitet werden, die Pharmafirma muss zudem auch daran verdienen können, denn sonst gibt es sie bald nicht mehr, dann der Grosshändler und danach noch die Apotheke ...

Dann regen Sie sich doch mal lieber über die Produzenten von Homöopathica auf, die für ein paar Gramm geklopfter Lactose oder Milliliter geschüttelten Wassers Mondpreise verlangen!

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d.enkmalwieder 21.06.2017, 12:12
15. Kulktur Kultur

Zitat von Dyl Ulenspegel
Es ist sowieso völlig unlogisch, Cannabis überhaupt zu verbieten. Wer Cannabis verbietet, müsste Alkohol erst recht verbieten, der ist nämlich viel gesundheitsschädlicher und Menschen unter Alkoholeinfluss haben ein viel höheres Gefährdungspotential. Aber Alkohol hat nun mal eine jahrtausendtalte Tradition, und dementspechend eine gewaltige Lobby - Cannabis nicht. Eine Aufhebung des Cannabisverbots würde die Staatskasse um geschätzt 2 Mrd € entlasten - aber Politiker sind nun mal unfähig, sich von ihren Dogmen zu trennen...
Ich möchte Ihnen nicht widersprechen nur soviel: Die ältesten Funde einer Hanf-Kultur in Deutschland (also angelegten Feldern!) sind ungefähr 5500 Jahre alt- da wussten die Menschen also schon das Nutz & Heilkraut zu schätzen.
Da war von einer kontrollierten Gärung und dem Alkohol noch tausende von Jahren nicht die Rede. Gehen sie mit diesem "Argument" bloß nicht der Frau Mortal auf den Leim....
https://de.wikipedia.org/wiki/Hanf#Fr.C3.BChgeschichte_und_Antike

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cassandros 21.06.2017, 12:16
16.

Zitat von Europa!
2. Keine Drogen für niemand!
Also auch kein Nikotin und kein Ethanol mehr. Das ist ein ambitioniertes Ziel. Hast du ein Konzept, wie das durchgesetzt werden sollte?
Selbst stramme Anti-Drogen-Hardliner der CxU würden da nie mitmachen.

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steffen.ganzmann 21.06.2017, 12:19
17. Das können Sie so nicht sagen.

Zitat von StefanXX
Warum ist es ein Problem dass Patienten keinen Arzt finden der Ihnen Canabis auf Rezept verschreibt? Seit wann bestimmen die Patienten welche Medikamente der Arzt Ihnen verschreibt?? Wenn sie keinen Arzt finden, der Ihnen das verschreibt, dann werden es die Ärzte wohl für medizinisch nicht erforderlich/sinnvoll halten.
Ich selber hatte nie eigene BTM-Rezepte, da mir der ganze Aufwand mit diesen Dinger viel zu gross war. Und ich kann mir gut vorstellen, dass es manchen Allgemeinmedizinern ebenso geht. Manche Medikamente sollte man doch lieber in den Händen der Schmerztherapeuten lassen, wenn man sich die momentan rasch ansteigende Anzahl der Fentanyltoten so anschaut ...

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7eggert 21.06.2017, 12:22
18.

Zitat von Europa!
Die Haschrebellen lassen nicht locker. Auf dem Umweg über die Schmerzpatienten sollen dem Drogenhandel offenbar Tür und Tor geöffnet werden. Früher wurde auch Heroin als "Medizin" frei gehandelt (z.B. von Bayer), und nach dem 1. Weltkrieg wurden Tausende von Verwundeten drogenabhängig. Dass sich verantwortungsbewusste Ärzte dieser Praxis verweigern, ist nur zu begrüßen.
Sie sollten dann mal ganz schnell auf Alkohol und Koffein verzichten.

Daß die Ärzte meine Leber und meine Organe zerstören und mich ansonsten mit meinen Schmerzen alleine lassen, weil ich ja nicht akut sterbe, ist nämlich nicht zu begrüßen.

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whitewisent 21.06.2017, 12:23
19.

Irgendwie darf man Zweifeln, daß die Fraktion, welche nun protestiert, wirklich das Ziel des Gesetzes ist. Die parlamentarische Zustimmung wurde mit dem hier zitierten Kompromiss erkauft:

Seit dem 10. März können Ärzte Cannabis-Präparate verschreiben, wenn alle übrigen Behandlungswege ausgeschöpft sind.

Es bedarf also des Nachweises, daß die Behandlungswege ausgeschöpft sind. Mancher hat jedoch das Gesetz so verstanden (auch Aufgrund von Medienberichten), daß Canabis ein alternatives Medikament zur Wahl würde.

Wer wirklich "schwer krank" ist, dürfte die Probleme mit der Verschreibung von Wunschmedikamenten durch budgetierte Ärzte und an Gesetze gebundene Krankenkassen kennen. Wer darüber erstaunt ist, ist wahrscheinlich krank, aber war nie der Personenkreis, der eingeplant war, und für den Kosten kalkuliert wurden.

Man sieht ja an der USA, wie beliebig es wird, wenn eine Erkrankung ausreicht, und schon ein Glaukomverdacht oder Hexenschuss zum Rezept führt.

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